Leserundenarchiv > Claudia Ziegler – Die Favoritin des Königs
08 - Kapitel 59 bis Ende
Tammy1982:
Hier könnt Ihr von Kapitel 59 bis zum Ende schreiben.
Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
apassionata:
Hallo ihr Lieben,
was für ein schöner Schluss…
Gefühlvoll und wohldosiert von Claudia dargestellt. Gerade, da es sich hier um wahre Begebenheiten handelte. Besonders gut haben mir hierbei auch die von Claudia aufgeführten Einzelheiten gefallen, die sie bewogen haben, die Geschichte der Madame Pompadur so und nicht anders darzustellen. Hier ein ganz ganz großes Kompliment.
Dabei sind Nachwörter sonst so gar nicht meine Sache.
Aber zur Handlung. Diese begann ja wahrlich dramatisch in diesem Abschnitt. :o
Alexandrine, Jeannes einziges Kind stirbt. :'(
Wunderbar wie Louis an Jeannes Trauer Anteil nimmt. Aber im gegenseitigen Trostspenden waren sich die beiden wohl immer sehr nahe und artverwandt. Aber auch der Brief der Königin sprach von Größe und Respekt… Das tat einfach gut.
Überhaupt machte die Königin stets eine gute „Figur“, auch als sie stäter einwilligte, Jeanne als eine ihrer Hofdamen anzuerkennen.
Überraschender aber auch wohltuender Weise erweist sich hier auch die Duchesse de Brancas immer mehr zur wahren Freundin an Jeannes Seite. Ganz im Gegensatz zu der neiderfüllten Comte d’Estrades. Diese hätte ich ja zu gerne selbst am Kravittchen gepackt…
Die politischen Verstrickungen, gerade aussenpolitisch muteten ja ganz schön kompliziert an. Doch man konnte so etwas wie ein vereintes Europa doch schon ein ganz kleines bisschen erspüren.
Innenpolitisch natürlich nicht nur für den König sondern auch für die Marquise de Pompadur sehr prikär, wie der Klerus immer mehr versucht sie vom Hof zu verdrängen. Dazu schien ihm nun wirklich kein Mittel zu unchristlich… *schock* Und dies, wo sich der König seiner Mätresse nur noch anderweitig, denn sexuell verbunden fühlte. ::)
Was die Geistlichen da mit ihren Beichtbillets abziehen ist wirklich allerhand. Aber naja, die Kirche hatte in jeder Epoche ihre ganz spezielle, schwarze Seite. :(
Dass hier Sterbesakramente nicht ausgesprochen wurden oder auch dem sonst so gläubigen König die Absolution nicht erteilt werden soll, sondern dieser ja sozusagen vom Klerus erpresst wurde, fand ich dann auch die Höhe. >:( Deshalb habe ich mich für Jeanne sehr gefreut, als ein kleiner Priester ihr in aller Heimlichkeit die Beichte abnahm und bereit war ihr Absolution zu erteilen.
Dem Duc d’Ayen und dem Prince de Soubise hätte ich auf S.673 ja die Füße küssen mögen, als sie bei Charles auftauchten und gleich noch etwas Einfluss auf dessen Antwortschreiben nahmen. ;D
Unglaublich wütend dagegen hat mich dagegen doch das letztendliche Verhalten des Machault d’Arnouville gemacht. >:( als er nach dem Attentat die Seiten wechselte. Wie gut, wenn solche Widerwärtigkeit zur Rechenschaft gezogen werden kann. Da habe ich nur noch befriedigt lächeln müssen, als dieser und endlich auch der Comte d’Argenson vom Hofe verbannt wurden.
Das Attentat auf den König ging ja wohl dann auch aus den Überlegungen des Klerus hervor. Naja, beinah wäre der Plan ja auch aufgegangen. Ich dachte echt: Ich Mann, er wird Jeanne jetzt wohl nicht fallen lassen? :o Aber im Umhang der Duchesse de Brancas zu Jeanne zu schlüpfen, erinnerte mich doch wieder an „alte Zeiten“ im Hotel de Ville zurück. Hier kamen mir dann auch fast die Tränen… Auch bei dem Satz: „Es sollte ihr letzter Spaziergang sein.“ :'(
Übrigens habe ich auch diesmal stets die Krise bekommen, wenn die Ärzte mit ihrem Aderlass ankamen. Der König hatte ja bereits viel Blut verloren. ::) Das Doktor Quesnay zu Jeanne kam um ihr Mitteilung um des Königs Zustand zu machen fand ich ganz großartig von ihm.
Ein schöner Abschluss… authentisch und für mich sehr passend, wie übrigens die ganze Geschichte in diesem Buch. Und so möchte ich dir, liebe Claudia, auch ein ganz dickes Dankeschön für wunderschöne Lesestunden und eine Horizonterweiterung meinerseits aussprechen. :-*
Liebe Leserundengrüssle
Marion :winken:
Tammy1982:
Hallo Ihr Lieben,
ja, was für ein Schluss! 8) Ich bin noch total hin und weg! Musste teilweise ganz schön heftig mit den Tränen kämpfen, obwohl vieles ja nur kurz angerissen wurde. Der Tod von Alexandrine z. B. kam für mich total unerwartet! :o An was ist denn die Arme gestorben??? :o
Arme Jeanne! Das ist richtig hart für sie! Da tut sie mir so leid! :'( Außer dem König hat sie wirklich niemanden mehr!
Als dann das Attentat auf den König verübt wird und sie nicht zu ihm gelassen wird, war ich auch völlig fertig! Diese ganzen unmöglichen Höflinge! >:( Da kriechen sie um sie herum, so lange sie Macht hat und kaum scheint es so, als würde sie an Macht verlieren, schon wenden sie sich von ihr ab! Das mit dem Machault dArnouville fand ich auch sehr heftig! Dabei mag er die Marquise doch wirklich, aber lässt sich trotzdem von seinem Machtstreben treiben! Unmöglich! >:(
Gut, dass sie Duchesse de Brancas bei Jeanne weilt und sie so darauf besteht, dass Jeanne den Weggang von Versaille sich schriftlich geben lassen soll! Das war super! Und als der König sich heimlich zu Jeanne schleicht, habe ich mich richtig gefreut! :P ;D
Der Tod von Jeanne ist mir dann auch noch richtig nahe gegangen! Aber schön, dass im Endeffekt sie und der König wirklich bis zum Ende zusammengeblieben sind! Ganz begeistert bin ich auch von dem sehr ausführlichen Nachwort! Ich liebe Nachwörter, in denen dann nochmal genau dargelegt wird, was Tatsachen und was der Fiktion entspricht! SUPER! 8)
--- Zitat von: apassionata am 12. Mai 2010, 07:36:14 ---Aber auch der Brief der Königin sprach von Größe und Respekt… Das tat einfach gut.
Überhaupt machte die Königin stets eine gute „Figur“, auch als sie stäter einwilligte, Jeanne als eine ihrer Hofdamen anzuerkennen.
--- Ende Zitat ---
Oh ja, ich muss sagen, die Königin zeigt hier immer wieder wahre Größe! Das gefällt mir auch sehr gut! Und es zeigt sich, dass sie sich doch dafür revanchiert hat, wie respektvoll Jeanne immer mit ihr umgegangen ist!
--- Zitat von: apassionata am 12. Mai 2010, 07:36:14 ---Dem Duc d’Ayen und dem Prince de Soubise hätte ich auf S.673 ja die Füße küssen mögen, als sie bei Charles auftauchten und gleich noch etwas Einfluss auf dessen Antwortschreiben nahmen. ;D
--- Ende Zitat ---
;D Das fand ich auch super! V. a. nach der total negativen Beschreibung von Charles hat es mich total gefreut, dass er sich vor lauter Angst fast in die Hose gemacht hat! :P ;D
--- Zitat von: apassionata am 12. Mai 2010, 07:36:14 ---Übrigens habe ich auch diesmal stets die Krise bekommen, wenn die Ärzte mit ihrem Aderlass ankamen. Der König hatte ja bereits viel Blut verloren. ::) Das Doktor Quesnay zu Jeanne kam um ihr Mitteilung um des Königs Zustand zu machen fand ich ganz großartig von ihm.
--- Ende Zitat ---
:o Ging mir genauso! War auch schon vorher so, wenn die Ärzte bei Jeanne nach den Fehlgeburten auch noch einen Aderlass vorgenommen haben! Was für eine furchtbare und sinnlose Behandlungsmethode! :o :(
--- Zitat von: apassionata am 12. Mai 2010, 07:36:14 ---Ein schöner Abschluss… authentisch und für mich sehr passend, wie übrigens die ganze Geschichte in diesem Buch. Und so möchte ich dir, liebe Claudia, auch ein ganz dickes Dankeschön für wunderschöne Lesestunden und eine Horizonterweiterung meinerseits aussprechen. :-*
--- Ende Zitat ---
Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen! 8)
Liebe Grüße
Tammy :winken:
apassionata:
--- Zitat von: Tammy1982 am 12. Mai 2010, 08:32:40 ---Ich bin noch total hin und weg! Musste teilweise ganz schön heftig mit den Tränen kämpfen, obwohl vieles ja nur kurz angerissen wurde. Der Tod von Alexandrine z. B. kam für mich total unerwartet! :o An was ist denn die Arme gestorben??? :o
Arme Jeanne! Das ist richtig hart für sie! Da tut sie mir so leid! :'( Außer dem König hat sie wirklich niemanden mehr!
--- Ende Zitat ---
Dieser letzte Abschnitt war dann für mich als Leserin auch sehr gefühlvoll. Da kann ich dir zustimmen.
--- Zitat von: Tammy1982 am 12. Mai 2010, 08:32:40 ---Gut, dass sie Duchesse de Brancas bei Jeanne weilt und sie so darauf besteht, dass Jeanne den Weggang von Versaille sich schriftlich geben lassen soll!
--- Ende Zitat ---
Oh, ja. Hier hatte ich schon gedacht: Mensch Jeanne sei nicht so blöd und geh einfach. :o
Mascha:
Ein wirklich gelungener Schluss. Alexandrines Tod hat mich auch ziemlich mitgenommen. Arme Jeanne, erst die vielen Fehlgeburten, der Tod des ersten Kindes und dann noch der Tod der einzigen Tochter. Schön dass der König hier an ihrer Seite war.
Aufgeregt habe ich mich (wie so oft) über die Kirche. Einem Sterbenden die Sakramente zu verweigern zeugt wohl nicht von christlicher Nächstenliebe, hier sieht man mal wieder wie geld- und machthungrig die Kirchendiener sind waren >:(
Das Attentat auf den König war leider irgendwie vorhersehbar. Nicht die Tat an sich, aber der Unmut der Bevölkerung hätte doch dem König und seinem Hof zu denken geben müssen. Aber der König konnte und wollte wohl immer noch nicht glauben, dass er nicht mehr der Liebling seines Volkes war. Jetzt hatte Jeanne einen schweren Stand, da sie nicht zum König vorgelassen wurde. Und schon hatte die Kirche wieder ihre Hand dabei im Spiel. Nur gut, dass der König sich letztlich wieder erholt und die Königin Jeanne als Hofdame aufnimmt. Das war wieder ein geschickter Schachzug vom König und Jeanne.
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