Hallo ihr Lieben,
was für ein schöner Schluss…
Gefühlvoll und wohldosiert von Claudia dargestellt. Gerade, da es sich hier um wahre Begebenheiten handelte. Besonders gut haben mir hierbei auch die von Claudia aufgeführten Einzelheiten gefallen, die sie bewogen haben, die Geschichte der Madame Pompadur so und nicht anders darzustellen. Hier ein ganz ganz großes Kompliment.
Dabei sind Nachwörter sonst so gar nicht meine Sache.
Aber zur Handlung. Diese begann ja wahrlich dramatisch in diesem Abschnitt.

Alexandrine, Jeannes einziges Kind stirbt.
Wunderbar wie Louis an Jeannes Trauer Anteil nimmt. Aber im gegenseitigen Trostspenden waren sich die beiden wohl immer sehr nahe und artverwandt. Aber auch der Brief der Königin sprach von Größe und Respekt… Das tat einfach gut.
Überhaupt machte die Königin stets eine gute „Figur“, auch als sie stäter einwilligte, Jeanne als eine ihrer Hofdamen anzuerkennen.
Überraschender aber auch wohltuender Weise erweist sich hier auch die Duchesse de Brancas immer mehr zur wahren Freundin an Jeannes Seite. Ganz im Gegensatz zu der neiderfüllten Comte d’Estrades. Diese hätte ich ja zu gerne selbst am Kravittchen gepackt…
Die politischen Verstrickungen, gerade aussenpolitisch muteten ja ganz schön kompliziert an. Doch man konnte so etwas wie ein vereintes Europa doch schon ein ganz kleines bisschen erspüren.
Innenpolitisch natürlich nicht nur für den König sondern auch für die Marquise de Pompadur sehr prikär, wie der Klerus immer mehr versucht sie vom Hof zu verdrängen. Dazu schien ihm nun wirklich kein Mittel zu unchristlich… *schock* Und dies, wo sich der König seiner Mätresse nur noch anderweitig, denn sexuell verbunden fühlte.

Was die Geistlichen da mit ihren Beichtbillets abziehen ist wirklich allerhand. Aber naja, die Kirche hatte in jeder Epoche ihre ganz spezielle, schwarze Seite.

Dass hier Sterbesakramente nicht ausgesprochen wurden oder auch dem sonst so gläubigen König die Absolution nicht erteilt werden soll, sondern dieser ja sozusagen vom Klerus erpresst wurde, fand ich dann auch die Höhe.

Deshalb habe ich mich für Jeanne sehr gefreut, als ein kleiner Priester ihr in aller Heimlichkeit die Beichte abnahm und bereit war ihr Absolution zu erteilen.
Dem Duc d’Ayen und dem Prince de Soubise hätte ich auf S.673 ja die Füße küssen mögen, als sie bei Charles auftauchten und gleich noch etwas Einfluss auf dessen Antwortschreiben nahmen.

Unglaublich wütend dagegen hat mich dagegen doch das letztendliche Verhalten des Machault d’Arnouville gemacht.

als er nach dem Attentat die Seiten wechselte. Wie gut, wenn solche Widerwärtigkeit zur Rechenschaft gezogen werden kann. Da habe ich nur noch befriedigt lächeln müssen, als dieser und endlich auch der Comte d’Argenson vom Hofe verbannt wurden.
Das Attentat auf den König ging ja wohl dann auch aus den Überlegungen des Klerus hervor. Naja, beinah wäre der Plan ja auch aufgegangen. Ich dachte echt: Ich Mann, er wird Jeanne jetzt wohl nicht fallen lassen?

Aber im Umhang der Duchesse de Brancas zu Jeanne zu schlüpfen, erinnerte mich doch wieder an „alte Zeiten“ im Hotel de Ville zurück. Hier kamen mir dann auch fast die Tränen… Auch bei dem Satz: „Es sollte ihr letzter Spaziergang sein.“

Übrigens habe ich auch diesmal stets die Krise bekommen, wenn die Ärzte mit ihrem Aderlass ankamen. Der König hatte ja bereits viel Blut verloren.

Das Doktor Quesnay zu Jeanne kam um ihr Mitteilung um des Königs Zustand zu machen fand ich ganz großartig von ihm.
Ein schöner Abschluss… authentisch und für mich sehr passend, wie übrigens die ganze Geschichte in diesem Buch. Und so möchte ich dir, liebe Claudia, auch ein ganz dickes Dankeschön für wunderschöne Lesestunden und eine Horizonterweiterung meinerseits aussprechen.
Liebe Leserundengrüssle
Marion
