Oh, jetzt muss ich aber doch mal etwas zur Verteidigung meiner Hauptfiguren sagen, sonst wird Euch beim Lesen noch ganz schlecht!
Also, alles, was Ihr schreibt, stimmt - mit der Hygiene war das damals tatsächlich so eine Sache, aber zu Zeiten von Louis XV. wurden die Verhältnisse besser. Es gab sogenannte Toilettenstühle (kann man in Versailles besichtigen), Bidets und extra hohe Vasen, deren Inhalte von den armen Pagen und Lakaien entleert werden mussten. Und es gab in Versailles auch schon einige Badezimmer. Mit Wasser hat man sich damals aber tatsächlich nicht so gerne gewaschen, aber auch, weil man glaubte, dass es krank macht. Wahrscheinlich lag das u.a. daran, dass Versailles ursprünglich in sumpfigen Gebieten lag, und das Wasser aus stillen Gewässern oder auch aus der Pariser Seine wirklich nicht besonders bekömmlich war. Stattdessen wurde geraten, den Körper mit Parfüm getränkten Tüchern abzureiben. Das war natürlich eine ziemlich teure Angelegenheit, die sich selbst nicht jeder Adlige leisten konnte. Die Ärmeren unter ihnen haben dann vermutlich gerne einfach nur ein bißchen darüber gesprüht ...
In den Schlössern hat man übrigens auch gerne und viel Parfüm und Düfte verwendet, es gab zum Beispiel Parfümschwämme und Duftsteine, die man in den Räume deponiert hat.
Hallo liebe Claudia,
vielen Dank für die Aufklärung.

Aha, es ging also mit der Hygiene bergauf. Ich stelle mir diese hohen Vasen gerade vor.

Aber natürlich immer noch besser, als einfach so in die Ecken...

Die Idee mit den Duftschwämmche bzw. Duftsteinen finde ich nicht schlecht. Du hast ja auch später im Buch sogar noch eines erwähnt.
Und was die Wasserqualität betrifft, so war Brackwasser sicher wirklich nicht sehr gesundheitsdienlich...
Liebe Grüssle
Marion
