Autor Thema: Irgendwo bellte ein Hund.  (Gelesen 7706 mal)

Offline Restitutus

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #15 am: 08. Mai 2009, 13:41:17 »
Nein, nicht am Anfang. Das ist kurz vor dem Höhepunkt des Buchs.

Aber Hunde kommen bei mir öfter vor. Ganz am Anfang hetzen sie ein fremdes Mädchen durchs Dorf, am Ende zanken sie sich um einen Arm, und dazwischen machen sie die Nacht unsicher. Hätte ich vielleicht besser lassen sollen...  ;D


Offline Borz

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #16 am: 08. Mai 2009, 15:44:52 »
Na, dafür bellt bei mir gerade andauernd der Hund. Aber immerhin in menschliches Sprache. "New World" heißt das Buch.

Viele liebe Grüße

Borz

Offline Mauriel

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #17 am: 03. Februar 2011, 17:09:39 »
Hm...
Also, ich will jetzt eigentlich keine Thread-Nekromantie betreiben, aber...
Was ist denn so schlimm an diesem Satz?
Ich meine - es gibt tausend Sätze wie diesen, die in jedem dritten Buch vorkommen.
"Er lachte.", "Fassunglos starrte er ihn an/nach oben/durch die Tür/whatever.", "Ich liebe dich!"
Da kann man sich auch fragen "warum lacht der ständig?" oder "warum muss der immer fassunglos starren?" oder "warum müssen sich immer alle lieben?".
Aber mal ganz ehrlich - es gibt eben Situationen, in denen ein irgendwo bellender Hund einfach zum Bild dazugehört.
Beispiel: Ein verschlafenes Dörfchen in den Abendstunden. Neben diversen Geräuschen wie meinetwegen Hühnergegacker irgendwo, ein quäkendes Radio aus einem geöffneten Fenster in der Nähe, das leise, unregelmäßige Klingeln der Kuhglocken auf der nahen Weide, tja, da ist es doch nicht weiter verwunderlich, wenn da dann ein Hund bellt.
Anders Beispiel: Nachts irgendwo auf dem Land in der Nähe eines Dorfes, meinetwegen auf einem Berg/Hügel, wo von oben die Sterne leuchten und von unten aus dem Tal die Lichter des Dorfes. Da hört man nunmal nicht sonderlich viel, aber einen Hund, der bellt, hört man eben doch noch recht weit.
Drittes Beispiel: Ein heruntergekommenes Arbeiterviertel irgendwann während der industriellen Revolution. Es stinkt, es ist dreckig, man sieht Kinder in Lumpen, die mit Lumpen auf der Straße spielen, aus einem Fenster hört man das hysterische Kreischen einer Frau, dann fängt irgendwo ein Baby an zu schreien, hinter allem rattert ein Zug mit lautem Getöse über die nahe Bahnstrecke, ja, und irgendwo in diesem verlausten, dreckigen Viertel bellt eben auch ein Hund - ein versiffter Köter in diesem Fall, wahrscheinlich nur mit drei Beinen und einem Auge, und mehr Flöhen als Haaren im Fell, aber immerhin, ein Hund.
Hunde gehören zum Menschen nunmal dazu wie Ratten, und das seit Jahrtausenden. Nur Ratten hört man eben meistens nicht - oft sieht man sie ja nichtmal.

Von daher...
Möchte ich hier jetzt mal ganz offiziell eine Lanze für den bellenden Hund brechen. :D
Gut, es mag Bücher geben, wo es unangebracht ist (Maskenball in Venedig, alle tanzen, da kommt der bellende Hund komisch, genauso beim Geheimagenten-Showdown im 35. Stock des Bürogebäudes einer internationalen Jogginghosen-Mafia), aber da stört dann wohl auch weniger der Satz selbst, sondern eben die Tatsache, dass es nicht ins Bild passt.
Und: ja, ich mag Hunde. ;)
"Der, der nicht weiß zu schreiben, glaubt nicht, dass dies eine Arbeit sei.
Drei Finger schreiben, der ganze Körper leidet."
(Schreiber, 8. Jahrhundert)

Offline helmutp

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #18 am: 07. November 2012, 12:55:06 »
Ich hasse diesen Satz! Wirklich.

@Borz - zugegeben, auf den Satz habe ich bis jetzt noch nie geachtet. Mich hat ein anderer Satz traumatisiert. Bei mir sind es die Autos, die mit quietschenden Reifen um die Ecke kommen. "In dem Moment kam ein Wagen mit quietschenden Reifen um die Ecke". Womöglich noch mit "rasender Geschwindigkeit". Ich bin für jede Seite dankbar, wo ich das nicht lesen muss. Vielleicht sollte ich mit meiner Lektüre auf historische Romane ausweichen. Bei Kutschen und Sänften erübrigt sich das Problem.

LG Helmut
"Die Elefanten meines Bruders" - Ein Roman über einen Zirkusbesuch, der nie stattgefunden hat.
Buch auf Amazon: www.amazon.de/Elefanten-meines-Bruders-Helmut-Pöll/dp/1479102407/

Offline Tanja

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #19 am: 21. November 2012, 13:33:04 »
Wow, wirklich wahr. Dieser ominöse Hind tauchte schon in so einigen Büchern auf, die ich bisher gelesen habe... Ist mir zuvor aber nie aufgefallen  :D Da muss ich in Zukunft mal drauf achten.

Offline Rhea

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Re: Irgendwo bellte ein Hund.
« Antwort #20 am: 22. März 2013, 11:50:37 »
Es scheint so, dass es unterschiedliche Sätze gibt, die einen stören. ganz besonders, wenn es nicht dazugehört. Wenn ein Hund irgendwo bellt, sollte er wohl auch beißen :)
Neulich hatten wir eine Lesung, in der es um Nebel ging, der ständig grau vor der Tür herumlungerte. Ich bewundere Autoren, die es schaffen, solche Beschreibungen neu zu erfinden, oder so einzubetten, dass sie ganz natürlich daher kommen. Das ist wohl das Hauptproblem. Es ist halt etwas schwerer den Nebel anders als "grau" zu beschreiben. Da muss man sich mehr Mühe geben.
Es ist übrigens so, dass Hunde auch Nachts bellen, Katzen nur zu bestimmten Jahreszeiten fürchterlich heulen und Krähen nachts nicht zu hören sind (normalerweise) Vögel machen einen unerhörten Lärm am Morgen so zwischen 4 und 5 Uhr und am Abend vor Sonnenuntergang und das auch nur in der wärmeren Jahreszeit. Es it also einfacher einen Hund bellen zu lassen.  :)