So, dann will ich mich auch mal dem 2. Abschnitt des Romans widmen.

Nach einem Kutschenunfall darf Jeanne einmal ihr Temperament beweisen - und trifft auch gleich den König. Der scheint auch nicht minder fasziniert zu sein, spendiert er doch seinerseits seiner neuen Bekanntschaft einen Teil der Jagdbeute. Merkwürdig aber, dass sich Charles darüber so aufregt, schließlich schien er bislang - neben den ehelichen Pflichten - wenig Interesse an seiner Ehefrau gehabt zu haben.
Ein wenig verwundert haben mich Jeannes schauspielerische Ambitionen. Ich wusste gar nicht, dass es für Damen der besseren Gesellschaft damal üblich war, selbst Theater zu spielen.
Gefallen hat mir, wie sich Jeanne mit dem anmaßenden Duc de Richelieu anlegt. Ich nehme an, zwischen den beiden ist auch noch nicht das letzte Wort gewechselt worden...
Derweil macht sich de Montmartel daran, Jeanne den Weg zum gesellschaftlichen Auftstieg zu ebnen, indem er einen Diener des Königs besticht. Er scheint wirklich große Hoffnungen in Jeanne zu setzen.
Jeanne gebiert eine Tochter - und Charles' Arroganz darüber, dass es "nur" ein Mädchen ist, ist wirklich zum K...n!

Als dann die Mätresse des Königs stirbt, scheint der Weg frei für Jeanne. Wäre da nicht noch die Königin, die unter den "Fehltritten" ihres Gatten leidet. Nachvollziehen kann ich Letzteres gut - Louis aber anscheinend nicht.
Schießlich wird Jeanne von ihren Gönnern zum Maskenball nach Versailles entsandt und erscheint dort - wie passend!

- als Diana, die Göttin der Jagd. Ich finde, dass zu ihrem Auftritt eine Menge Mut und Selbstvertrauen gehört!
Interessant, dass unter den Höflingen auch sogleich auf Jeannes Erfolg beim König gewettet wird.

Letzterer erinnert sich auch noch an sie und bekommt bei der erstbesten Gelegenheit auch gleich von ihr die Meinung gesagt!

Aber das scheint Louis zu gefallen. den er rückt eine Einladung zu einem weiteren Ball heraus.
Erstaunlich, welcher Rummel um den König gemacht wird, sobald der irgendwo auftaucht. Das erinnert ja beinahe an den heutigen Star-Kult... na ja, ist ja auch irgendwie nicht anderes.
Im Anschluss an den zweiten Ball bringt Jeanne den König und seine Begleiter in das Haus ihres Onkels. Und siehe da... zwischen ihr und dem König läuft was! Komisch nur, dass sie genau diese Situation zunächst vermeiden wollte, ihr aber nun so gar nichts entgegen zu setzen hat.
@Claudia: Sind eigentlich Jeannes Gefühle dem König gegenüber, so wie du sie in deinem Roman schilderst, historsich verbürgt?
Ein wenig schmunzeln musste ich ja schon, als Louis ganz offensichtlich versucht, den nächtlichen Ausflug vor seinem Hofstaat geheim zu halten, in dem er sich zu seinem eigenen Lever zur Hintertür herein schleicht.
Überhaupt finde ich die Vorstellung, dass jede Menge Leute beim Aufwachen und der Morgentoilette um mein Bett herumstehen, furchtbar! Da kann einem der König ja echt Leid tun!

Tja, und dann nimmt die Geschichte ihren Lauf: Louis bestellt Jeanne zu sich nach Versailles... Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

Geez,
Imlammenien