Autor Thema: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16  (Gelesen 2444 mal)

Offline Tammy1982

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3183
02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« am: 23. April 2010, 21:24:20 »
Hier könnt Ihr von Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16 bzw. bis Seite 177 schreiben.

Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
« Letzte Änderung: 23. April 2010, 22:15:32 von apassionata »

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #1 am: 25. April 2010, 20:34:00 »

Hallo liebe Leserunde.

Da ich heute wieder volldampf lesen konnte und morgen leider viel anderes zu tun hab, poste ich jetzt schon mal meine Meinung.
Für alle die einfach das sonnige Wochenende genossen haben: Lasst euch von mir nicht hetzen.  :)

Das erste Aufeinandertreffen zwischen Jeanne und dem König war ja geradezu theaterbühnenreif.  ;D Der Comte de Maurepas wird sich sicherlich kaum gefreut haben von dieser „Weibsperson“ auf diese Art bloß gestellt zu werden. Noch dazu vor dem König und seinen Begleitern. Aber auch Jeanne war in dieser Situation wohl eher zu bedauern. So tropfnass vor dem König und seinen Höflingen tat sie mir schon ein wenig leid. Andererseits war sie ja echt taff. Na immerhin bleibt sie so garantiert erst einmal in des Königs Erinnerung.  ;D

Charles ist für mich nach wie vor ein Trottel. Zum Glück kam das Wildbret des Königs gerade rechtzeitig, um ihm den empörten Wind aus den Segeln zu nehmen. Ich habe auch immer mehr den Eindruck, dass die junge Jeanne in der loyalen Obhut ihres Oheims Le Normant de Tournehem und den Gebrüder de Pâris ganz gut aufgehoben ist. Wehe dem Augenblick, da sich hier das Blatt einmal wenden mag, denke ich oft zwischen den Zeilen…

Der Duc de Richelieu. Hier schwanke ich doch sehr zwischen Sympathie und Missgunst. Mir ist noch nicht klar, wie sich die Beziehung zwischen Jeanne und ihm noch entwickeln kann. Ich sehe ihn genauso als zuschlagende Natter, wie als helfender Stern, wenn es einmal zu einer wichtigen Entscheidung kommen mag. Zumindest konnte Jeanne bisher stets geschickt kontern und ihm zumindest die ganz großen Spitzen seiner Überheblichkeit stutzen. Die werden ja wohl nicht auch noch ein Paar?

Das Getränk Bavaroise scheint ja eine fürchterliche Mischung zu sein… Bähh… Klingt ja fast schon wie ein Aphrodisiakum. *grins*

Für Jeanne selbst freue ich mich ja nun wirklich, über ihre kleine Alexandrine. Bleibt nun nur abzuwarten, was aus der Kleinen wird, wenn Jeanne tatsächlich die Geliebte des Königs werden sollte. Mit an den Hof nehmen kann sie diese dann sicher nicht und ich bin auch schon gespannt wie Charles eines Tages reagieren könnte…

Marie Leszczynska, einundvierzig Jahre und bereits zehn Kindern das Licht der Welt geschenkt.  :o Hui, ich habe es da bisher dann doch nur auf eines gebracht.  ;D
Eine starke Leistung, die sicher gerade in der damaligen Zeit nicht einfach so an ihr vorbei gegangen ist.

Geschickt gemacht fand ich von Claudia die Überleitung beziehungsweise den Anfangssatz auf Seite 212 zu Kapitel 12, als die Mätresse des Königs gerade verstorben war. „Die bernsteinfarbene Flüssigkeit hielt, was sie versprach.“ Natürlich war hier im Folgenden der Cognac gemeint. Für mich als Leserin aber war es so ein kleines winkendes Fähnchen, welches mir sagen wollte: „Ja könnte es gar sein, dass die Mätresse des Königs vergiftet wurde?“  Zumindest ein Hauch eines Zweifels wurde hier doch wachgerüttelt…

Auch die Taktik des Dreiergespanns aus Le Normant und Pâris/Pâris den mittlerweile überflüssigen Charles für eine Weile wegzuschicken, geht mal wieder auf. Schließlich kann somit Jeanne etwas wagen, dass sie sich Jahre zuvor wohl nicht in den kühnsten Träumen hätte vorstellen können: Die trifft den König nicht nur auf dem Ball sondern später auch noch einmal auf unglaubliche Weise in Paris… Lustig fand ich es allemal.  ;D  Und dies scheint den König nun doch dermaßen beeindruckt zu haben, dass er Jeanne nach Versailles an den Hof beordern lässt. 
Nun, dort dürfte es nun denn auch ziemlich spannend werden und ich bin gespannt.

Bisher lässt sich die Geschichte richtig gut weglesen…  :lesen:

Liebe Grüssle
                  Marion  :winken:


"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Mascha

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1056
  • Als Gott die Zeit machte, machte er genug davon.
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #2 am: 26. April 2010, 10:00:11 »
Jeanne trifft das erste Mal auf den König und tritt gleich kräftig ins Fettnäpfchen. Aber die Szene hatte durchaus etwas, das die weitere Beziehung zwischen den Beiden hindeutet. Jeanne ist keine Frau die kuscht, auch nicht vor dem König. Dass Charles hier aufgebracht war, kann ich schon nachvollziehen, allerdings hat ihn das Geschenk des Königs auch nicht wirklich beruhigt. Bin gespannt, wie er reagiert, wenn Jeanne tatsächlich die Mäträsse des Königs wird.( Das sie das wird, wissen wir ja schon, habe also nicht wirklich etwas verraten, oder  ;))
Aber erstmal bekommt Jeanne ihre kleine Tochter. Hier wurde ich mit der kurzen Erwähnung des 1.Kindes versöhnt, denn hier erfahren wir doch etwas mehr über Jeanne und ihre Mutterrolle. Auch sie gibt das Kind natürlich an eine Amme, aber man merkt doch, dass sie ihre kleine Tochter sehr liebt.

Der Duc de Richelieu ist mir bisher ziemlich unsympathisch. Ein Höfling der sehr von sich eingenommen ist. Schon im ersten Abschnitt ist er mir unangenehm aufgefallen, als er auf Jeanne aufmerksam wurde und sie abgelehnt hat, weil sie noch unverheiratet war. Auch hatte er ein Verhältnis mit der Duchesse de Chateauroux, bevor sie die Mäträsse des Königs wurde. Vermutlich hat er jetzt das gleiche mit Jeanne vor.

Marie Leszczynska ist bisher eigentlich nur eine Nebenfigur, obwohl sie die Königin ist. Viel zu sagen hat sie wohl nicht, aber dem König schon 10 Kinder geboren. Irgendwie tut sie mir schon leid.

Die Duchesse de Chateauroux wird mir viel zu plötzlich krank und stirbt. Auch wenn es nicht ausdrücklich geschrieben steht, habe ich hier auch den Verdacht, dass sie vergiftet wurde. Die Frage ist nur, von wem?

Jeanne trifft auf dem Ball den König wieder. Geschickt eingefädelt dass Charles auf Geschäftsreise ist, aber auch Jeannes Kostüm. Als Diana"Göttin der Jagd" zieht sie natürlich die Aufmerksamkeit des Königs auf sich. Bisher hatte ich ja das Gefühl, dass Jeanne im Grunde nur das macht, was ihre Gönner von ihr erwarten, aber jetzt scheint Jeanne tatsächlich Gefühe für den König zu entwickeln. Sehr interessant war auch die Begegnung in Paris. Hat der König sich tatsächlich so unters Volk gemischt? Da war nicht nur Jeanne erstaunt, sondern ich auch.








Gruß Jutta

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #3 am: 26. April 2010, 11:22:04 »
Hallo zusammen...

Sehr interessant war auch die Begegnung in Paris. Hat der König sich tatsächlich so unters Volk gemischt? Da war nicht nur Jeanne erstaunt, sondern ich auch.
 

Hier habe ich auch gestaunt, fand diese Art der Unternehmung aber ganz toll.  ;)
Ist denn so etwas belegt, Claudia? Oder entspringt es deiner künstlerischen Freiheit?

Der Duc de Richelieu ist mir bisher ziemlich unsympathisch. Ein Höfling der sehr von sich eingenommen ist. Schon im ersten Abschnitt ist er mir unangenehm aufgefallen, als er auf Jeanne aufmerksam wurde und sie abgelehnt hat, weil sie noch unverheiratet war. Auch hatte er ein Verhältnis mit der Duchesse de Chateauroux, bevor sie die Mäträsse des Königs wurde. Vermutlich hat er jetzt das gleiche mit Jeanne vor.

Dieser Herr ist wohl sehr von sich eingenommen. Er scheint seine Liebschaften eher zu sammeln...  ;D

Die Duchesse de Chateauroux wird mir viel zu plötzlich krank und stirbt. Auch wenn es nicht ausdrücklich geschrieben steht, habe ich hier auch den Verdacht, dass sie vergiftet wurde. Die Frage ist nur, von wem?

Spontan würde ich ja auf die Gebrüder Pâris und Jeannes Oheim tippen. Doch als Mätresse des Königs ist man sicher vielen ein Dorn im Auge. Da bin ich gespannt, wie es Jeanne dort noch ergehen wird. Der französische Hof war ja besonders für seine Intriegen bekannt.
Als Diana"Göttin der Jagd" zieht sie natürlich die Aufmerksamkeit des Königs auf sich.

Hier hat mir vor allem auch sehr gut gefallen, wie sich Jeanne mit ihrer Idee kostümtechnisch nicht mit der Mode/Masse zu laufen durchgesetzt hat. Und genau dies hat sie ja dann auch tatsächlich hervorgehoben.  :)

wenn Jeanne tatsächlich die Mäträsse des Königs wird.( Das sie das wird, wissen wir ja schon, habe also nicht wirklich etwas verraten, oder  ) 

Sicher nicht.  ;D ;)

Liebe Grüssle
             Marion  :winken:
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Imlammenien

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3040
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #4 am: 26. April 2010, 16:46:09 »
So, dann will ich mich auch mal dem 2. Abschnitt des Romans widmen.  :)

Nach einem Kutschenunfall darf Jeanne einmal ihr Temperament beweisen - und trifft auch gleich den König. Der scheint auch nicht minder fasziniert zu sein, spendiert er doch seinerseits seiner neuen Bekanntschaft einen Teil der Jagdbeute. Merkwürdig aber, dass sich Charles darüber so aufregt, schließlich schien er bislang - neben den ehelichen Pflichten - wenig Interesse an seiner Ehefrau gehabt zu haben.

Ein wenig verwundert haben mich Jeannes schauspielerische Ambitionen. Ich wusste gar nicht, dass es für Damen der besseren Gesellschaft damal üblich war, selbst Theater zu spielen.
Gefallen hat mir, wie sich Jeanne mit dem anmaßenden Duc de Richelieu anlegt. Ich nehme an, zwischen den beiden ist auch noch nicht das letzte Wort gewechselt worden...
Derweil macht sich de Montmartel daran, Jeanne den Weg zum gesellschaftlichen Auftstieg zu ebnen, indem er einen Diener des Königs besticht. Er scheint wirklich große Hoffnungen in Jeanne zu setzen.

Jeanne gebiert eine Tochter - und Charles' Arroganz darüber, dass es "nur" ein Mädchen ist, ist wirklich zum K...n!  >:( >:( >:(

Als dann die Mätresse des Königs stirbt, scheint der Weg frei für Jeanne. Wäre da nicht noch die Königin, die unter den "Fehltritten" ihres Gatten leidet. Nachvollziehen kann ich Letzteres gut - Louis aber anscheinend nicht.

Schießlich wird Jeanne von ihren Gönnern zum Maskenball nach Versailles entsandt und erscheint dort - wie passend!  ;D - als Diana, die Göttin der Jagd. Ich finde, dass zu ihrem Auftritt eine Menge Mut und Selbstvertrauen gehört!
Interessant, dass unter den Höflingen auch sogleich auf Jeannes Erfolg beim König gewettet wird.  ;D
Letzterer erinnert sich auch noch an sie und bekommt bei der erstbesten Gelegenheit auch gleich von ihr die Meinung gesagt!  :D Aber das scheint Louis zu gefallen. den er rückt eine Einladung zu einem weiteren Ball heraus.

Erstaunlich, welcher Rummel um den König gemacht wird, sobald der irgendwo auftaucht. Das erinnert ja beinahe an den heutigen Star-Kult... na ja, ist ja auch irgendwie nicht anderes.

Im Anschluss an den zweiten Ball bringt Jeanne den König und seine Begleiter in das Haus ihres Onkels. Und siehe da... zwischen ihr und dem König läuft was! Komisch nur, dass sie genau diese Situation zunächst vermeiden wollte, ihr aber nun so gar nichts entgegen zu setzen hat.
@Claudia: Sind eigentlich Jeannes Gefühle dem König gegenüber, so wie du sie in deinem Roman schilderst, historsich verbürgt?

Ein wenig schmunzeln musste ich ja schon, als Louis ganz offensichtlich versucht, den nächtlichen Ausflug vor seinem Hofstaat geheim zu halten, in dem er sich zu seinem eigenen Lever zur Hintertür herein schleicht.
Überhaupt finde ich die Vorstellung, dass jede Menge Leute beim Aufwachen und der Morgentoilette um mein Bett herumstehen, furchtbar! Da kann einem der König ja echt Leid tun!  :o

Tja, und dann nimmt die Geschichte ihren Lauf: Louis bestellt Jeanne zu sich nach Versailles... Ich bin gespannt, wie es weitergeht!  :lesen:

Geez,
Imlammenien

Offline Imlammenien

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3040
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #5 am: 26. April 2010, 16:57:54 »
Charles ist für mich nach wie vor ein Trottel. Zum Glück kam das Wildbret des Königs gerade rechtzeitig, um ihm den empörten Wind aus den Segeln zu nehmen. Ich habe auch immer mehr den Eindruck, dass die junge Jeanne in der loyalen Obhut ihres Oheims Le Normant de Tournehem und den Gebrüder de Pâris ganz gut aufgehoben ist. Wehe dem Augenblick, da sich hier das Blatt einmal wenden mag, denke ich oft zwischen den Zeilen…
Wie meinst du das, Marion?

Der Duc de Richelieu. Hier schwanke ich doch sehr zwischen Sympathie und Missgunst. Mir ist noch nicht klar, wie sich die Beziehung zwischen Jeanne und ihm noch entwickeln kann. Ich sehe ihn genauso als zuschlagende Natter, wie als helfender Stern, wenn es einmal zu einer wichtigen Entscheidung kommen mag. Zumindest konnte Jeanne bisher stets geschickt kontern und ihm zumindest die ganz großen Spitzen seiner Überheblichkeit stutzen. Die werden ja wohl nicht auch noch ein Paar?
Das vermute ich eher nicht.  ;D Und gefallen würde es mir auch nicht.  ::)
Aber vielleicht gelingt es den beiden ja im Verlauf der Geschichte so etwa wie gegenseitigen Respekt zu entwickeln?

Marie Leszczynska, einundvierzig Jahre und bereits zehn Kindern das Licht der Welt geschenkt.  :o Hui, ich habe es da bisher dann doch nur auf eines gebracht.  ;D
Eine starke Leistung, die sicher gerade in der damaligen Zeit nicht einfach so an ihr vorbei gegangen ist.
Hui, das habe ich auch gedacht! Und das von diesem Mann, der ja auch ansonsten noch mächtig umtriebig ist...  :o

Geschickt gemacht fand ich von Claudia die Überleitung beziehungsweise den Anfangssatz auf Seite 212 zu Kapitel 12, als die Mätresse des Königs gerade verstorben war. „Die bernsteinfarbene Flüssigkeit hielt, was sie versprach.“ Natürlich war hier im Folgenden der Cognac gemeint. Für mich als Leserin aber war es so ein kleines winkendes Fähnchen, welches mir sagen wollte: „Ja könnte es gar sein, dass die Mätresse des Königs vergiftet wurde?“  Zumindest ein Hauch eines Zweifels wurde hier doch wachgerüttelt…
Ups, das muss ich überlesen haben.  :-[ Jedenfalls sind mir hier keine Zweifel gekommen. Bis du es erwähntest, Marion.  ;D

Dass Charles hier aufgebracht war, kann ich schon nachvollziehen, allerdings hat ihn das Geschenk des Königs auch nicht wirklich beruhigt. Bin gespannt, wie er reagiert, wenn Jeanne tatsächlich die Mäträsse des Königs wird.( Das sie das wird, wissen wir ja schon, habe also nicht wirklich etwas verraten, oder  ;))
Nein, du verrätst da nicht mehr als der Klappentext, Mascha!  ;D
Was Charles angeht, dachte ich mir nur: Na, das kann ja noch heiter werden!  ::) Wo der seine Eifersucht jetzt plötzlich herholt, erschließt sich mir zwar nicht, doch kann ich mir nicht vorstellen, dass es einem Ehemann anzuraten wäre, sich dem König in den Weg zu stellen. Ich denke, sowas endet leicht in der Bastille oder im Exil...

Der Duc de Richelieu ist mir bisher ziemlich unsympathisch. Ein Höfling der sehr von sich eingenommen ist. Schon im ersten Abschnitt ist er mir unangenehm aufgefallen, als er auf Jeanne aufmerksam wurde und sie abgelehnt hat, weil sie noch unverheiratet war. Auch hatte er ein Verhältnis mit der Duchesse de Chateauroux, bevor sie die Mäträsse des Königs wurde. Vermutlich hat er jetzt das gleiche mit Jeanne vor.
In jedem Fall ist der Duc de Richelieu sehr von sich überzeugt und hält sich anscheinend für unwiderstehlich. Das macht ihn nicht gerade zu meinem Favoriten!

Geez,
Imlammenien

Offline Claudia Z.

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 139
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #6 am: 26. April 2010, 17:15:17 »

Jeanne trifft auf dem Ball den König wieder. Geschickt eingefädelt dass Charles auf Geschäftsreise ist, aber auch Jeannes Kostüm. Als Diana"Göttin der Jagd" zieht sie natürlich die Aufmerksamkeit des Königs auf sich. Bisher hatte ich ja das Gefühl, dass Jeanne im Grunde nur das macht, was ihre Gönner von ihr erwarten, aber jetzt scheint Jeanne tatsächlich Gefühe für den König zu entwickeln. Sehr interessant war auch die Begegnung in Paris. Hat der König sich tatsächlich so unters Volk gemischt? Da war nicht nur Jeanne erstaunt, sondern ich auch.

Das hat Louis XV. laut der Quellen tatsächlich gern gemacht! Vor allem in jüngeren Jahren. Ich muss zugeben, dass mir das sehr gefallen hat.

Offline Imlammenien

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3040
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #7 am: 26. April 2010, 17:17:34 »

Jeanne trifft auf dem Ball den König wieder. Geschickt eingefädelt dass Charles auf Geschäftsreise ist, aber auch Jeannes Kostüm. Als Diana"Göttin der Jagd" zieht sie natürlich die Aufmerksamkeit des Königs auf sich. Bisher hatte ich ja das Gefühl, dass Jeanne im Grunde nur das macht, was ihre Gönner von ihr erwarten, aber jetzt scheint Jeanne tatsächlich Gefühe für den König zu entwickeln. Sehr interessant war auch die Begegnung in Paris. Hat der König sich tatsächlich so unters Volk gemischt? Da war nicht nur Jeanne erstaunt, sondern ich auch.

Das hat Louis XV. laut der Quellen tatsächlich gern gemacht! Vor allem in jüngeren Jahren. Ich muss zugeben, dass mir das sehr gefallen hat.
Solche Vorlieben sind sicherlich der Traum eines jeden Romanautors!  ;D
Weißt du, warum Louis das getan hat? Hatte er ein tiefergehendes Interesse an seinem Volk? Oder wollte er den höfischen Zwängen entfliehen? Oder war es was ganz anderes?

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #8 am: 26. April 2010, 17:49:17 »
Huhu...

Charles ist für mich nach wie vor ein Trottel. Zum Glück kam das Wildbret des Königs gerade rechtzeitig, um ihm den empörten Wind aus den Segeln zu nehmen. Ich habe auch immer mehr den Eindruck, dass die junge Jeanne in der loyalen Obhut ihres Oheims Le Normant de Tournehem und den Gebrüder de Pâris ganz gut aufgehoben ist. Wehe dem Augenblick, da sich hier das Blatt einmal wenden mag, denke ich oft zwischen den Zeilen…
Wie meinst du das, Marion?

Stell dir vor, Jeanne kommt tatsächlich einmal in eine Machtposition. Auch eine solche ist immer kippbar. So gewissenhaft, wie diese drei Herren die junge Jeanne fördern und in ihrem Aufstieg unterstützen, so verbissen sägen sie sicher auch an den Stühlen ihrer Feinde. Zum Beispiel kann ich nicht gänzlich ausschließen, dass die verstorbene Mätresse des Königs eines Giftmordes zum Opfer fiel. Mal ganz davon abgesehen, dass ich solche Taten (wenn auch über Mittelsmänner) den drei momentanen Gönnern von Jeanne Poisson durchaus zutrauen würde. Will sagen, ich kann nur hoffen dass sich das Blatt hier für Jeanne nie wenden mag und sie diese Drei einmal als ihre Feinde gegen sich stehen hat.

Der Duc de Richelieu. Hier schwanke ich doch sehr zwischen Sympathie und Missgunst. Mir ist noch nicht klar, wie sich die Beziehung zwischen Jeanne und ihm noch entwickeln kann. Ich sehe ihn genauso als zuschlagende Natter, wie als helfender Stern, wenn es einmal zu einer wichtigen Entscheidung kommen mag. Zumindest konnte Jeanne bisher stets geschickt kontern und ihm zumindest die ganz großen Spitzen seiner Überheblichkeit stutzen. Die werden ja wohl nicht auch noch ein Paar?
Das vermute ich eher nicht.  ;D Und gefallen würde es mir auch nicht.  ::)
Aber vielleicht gelingt es den beiden ja im Verlauf der Geschichte so etwa wie gegenseitigen Respekt zu entwickeln?

Na zumindest weiterhin versuchen kann Richelieu es ja... und ich denke, die Versuchung ist groß für ihn.  ;D
Und ich denke schon, dass er eines Tages vor Jeanne so etwas wie Respekt haben wird. Ob dies auch umgekehrt der Fall sein wird, dies bezweifle ich jetzt einfach mal. Aber wer weiß, vielleicht erweißt er sich noch als Retter in der Not? Naja, sein Job gegenüber dem König scheint dies ja mindestens zu sein.  ;)
Vielleicht überrascht er uns und Jeanne aber doch noch irgendwann im positiven Sinn und ist für sie und den König da, wenn man kaum noch auf ihn zählt.

Dass Charles hier aufgebracht war, kann ich schon nachvollziehen, allerdings hat ihn das Geschenk des Königs auch nicht wirklich beruhigt. Bin gespannt, wie er reagiert, wenn Jeanne tatsächlich die Mäträsse des Königs wird.
Was Charles angeht, dachte ich mir nur: Na, das kann ja noch heiter werden!  ::) Wo der seine Eifersucht jetzt plötzlich herholt, erschließt sich mir zwar nicht, doch kann ich mir nicht vorstellen, dass es einem Ehemann anzuraten wäre, sich dem König in den Weg zu stellen. Ich denke, sowas endet leicht in der Bastille oder im Exil... 

Wenn Charles so weiter macht spielt er wohl tatsächlich mit dem Feuer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er so blöd sein wird, sich gegen den König zu stellen. Gerade da er ja bisher nicht all zu viel Leidenschaft in seine Beziehung zu seiner Frau gelegt hat, scheint mir seine Reaktion nun doch etwas überzogen. Andererseits, so was gibt es natürlich auch.  ::)

Da fällt mir gerade noch die List des Königs ein, als "er" auf dem Ball gleich mehrmals im gleichen Kostüm erschien.  ;D Das fand ich doch sehr clever.  ;D

Gefallen hat mir, wie sich Jeanne mit dem anmaßenden Duc de Richelieu anlegt. Ich nehme an, zwischen den beiden ist auch noch nicht das letzte Wort gewechselt worden... 

Ich liebe diese Szenen...  :)

Als dann die Mätresse des Königs stirbt, scheint der Weg frei für Jeanne. Wäre da nicht noch die Königin, die unter den "Fehltritten" ihres Gatten leidet. Nachvollziehen kann ich Letzteres gut - Louis aber anscheinend nicht.

Wenn sie eifersüchtig wäre, könnte ich sie vielleicht besser verstehen. Aber so wie es durchscheint, geht es ihr, die so gläubig ist, viel mehr um sein Seelenheil.  :-\
Andererseits ist sie ja auch schon um einiges älter als er und fühlt sich vielleicht mittlerweile eher auf eine mütterliche Art um ihn besorgt?


Jeanne trifft auf dem Ball den König wieder. Geschickt eingefädelt dass Charles auf Geschäftsreise ist, aber auch Jeannes Kostüm. Als Diana"Göttin der Jagd" zieht sie natürlich die Aufmerksamkeit des Königs auf sich. Bisher hatte ich ja das Gefühl, dass Jeanne im Grunde nur das macht, was ihre Gönner von ihr erwarten, aber jetzt scheint Jeanne tatsächlich Gefühe für den König zu entwickeln. Sehr interessant war auch die Begegnung in Paris. Hat der König sich tatsächlich so unters Volk gemischt? Da war nicht nur Jeanne erstaunt, sondern ich auch.

Das hat Louis XV. laut der Quellen tatsächlich gern gemacht! Vor allem in jüngeren Jahren. Ich muss zugeben, dass mir das sehr gefallen hat. 

Das fand ich super und hätte ich als Königin damals sicher auch gerne hier und da ausprobiert.  8)

Liebe Grüssle
                 Marion  :winken:

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Imlammenien

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3040
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #9 am: 26. April 2010, 20:18:53 »
Stell dir vor, Jeanne kommt tatsächlich einmal in eine Machtposition. Auch eine solche ist immer kippbar. So gewissenhaft, wie diese drei Herren die junge Jeanne fördern und in ihrem Aufstieg unterstützen, so verbissen sägen sie sicher auch an den Stühlen ihrer Feinde. Zum Beispiel kann ich nicht gänzlich ausschließen, dass die verstorbene Mätresse des Königs eines Giftmordes zum Opfer fiel. Mal ganz davon abgesehen, dass ich solche Taten (wenn auch über Mittelsmänner) den drei momentanen Gönnern von Jeanne Poisson durchaus zutrauen würde. Will sagen, ich kann nur hoffen dass sich das Blatt hier für Jeanne nie wenden mag und sie diese Drei einmal als ihre Feinde gegen sich stehen hat.
Oh, klar, jetzt verstehe ich, was du meinst! Und ich finde, es klingt sehr plausibel. Die Drei als Feinde... oh weiha! Und auch am königlichen Hof wird Jeanne sicherlich auf manchen treffen, der/die ihr nicht wohl gesonnen sind.  :o

Und ich denke schon, dass er eines Tages vor Jeanne so etwas wie Respekt haben wird. Ob dies auch umgekehrt der Fall sein wird, dies bezweifle ich jetzt einfach mal. Aber wer weiß, vielleicht erweißt er sich noch als Retter in der Not? Naja, sein Job gegenüber dem König scheint dies ja mindestens zu sein.  ;)
Vielleicht überrascht er uns und Jeanne aber doch noch irgendwann im positiven Sinn und ist für sie und den König da, wenn man kaum noch auf ihn zählt.
An so was in der Art habe ich auch schon gedacht. Denn zumindest dem König gegenüber scheint der Duc de Richelieu doch loyal zu sein.

Als dann die Mätresse des Königs stirbt, scheint der Weg frei für Jeanne. Wäre da nicht noch die Königin, die unter den "Fehltritten" ihres Gatten leidet. Nachvollziehen kann ich Letzteres gut - Louis aber anscheinend nicht.

Wenn sie eifersüchtig wäre, könnte ich sie vielleicht besser verstehen. Aber so wie es durchscheint, geht es ihr, die so gläubig ist, viel mehr um sein Seelenheil.  :-\
Andererseits ist sie ja auch schon um einiges älter als er und fühlt sich vielleicht mittlerweile eher auf eine mütterliche Art um ihn besorgt?
Ich weiß nicht... Ich denke schon, dass sie es nicht besonders schätzt als Frau einfach so "ausgetauscht" zu werden. Dass sie das sozusagen hinter einer frommen Maske verbirgt, hat vielleicht auch damit zu tun, dass öffentliche Gefühlsbekundungen bei Hofe nicht erwünscht waren...?!  ???

Geez,
Imlammenien

Offline Mascha

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1056
  • Als Gott die Zeit machte, machte er genug davon.
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #10 am: 26. April 2010, 20:33:07 »
Zitat von:  Imlammenien
Jeanne gebiert eine Tochter - und Charles' Arroganz darüber, dass es "nur" ein Mädchen ist, ist wirklich zum K...n!


Da stimme ich dir aus ganzem Herzen zu  :winken: Allerdings hört man sowas heute leider auch noch  >:(


Zitat von: Imlammenien
Erstaunlich, welcher Rummel um den König gemacht wird, sobald der irgendwo auftaucht. Das erinnert ja beinahe an den heutigen Star-Kult... na ja, ist ja auch irgendwie nicht anderes.

Genau daran musste ich auch denken. Das war mir auch im ersten Abschnitt schon aufgefallen, als der König in die Stadt kam und Jeanne und Abel nach dem Unterricht hinrannten. Hat Jeanne da nicht "ihre" Zigeunerin wiedergesehen  ???

Zitat von:  apassionata
Da fällt mir gerade noch die List des Königs ein, als "er" auf dem Ball gleich mehrmals im gleichen Kostüm erschien.   Das fand ich doch sehr clever.
 

Ja, das war genial. So ähnlich machen das ja heute auch einige Promis, die ihre Doppelgänger schon mal vorschicken.  Das Kostüm der Eibe hätte ich gerne gesehen  ;D


Gruß Jutta

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #11 am: 26. April 2010, 20:43:22 »
Zitat von:  Imlammenien
Jeanne gebiert eine Tochter - und Charles' Arroganz darüber, dass es "nur" ein Mädchen ist, ist wirklich zum K...n!


Da stimme ich dir aus ganzem Herzen zu  :winken: Allerdings hört man sowas heute leider auch noch  >:( 

Allerdings, damals wie heute einfach unglaublich.  >:(

Zitat von: Imlammenien
Erstaunlich, welcher Rummel um den König gemacht wird, sobald der irgendwo auftaucht. Das erinnert ja beinahe an den heutigen Star-Kult... na ja, ist ja auch irgendwie nicht anderes.

Genau daran musste ich auch denken. Das war mir auch im ersten Abschnitt schon aufgefallen, als der König in die Stadt kam und Jeanne und Abel nach dem Unterricht hinrannten. Hat Jeanne da nicht "ihre" Zigeunerin wiedergesehen  ???
 

Jepp, zumindest habe ich es so verstanden und ich denke wir werden ihr vielleicht noch öfters begegnen, denn ich könnte mir die alte Zigeunerin sehr gut in einer Szene vorstellen, da sie mit eigenen Augen sehen kann, wie sich ihre alte Prophezeiung erfüllt.  ;)

Zitat von:  apassionata
Da fällt mir gerade noch die List des Königs ein, als "er" auf dem Ball gleich mehrmals im gleichen Kostüm erschien.   Das fand ich doch sehr clever.
 

Ja, das war genial. So ähnlich machen das ja heute auch einige Promis, die ihre Doppelgänger schon mal vorschicken.  Das Kostüm der Eibe hätte ich gerne gesehen  ;D

Kugelrund grün mit knallrotem Ohrgehänge und natürlich giftig dreinschauend.  ;D

« Letzte Änderung: 26. April 2010, 20:45:02 von apassionata »
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Imlammenien

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 3040
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #12 am: 26. April 2010, 21:23:32 »
Zitat von:  Imlammenien
Jeanne gebiert eine Tochter - und Charles' Arroganz darüber, dass es "nur" ein Mädchen ist, ist wirklich zum K...n!


Da stimme ich dir aus ganzem Herzen zu  :winken: Allerdings hört man sowas heute leider auch noch  >:(
Das ist wohl leider wahr...  :(
Aber gerade Charles, der ja nun schon erlebt hat, dass eines seiner Kinder gestorben ist, sollte es doch besser wissen und einfach dankbar sein, dass wenigstens dieses Kind überlebt und seine Frau (wegen der er ja noch kurz vorher so einen Eifersuchtsanfall bekommen hat!) wohlauf ist!  >:(

Genau daran musste ich auch denken. Das war mir auch im ersten Abschnitt schon aufgefallen, als der König in die Stadt kam und Jeanne und Abel nach dem Unterricht hinrannten. Hat Jeanne da nicht "ihre" Zigeunerin wiedergesehen  ???
Ja, genau! Da war auch schon so ein Riesengedränge.

Offline Claudia Z.

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 139
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #13 am: 27. April 2010, 12:15:36 »
Hallo liebe Lesrunde ...


Sehr interessant war auch die Begegnung in Paris. Hat der König sich tatsächlich so unters Volk gemischt? Da war nicht nur Jeanne erstaunt, sondern ich auch.
 

Hier habe ich auch gestaunt, fand diese Art der Unternehmung aber ganz toll.  ;)
Ist denn so etwas belegt, Claudia? Oder entspringt es deiner künstlerischen Freiheit?


Jetzt habe ich deinen Post fast übersehen ... Wie gesagt, das wird in mehreren Quellen erwähnt und war natürlich eine tolle Vorlage für den Roman.


Jeanne trifft auf dem Ball den König wieder. Geschickt eingefädelt dass Charles auf Geschäftsreise ist, aber auch Jeannes Kostüm. Als Diana"Göttin der Jagd" zieht sie natürlich die Aufmerksamkeit des Königs auf sich. Bisher hatte ich ja das Gefühl, dass Jeanne im Grunde nur das macht, was ihre Gönner von ihr erwarten, aber jetzt scheint Jeanne tatsächlich Gefühe für den König zu entwickeln. Sehr interessant war auch die Begegnung in Paris. Hat der König sich tatsächlich so unters Volk gemischt? Da war nicht nur Jeanne erstaunt, sondern ich auch.

Das hat Louis XV. laut der Quellen tatsächlich gern gemacht! Vor allem in jüngeren Jahren. Ich muss zugeben, dass mir das sehr gefallen hat.
Solche Vorlieben sind sicherlich der Traum eines jeden Romanautors!  ;D
Weißt du, warum Louis das getan hat? Hatte er ein tiefergehendes Interesse an seinem Volk? Oder wollte er den höfischen Zwängen entfliehen? Oder war es was ganz anderes?

Beides, denke ich. Er hat ja sonst nie die Möglichkeit gehabt, mitzubekommen, wie gewöhnliche Menschen aus dem Volk leben und sich verhalten. Dieses "König-sein" war bestimmt nicht immer leicht, für ihn zu ertragen. In seinem Umfeld am Hof hat sich ihm gegenüber ja keiner normal verhalten und dessen war er sich, glaube ich, auch durchaus bewusst.
 

Im Anschluss an den zweiten Ball bringt Jeanne den König und seine Begleiter in das Haus ihres Onkels. Und siehe da... zwischen ihr und dem König läuft was! Komisch nur, dass sie genau diese Situation zunächst vermeiden wollte, ihr aber nun so gar nichts entgegen zu setzen hat.
@Claudia: Sind eigentlich Jeannes Gefühle dem König gegenüber, so wie du sie in deinem Roman schilderst, historsich verbürgt?


Es gibt leider keine persönlichen Dokumente der beiden, wie Briefe oder Tagebücher. Tatsache ist aber, dass Louis XV. von den Zeitzeugen - übrigens sogar von dem berühmten Casanova  - als ein ungewöhnlich attraktiver und anziehender Mann beschrieben wird, der eine große Ausstrahlung und Anziehung auf Frauen gehabt haben soll.  Er war darüber hinaus sehr gebildet und kultiviert. Jeanne war dagegen mit Charles verheiratet,  einem mittelmäßigen Steuerpächter, der weder besonders gut aussah noch geistig sonderlich interessiert war ... Ich kann mir daher - ehrlich gesagt -  nur schwer vorstellen, dass sie sich nicht sofort in Louis verliebt hätte und darüber hinaus sprechen auch einige andere Fakten dafür ... :)

Offline Leselotte

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 230
Re: 02 - Kapitel 08 bis einschließlich Kapitel 16
« Antwort #14 am: 27. April 2010, 13:20:36 »
Hallo,

ich habe den zweiten Teil nun auch gelesen und bin ganz begeistert...!!!

Eigentlich wollte ich gestern Abend kurz vorm Schlafen nur noch zwei, drei Seiten lesen, aber ich fand es so schön beschrieben, wie der König und Jeanne einander kennenlernen, dass ich viel zu lange noch weitergelesen habe (und nun hundemüde bin... :-[)


Es gibt leider keine persönlichen Dokumente der beiden, wie Briefe oder Tagebücher. Tatsache ist aber, dass Louis XV. von den Zeitzeugen - übrigens sogar von dem berühmten Casanova  - als ein ungewöhnlich attraktiver und anziehender Mann beschrieben wird, der eine große Ausstrahlung und Anziehung auf Frauen gehabt haben soll.  Er war darüber hinaus sehr gebildet und kultiviert. Jeanne war dagegen mit Charles verheiratet,  einem mittelmäßigen Steuerpächter, der weder besonders gut aussah noch geistig sonderlich interessiert war ... Ich kann mir daher - ehrlich gesagt -  nur schwer vorstellen, dass sie sich nicht sofort in Louis verliebt hätte und darüber hinaus sprechen auch einige andere Fakten dafür ... :)

Umso schöner, wenn man wirklich glauben kann, dass beide die Anziehungskraft des anderen so empfunden haben könnten!!!!

Zitat von:  apassionata
Da fällt mir gerade noch die List des Königs ein, als "er" auf dem Ball gleich mehrmals im gleichen Kostüm erschien.   Das fand ich doch sehr clever.
 

Ja, das war genial. So ähnlich machen das ja heute auch einige Promis, die ihre Doppelgänger schon mal vorschicken.  Das Kostüm der Eibe hätte ich gerne gesehen  ;D

Kugelrund grün mit knallrotem Ohrgehänge und natürlich giftig dreinschauend.  ;D

 :D  :D  :D Die Idee ist echt klasse und jetzt kann ich mir die vielen Eiben noch viel besser vorstellen... ;D


Und ich denke schon, dass er eines Tages vor Jeanne so etwas wie Respekt haben wird. Ob dies auch umgekehrt der Fall sein wird, dies bezweifle ich jetzt einfach mal. Aber wer weiß, vielleicht erweißt er sich noch als Retter in der Not? Naja, sein Job gegenüber dem König scheint dies ja mindestens zu sein.  ;)
Vielleicht überrascht er uns und Jeanne aber doch noch irgendwann im positiven Sinn und ist für sie und den König da, wenn man kaum noch auf ihn zählt.
An so was in der Art habe ich auch schon gedacht. Denn zumindest dem König gegenüber scheint der Duc de Richelieu doch loyal zu sein.


Ich hoffe auch irgendwie, dass sich der Duc de Richelieu noch irgendwie als ein "Guter" entpuppt..... Irgendwie kommt er mir gar nicht sooooo fies rüber... (Gott sei Dank... ;))


Jeanne trifft auf dem Ball den König wieder. Geschickt eingefädelt dass Charles auf Geschäftsreise ist, aber auch Jeannes Kostüm. Als Diana"Göttin der Jagd" zieht sie natürlich die Aufmerksamkeit des Königs auf sich. Bisher hatte ich ja das Gefühl, dass Jeanne im Grunde nur das macht, was ihre Gönner von ihr erwarten, aber jetzt scheint Jeanne tatsächlich Gefühe für den König zu entwickeln. Sehr interessant war auch die Begegnung in Paris. Hat der König sich tatsächlich so unters Volk gemischt? Da war nicht nur Jeanne erstaunt, sondern ich auch.

Das hat Louis XV. laut der Quellen tatsächlich gern gemacht! Vor allem in jüngeren Jahren. Ich muss zugeben, dass mir das sehr gefallen hat.

Mir gefällt das auch sehr gut und macht ihn mir noch "menschlicher" und sympathischer...
Liebe Grüße

Leselotte