Autor Thema: 08 - Kapitel 59 bis Ende  (Gelesen 1358 mal)

Offline Tammy1982

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08 - Kapitel 59 bis Ende
« am: 23. April 2010, 21:21:17 »
Hier könnt Ihr von Kapitel 59 bis zum Ende schreiben.

Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

Offline apassionata

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #1 am: 12. Mai 2010, 07:36:14 »

Hallo ihr Lieben,

was für ein schöner Schluss…
Gefühlvoll und wohldosiert von Claudia dargestellt. Gerade, da es sich hier um wahre Begebenheiten handelte. Besonders gut haben mir hierbei auch die von Claudia aufgeführten Einzelheiten gefallen, die sie bewogen haben, die Geschichte der Madame Pompadur so und nicht anders darzustellen. Hier ein ganz ganz großes Kompliment.
Dabei sind Nachwörter sonst so gar nicht meine Sache.

Aber zur Handlung. Diese begann ja wahrlich dramatisch in diesem Abschnitt.  :o
Alexandrine, Jeannes einziges Kind stirbt.  :'(
Wunderbar wie Louis an Jeannes Trauer Anteil nimmt. Aber im gegenseitigen Trostspenden waren sich die beiden wohl immer sehr nahe und artverwandt. Aber auch der Brief der Königin sprach von Größe und Respekt… Das tat einfach gut.
Überhaupt machte die Königin stets eine gute „Figur“, auch als sie stäter einwilligte, Jeanne als eine ihrer Hofdamen anzuerkennen.

Überraschender aber auch wohltuender Weise erweist sich hier auch die Duchesse de Brancas immer mehr zur wahren Freundin an Jeannes Seite. Ganz im Gegensatz zu der neiderfüllten Comte d’Estrades. Diese hätte ich ja zu gerne selbst am Kravittchen gepackt…

Die politischen Verstrickungen, gerade aussenpolitisch muteten ja ganz schön kompliziert an. Doch man konnte so etwas wie ein vereintes Europa doch schon ein ganz kleines bisschen erspüren.

Innenpolitisch natürlich nicht nur für den König sondern auch für die Marquise de Pompadur sehr prikär, wie der Klerus immer mehr versucht sie vom Hof zu verdrängen. Dazu schien ihm nun wirklich kein Mittel zu unchristlich… *schock* Und dies, wo sich der König seiner Mätresse nur noch anderweitig, denn sexuell verbunden fühlte.  ::)
Was die Geistlichen da mit ihren Beichtbillets abziehen ist wirklich allerhand. Aber naja, die Kirche hatte in jeder Epoche ihre ganz spezielle, schwarze Seite.  :(
Dass hier Sterbesakramente nicht ausgesprochen wurden oder auch dem sonst so gläubigen König die Absolution nicht erteilt werden soll, sondern dieser ja sozusagen vom Klerus erpresst wurde, fand ich dann auch die Höhe.  >:( Deshalb habe ich mich für Jeanne sehr gefreut, als ein kleiner Priester ihr in aller Heimlichkeit die Beichte abnahm und bereit war ihr Absolution zu erteilen.

Dem Duc d’Ayen und dem Prince de Soubise hätte ich auf S.673 ja die Füße küssen mögen, als sie bei Charles auftauchten und gleich noch etwas Einfluss auf dessen Antwortschreiben nahmen.  ;D
Unglaublich wütend dagegen hat mich dagegen doch das letztendliche Verhalten des Machault d’Arnouville gemacht.  >:( als er nach dem Attentat die Seiten wechselte. Wie gut, wenn solche Widerwärtigkeit zur Rechenschaft gezogen werden kann. Da habe ich nur noch befriedigt lächeln müssen, als dieser und endlich auch der Comte d’Argenson vom Hofe verbannt wurden.

Das Attentat auf den König ging ja wohl dann auch aus den Überlegungen des Klerus hervor. Naja, beinah wäre der Plan ja auch aufgegangen. Ich dachte echt: Ich Mann, er wird Jeanne jetzt wohl nicht fallen lassen?  :o  Aber im Umhang der Duchesse de Brancas zu Jeanne zu schlüpfen, erinnerte mich doch wieder an „alte Zeiten“ im Hotel de Ville zurück. Hier kamen mir dann auch fast die Tränen… Auch bei dem Satz: „Es sollte ihr letzter Spaziergang sein.“  :'(

Übrigens habe ich auch diesmal stets die Krise bekommen, wenn die Ärzte mit ihrem Aderlass ankamen. Der König hatte ja bereits viel Blut verloren.  ::) Das Doktor Quesnay zu Jeanne kam um ihr Mitteilung um des Königs Zustand zu machen fand ich ganz großartig von ihm.

Ein schöner Abschluss… authentisch und für mich sehr passend, wie übrigens die ganze Geschichte in diesem Buch. Und so möchte ich dir, liebe Claudia, auch ein ganz dickes Dankeschön für wunderschöne Lesestunden und eine Horizonterweiterung meinerseits  aussprechen.  :-*

Liebe Leserundengrüssle
                                     Marion  :winken:

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Tammy1982

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #2 am: 12. Mai 2010, 08:32:40 »
Hallo Ihr Lieben,

ja, was für ein Schluss!  8) Ich bin noch total hin und weg! Musste teilweise ganz schön heftig mit den Tränen kämpfen, obwohl vieles ja nur kurz angerissen wurde. Der Tod von Alexandrine z. B. kam für mich total unerwartet!  :o An was ist denn die Arme gestorben???  :o
Arme Jeanne! Das ist richtig hart für sie! Da tut sie mir so leid!  :'( Außer dem König hat sie wirklich niemanden mehr!

Als dann das Attentat auf den König verübt wird und sie nicht zu ihm gelassen wird, war ich auch völlig fertig! Diese ganzen unmöglichen Höflinge!  >:( Da kriechen sie um sie herum, so lange sie Macht hat und kaum scheint es so, als würde sie an Macht verlieren, schon wenden sie sich von ihr ab! Das mit dem Machault dArnouville fand ich auch sehr heftig! Dabei mag er die Marquise doch wirklich, aber lässt sich trotzdem von seinem Machtstreben treiben! Unmöglich!  >:(

Gut, dass sie Duchesse de Brancas bei Jeanne weilt und sie so darauf besteht, dass Jeanne den Weggang von Versaille sich schriftlich geben lassen soll! Das war super! Und als der König sich heimlich zu Jeanne schleicht, habe ich mich richtig gefreut!  :P ;D

Der Tod von Jeanne ist mir dann auch noch richtig nahe gegangen! Aber schön, dass im Endeffekt sie und der König wirklich bis zum Ende zusammengeblieben sind! Ganz begeistert bin ich auch von dem sehr ausführlichen Nachwort! Ich liebe Nachwörter, in denen dann nochmal genau dargelegt wird, was Tatsachen und was der Fiktion entspricht! SUPER!  8)

Aber auch der Brief der Königin sprach von Größe und Respekt… Das tat einfach gut.
Überhaupt machte die Königin stets eine gute „Figur“, auch als sie stäter einwilligte, Jeanne als eine ihrer Hofdamen anzuerkennen.

Oh ja, ich muss sagen, die Königin zeigt hier immer wieder wahre Größe! Das gefällt mir auch sehr gut! Und es zeigt sich, dass sie sich doch dafür revanchiert hat, wie respektvoll Jeanne immer mit ihr umgegangen ist!

Dem Duc d’Ayen und dem Prince de Soubise hätte ich auf S.673 ja die Füße küssen mögen, als sie bei Charles auftauchten und gleich noch etwas Einfluss auf dessen Antwortschreiben nahmen.  ;D

 ;D Das fand ich auch super! V. a. nach der total negativen Beschreibung von Charles hat es mich total gefreut, dass er sich vor lauter Angst fast in die Hose gemacht hat!  :P ;D

Übrigens habe ich auch diesmal stets die Krise bekommen, wenn die Ärzte mit ihrem Aderlass ankamen. Der König hatte ja bereits viel Blut verloren.  ::) Das Doktor Quesnay zu Jeanne kam um ihr Mitteilung um des Königs Zustand zu machen fand ich ganz großartig von ihm.

 :o Ging mir genauso! War auch schon vorher so, wenn die Ärzte bei Jeanne nach den Fehlgeburten auch noch einen Aderlass vorgenommen haben! Was für eine furchtbare und sinnlose Behandlungsmethode!  :o :(

Ein schöner Abschluss… authentisch und für mich sehr passend, wie übrigens die ganze Geschichte in diesem Buch. Und so möchte ich dir, liebe Claudia, auch ein ganz dickes Dankeschön für wunderschöne Lesestunden und eine Horizonterweiterung meinerseits  aussprechen.  :-*

Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen!  8)

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

Offline apassionata

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #3 am: 12. Mai 2010, 09:36:21 »
Ich bin noch total hin und weg! Musste teilweise ganz schön heftig mit den Tränen kämpfen, obwohl vieles ja nur kurz angerissen wurde. Der Tod von Alexandrine z. B. kam für mich total unerwartet!  :o An was ist denn die Arme gestorben???  :o
Arme Jeanne! Das ist richtig hart für sie! Da tut sie mir so leid!  :'( Außer dem König hat sie wirklich niemanden mehr!

Dieser letzte Abschnitt war dann für mich als Leserin auch sehr gefühlvoll. Da kann ich dir zustimmen.

Gut, dass sie Duchesse de Brancas bei Jeanne weilt und sie so darauf besteht, dass Jeanne den Weggang von Versaille sich schriftlich geben lassen soll! 

Oh, ja. Hier hatte ich schon gedacht: Mensch Jeanne sei nicht so blöd und geh einfach.  :o
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Offline Mascha

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #4 am: 12. Mai 2010, 11:40:44 »
Ein wirklich gelungener Schluss. Alexandrines Tod hat mich auch ziemlich mitgenommen. Arme Jeanne, erst die vielen Fehlgeburten, der Tod des ersten Kindes und dann noch der Tod der einzigen Tochter. Schön dass der König hier an ihrer Seite war.
Aufgeregt habe ich mich (wie so oft) über die Kirche. Einem Sterbenden die Sakramente zu verweigern zeugt wohl nicht von christlicher Nächstenliebe, hier sieht man mal wieder wie geld- und machthungrig die Kirchendiener sind waren  >:(
Das Attentat auf den König war leider irgendwie vorhersehbar. Nicht die Tat an sich, aber der Unmut der Bevölkerung hätte doch dem König und seinem Hof zu denken geben müssen. Aber der König konnte und wollte wohl immer noch nicht glauben, dass er nicht mehr der Liebling seines Volkes war. Jetzt hatte Jeanne einen schweren Stand, da sie nicht zum König vorgelassen wurde. Und schon hatte die Kirche wieder ihre Hand dabei im Spiel.  Nur gut, dass der König sich letztlich wieder erholt und die Königin Jeanne als Hofdame aufnimmt. Das war wieder ein geschickter Schachzug vom König und Jeanne.
Gruß Jutta

Offline Claudia Z.

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #5 am: 12. Mai 2010, 16:23:34 »

Ein schöner Abschluss… authentisch und für mich sehr passend, wie übrigens die ganze Geschichte in diesem Buch. Und so möchte ich dir, liebe Claudia, auch ein ganz dickes Dankeschön für wunderschöne Lesestunden und eine Horizonterweiterung meinerseits  aussprechen.  :-*

Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen!  8)

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

Und ich möchte Euch dafür danken, dass ihr mich daran so habt teilhaben lassen! Das war nicht nur ungeheuer spannend und interessant, sondern auch für mich eine echte Horizonterweiterung. Und außerdem hat es auch noch ganz viel Spaß gemacht ...  :-*
« Letzte Änderung: 12. Mai 2010, 16:26:44 von Claudia Z. »

Offline Leselotte

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #6 am: 13. Mai 2010, 09:22:18 »
Hallo,

wow.... auch ich bin von dem Schluss total begeistert!!!!!!  :)
Er ist wirklich gefühlvoll ohne kitschig zu sein und gibt dem ganzen Roman ein wirkliches und ungekünsteltes Ende!!!


Aber zur Handlung. Diese begann ja wahrlich dramatisch in diesem Abschnitt.  :o
Alexandrine, Jeannes einziges Kind stirbt.  :'(
Wunderbar wie Louis an Jeannes Trauer Anteil nimmt. Aber im gegenseitigen Trostspenden waren sich die beiden wohl immer sehr nahe und artverwandt. Aber auch der Brief der Königin sprach von Größe und Respekt… Das tat einfach gut.
Überhaupt machte die Königin stets eine gute „Figur“, auch als sie stäter einwilligte, Jeanne als eine ihrer Hofdamen anzuerkennen.


Der Tod von Alexandrine ging mir auch sehr ans Herz.... :( .
Und mit dem Brief der Königin gebe ich dir völlig Recht: RESPEKT!!! Generell muss ich sagen, dass wir zwar nicht viel von der Königin gelesen haben, aber das, was wir gelesen haben, hat mir so gut gefallen, dass die Königin in diesem Buch meine "edle Heldin" ist....... Ihr gebührt wirklich mein ganzer Respekt!!!!!


Dem Duc d’Ayen und dem Prince de Soubise hätte ich auf S.673 ja die Füße küssen mögen, als sie bei Charles auftauchten und gleich noch etwas Einfluss auf dessen Antwortschreiben nahmen.  ;D


Das fand ich auch absolut gelungen..... ;D  ;D  ;D


Ein schöner Abschluss… authentisch und für mich sehr passend, wie übrigens die ganze Geschichte in diesem Buch. Und so möchte ich dir, liebe Claudia, auch ein ganz dickes Dankeschön für wunderschöne Lesestunden und eine Horizonterweiterung meinerseits  aussprechen.  :-*

Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen!  8)


Ich auch, ich auch!!!!! Vielen Daaaaaaaaaaaaaaank!!!!!!!!


Gut, dass die Duchesse de Brancas bei Jeanne weilt und sie so darauf besteht, dass Jeanne den Weggang von Versaille sich schriftlich geben lassen soll! Das war super! Und als der König sich heimlich zu Jeanne schleicht, habe ich mich richtig gefreut!  :P ;D


Da hätte ich die Duchesse auch küssen mögen..... hatte schon den Eindruck, dass Jeanne sich nun doch zurückzieht...!!!!

« Letzte Änderung: 13. Mai 2010, 13:45:45 von Leselotte »
Liebe Grüße

Leselotte

Offline Imlammenien

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #7 am: 13. Mai 2010, 10:16:29 »
Hallo Ihr Lieben,

nun bin ich auch am Ende des Romans angekommen - was ich persönlich ziemlich schade finde. Auch nach nun mehr 700 Seiten hätte ich gut und gern noch weiter über Jeanne, Louis und den Versailler Hof lesen können.

In diesem Abschnitt kommen die Schicksalschläge für Jeanne geballt und heftig!
Zuerst stirbt ihre Tochter Alexandrine an einer Krankheit. Jeanne leidet heftig unter ihrer Trauer. Aber wenigstens ist Louis in in dieser schweren Zeit bei ihr und tröstet sie (diesmal sogar, indem er ihr KEIN Schloss schenkt, sondern einfach an ihrer Seite ist).

Nachdem Jeanne wider zu Kräften gekommen ist, beginnt sie sich erneut gegen ihre Feinde zu Wehr zu setzen. Zuerst bootet sie geschickt ihre falsche "Freundin", die Comtesse d'Estrades, aus, womit sie sich wiederum den unabänderlichen Hass ihres Liebhabers, des Ministers d#Argenson, zuzieht. Dieser tut sich aus Rache mit dem Hofklerus zusammen und versucht ein um das andere Mal, den König zuginsten seines Seelenheils dazu zu bringen, dass er Jeanne endlich verstößt.
Auch Jeanne möchte gern in den Schoß der Kirche zurückkehren, allerdings begegnet man ihr mit denselben Forderungen wie Louis. Man verlangt sogar, dass sie nach nunmehr 10 Jahren zu ihrem Gatten Charles zurückkehrt (der mit seiner Pariser Opernliebschaft komischerweise NICHT in Sünde zu leben scheint...).
Den Auftritt von Louis' Mannen bei Charles fand ich herrlich.  :D Ihre Vorgegehensweise, mit der sie Charles davon "überzeugt" haben, dass er Jeanne nicht zurückhaben "will", hat mich ein wenig an "Russisch Inkasso" erinnert.  ;)
Um Jeanne am Hof behalten zu können, bittet er seine Frau, die Königin um ein Amt als Hofdame. Die Königin willigt ein - sicherlich ein Ergebnis von Jeannes zurückliegenden Bemühungen, ihr respektvoller zu begegnen als ihre Vorgängerinnen.

Währenddessen verhandelt Jeanne in diplomatischer Mission mit Österreich um ein Bündnis, was ihr erneut den Unmut ihrer Feinde zuzieht.
Schließlich wird ein Attentat auf den König unternommen, bei dem dieser verletzt wird. Auch wenn der Anschlag nicht aufgeklärt werden kann (bzw. die Hintermänner im Verborgenen bleiben), erweckt Claudia doch geschicht den Anschein, als stünden auch hier der Hofklerus und sein Busenfrreund d'Argenson als planende Kräfte dahinter, um den König zurück in den Schoß der Kirche zu treiben.
Zunächst scheint dieser Plan auch zu gelingen, denn es scheint, als wolle Louis Jeanne tatsächlich verstoßen, um im Angesicht des (vermeintlichen) Todes die Absolution erteilt zu bekommen.
Zuletzt sieht aber doch seine Liebe zu Jeanne!  :herz: Ihre Feinde, allen voran d'Argenson, werden verbannt.

Im letzten Kapitel stirbt Jeanne mit nur 42 Jahren an ihrem Lungenleiden und der König trauert um sie. Immerhin scheint Jeanne aber in den letzten Jahren ihres Lebens bei Louis wenigstens ihren Frieden gefunden zu haben...

Besonders interessant fand ich auch das Nachwort und Claudias Beschreibungen darüber, wann sie sich an Tatsachen, wann an Auslegungen und wann an ihrer dichterischen Freiheit orientiert hat, während sie den Roman verfasst hat.

Hach, irgendwie mag ich mich von diesem Roman noch gar nicht verabschieden... Aber wenn auch das Buch nun "ausgelesen" ist, dauert ja wenigstens die Leserunde noch ein Weilchen.  :)

Geez,
Imlammenien
« Letzte Änderung: 13. Mai 2010, 11:23:42 von Imlammenien »

Offline Imlammenien

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #8 am: 13. Mai 2010, 10:24:13 »
Ein schöner Abschluss… authentisch und für mich sehr passend, wie übrigens die ganze Geschichte in diesem Buch. Und so möchte ich dir, liebe Claudia, auch ein ganz dickes Dankeschön für wunderschöne Lesestunden und eine Horizonterweiterung meinerseits  aussprechen.  :-*

Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen!  8)
Dito.  8)
Es ist immer wieder ein Genuss einen historischen Roman wie diesen zu lesen. Und in Autorenbegleitung macht das dann sogar doppelt so viel Spaß.   :-*

wow.... auch ich bin von dem Schluss total begeistert!!!!!!  :)
Er ist wirklich gefühlvoll ohne kitschig zu sein und gibt dem ganzen Roman ein wirkliches und ungekünzeltes Ende!!!
Ja, ich fand das Ende auch überaus gelungen und hatte das Gefühl, dass es den handelnden Personen, die ja immerhin einmal real existiert haben, gerecht wurde.  :)

Offline Claudia Z.

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #9 am: 13. Mai 2010, 11:11:50 »

Und mit dem Brief der Königin gebe ich dir völlig Recht: RESPEKT!!! Generell muss ich sagen, dass wir zwar nicht viel von der Königin gelesen haben, aber das, was wir gelesen haben, hat mir so gut gefallen, dass die Königin in diesem Buch meine "edle Heldin" ist....... Ihr gebührt wirklich mein ganzer Respekt!!!!!



Ich finde, sie ist in gewisser Weise auch wirklich eine Heldin, denn sie ist eine der wenigen Personen, die in Versailles stets integer geblieben ist!


Besonders interessant fand ich auch das Nachwort und Claudias Beschreibungen darüber, wann sie sich an Tatsachen, wann an Auslegungen und wann an ihrer dichterischen Freiheit orientiert hat, während sie den Roman verfasst hat.

Hach, irgendwie mag ich mich von diesem Roman noch gar nicht verabschieden... Aber wenn auch das Buch nun "ausgelesen" ist, dauert ja wenigstens die Leserunde noch ein Weilchen.  :)



Also, dass euch das Nachwort so gefällt, freut mich. Ich persönlich finde es nämlich auch immer wichtig, bei einem historischen Roman zu wissen, wo die Fiktion anfängt und die Fakten aufhören ...

Für mich war und ist es, wie gesagt, auch ein ganz besonderes Erlebnis an dieser Leserunde teilzunehmen und es ist ein schönes Gefühl, dieses "Erleben" von Jeannes Leben hier so mit euch zu teilen. Eigentlich würde ich jetzt noch gerne ganz viel schreiben, aber heute bin ich leider etwas unter Zeitdruck.  :)

Liebe Grüße  :winken:
Claudia

 

Offline Claudia Z.

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #10 am: 13. Mai 2010, 11:15:14 »

ja, was für ein Schluss!  8) Ich bin noch total hin und weg! Musste teilweise ganz schön heftig mit den Tränen kämpfen, obwohl vieles ja nur kurz angerissen wurde. Der Tod von Alexandrine z. B. kam für mich total unerwartet!  :o An was ist denn die Arme gestorben???  :o
 

Man geht heute davon aus, dass es eine Blinddarmentzündung war!

Offline Imlammenien

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #11 am: 13. Mai 2010, 11:17:56 »
Man geht heute davon aus, dass es eine Blinddarmentzündung war!
Oh weiha! Vor allen Dingen, wenn man sich vorstellt, wie qualvoll man damals noch an einer für unsere Zeit (und bei den heutigen medizinischen Möglichkeiten) so kleinen Sache qualvoll gestorben ist...  :o

Offline apassionata

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #12 am: 13. Mai 2010, 11:21:57 »
Hallo zusammen...

Er ist wirklich gefühlvoll ohne kitschig zu sein und gibt dem ganzen Roman ein wirkliches und ungekünzeltes Ende!!!

Ungekünstelt ist hier wirklich ein sehr treffendes Wort.  :)

nun bin ich auch am Ende des Romans angekommen - was ich persönlich ziemlich schade finde. Auch nach nun mehr 700 Seiten hätte ich gut und gern noch weiter über Jeanne, Louis und den Versailler Hof lesen können.

Ich kann dir hier wirklich gut nachempfinden, Imlammenien. Auch ich wäre zu gerne noch ein wenig an Jeannes Seite geweilt. Zum Glück lief dieser Roman so richtig schön rund aus, ohne wie ihr schon erwähntet kitschig zu sein. Auch war das Ende nicht zu plötzlich oder zu sehr mit Knalleffekten bestückt, was durch das Nachwort ja noch unterstrichen wurde. So habe ich dieses Buch zwar in einer leicht traurigen Stimmung beiseite gelegt, gleichzeitig aber die Gewissheit erspürt, dass mir die hier so ins positiv fallenden Eindrücke der Madame Pompadur sicherlich noch lange und angenehm in Erinnerung bleiben werden.

Auch Jeanne möchte gern in den Schoß der Kirche zurückkehren, allerdings begegnet man ihr mit denselben Forderungen wie Louis. Man verlangt sogar, dass sie nach nunmehr 10 Jahren zu ihrem Gatten Charles zurückkehrt (der mit seiner Pariser Opernliebschaft komischerweise NICHT in Sünde zu leben scheint...). 

Es war wohl mal wieder eines dieser paradoxen "Glanzstücke" welche die Kirchenpolitik immer wieder einmal zum Vorschein bringt.   ::)
Allein bei der Erwähnung dass den Sterbenden die Absolution verweigert werden sollte brachte mich da ja ganz schön auf die Palme...  >:(

Um Jeanne am Hif behalten zu können, bittet er seine Frau, die Königin um ein Amt als Hofdame. Die Königin willigt ein - sicherlich ein Ergebnis von Jeannes zurückliegenden Bemühungen, ihr respektvoller zu begegnen als ihre Vorgängerinnen.

Ja, hier zahlt sich nun letztendlich auch wirklich aus, dass Jeannes sich der Königin gegenüber stets recht respektvoll erwiesen hat. Doch nicht zuletzt ist es natürlich die Großmut der Königin, die in diesem Buch ja stets einen sehr
guten Eindruck hinterließ. Denn gerade für sie war dieser Schritt alles andere als leicht...


ja, was für ein Schluss!  8) Ich bin noch total hin und weg! Musste teilweise ganz schön heftig mit den Tränen kämpfen, obwohl vieles ja nur kurz angerissen wurde. Der Tod von Alexandrine z. B. kam für mich total unerwartet!  :o An was ist denn die Arme gestorben???  :o
 
Man geht heute davon aus, dass es eine Blinddarmentzündung war! 

Da war Claudia schneller, mit ihrer Antwort.  ;D
Ich hatte beim Lesen auch auf den Blinddarm getippt.

Für mich war und ist es, wie gesagt, auch ein ganz besonderes Erlebnis an dieser Leserunde teilzunehmen und es ist ein schönes Gefühl, dieses "Erleben" von Jeannes Leben hier so mit euch zu teilen.

Das freut und doch zu hören, dass auch du deinen Spaß bei der Runde hattest. Mir jedenfalls hat die Rundes sehr gut gefallen und ein abschließendes Fazit gibt es in dem nächsten Tagen dann auch noch.

Liebe Grüssle
                 Marion  :winken:

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Imlammenien

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #13 am: 13. Mai 2010, 11:25:47 »
Auch Jeanne möchte gern in den Schoß der Kirche zurückkehren, allerdings begegnet man ihr mit denselben Forderungen wie Louis. Man verlangt sogar, dass sie nach nunmehr 10 Jahren zu ihrem Gatten Charles zurückkehrt (der mit seiner Pariser Opernliebschaft komischerweise NICHT in Sünde zu leben scheint...). 

Es war wohl mal wieder eines dieser paradoxen "Glanzstücke" welche die Kirchenpolitik immer wieder einmal zum Vorschein bringt.   ::)
Allein bei der Erwähnung dass den Sterbenden die Absolution verweigert werden sollte brachte mich da ja ganz schön auf die Palme...  >:(
Ja, die Verweigerung der Sterbesakramente ist wirklich eine besonders perfide Form der Erepessung! Unglaublich sowas! Mit Nächstenliebe hat das überhaupt nichts mehr zu tun!  >:(

Offline Leselotte

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Re: 08 - Kapitel 59 bis Ende
« Antwort #14 am: 13. Mai 2010, 13:43:33 »
Hallo,
Man geht heute davon aus, dass es eine Blinddarmentzündung war!
Oh weiha! Vor allen Dingen, wenn man sich vorstellt, wie qualvoll man damals noch an einer für unsere Zeit (und bei den heutigen medizinischen Möglichkeiten) so kleinen Sache qualvoll gestorben ist...  :o

Wirklich schlimm!!!!! Wobei der kleine Bruder meiner Mutter auch noch an einem durchgebrochenen Blindarm 1950 gestorben ist..... soooooo lange kann die Medizin es also leider noch nicht verhindern!!!
Aber Gott sei dank ja heutzutage schon!!!!


Also, dass euch das Nachwort so gefällt, freut mich. Ich persönlich finde es nämlich auch immer wichtig, bei einem historischen Roman zu wissen, wo die Fiktion anfängt und die Fakten aufhören ...


Da hast du völlig Recht und daher gefiel auch mir dein Nachwort sehr, sehr gut!!!
« Letzte Änderung: 13. Mai 2010, 13:46:12 von Leselotte »
Liebe Grüße

Leselotte