Leserundenarchiv > Gina Mayer – Das Lied meiner Schwester

Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler!!!)

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Sille:

--- Zitat von: Gina am 16. August 2010, 11:31:07 ---Liebe Sille,
für mich ist es ein großes Kompliment, dass du so schnell lesen "musstest". Und deine Kommentare waren eine wunderbare Bereicherung, vielen Dank dafür. Als Autorin bin ich bei einer Leserunde immer eher passiv, weil ich die Leseeindrücke nicht durch meine Interpretationen und Deutungen in eine Richtung drängen will. Außerdem bin ich mit meinem Text ja schon in Vorleistung getreten ....
Deine Kommentare werden bestimmt von den anderen noch aufgegriffen. Jetzt wünsch ich dir aber erstmal einen schönen Familien-Urlaub.
Liebe Grüße
Gina

--- Ende Zitat ---

Danke Dir!!  :-*

ulli:
Ich bin noch nicht durch, bin im Urlaub und habe unerwartet nur begrenzt Internet.  :-\ Und das kostet auch noch immens.

Ich lese fleisig schreib dann anwschließend ...  >:(

Gina:
Genieß den Urlaub! Und meide das Internet!
Liebe Grüße
Gina

ulli:
Ich bin wieder daheim und habe das Buch ausgelesen. Zum Schluss war es ein atemloses lesen - das Buch zieht einen in die Geschichte und dann mit, es ist wie ein reißender Strom und man tauch hin und wieder (bei den Briefen) auf, holt Luft und wird nachdenklich, ich zumindest.

Gina, "Das Lied meiner Schwester" ist ein sehr tiefsinniges Buch, ein Buch Buch voller Melodien, Lieder, voller Musik. Auch deine Sprache ist voller Musik. Du malst wundervolle Bilder, aber nicht nur das, du summst, du singst ... und das hat mich begleitet.
Nun kenn ich dich und deine Stime, deine Mimik und Gestik - deine Art zu lachen, nachdenklich zu schauen und seh dich vor mir, wenn ich eins deiner Bücher lese. Musik schwingt mit- in deiner Stime, in deinem Buch. Oft habe ich mir Stücke, die du erwähnst, angehört. Einfach, weil das für mich dazu gehörte. Somit wurde das Buch zu  einer besonderen Art des Hörbuchs.
Es hat mir viel Freude bereitet, mich sehr nachdenklich gemacht, mich getroffen und betroffen gemacht. Genau das sollte ein gutes Buch erreichen und genau das hast du mal wieder geschafft.
Die Geschichte ist schwierig. Unsere Geschichte - also die des Nazideutschlands - ist schwierig und deshalb ist es gut, wenn es solche Bücher wie deines gibt.
Die Geschichte der beiden Schwestern ist schwierig, weil sie so unterschiedlich sind und doch das Gleiche wollen - nämlich Liebe und Freiheit und Musik - und die Musik spiegelt die Schwestern. Das hast du ganz hervorragend gelöst. Orlanda, die Beschwingte, Lustige, Lebensfrohe ... Leichtsinnige. Anna, die Ernste, Klassische, Bedrückte, Nachdenkliche.
Beide haben ihre Berechtigung, beide haben ihre Musik.
Beide haben ihre sehr eigene Geschihte, die sich wie ein Thema immer wiedr trifft und verbindet, sich verwebt und ineinander spannt.
Das Buch ist ein Kreis.l Am Ende kommt man wieder zum Anfang und versteht.
Nein, leicht machst du es dem Leser nicht. Das Geheimnis um die Mutter löst sich erst am Ende auf. Schlüssig ist es aber. Und bitter.
Ich hätte gerne die Fortsetzung. Ich hätte gerne Frederiekes Leben "danach". Das kann ich mir aber ausspinnen, alle Weichen hast du gestellt und ihr Leben wird mit der Hypothek nicht einfacher sein als das ihrer Mütter.

Gina, das Buch ist toll. Danke dafür.

Gina:
Liebe Ulli,
vielen Dank! Während du mein Buch gelesen hast, hab ich deines gelesen (Lohn des Todes) und in vielen Dingen ging es mir genau wie dir. Auch wenn die beiden Bücher natürlich sehr verschieden sind. Aber dazu mehr im persönlichen Austausch.
Friederikes Geschichte zu erzählen, fände ich auch interessant (aber nee ... es wird bestimmt keine Fortsetzung geben). Mit ihrem Erbe wird sie es bestimmt nicht leicht haben ...
Liebe Grüße
Gina

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