Autor Thema: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)  (Gelesen 1107 mal)

Offline simmilu

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #15 am: 02. Februar 2010, 19:53:29 »
Lange Zeit wurde die Natur eher als Hindernis wahrgenommen, das man zu überwinden hatte, um sein Ziel zu erreichen.

Naja, das Ganze schien, zumindest für die Bediensteten, auch nicht sehr bequem gewesen zu sein und ganz ungefährlich war es ja auch nicht. Da kann ich mir schon vorstellen, das der Weg nicht das Ziel war.

Ich glaube da eher an einen Vampir das würde einen Bezug zum Beginn der Vampir-Literatur durch seinen Leibarzt Polidori mit dem Werk "der Vampyr" schaffen.
Aber wir werden sehen.

Klasse Dreamy, das ist natürlich auch eine Möglichkeit. Auf so eine tolle und fundierte Idee würde ich gar nicht kommen... :anbet:



Offline Dreamy

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #16 am: 02. Februar 2010, 20:39:42 »


Ich glaube da eher an einen Vampir das würde einen Bezug zum Beginn der Vampir-Literatur durch seinen Leibarzt Polidori mit dem Werk "der Vampyr" schaffen.
Aber wir werden sehen.

Klasse Dreamy, das ist natürlich auch eine Möglichkeit. Auf so eine tolle und fundierte Idee würde ich gar nicht kommen... :anbet:



:anbet: zurück ohne Dich währe ich nicht so schnell drauf gekommen um wen es sich handelt  ;) .
Lieber Barfuss als ohne Buch - Isländisches Sprichwort

Offline Seychella

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #17 am: 03. Februar 2010, 00:13:02 »
Hallo ihr Lieben! :)

Mit dieser Lektüre habe ich heute bereits einige Leute geschockt, die Reaktionen schwankten zwischen Überraschung und Entsetzen - es wurde sich sogar Sorgen darüber gemacht, dass nun niemand mehr Elfenbücher liest. ;) Was ein Buch so alles anrichten kann...
Glücklicherweise ist die Geschichte bisher nur teilweise düster, und selbst umherfliegende Organe werden nicht detailliert geschildert. Die Karte finde ich nicht nur sehr schön, sie wird auch eifrig benutzt - damit ich ungefähr einordnen kann, wo die einzelnen Handlungsstränge spielen. Nur Mulhouse konnte ich nicht finden, habe ich das übersehen?

Niccolo ist mir sehr sympathisch, was einerseits sicher an seinem großen Interesse für Literatur liegt, andererseits aber auch an seinen Gefühlen. Er ist nicht überheblich, sondern hat zu seiner Schwester eine innige Beziehung und ist außerdem in Valentine verliebt (die sich nicht nur mit "schwerer Kost" beschäftigt, sondern auch äußerst schlagkräftig ist). Bei seinen Gedanken über die Literatur musste ich anfangs übrigens an eine gewisse Person aus den Sturmwelten denken.
Überhaupt mag ich den Stil der Geschichte, die Sprache und die Vergleiche. Ein schönes Beispiel:

Zitat
Sein Vater war nicht krank, sondern ein Tyrann sondergleichen, in seinem Despotismus scheinbar direkt den alten Theaterstücken entstiegen und im Geiste einem Napoléon Bonaparte gleich, den er eigentlich so sehr verachtete.

Lord Byron lernen wir in einer ziemlich verwirrenden Szene kennen, er wirkt geheimnisvoll - und immer auf der Suche nach einem Weg zu diesen besonderen Träumen. Trotzdem wirkt er anziehend auf mich, möglicherweise auch wegen seines Humors in dieser merkwürdigen Situation. Und er soll zur Ader gelassen werden? Zuviel Hühnerblut oder geht es da noch um andere Dinge?

Gioana hat es bei mir da nicht so leicht, Kirchenleuten begegne ich einfach mit einer großen Portion Skepsis. Auf jeden Fall macht sie mich aber neugierig, woher hat sie das Wissen bzgl. ihrer Vermutung und wieso wirkt ihre "Arbeit" auf mich ein wenig wie ein persönlicher Rachefeldzug? Dazu wurde nichts angedeutet, aber sie steigert sich schon sehr in diese Aufgabe rein - kann das denn einzig in ihrem Glauben verankert sein?

Und dann wäre da noch Ludovico - oder Louis, wie er sich in Mulhouse nennt. Zuvorkommend, verständnisvoll, freundlich. Vielleicht zu nett, aber im Vergleich zu seinem "Freund" eindeutig sympathisch. Und dann bringt er ihn um (nicht dass mich das gestört hätte), oder besser: Er saugt ihn aus. Oha, ein Vampir? Und das mir!
Verzauberte Grüße
Seychella


Ollowain hatte niemals gezögert, den Weg der Ehre zu gehen.
Bernhard Hennen

Offline Tammy1982

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #18 am: 03. Februar 2010, 09:47:50 »
Hallo Ihr Lieben,

erstmal ein herzliches Hallo in die Runde und ein ganz herzliches Hallo an dich, Christoph. Schön, dass du unsere Runde begleitest!  :-* Ich muss mich dann auch gleich mal outen und gestehen, dass es das erste Buch von dir ist, das ich lese, aber ich dafür umso gespannter darauf bin!  8)

Die Aufmachung des Buches gefällt mir übrigens sehr gut und mir ging es auch so, dass das Buch alleine aufgrund seines Covers bereits meine Aufmerksamkeit erregt hatte.

Der Prolog beginnt dann schon richtig unheimlich. Der Jäger denkt er hätte einen normalen Wolf vor sich... Leider wird ihm dieser Irrtum zum Verhängnis...

Niccolo ist mir sehr sympathisch, was einerseits sicher an seinem großen Interesse für Literatur liegt, andererseits aber auch an seinen Gefühlen. Er ist nicht überheblich, sondern hat zu seiner Schwester eine innige Beziehung und ist außerdem in Valentine verliebt (die sich nicht nur mit "schwerer Kost" beschäftigt, sondern auch äußerst schlagkräftig ist).
Nicoolo ist mir auch von Anfang an sympathisch gewesen. Wie kann man auch jemanden nicht mögen, der ein Buchliebhaber ist?  ;D Aber noch mehr gefreut hat, dass er so ein inniges Verhältnis zu seiner Schwester hat und seine heimliche Liebe zu Valentine finde ich ja auch sehr süß.  :herz:
Valentine selber kann ich noch nicht einschätzen. Sie kommt sehr geheimnisvoll rüber, ich bin ja gespannt, ob sie irgendein Geheimnis verbirgt oder ich nur schon ein bisschen zu sehr spekulativ unterwegs bin!  ;)
Auf jeden Fall beweisen sie beide ganz schön viel Mut und können sich gut gegen die Räuber behaupten. Auffällig fand ich ja die Beschreibung, dass für Niccolo auf einmal alles in Zeitlupe abläuft. Ist das nur auf Grund seines hohen Adrenalins?  :-\

Lord Byron lernen wir in einer ziemlich verwirrenden Szene kennen, er wirkt geheimnisvoll - und immer auf der Suche nach einem Weg zu diesen besonderen Träumen. Trotzdem wirkt er anziehend auf mich, möglicherweise auch wegen seines Humors in dieser merkwürdigen Situation. Und er soll zur Ader gelassen werden? Zuviel Hühnerblut oder geht es da noch um andere Dinge?
Danke für den klaren Hinweis, um wen es sich da handelt. Ich hatte zwar schon vermutet, dass es sich um Lord Byron handelt, war mir aber nicht so sicher. Irgendwie hatte die Szene in dem Hühnerstall wirklich etwas Komisches an sich. V. a., da er ja auch andauernd Grinsen musste. Anscheinend ist er bis jetzt nur infiziert, kann aber noch nicht richtig damit umgehen und träumt wohl irgendwie nur von seinen Erlebnissen als Wolf. Finde ich übrigens klasse beschrieben, dass er sich als Wolf freut, wie er ausgiebig und lange laufen kann und einfach nur die Natur um sich genießt. Super gemacht.

Die Zweite Figur die mich neugierig gemacht hat, ist die Werwolf-Jägerin Gioana. Ob nun Werwolf oder Vampir- ( eigentlich egal welche Kreaturen )jagd, ich finde es super, das nicht nur Männer dieses zweifelhafte Vergnügen haben, sondern auch Frauen.
Diese Figur interessiert mich auch sehr. Sie kam sehr stark und kompromisslos rüber. Sie scheint einen ganz besonderen Hass auf die Kreaturen zu haben. Mir kommt es zumindest so vor, als ob sie sich besonders stark in der Verfolgung engagiert. So als wäre es ein persönlicher Rachefeldzug.
Ja, Giona ist wirklich eine sehr interessante Figur und ich bin schon gespannt mehr über sie zu erfahren. Wie sie überhaupt in den Dienst der Kirche gekommen ist und warum sie die Wölfe mit so einer Leidenschaft verfolgt? Der Wolf, den sie da erlegt hat, hat mir dann schon richtig leidgetan, als er erfahren musste, dass seine Familie wohl schon längst tot ist!  :o Bin ja auch kein großer Fan von diesen Verfolgungen der Kirche, von daher erstmal abwarten, wie sich Giona so entwickelt!  ;)

Wer mir ja trotz seines Durstes auf Blut sehr sympathisch ist, ist Ludovico! Sein Durst auf Blut war zwar schon ein bisschen unheimlich, aber seine Gedanken über die Prostituierten fand ich sehr sympathisch und auch wie er reagiert, als Emily verprügelt bei ihm im Zimmer auftaucht, fand ich wirklich super. Dass er den anderen Adeligen dann tötet, hat mir nicht leidgetan. Nachdem der sich so daneben aufgeführt hatte, hat der das verdient!  >:D :P

Ich bin bereits super in das Buch eingestiegen und bin gespannt, wie es weitergeht!

Liebe Grüße
Tammy

Offline Mascha

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #19 am: 03. Februar 2010, 10:30:26 »
Giona finde ich auch eine sehr interessante Figur. Jäger mysteriöser unheimlicher Gestalten sind mir in verschiedenen Bücher ja schon begegnet, selten darunter aber Frauen. Und noch seltener Frauen die für die katholische Kirche arbeiten. Daher bin ich auf sie und die Entwickung um sie herum ganz besonders gespannt.
Ludovico war mir auch symphatisch obwohl er doch ziemlich eindeutig ein Vampir ist. Aber unheimlich fand ich ihn in keiner Weise. Sein Freund dagegen war schon sehr unangenehm.
Lord Byron war also der Mann im Hühnerstall. Da ich über ihn so gar nichts weiß, wäre ich nie von alleine drauf gekommen. Schon wieder was gelernt  ;) Er scheint auf dem besten Weg zu sein ein Werwolf zu werden, aber noch ist es wohl nicht ganz soweit. Aber wie steht es denn mit seinen Begleitern? Wissen die denn was da mit ihm passiert?
Niccolo ist doch noch sehr jung und auch etwas unbedarft. Man merkt es ziemlich gut auf der Reise. Aber er wächst doch übersich hinaus, als es darum geht Valentine zu beeindrucken und später sogar sie zu beschützen.
Gruß Jutta

Offline foenig

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #20 am: 03. Februar 2010, 11:55:05 »
Hey,
ein Hallo in die Runde  ;D

Auch für mich ist es das erste Buch von Christoph und wenn es so weitergeht, wird es auf gar keinen Fall das letzte bleiben... ;)

Die Covergestaltung finde ich auch sehr gelungen. Da bekommt man richtig Lust sich abends auf die Couch zu legen, nur das Leselicht anzumachen und ab in das Buch zu tauchen  :o

Zu Beginn habe ich mich gefragt, auf welcher Seite sich wohl der Leser befinden wird. Damit meine ich, dass ich gespannt darauf bin, wie die Werwölfe dargestellt werden. Man könnte sie ja nur aus der Sicht der Jäger als Monster betrachten oder man schaut, ob noch mehr dahinter steckt... Ich bin schon sehr gespannt, wie meine Meinung am Ende des Buches zu diesem Thema ausfällt.

Bisher gefallen mir die häufigen Perspektivenwechsel recht gut, auch wenn man sich dadurch etwas mehr konzentrieren muss um zu wissen, wo man sich gerade befindet. Aber das macht die Geschichte spannender, besonders weil man so aus allen Perspektiven etwas erfährt und ich schon befürchte, dass ich mich bestimmt nicht so einfach für eine Seite entscheiden kann für die ich dann mitfieber...

Ich bin wohl die erste, die bisher noch nicht allzu begeistert von Niccolo ist.  ??? Ich finde ihn bisher ehrlich gesagt eher langweilig. Aber ich gehe fest davon aus, dass genau er noch eine Wandlung (vielleicht im doppeldeutigen Sinne) macht und mich doch noch überzeugen wird. Momentan ist er für mich einfach nur ein verliebter Jüngling :schnarch:

Um so begeisterter bin ich von Louis und Gioanna! Das liegt wahrscheinlich daran, dass man von beiden bisher kaum etwas erfahren hat und sie beide wohl eine interessante Lebensgeschichte haben. Ganz im Gegensatz zu Niccolo, dessen interessante Lebensgeschichte hoffentlich jetzt erst beginnt!

Lord Byron lernen wir in einer ziemlich verwirrenden Szene kennen, er wirkt geheimnisvoll - und immer auf der Suche nach einem Weg zu diesen besonderen Träumen. Trotzdem wirkt er anziehend auf mich, möglicherweise auch wegen seines Humors in dieser merkwürdigen Situation. Und er soll zur Ader gelassen werden? Zuviel Hühnerblut oder geht es da noch um andere Dinge?
Also, dass es sich um Lord Byron handelt, nachdem ich gelesen habe, dass simmilu herausgefunden hat um wen es sich handelt. Da wurde ich dann doch auch neugierig und habe Detektiv gespielt :D Eigentlich benutze ich Karten und Listen in Büchern so gut wie nie, doch diesmal habe ich doch schon mehrmals hineingeschaut, z.B. um auf Lord Byron zu kommen ;)
Der Aderlass verwundert mich ehrlich gesagt auch sehr. Ich habe noch überlegt, ob wohl der Aderlass einfach als Allzweckheilmittel benutzt wird. Aber das war doch eher im Mittelalter so, oder? Ich bin davon ausgegangen, dass die medizinischen Kenntnisse im 19. Jh. schon fortgeschrittener wären. Oder es liegt daran, dass Lord Byron nicht nur Mensch ist, dass in diesem Fall ein Aderlass hilfreich sein könnte...

Viele Grüße
foenig

Offline Shade

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #21 am: 03. Februar 2010, 11:56:07 »
So, nachdem ich nun dreimal abgestürzt bin (nein, nicht ich, mein verd... PC  >:( ) komme ich endlich mit Text in die Runde  :)

Prolog:

Ein Jäger trifft einen Wolf durch Blattschuss, stirbt aber nicht. Der Jäger muss eine besondere Kreatur sein, da er noch lange schreien kann, obwohl die Fänge des Wolfs sich um seine Kehle schlossen. Der finale Bis(s) zu Morgengrauen?  ;)

Zunächst eine (zwei) allgemeine Frage an Christoph zu handelnden Personen: tauchen sie im Laufe der Geschichte auf oder stehen sie von Anfang an fest? Oder ist das von Buch zu Buch verschieden?

Kapitel 1:
Der künstlerisch ambitionierte Sohn wird von seinem strengen Vater zum Militärdienst gezwungen. Ein klassischer Vater-Sohn Konflikt mit der nicht nur für diese Zeit ebenso klassischen Lösung. Niccolo erscheint mir fast kindlich. Da sind natürlich tolle Entwicklungsmöglichkeiten vorhanden. Auf jeden Fall ist er sehr sympathisch und man hat Lust, ihn durch die Geschichte zu begleiten.

Kapitel 2:
Die Jagd gefällt mir gut, auch, dass eine Frau die Jägerin ist. Ist sie eine Phantasiegestalt oder gab es sie wirklich? Sehr cool die Szene: „Die Wege des Herrn sind unergründlich…“.

Kapitel 3:
Ah, Abschied von Valentine, sie ist mit 16 nur ein wenig jünger als Niccolo=jetzt passt es für mich wieder (sh.Kap.1).
Gut finde ich die Sprache und Textgestaltung. Sie lässt sich zeitlich einordnen ohne übertrieben zu wirken.

Kapitel 4:
Zunächst werden sehr anschaulich die animalischen Instinkte beim Jagen und Zerreißen der Beute geschildert.
George findet sich benommen in einem Stall wieder, der einem Schlachtfeld gleicht, seine Bediensteten gehen souverän mit der Situation um.
Die Begebenheit erinnert mich an eine Szene in „Interview mit einem Vampir“, in der Louis in einem Vogelschlag metzelt, weil er keine Menschen angehen will. Ist das beabsichtigt?

Kapitel 5:

Niccolo und Valentine reisen durch die Alpen und genießen ihr Beisammensein. Durften unverheiratete Frauen (Adlige) zu der Zeit eigentlich allein reisen, also ohne Anstandsdame?  :-[
Der Überfall ist sehr spannend geschildert und trägt zur Charakterisierung Niccolos bei.

In diesem Kapitel sind mir zur Kutschfahrt einige Dinge aufgefallen: Valentine liest ein Buch :lesen:, geht das überhaupt in einer Kutsche? Erstens stelle mich mir das ziemlich schummrig vor und dann schwankt das Gefährt doch auch.
Nach dem Überfall sitzt Niccolo auf dem Boden der Kutsche, während diese dahin rast. Bei den Straßenverhältnissen damals muss er sich ganz schön weh getan haben. :'(

Auch die Lichter der Kutsche müssen ziemlich hell gewesen sein, wenn sie die Szene wie beschrieben beleuchten. Ich habe sie mir immer eher funzelig vorgestellt.
Aber das sind Dinge, die mit der Handlung eigentlich nichts zu tun haben.

Kapitel 6:

Die Bordellszene finde ich sehr gelungen. Allerdings frage ich mich, ob es 1816 schon Unterhosen gab  ;).
Besonders klasse finde ich die Lösung, seinen Zechkumpan wegen brutalen Verhaltens leerzusaugen  ;D.

Kapitel 7:
Gefällt mir außerordentlich gut. Man ist die Kreatur mit den geschärften Sinnen. Ganz tolle Beschreibung.


Bisher sind eine Menge Fäden aufgenommen und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Daher muss ich jetzt sofort weiterlesen :)

Offline Heimfinderin

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #22 am: 03. Februar 2010, 12:38:05 »
Der Aderlass verwundert mich ehrlich gesagt auch sehr. Ich habe noch überlegt, ob wohl der Aderlass einfach als Allzweckheilmittel benutzt wird. Aber das war doch eher im Mittelalter so, oder? Ich bin davon ausgegangen, dass die medizinischen Kenntnisse im 19. Jh. schon fortgeschrittener wären.
Soweit ich weiß, wurde der Aderlass bis ins 19. Jahrhundert hinein angewendet. Ich habe den Gedanken nämlich auch bei einer anderen Lektüre schon mal gehabt und extra nachgeschaut.

Durften unverheiratete Frauen (Adlige) zu der Zeit eigentlich allein reisen, also ohne Anstandsdame?  :-[
Das hat mich auch gewundert. Aber vielleicht war ja der Kutscher Anstandsdame genug.  ;)  ;D


Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline Mascha

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #23 am: 03. Februar 2010, 13:08:13 »
Zitat von:  foenig
Ich bin wohl die erste, die bisher noch nicht allzu begeistert von Niccolo ist.   Ich finde ihn bisher ehrlich gesagt eher langweilig. Aber ich gehe fest davon aus, dass genau er noch eine Wandlung (vielleicht im doppeldeutigen Sinne) macht und mich doch noch überzeugen wird. Momentan ist er für mich einfach nur ein verliebter Jüngling


Das sehe ich genauso. Symphatisch, aber bisher noch sehr unauffällig. Bisher war er halt nur Sohn und hat nur für sich, seine Bücher und seine Schreiberei gelebt. Aber ich glaube er ist durchaus entwicklungsfähig.


Gruß Jutta

Offline Bremen

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #24 am: 03. Februar 2010, 13:32:42 »
Uups, hier gibt es ja schon richtig viele Eindrücke -super  8)

Es gibt zu Anfang des Buches, wie hier auch schon bemerkt wurde, tatsächlich viele Szenenwechsel. Ich empfinde dies ebenfalls nicht als negativ, denn sie verleiten einen eher dazu, immer weiter zu lesen  :).  Da muss ich jetzt glatt noch mal das Namensregister am Anfang loben, ich muss nämlich immer wieder darauf zurückgreifen. Dank der kurz gehaltenen Kapitel hat man dann auch das Gefühl, sehr schnell voranzukommen.
 
Den Charakter der Gioana finde auch ich sehr interessant. Obwohl sie bisher nur wenige Auftritte hatte, kommt ihr Charakter sehr prägnant rüber, wie ich meine sogar deutlicher als der des Niccolo, der wohl eher von freundlicher Zurückhaltung geprägt ist, aber auf mich dadurch umso sympathischer wirkt. Ich hoffe aber auch, über Gioana im Laufe des Buches noch mehr zu erfahren. :)

So, mehr will ich jetzt gar nicht schreiben, sondern lese lieber :lesen:, sonst verpasse ich noch den Anschluss :-[

Offline Christoph Hardebusch

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #25 am: 04. Februar 2010, 19:07:50 »
Der Aderlass wird auch heute noch verwendet. Als ich noch im Krankenhaus gearbeitet habe, gab es einen Patienten, der tatsächlich zur Ader gelassen wurde. Aber in früheren Zeiten galt er mal eher als eine Art Allheilmittel, und wurde auch in Fällen angewandt, in denen es wohl er kontraproduktiv war. Byron hat mal geschrieben: "The lancet killed more than the lance". Ist aus dem Kopf zitiert, also bitte nicht darauf festnageln ...  ;)

Niccolo ist halt ein junger, unerfahrener Bursche. Nachdem in meinen letzten Bücher die Protagonisten meist schon mit einem größeren Hintergrund ausgestattet waren, fand ich die Idee des unbeschriebenen Blattes beim Schreiben ganz charmant. Aber er hat ja noch einige Seiten und ein paar Jährchen vor sich.

Lieben Gruß,

Christoph

Offline yoda

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #26 am: 04. Februar 2010, 22:21:34 »
Hallo erst mal an alle,
bin noch neu hier und dies ist meine erste Leserunde. Ich bitte um etwas Nachsicht, sollten meine Kommentare nicht so perfekt sein.
Vielleicht bin ich auch schon ein bischen spät dran für den ersten Abschnitt dieser Leserunde.


Zum Cover:
Das düstere Bild mit dem "versteinerten" Wolf und dem Vollmond im Hintergrund ist irgendwie passend und genial. Für mich ein Ansporn, dieses Buch zu lesen. Macht mich total neugierig.

Zum Buch:
Sehr gut gelungen und vor allem hilfreich sind die Karte und vor allem das Namensverzeichnis. Habe am Anfang doch noch so meine liebe Mühe, die verschiedenen Namen zuzuordnen. Weiterhin bereitet mir der häufige Szenenwechsel noch etwas Probleme, da meine vorangegangenen Bücher ziemlich chronologisch aufgebaut waren

Kapitel 1:
Wir lernen Niccolo als Sohn reicher Eltern mit seiner Schwester Marcella kennen. Niccolo wird von seinem Vater zum Militärdienst gezwungen, obwohl dies für Ihn persönlich einer Katastrophe gleich kommt. Zuvor arrangiert der Vater für Ihn eine Grande Tour durch Europa.

Frage an Christoph:
Hier würde mich mal interessieren, ob der Militärdienst immer auf Freiwilligenbasis, also ohne Zwang bzw. Gesetz absolviert werden konnte oder war es so, dass dies als „Ehre“ unter den Männern galt?


Kapitel 2:
War dies ein für mich brutaler Szenenwechsel. Dachte, nun erfährt man weitere Dinge von Niccolo, weit gefehlt.
Hier lernen wir eine Frau namens Gioana kennen, welche wohl eine Vampir- bzw. Werwolfjägerin im Dienste der Kirche ist. Leider ein für mich recht kurzes Kapitel, aber mit toller, actiongeladener Handlung.
Diese Frau gefällt mir. Ich hoffe, wir haben noch öfters das Vergnügen, sie auf ihrer „Arbeit“ zu begleiten.

Frage:
Soweit doch bekannt ist, hatten Frauen in der kath. Kirche doch leider keinen bzw. nur einen geringen Stellenwert. Wieso „arbeitet“ dann die Frau Gioana (find ich übrigens sehr gut, die Starken müssen nicht immer männlich sein) für die Kirche bzw. im Auftrage dieser?


Kapitel 3:
Zurück bei Niccolo. Seine Reise beginnt und seine "stille" Liebe Valentine reist mit ihm, da sie in ihre Heimat, die Schweiz reist, und so begeben sich die Beiden in Richtung Alpen.


Kapitel 4:
Irgendjemand wird von seinem Bediensteten nackt und voller Blut in einem Hühnerstall total benommen aufgefunden. Die Hühner sind alle tot.
Der Eigentümer der Hühner wird mit barer Münze zum Totschweigen verpflichtet.
Irgendwie ist dieser Szenenwechsel für mich unpassend. Aber wer weiß, dies ist bestimmt ein kleines Teil von einem großen Puzzle, was sich irgendwann in dem Buch zusammengefügt.

Liebe Grüße Yoda

Offline Heimfinderin

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #27 am: 04. Februar 2010, 22:44:51 »
bin noch neu hier und dies ist meine erste Leserunde. Ich bitte um etwas Nachsicht, sollten meine Kommentare nicht so perfekt sein.
Vielleicht bin ich auch schon ein bischen spät dran für den ersten Abschnitt dieser Leserunde.
Keine Sorge, es gibt kein vorgeschriebenes Tempo für die Abschnitte. Jeder liest und schreibt so, wie es seine Zeit erlaubt. Und deine Kommentare sind doch völlig in Ordnung. Jeder schreibt seine Gedanken, Eindrücke und Fragen. Dafür gibt es keine "Perfektheits-Norm"  ;)

Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline yoda

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #28 am: 04. Februar 2010, 23:02:41 »
Hallo, wieder der noch Unwissende. :-[

Habe gerade den Rest gelesen des ersten Abschnittes gelesen. Die Sache in dem Männerbefriedigungsetablisement fand ich fantastisch. Denke, dieses Ekelpaket von Francois hat es nicht anders verdient. (Meine Meinung, da man auch mit diesen Frauen nicht so umspringen sollte) Aber hier frage ich mich, was passiert mit dieser blutleeren, menschlichen Hülle? So wie es in vielen Büchern und Filmen immer wieder dargestellt wurde, müßte sich doch aus diesem Körper ein neuer Vampir bzw. blutsaugendes Wesen "bilden". Oder ist er einfach nur Tod? Wo liegt eigentlich dieses MULHOUSE? Habe es auf der Karte leider nicht gefunden. ???

So wie in dem Kapitel die "übernatürlichen" Fähigkeiten des noch nicht näher genannten Werwolfes beschrieben sind, müßte ein Leben doch fantastisch sein. Vieles über die Sinne spüren.
Dieses Kapitel sagt uns wohl, dass noch mindestens zwei Wölfe von Gioana zu jagen wären. Bin mal gespannt, ob Sie in einen der nächsten Kapiteln wieder in Aktion tritt.

So, ich denke, ich lass diesen guten Lesestoff nochmal Revue passieren. Es kommen bestimmt noch ein paar Fragen an Christoph.

Gute Nacht an alle die noch Online sind, gehe jetzt noch ein bisserl  :lesen:
Yoda

Offline foenig

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Re: 01 - Anfang bis Kapitel 7 (Anfang bis Seite 69)
« Antwort #29 am: 05. Februar 2010, 13:26:58 »
Männerbefriedigungsetablisement
Was für ein Wort!  :D Das muss ich mir unbedingt für Galgenmännchen merken!

Aber hier frage ich mich, was passiert mit dieser blutleeren, menschlichen Hülle? So wie es in vielen Büchern und Filmen immer wieder dargestellt wurde, müßte sich doch aus diesem Körper ein neuer Vampir bzw. blutsaugendes Wesen "bilden". Oder ist er einfach nur Tod?
Ich glaube, es gibt da verschiedene "Bissarten". Man kann so gebissen werden und völlig ausgesaugt werden, dass man tot ist. Das, denke ich, ist Francois passiert. Dann gibt es wohl noch den "Verwandlungsbiss", der dazu führt, dass das Opfer auch zum Blutsauger wird. Aber dabei bin ich mir nicht sicher, ob das sofort passiert oder langsam schleichend. Vielleicht gibt es da auch wieder mehrere Möglichkeiten.