mist - jetzt bin ich rausgeflogen und all meine klugen Kommentare mit mir ;-)
Also noch einmal ... (stark verkürzt)
Seitdem ich als Autorin wahrgenommen werde, gibt es auch Anfragen nach Auftragarbeiten. Tatsächlich trainieren solche Projekte – mögen sie anfangs auch kleiner sein – Disziplin, Ausdauer und projektorientiertes Arbeiten. Nicht schlecht für jemanden, der später einmal vom Schreiben leben möchte. Ich kenne allerdings nach wie vor nicht viele Autoren, denen dies auch ohne, wie auch immer geartete andere Einnahmen (Job, Partner, staatliche Hilfe) gut gelingt.
Derzeit erlaube ich mir den Luxus zu schreiben, was ich möchte. Aber wenn ich den Sprung in die Selbständigkeit schaffen will, dann muss ich sicher auch das schreiben, was man erwartet und meine eigenen Ideen bleiben die Kür - nach der Pflicht. Ja, der Vergleich mit anderen Berufen hat was. Auch ein gut bezahlter Traumjob kann mal nerven ...
Und dann gibt es ja auch viele Grauzonen: »Die Story gefällt uns gut, können sie das Setting nicht mal eben (in drei Wochen) nach Japan verlegen? Asia-Stories sind gerade der Hype ...« oder: »Schreiben sie was sie wollen, Hauptsache es spielt nicht in Schottland!«
Man kann es drehen und wenden, ohne Auftragsarbeiten kämen die meisten Autoren nicht über die Runden – genauso wie Schiller und auch der Herr Goethe, und die hatten dazu noch einen »Nebenjob«!