Ich bin jetzt auch fertig - leider muss man wirklich sagen. Ich habe das Lesen wirklich sehr genoßen und obwohl ich eher wenig Zeit hatte, habe ich immer wieder gerne zu dem Buch gegriffen. Eine schöne Liebesgeschichte ohne kitschig zu sein.

Das Nachwort fand ich auch wirklich interessant - und ich muss zugeben, ich lese eigentlich nie Nachwörter ... Ich schwelge lieber noch ein wenig in der Geschichte rum, als mich mit irgendwelchen Fakten da raus reißen zu lassen. Diesmal habe ich einfach nach dem letzten Satz der Geschichte das Buch zugeklappt und später vorm Einschlafen noch das Nachwort gelesen. So ging es dann auch sehr gut. So hab ich das Nachwort wie sonst meine paar Kapitel im Weltatlas gelesen.

Auf jeden Fall hat mir das Buch - und später dann noch das Nachwort - mal wieder große Lust auf Paris gemacht. Und ich hab mir geschworen, wenn ich das nächste Mal nach Paris fahre, dann auf jeden Fall auch nach Versailles. Ich war jetzt schon dreimal in Paris, aber irgendwie habe ich mir nie die Zeit dafür genommen, was wirklich schade ist, denn ich stell mir Versailles so unglaublich vor ... Aber ich bin ja noch jung und hab noch Zeit.

Recherchen für so ein Buch stell ich mir auch übrigens wahnsinnig spannend vor - fast so ein bisschen wie bei ner Hausarbeit, nur vieeel spannender und interessanter. Besuchst du für solche Romane eigentlich auch Archive, Claudia?
Aber zum Inhalt:

Der Tod von Alexandrine war wirklich schlimm und ich kann es Jeanne richtig nachempfinden. Louis' Handeln und Trösten war wirklich schön und hat mich gefreut. Ohne ihn hätte sie es wahrscheinlich wirklich nicht überwunden. Das hat mich besonders gefreut, denn so konnte Louis Jeanne all das zurückgeben, was er bisher immer von ihr bekommen hat.
Die Königin hat sich wirklich bravourös verhalten. Diese Frau hat echte Stärke und Jeannes Respekt ihr gegenüber hat sich am Ende auch ausgezahlt. Da hat man schon eine Art Zusammenhalt gespürt - auch das die Königin immer noch hinter Louis stand, obwohl ihre Ehe nicht mehr so rund lief.
Am Ende hat sich Frankreich noch mit Österreich verbunden - aus diesem Bündnis geht dann nachher auch die Ehe mit Marie-Antoinette hervor, oder? Hach ja, ich würd wirklich am liebsten weiterlesen.

Aber meine Lieblingsszene in diesem Abschnitt ist wirklich die mit Charles. Großartig, wie er sich da ins Hemdchen macht.

Das hat er wirklich verdient! (Und vermisst hat er Jeanne ja auch überhaupt nicht, von daher konnte er den Zwang ja nur begrüßen.

)
Über den Klerus verlier ich lieber kein Wort ... Das Verhalten von denen ist einfach nur ungeheuerlich gewesen.
