So, nachdem ich nun dreimal abgestürzt bin (nein, nicht ich, mein verd... PC

) komme ich endlich mit Text in die Runde
Prolog:
Ein Jäger trifft einen Wolf durch Blattschuss, stirbt aber nicht. Der Jäger muss eine besondere Kreatur sein, da er noch lange schreien kann, obwohl die Fänge des Wolfs sich um seine Kehle schlossen. Der finale Bis(s) zu Morgengrauen?

Zunächst eine (zwei) allgemeine Frage an Christoph zu handelnden Personen: tauchen sie im Laufe der Geschichte auf oder stehen sie von Anfang an fest? Oder ist das von Buch zu Buch verschieden?
Kapitel 1:
Der künstlerisch ambitionierte Sohn wird von seinem strengen Vater zum Militärdienst gezwungen. Ein klassischer Vater-Sohn Konflikt mit der nicht nur für diese Zeit ebenso klassischen Lösung. Niccolo erscheint mir fast kindlich. Da sind natürlich tolle Entwicklungsmöglichkeiten vorhanden. Auf jeden Fall ist er sehr sympathisch und man hat Lust, ihn durch die Geschichte zu begleiten.
Kapitel 2:
Die Jagd gefällt mir gut, auch, dass eine Frau die Jägerin ist. Ist sie eine Phantasiegestalt oder gab es sie wirklich? Sehr cool die Szene: „Die Wege des Herrn sind unergründlich…“.
Kapitel 3:
Ah, Abschied von Valentine, sie ist mit 16 nur ein wenig jünger als Niccolo=jetzt passt es für mich wieder (sh.Kap.1).
Gut finde ich die Sprache und Textgestaltung. Sie lässt sich zeitlich einordnen ohne übertrieben zu wirken.
Kapitel 4:
Zunächst werden sehr anschaulich die animalischen Instinkte beim Jagen und Zerreißen der Beute geschildert.
George findet sich benommen in einem Stall wieder, der einem Schlachtfeld gleicht, seine Bediensteten gehen souverän mit der Situation um.
Die Begebenheit erinnert mich an eine Szene in „Interview mit einem Vampir“, in der Louis in einem Vogelschlag metzelt, weil er keine Menschen angehen will. Ist das beabsichtigt?
Kapitel 5:
Niccolo und Valentine reisen durch die Alpen und genießen ihr Beisammensein. Durften unverheiratete Frauen (Adlige) zu der Zeit eigentlich allein reisen, also ohne Anstandsdame?

Der Überfall ist sehr spannend geschildert und trägt zur Charakterisierung Niccolos bei.
In diesem Kapitel sind mir zur Kutschfahrt einige Dinge aufgefallen: Valentine liest ein Buch

, geht das überhaupt in einer Kutsche? Erstens stelle mich mir das ziemlich schummrig vor und dann schwankt das Gefährt doch auch.
Nach dem Überfall sitzt Niccolo auf dem Boden der Kutsche, während diese dahin rast. Bei den Straßenverhältnissen damals muss er sich ganz schön weh getan haben.

Auch die Lichter der Kutsche müssen ziemlich hell gewesen sein, wenn sie die Szene wie beschrieben beleuchten. Ich habe sie mir immer eher funzelig vorgestellt.
Aber das sind Dinge, die mit der Handlung eigentlich nichts zu tun haben.
Kapitel 6:
Die Bordellszene finde ich sehr gelungen. Allerdings frage ich mich, ob es 1816 schon Unterhosen gab

.
Besonders klasse finde ich die Lösung, seinen Zechkumpan wegen brutalen Verhaltens leerzusaugen

.
Kapitel 7:
Gefällt mir außerordentlich gut. Man ist die Kreatur mit den geschärften Sinnen. Ganz tolle Beschreibung.
Bisher sind eine Menge Fäden aufgenommen und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Daher muss ich jetzt sofort weiterlesen
