Hallo ihr Lieben,
ich hoffe ich vertippe mich nicht zu oft. Der Laptop, nach meinem Totalrechnerausfall

ist nun doch sehr ungewohnt.
Jeanne hat weiterhin einen schweren Stand. Diese verletztenden Hetzlieder sind aber auch wirklich aller Hand. Klar dass diese Jeanne ganz schön zusetzten. Es steckt ja auch ein richtig ausgeklüngeltes Verteilernetztwerk dahinter. Das hat dieser Maurepas ja ganz schön clever durchdacht. Da hoffe ich jetzt doch mal auf diesen neuen Polizeioberleutnant Berryer. Dieser macht mir doch einen sympathisch-loyalen Eindruck und gewitzt scheint er auch. Solche Menschen braucht die Welt. Aber er hat auch einen schweren Stand. Schließlich sitzt er hier zwischen allen Stühlen und muss aufpassen nicht selbst verschlungen zu werden.
Aber auch Jeannes Plan mit dem Vertauschen von Maurepas Botschaft war eine gelungene List.

So langsam weiss sie sich wirklich durchzusetzten. Auch ihre politisch-gesellschaftliche Meinung wird dem König immer wichtiger. Er hat in Jeanne nicht nur Geliebte und Freundin, sondern auch eine wirklich gute Beraterin und Anlaufstelle für Trost gefunden.
Der König will die eroberten Gebiete wieder zurück geben. Hier war ich überrascht. Nicht dass ich mich in dieser Epoche geschichtlich sehr gut auskennen würde, doch hatte ich zuvor noch nie davon gehört. Ich vertraue jetzt hier einfach mal auf
Claudias Recherche. Allerdings kann ich hier beide Seiten der Argumentation gut verstehen - Volk und König. Schwierig hier richtig zu entscheiden.
S.494 dann wieder ein kleiner Hinweis darauf, dass Maurepas wirklich homosexuell veranlagt sein könnte:
""Dass sie andere Vorlieben pflegen, ist ja allseits bekannt, Monsieur de Maurepas," erwiederte die Stimme des Duc (Rihellieu) leichthin.""Der Schlagabtausch zwischen Richellieu und Jeanne auf S.497, als er meinte er hätt eigentlich nicht erwartet, sie bei seiner Rückkehr noch am Hofe anzutreffen und sie ihm das für ihn unerreichbare Format seines Großonkels, des Kardinals, vor Augen führt, war einfach zu köstlich. Hier musste ich einfach ein dickes "touché" ins Buch hineinschreiben.

Überhaupt kontert Jeanne immer besser. Auch zu Tisch, als man ihr wieder solch eine liederliche Nachricht auf den Teller legte. Jeanne kämpf, ist beherrscht und voller Cleverness in diesem Schlangennest. Trotzdem kann sie den Anschlag aus sie und ihre Schwangerschaft nicht verhindern. Oh was tat sie mir leid... Zumals Jeanne nun nicht mehr schwanger werden sollte.

Wie will sie das bewerkstelligen, wenn sie doch mit dem König schläft?

Aber dieser scheint sich ohnehin seither etwas von ihr zurück zu ziehen und ich befürchte, dass der Arzt hier vielleicht seine Schweigepflicht gebrochen hat? Oder war er gar der flüchtig erwähnte Schatten von S.533?
Aber schon auf den nächsten Seiten zeichnet sich eventuell ein Ausweg ab, Maurepas los zu werden. Denn plötzlich steht die Erkenntnis im Raum, dass auch Richellieu den Compte de Maurepas von Herzen hasst. Na wenn hier mal nicht die Lösung steckt. Eine Komplizenschaft die Potential birgt. Und dann tatsächlich... Die Verbannung Maurepas.

Taktisch sehr geschickt gemacht.
Und oh, ohhh... Ausgerechnet Banane...

Die Comtesse d'Estrades und der Comtes d'Argenson?

Dies scheint mir ja wahrlich eine tückisch-gifftige Mischung. Zumals die Comtesse doch immer als beste Freundin zu Jeanne galt?

Und eine giftige Schlange hat die d'Estrades der Marquise de Pompadur auch gleich mit ins Nest gelegt: Charlotte Rosalie de Romanet."

Ich ahne böses...

Hoffe ihr hattes auch so viel Genuss beim Lesen. Nun bin ich auch auf eure Meinungen gespannt.
Liebe Grüssle und ein schönes Wochenende euch allen...
Marion
