Autor Thema: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende  (Gelesen 363 mal)

Offline Aldawen

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Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« am: 23. Februar 2010, 21:54:36 »
Hier könnt Ihr von Seite 185 bis zum Ende schreiben.

Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

Kinywa ni jumba la maneno.
Der Mund ist der Palast der Worte.  –  Sprichwort aus Ostafrika

Offline Aldawen

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Re: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« Antwort #1 am: 28. Februar 2010, 21:54:03 »
Oha, das wurde ja noch richtig dramatisch! Und nachdem ich zunächst Befürchtungen hatte, am Ende doch eher so  auszusehen, überwog am Ende doch das Gefühl, das auch bei mir die Puzzleteile zusammenpaßten.

Die Testfahrt fand ich besonders interessant, auch wenn ich von den technischen Details nicht alles verstehe. Solange Schiffe beteiligt sind, ist das schon in Ordnung  ;D  Und der Kaiser kam ja ziemlich menschlich rüber. Hatte er wirklich mit Seekrankheit zu kämpfen (wäre ja auf seiner Luxusjacht auch eher lästig gewesen), oder konntest Du der Versuchung nur nicht widerstehen, Boris?

So verständlich es war, daß Sören nicht den nächsten Tag abwarten wollte, um zu wissen, was mit Tilda passiert ist, so war die Aktion natürlich trotzdem leichtsinnig. Wäre Martin mit der Verstärkung nur wenig später eingetroffen, hätte man Beck und Konsorten zwar vielleicht noch erwischt, aber Sören hätte eine Beerdigung gebraucht. Immerhin schon mal beruhigend, daß er nicht allein in den Tunnel getapert ist. Der Trupp sozialdemokratischer Werftarbeiter, der sich da zur Rettung einer Genossin eingefunden hatte, schien aber auch recht beeindruckend zu sein. Tja, vielleicht wird Sören ja jetzt aus Dankbarkeit doch Mitglied ...?  ;)

Zwangsprostitution also. Nun, auszuschließen ist dergleichen wohl nicht, und daß die Methoden des Milieus sich in den letzten 100 Jahren nicht grundsätzlich gewandelt haben, ist oder wäre auch keine Überraschung, jedenfalls erinnterte das ja durchaus an aktuelle Berichte. Aber zumindest vorübergehend wird nun aufgeräumt – bis sich die nächsten Schmarotzer und Ausbeuter breit machen  >:(

Der Epilog war auch wieder sehr aufschlußreich, dem ein oder anderen Aspekt würde ich interessehalber gerne noch mal weiter nachgehen – wenn es denn der Job so nebenher erlaubte. Am besten mache ich mir schon mal eine Liste für die Rente  ;)

Schönen Gruß,
Aldawen
Kinywa ni jumba la maneno.
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Offline Saltanah

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Re: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« Antwort #2 am: 01. März 2010, 19:49:25 »
Soso, die Lösung war natürlich, wie es sich gehört, doch ganz anders. :) Sie erklärt, was erklärt werden muss, und wenn ich die Rettung in letzter Sekunde auch etwas überflüssig fand (wir befinden uns doch nicht in einem Thriller), so finde ich die Lösung doch zufriedenstellend.

Bei der Probefahrt - mit dem Kaiser höchstpersönlich an Bord - war ich doch über die schlechten Sicherheitskontrollen schockiert. Dass es Sören so einfach wurde, sich an Bord zu schmuggeln, lässt für die Geheimhaltung der technischen Neuerungen und der Rüstungspläne schlechtes erwarten. Einerseits mordet man einen Mitwisser, andererseits schludert man so eklatant mit der Überprüfung der Besatzung. Tse, tse, tse.

Eine Frage habe ich noch, was die Schiffe angeht: Ich war immer der Meinung, alle Schiffe seien weiblich, also die Kaiser Sowieso. Hier wird ihnen aber der männlichen Artikel gegeben. Wie kommt das? Gibt es vielleicht eine Extraregel für Kriegsschiffe? Oder liegt es gerade an dem Kaisernamen - ist ein Kaiser so überaus männlich, dass er selbst als Schiff keinen weiblichen Artikel bekommen kann?

Etwas sauer macht mich das Ende. Das war's also mit Tildas Karriere :( . Wie schön für Sören. Realistisch ist es ja, dass sie wieder schwanger ist, aber traurig finde ich es trotzdem, dass sie beruflich wohl kaum weiterkommen wird.

Offline dubh

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Re: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« Antwort #3 am: 07. März 2010, 17:26:46 »
Hallo zusammen,

die Auflösung der Geschichte empfand ich gelungen und durchaus realitisch: Zwangsprostitution also - und die ist letztlich auch der Grund für Simon Levis Tod. Dass dabei noch eine andere Geschichte zu Tage gefördert wird, ist also vielmehr Zufall, der in der Person Beck begründet liegt. Allerdings gab es ein Hilfsmittel, dessen sich Boris bedient hat: die alten Geheimtunnel im Chinesenviertel St. Paulis - die Gerüchte darüber halten sich bis heute, obwohl niemals ein solcher Gang entdeckt wurde... ;)

Bei der Probefahrt - mit dem Kaiser höchstpersönlich an Bord - war ich doch über die schlechten Sicherheitskontrollen schockiert. Dass es Sören so einfach wurde, sich an Bord zu schmuggeln, lässt für die Geheimhaltung der technischen Neuerungen und der Rüstungspläne schlechtes erwarten. Einerseits mordet man einen Mitwisser, andererseits schludert man so eklatant mit der Überprüfung der Besatzung. Tse, tse, tse.

Ein wenig überrascht hat mich das Procedere dann auch - immerhin ist der Kaiser an Bord und es wird über hochbrisante Militärgeheimnisse geplaudert. Aber gut, vielleicht unterschätzte man den Intellekt der dort arbeitenden Mannschaft dermaßen und zog einfach nicht in Betracht, dass sie mit den gehörten Informationen etwas anfangen könnten (von Verrat ganz zu schweigen) oder sich gar jemand einschleusen lassen könnte. Aber so richtig die Waagschale hält sich die Vorgehensweise der "Verschwörer" nicht...

Zitat
Eine Frage habe ich noch, was die Schiffe angeht: Ich war immer der Meinung, alle Schiffe seien weiblich, also die Kaiser Sowieso. Hier wird ihnen aber der männlichen Artikel gegeben. Wie kommt das?

Stimmt, jetzt wo Du es ansprichst! Sehr gute Bemerkung, Saltanah, deren Auflösung mich jetzt auch interessieren würde...

Zitat
Etwas sauer macht mich das Ende. Das war's also mit Tildas Karriere :( . Wie schön für Sören. Realistisch ist es ja, dass sie wieder schwanger ist, aber traurig finde ich es trotzdem, dass sie beruflich wohl kaum weiterkommen wird.

Ja, da erging es mir ähnlich! Auch wenn sich Tilda und Sören sehr über den neuen Erdenbürger freuen, so erscheint mir das ganze doch einfach ein bißchen zu schade. Tilda ist begabt und für die damalige Zeit wäre es doch einfach sensationell gewesen, wenn sie erstmal ihren beruflichen Weg gegangen wäre. So hätte die nächste Geschichte durchaus eine reizvolle Komponente gehabt - Tilda feiert in Berlin als erste Geige Erfolge, Sören tritt ein bißchen kürzer und besucht sie mit Ilka in der Reichshauptstadt... Hm, so findet sich alles im damals "normalen" Gefüge.

Liebe Grüße
dubh
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Offline Boris

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Re: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« Antwort #4 am: 07. März 2010, 19:08:08 »
Dass dabei noch eine andere Geschichte zu Tage gefördert wird, ist also vielmehr Zufall

Zitat
Eine Frage habe ich noch, was die Schiffe angeht: Ich war immer der Meinung, alle Schiffe seien weiblich, also die Kaiser Sowieso. Hier wird ihnen aber der männlichen Artikel gegeben. Wie kommt das?
Stimmt, jetzt wo Du es ansprichst! Sehr gute Bemerkung, Saltanah, deren Auflösung mich jetzt auch interessieren würde...

Zitat
Etwas sauer macht mich das Ende. Das war's also mit Tildas Karriere :( . Wie schön für Sören. Realistisch ist es ja, dass sie wieder schwanger ist, aber traurig finde ich es trotzdem, dass sie beruflich wohl kaum weiterkommen wird.

Ja, da erging es mir ähnlich! Auch wenn sich Tilda und Sören sehr über den neuen Erdenbürger freuen, so erscheint mir das ganze doch einfach ein bißchen zu schade. Tilda ist begabt und für die damalige Zeit wäre es doch einfach sensationell gewesen, wenn sie erstmal ihren beruflichen Weg gegangen wäre. So hätte die nächste Geschichte durchaus eine reizvolle Komponente gehabt - Tilda feiert in Berlin als erste Geige Erfolge, Sören tritt ein bißchen kürzer und besucht sie mit Ilka in der Reichshauptstadt... Hm, so findet sich alles im damals "normalen" Gefüge.

A: oder umgekehrt?

B: ganz einfach: es gibt einen Autor, einen Lektor, ... und einen Korrrrrektor...  :P

C: ...und ich mir dann Berlin vorknöpfe...? Nö, ich bleib lieber meiner Heimat treu... Und das letzte Wort in Sachen Tilda ist ja noch nicht gesprochen, oder? Mal sehen, was aus ihr wird... und aus den ganzen "Kindern"...  ;)

@dubh: du wohnst doch in der Nähe... kannst du nicht mal graben?  :) Den überirdischen Gang wirst du ja wohl kennen?  ::) Zumindest das, was von ihm noch zu erkennen ist.

Offline Elfe

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Re: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« Antwort #5 am: 08. März 2010, 00:39:12 »
Mit etwas Verspätung kommt hier noch mein Kommentar zum letzten Leseabschnitt.

Mich hat dann eigentlich der Fortlauf der Handlung nicht mehr so richtig gewundert.
Die geheime Kriegsflotte, Prostitution, und auch die Tatsache, dass der allererste Mord nicht in Zusammenhang mit den nachfolgenden Ereignissen steht, war[quote a für mich irgendwie kein Novum mehr.

Herr Beck war also kein Wirtshaftsvigilant, wie ich vermutet hatte, sondern ein Politvigilant, der allerdings Amtsmissbrauch ausübte.
Ich hatte auch eher damit gerechnet, dass  man schon früher vesucht, Sören aus dem Weg zu räumen.  Thildas Entführung kam dann etwas überraschend.
Die Aktionen zu ihrer Rettung fand ich wiederrum leichtsinnig und Martins Hilfe im letzten Augenblick wirkte etwas" künstlich".


Zitat
Etwas sauer macht mich das Ende. Das war's also mit Tildas Karriere :( . Wie schön für Sören. Realistisch ist es ja, dass sie wieder schwanger ist, aber traurig finde ich es trotzdem, dass sie beruflich wohl kaum weiterkommen wird.

Ja, da erging es mir ähnlich! Auch wenn sich Tilda und Sören sehr über den neuen Erdenbürger freuen, so erscheint mir das ganze doch einfach ein bißchen zu schade. Tilda ist begabt und für die damalige Zeit wäre es doch einfach sensationell gewesen, wenn sie erstmal ihren beruflichen Weg gegangen wäre.


Ich denke, dass auch Thilda schon vor ihrer Schwangerschaft Bedenken wegen ihrer Anstellung in Berlin und wegen der daraus resulierenden Trennung hatte.
Die überraschende Schwangerschaft hat ihr nun die Entscheidung abgenommen. Also ist es für sie nicht "tragisch". Damals war eben noch eine andere Zeit - nicht alle Frauen mussten sich und ihre Unabhängigkeit durch beruflichen Erfolg beweisen. Ihre Entscheidung ist also durchaus ok.
Außerdem bleibt ja offen, ob sie nicht einen Aufschub aushandelt, d.h. sie tritt die Stelle erst nach der Geburt oder einer angemessenen Zeit der Kinderbetreuung an.

Grüßchen
Elfe

Offline Papyrus

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Re: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« Antwort #6 am: 09. März 2010, 07:23:01 »
Jetzt hat es ja doch noch ein logisches Ende genommen, auch wenn ich nicht auf Prostitution gekommen wäre. Das kann natürlich am Buchtitel liegen, welcher einen hier ein wenig in die Irre leitet  :), wenn auch nur für den einen Teil der Geschichte.
Zu dem Umbau des Schiffes passt er ja schon wieder.
Was ist bei der Zwangsprostitution schon gerne wissen würde: wie hat man das den Auswanderwilligen erklärt? Wollten die nicht eine Nacht auf dem Kiez verbringen? Den Charme kann das Gekrieche durch Schrank und Tunnel doch nie und nimmer gehabt haben? Oder ist hier der männliche Trieb mal wieder stärker?

Die Auflösung auf dem Schiff fand ich sehr interessant, und ein Kaiser mit Seekrankheit hat auch was  ;D
Dramatisch war ja noch die Entführung von Tilda. Martin hat hier nicht gerade professionell gehandelt, was ich ihm hier aber nachsehen kann.

Alles in allem war es eine runde Geschichte, mit deren Ausgang ich gut leben kann.

Etwas sauer macht mich das Ende. Das war's also mit Tildas Karriere :( . Wie schön für Sören. Realistisch ist es ja, dass sie wieder schwanger ist, aber traurig finde ich es trotzdem, dass sie beruflich wohl kaum weiterkommen wird.
Ich fand das Ende stimmig. Frauen und Karriere waren damals ja nicht wirklich an der Tagesordnung, Schwangerschaften eher. Zu viel modernes Handeln mit einer tollen Karriere von Tilda wäre mir zu unglaubwürdig erschienen. 
Lesende Grüße
Papyrus

Offline Aldawen

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Re: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« Antwort #7 am: 09. März 2010, 07:53:05 »
Etwas sauer macht mich das Ende. Das war's also mit Tildas Karriere :( . Wie schön für Sören. Realistisch ist es ja, dass sie wieder schwanger ist, aber traurig finde ich es trotzdem, dass sie beruflich wohl kaum weiterkommen wird.
Ich fand das Ende stimmig. Frauen und Karriere waren damals ja nicht wirklich an der Tagesordnung, Schwangerschaften eher. Zu viel modernes Handeln mit einer tollen Karriere von Tilda wäre mir zu unglaubwürdig erschienen. 

Zumal sie ja sowieso auch erst noch ein neues Instrument braucht, das alte wurde ja zu Demonstrationszwecken mißhandelt ...
Kinywa ni jumba la maneno.
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Offline Papyrus

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Re: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« Antwort #8 am: 09. März 2010, 08:40:45 »
Etwas sauer macht mich das Ende. Das war's also mit Tildas Karriere :( . Wie schön für Sören. Realistisch ist es ja, dass sie wieder schwanger ist, aber traurig finde ich es trotzdem, dass sie beruflich wohl kaum weiterkommen wird.
Ich fand das Ende stimmig. Frauen und Karriere waren damals ja nicht wirklich an der Tagesordnung, Schwangerschaften eher. Zu viel modernes Handeln mit einer tollen Karriere von Tilda wäre mir zu unglaubwürdig erschienen. 

Zumal sie ja sowieso auch erst noch ein neues Instrument braucht, das alte wurde ja zu Demonstrationszwecken mißhandelt ...

Aldawen, wie immer mehr als praktisch veranlagt  ;D
Lesende Grüße
Papyrus

Offline SheRaven

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Re: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« Antwort #9 am: 09. März 2010, 09:56:11 »
Etwas sauer macht mich das Ende. Das war's also mit Tildas Karriere :( . Wie schön für Sören. Realistisch ist es ja, dass sie wieder schwanger ist, aber traurig finde ich es trotzdem, dass sie beruflich wohl kaum weiterkommen wird.
Ich fand das Ende stimmig. Frauen und Karriere waren damals ja nicht wirklich an der Tagesordnung, Schwangerschaften eher. Zu viel modernes Handeln mit einer tollen Karriere von Tilda wäre mir zu unglaubwürdig erschienen. 

Genau meine Meinung. Wenn Tilda jetzt zur beruflichen Überfliegerin würde, vom Gatten selbstlos unterstützt, wäre das sehr unglaubwürdig. Alle Beteiligten bleiben Menschen ihrer Zeit.

Wieso Sören unbedingt auf das Schiff wollte, ist zwar nicht klar herausgekommen, aber auf jeden Fall war es die richtige Entscheidung. Interessant fand ich hier vor allem, wie "unsichtbar" die Bediensteten sind. Sie werden höchtens auf eine Art wahrgenommen, mit der man einen Stuhl oder eine Vase bemerkt. Ob das heute immer noch so ist?

Bei der Beschreibung einer Uniform ist mir der Begriff  "Achselklappen" aufgefallen. Was ist das denn? Eine Belüftungsvorrichtung??  :-\  "Schulterklappen" wäre hier wohl der richtige Begriff gewesen.
Wobei es ja auch Menschen gibt, die mit den Achseln zucken, ich hingegen benutze dazu lieber die Schultern.  ::)

Da ich ja leidenschaftliche Krimileserin bin, war ich richtig froh, dass die Krimihandlung ihren Raum bekam, denn ich muss zugeben, die ganzen detailierten Beschreibungen der Schiffe etc. waren nicht so meine Welt.
Liebe Grüße
SheRaven

Offline dubh

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Re: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« Antwort #10 am: 09. März 2010, 10:48:11 »
Etwas sauer macht mich das Ende. Das war's also mit Tildas Karriere :( . Wie schön für Sören. Realistisch ist es ja, dass sie wieder schwanger ist, aber traurig finde ich es trotzdem, dass sie beruflich wohl kaum weiterkommen wird.
Ich fand das Ende stimmig. Frauen und Karriere waren damals ja nicht wirklich an der Tagesordnung, Schwangerschaften eher. Zu viel modernes Handeln mit einer tollen Karriere von Tilda wäre mir zu unglaubwürdig erschienen. 

Naja, modern waren ja schon die Überlegungen dazu - sowohl Tildas als auch Sörens (der seine Frau zwar sehr vermisst hätte, aber gemäß seines Versprechens zur Hochzeit diesen Traum leben lassen hätte). So bleibt bei mir der Eindruck, dass die Schwangerschaft der einzige Grund für Tilda ist, nicht nach Berlin zu gehen... Soll aber nicht heißen, dass die Chose unrealistisch ist oder gar ein Wermutstropfen für Tilda (die sich ja sehr über ein weiteres Kind freut).
Da hoffe ich wenigstens, dass Tilda sich eine neue Geige zulegen wird und vielleicht später noch einmal ein Angebot für die Erste Geige bekommt (vielleicht ja auch in Hamburg).

@Boris: Hätte ich bloß mal Archäologie studiert, dann würde ich sofort loslegen! Aber die Ecke ist auch heute keine wirklich nette zum Buddeln... Zwischen Touristen, Besoffenen und Transvestitenstrich - ich weiß nicht. ;)

Liebe Grüße
dubh
Menschen sind senkrechte Schweine. Edgar Allan Poe

Offline Breña

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Re: Abschnitt 4 – Seite 185 bis Ende
« Antwort #11 am: 09. März 2010, 12:32:50 »
Hallo zusammen,

wie erhofft hat sich alles aufgeklärt, kein Fragezeichen ist geblieben und das Puzzle hat sich ohne weiteres zusammensetzen lassen. Fein. :)

Sörens Anwesenheit auf der zweiten Jungfernfahrt, der ich erst skeptisch gegenüberstand, hat mir dann recht gut gefallen. Und tatsächlich war er zur richtigen Zeit am richtigen Ort und konnte wichtige Details erfahren. Aber allein für die Darstellung dieser ersten Fahrt, dem Geschwindigkeitsrausch, der den gestandenen Seebären ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert, aber den Kaiser allzu menschlich werden lässt, und die Errungenschaft der Schlingertanks, hat sich dieses Kapitel gelohnt, auch wenn Sören am Ende mit leeren Händen dagestanden hätte.

Und das Tempo, dass die Handlung dann aufgenommen hat, ließ mich nicht daran denken, das Buch aus der Hand zulegen. Der Trupp der Werftarbeiter war ja ein netter Haufen, auch wenn ich denen nachts nicht begegnen möchte. ;) Die Mitleserinnen, die schon vorher Vermutungen in die Richtung geäußert hatten, lagen tatsächlich genau richtig - Levi wollte seine Bekannte aus der Zwangsprostitution retten. Mit dieser umfassend organisierten Ausbeutung hätte ich anfangs allerdings nie gerechnet. Übrigens ein beklemmender Moment, in dem die Männer begreifen, wo sie sich gerade befinden, und für mich eindrucksvoller als das Wiedersehen von Sören und Tilda.

An einer Stelle kam ich während des Lesens ins Stocken, und zwar als für Sören klar wird, dass Tilda in dem Haus an der Friedrichstraße ist. Er erklärt es ihr gegenüber später zwar als eine Eingebung, aber... hmpf! Im Rückblick fügen sich die Teile natürlich wunderbar zusammen, aber während des Lesens konnte mich Sörens Bauchgefühl nicht überzeugen.

Der Epilog war auch wieder sehr aufschlußreich, dem ein oder anderen Aspekt würde ich interessehalber gerne noch mal weiter nachgehen – wenn es denn der Job so nebenher erlaubte. Am besten mache ich mir schon mal eine Liste für die Rente  ;)

Ich habe zwar während des Lesens schon das ein oder andere nachgeschlagen, aber auf den Epilog habe ich mich fast schon gefreut. Festzustellen, welche Personen und Begebenheiten wahr sind, gibt der Geschichte noch einen anderen Reiz.

Bei der Probefahrt - mit dem Kaiser höchstpersönlich an Bord - war ich doch über die schlechten Sicherheitskontrollen schockiert. Dass es Sören so einfach wurde, sich an Bord zu schmuggeln, lässt für die Geheimhaltung der technischen Neuerungen und der Rüstungspläne schlechtes erwarten. Einerseits mordet man einen Mitwisser, andererseits schludert man so eklatant mit der Überprüfung der Besatzung. Tse, tse, tse.

Genau genommen hätte dann schon der Proviantmeister nicht zur Crew gehören dürfen, schließlich war er Sozialdemokrat. Das hat mich eher stutzen lassen als Sörens kurzfristiges Anheuern. Aber wahrscheinlich sind wir heutzutage für solche Fragen sensibilisiert.

Zitat
Etwas sauer macht mich das Ende. Das war's also mit Tildas Karriere :( . Wie schön für Sören. Realistisch ist es ja, dass sie wieder schwanger ist, aber traurig finde ich es trotzdem, dass sie beruflich wohl kaum weiterkommen wird.

Ja, da erging es mir ähnlich! Auch wenn sich Tilda und Sören sehr über den neuen Erdenbürger freuen, so erscheint mir das ganze doch einfach ein bißchen zu schade. Tilda ist begabt und für die damalige Zeit wäre es doch einfach sensationell gewesen, wenn sie erstmal ihren beruflichen Weg gegangen wäre. [...] Hm, so findet sich alles im damals "normalen" Gefüge.

Angesichts dessen, dass mir gerade die historische Genauigkeit der Reihe so gut gefällt, bin ich auch mit dieser Entwicklung einverstanden. So kann ich auf die Sensation recht gut verzichten und freue mich über das private Glück. ;)

Bei der Beschreibung einer Uniform ist mir der Begriff  "Achselklappen" aufgefallen. Was ist das denn? Eine Belüftungsvorrichtung??  :-\  "Schulterklappen" wäre hier wohl der richtige Begriff gewesen.

Das ist durchaus ein Begriff, der mir in historischen Fachbüchern schon untergekommen ist - woran ich mich deshalb erinnern kann, weil ich es auch seltsam fand. Wir können ja ganz vornehm von Epauletten sprechen. ;)

Viele Grüße
Breña
"It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish."  S.I. Hayakawa