Autor Thema: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)  (Gelesen 968 mal)

Offline yoda

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #15 am: 06. Februar 2010, 22:05:43 »

Ach eins muss ich noch erwähnen, da ich es sehr lustig finde. Es ist das erste Mal, dass ich lese, dass es jemandem schlecht wird während des Lesens in einer Kutsche. Ich kenne das von mir bei der Autofahrt. Also Niccolo wird mir immer sympathischer.  ;D


Find ich klasse, diese Kleinigkeiten. Ob das Unwohlsein nähere Hintergründe hat´, oder ob das einfach nur so ist?
Ich finde Niccolo auch sehr sympatisch, insbesondere seine doch recht ruhige und noch "unerfahrene" Art, insbesondere wie er sich aus manchen verbalen Situationen so rausreden kann. Was ich richtig klasse finde, ist die Sache mit seinen Lehrern, dass er froh ist, in verschiedenen Fächern unterrichtet worden zu sein UND noch augepasst zu haben (hoffentlich lesen, bemerken und vor allem behalten die Jugendlichen von heute dies  ;) ;D :D) Nicht gleich meckern, ist nur meine Meinung, obwohl ich doch so einiges von der heutigen Jugend halte  :schwitzen:

So, und jetzt weiterlesen. Kann es gar nicht mehr erwarten. Bin irgendie im Bann des Wolfes.

Yoda

Offline Tammy1982

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #16 am: 07. Februar 2010, 14:31:21 »
Hallo Ihr Lieben,

Zu Byron: wie heißt es denn noch: ... und ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es reichlich ungeniert.
:D Ja, dieser Spruch passt ziemlich gut zu Byron!  ;D

Sehr mysteriös finde ich übrigens auch die Bilder mit den lebendig wirkenden Wölfen, was es wohl damit auf sich hat?
Ja, das frage ich mich auch schon! Bin gespannt, was sich da vielleicht noch ergeben wird!

Liebe Grüße
Tammy

Offline Shade

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #17 am: 08. Februar 2010, 21:55:12 »

Mh, habe ich jetzt gar nicht so empfunden. Sie lieben ja beide Schauermärchen und haben sich ja eh schon die schlimmsten Dinge in ihrer Fantasie ausgemalt, von daher passt es ganz gut. Außerdem hat Valentine ja im Lazarett mitgeholfen und da wird sie auch einige unschöne Dinge gesehen haben udn als komplett naive Tochter ist sie mir jetzt auch noch nicht erschienen.
Nur weil man Schauermärchen liebt, kann man meines Erachtens nicht ohne Weiteres mit dem Anblick einer aufgedunsenen Wasserleiche umgehen, deren Gesicht zudem noch weitgehend fehlt. Es ist in meinen Augen auch keine besondere Abhärtung für solche Situationen, wenn man mal im Krankenhaus ausgeholfen hat. Eine Wasserleiche soll zum Schlimmsten gehören, mit dem z.B. Polizisten konfrontiert werden. Und hier stehen die Leute herum und halten Plauderstündchen, das passt für mich einfach nicht. Und Valentine mag ja mit ihren 16 Lenzen einiges an Schulwissen angehäuft haben, dennoch widerspricht es einfach der Logik, dass sie besonders lebenserfahren ist. Im Gegenteil, bei ihrem Bildungsstand wirkt sie auf mich erschreckend eindimensional.

Offline Shade

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #18 am: 08. Februar 2010, 22:04:48 »
Ich fand ihre morbide Neugier richtig amüsant und muss sagen, dass ich Valentine mittlerweile richtig klasse finde.
Amüsant finde ich das morbide Interesse Valentines nicht. Immerhin liegt hier ein toter Mensch und kein Exponat aus dem Naturkundeunterricht.
Valentines Verhalten (und das all der anderen Umstehenden) erinnert mich eher an die Gaffer bei Unfällen; die haben auch ein morbides Interesse, ich finde das aber nicht komisch (eher abartig).

Offline Shade

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #19 am: 08. Februar 2010, 22:19:02 »
Ach eins muss ich noch erwähnen, da ich es sehr lustig finde. Es ist das erste Mal, dass ich lese, dass es jemandem schlecht wird während des Lesens in einer Kutsche. Ich kenne das von mir bei der Autofahrt. Also Niccolo wird mir immer sympathischer.  ;D
Die Übelkeit bei fremdbestimmter Fortbewegung, also z.B. beim Fliegen und Autofahren, kommt daher, dass das menschliche Gleichgewichtsorgan mit der extremen, weil f.d. menschlichen Körper unnatürlichen, Geschwindigkeit nicht mithält (schade, ein Smiley für Klugscheißer gibt´s nicht  ;D) . Die Geschwindigkeit von Kutschen ist, glaub ich, mit den modernen Verkehrsmitteln nicht zu vergleichen. Aber mag ja sein, dass Niccolo trotzdem übel wird.

Offline Shade

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #20 am: 08. Februar 2010, 22:29:04 »
Ich denke er verflucht ihr Drängen und ihre Begeisterung nach immer wieder neuen Geschichten, da sie damit dann auch gleich Valentine angesteckt hat und diese jetzt so neugierig auf diesen Toten ist. Eigentlich verflucht er wohl eher sich selbst, dass er immer wieder diese Geschichten erzählt hat.

Ja, da hast du wohl Recht.

Heute muss doch auch immer ein Arzt kommen, um den Tod zu bestätigen bzw. festzuhalten. Vielleicht war das früher auch schon so?

Ja, das mag sein, Leichenbeschauer gibt es ja schon seit dem 15. JH. (?ungefähr  ;)).
Ich versetze mich als Leser aber immer komplett in die Geschichte, lebe da sozusagen  ;D. Und wenn ich da stehen würde, hätte ich lauthals nach der Polizei geschrien ;-)

Offline foenig

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #21 am: 09. Februar 2010, 10:18:44 »
Hey,
mich haben diese Szenenwechsel eindeutig verwirrt!
Zu Beginn dieses Abschnitts spricht ein Amtmann mit Niccolo und sagt:
Zitat
Sie werden erwischt werden, Monsieur, und dann vor ein ordentliches Gericht gestellt und gehängt!
Ich dachte, dass "Sie" bezieht sich auf Niccolo und habe mich erschrocken un mich gefragt, was Niccolo wohl angestellt hat. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass es wohl einen Zeitsprung gab, was ich bei den vielen Szenenwechseln nicht so unrealistisch fand. Auf die Idee einfach auf die Jahreszahl zu schauen bin ich gar nicht gekommen, weil ich so neugierig war, was wohl geschehen ist. Nach ein paar weiteren Zeilen habe aber ich verstanden, dass die Räuber gemeint waren und nicht Niccolo. Das war bestimmt mein heimliches Wunschdenken, dass Niccolo endlich mal für mich interessanter wird. :D

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass Gioana hinter Lord Byron her ist, da ich vermute, dass er wohl ein Werwolf ist. Aber nachdem Ludovico angegriffen wurde, habe ich doch sehr große Zweifel an meiner Theorie bekommen. Aber wahrscheinlist ist Lord Byron trotzdem in großer Gefahr, wenn Gioana nun in der Nähe ist.
Sehr gut hat mir gefallen, dass Ludovico nicht einfach mal nebenbei seinen Gegner ausschalten konnte, sondern wirklich in Gefahr geraten ist. Das macht die Sache viel spannender.
Interessant wird bestimmt auch, wie Ludovico Valentine für sich gewinnen will und was Niccolo dagegen unternehmen möchte. Darauf freue ich mich schon.

Wie wird man eigentlich Werwolf?
Durch einen Biss wie bei Vampiren kann ich mich irgendwie nicht so gut vorstellen. Ich denke, dass selbst ein vorsichtiger Biss wohl schon eher tödlich für einen Menschen ist. Zum einen könnte man Werwolf durch die Geburt werden. Also wenn ein Elternteil Werwolf ist, dann wird man auch einer. Aber dann haben die Werwölfe riesige Probleme nicht auszusterben. Eine andere Möglichkeit wäre noch wenn man mit Werwolfblut in Berührung kommt. Also, wenn das Blut mit dem eigenen Blut in Berührung kommt durch einen offene Wunde.

Viele Grüße
foenig

Offline Christoph Hardebusch

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #22 am: 09. Februar 2010, 17:08:07 »
Schreibt es sich eigentlich anders, wenn man historische Persönlichkeiten in seine Geschichte einbettet? Zumindest ist ja schon einiges vorgegeben, wenn man die historische Wahrheit einigermaßen berücksichtigen will.

Ja, es schreibt sich deutlich anders. Mir waren die Darstellung der historischen Personen sehr wichtig. Ich wollte ihnen mit meinem Text gerecht werden. Und da es sich bei vielen um Menschen handelt, die ihre Spuren in verschiedenen Teilen der Geschichte hinterlassen haben, und die - in Teilen - schon zu Lebzeiten bekannt und sogar als Genies angesehen waren, habe ich sehr viel Zeit mit der Portraitierung verbracht.

Lieben Gruß,

Christoph

Offline Christoph Hardebusch

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #23 am: 09. Februar 2010, 17:16:19 »
Ach eins muss ich noch erwähnen, da ich es sehr lustig finde. Es ist das erste Mal, dass ich lese, dass es jemandem schlecht wird während des Lesens in einer Kutsche. Ich kenne das von mir bei der Autofahrt. Also Niccolo wird mir immer sympathischer.  ;D
Die Übelkeit bei fremdbestimmter Fortbewegung, also z.B. beim Fliegen und Autofahren, kommt daher, dass das menschliche Gleichgewichtsorgan mit der extremen, weil f.d. menschlichen Körper unnatürlichen, Geschwindigkeit nicht mithält (schade, ein Smiley für Klugscheißer gibt´s nicht  ;D) . Die Geschwindigkeit von Kutschen ist, glaub ich, mit den modernen Verkehrsmitteln nicht zu vergleichen. Aber mag ja sein, dass Niccolo trotzdem übel wird.

Reisekrankheit ist eine Reaktion auf Bewegung zum Beispiel in einem Transportmittel. Man kann auch auf Schiffen seekrank werden, die sich gar nicht (edit: vorwärts) bewegen. Zwar spielt die Stärke und Richtung der Bewegung eine Rolle, aber die Geschwindigkeit ist dabei weniger wichtig. Zum Beispiel wird mir in Flugzeugen niemals schlecht, obwohl die sich um ein Vielfaches schneller als PKWs bewegen, in denen ich, je nach Straße als Beifahrer schon bei niedrigen Geschwindigkeiten Auswirkungen spüren kann. Konzentriertes Sehen, wie Lesen, verschlimmert die Lage oft. Kutschen waren damals sicherlich keine bewegungsarmen Fortbewegungsmittel.

Lieben Gruß,

Christoph
« Letzte Änderung: 09. Februar 2010, 19:41:59 von Christoph Hardebusch »

Offline Heimfinderin

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #24 am: 09. Februar 2010, 18:45:28 »
Zum Beispiel wird mir in Flugzeugen niemals schlecht, obwohl die sich um ein Vielfaches schneller als PKWs bewegen, in denen ich, je nach Straße als Beifahrer schon bei niedrigen Geschwindigkeiten Auswirkungen spüren kann.
Geht mir ganz genauso. Im Flugzeug kann ich ohne Probleme lesen, im Auto darf ich noch nicht mal einen kurzen Augenblick nach hinten auf den Rücksitz schauen, schon wird mir schlecht. So gesehen würde mir in einer schaukelnden Kutsche auch schlecht werden, vor allem hat man, wenn sie geschlossen ist, ja auch keinen freien Blick auf die Fahrbahn, um dem etwas abzuhelfen.

Wie auch immer, ich fand die Erwähnung dieses kleinen Details toll, denn es wirkte so vertraut.  ;D
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline Dreamy

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #25 am: 10. Februar 2010, 17:59:17 »
Hallo zusammen,

meine eine ist in den letzten Tagen nicht wirklich viel zum Lesen gekommen, ich sollte abends einfach mal den Fernseher aus lassen  :-[.
So nun bin aber auch ich mit dem 2. Abschnitt durch.
Ich finde das die einzelnen Szenenwechsel länger sind als im 1. Abschnitt oder kommt mit das nur so vor?

So langsam fügen sich auch die einzelnen Fäden zusammen und ergeben einen verschwommenen Blick auf das Ganze. Ich denke auch das genau dies die Spannung in diesem buch ausmacht,dass man nie den gesamt Überblick hat und immer noch Fragen zum spekulieren offen bleiben.

Ich wette für Christoph ist es bestimmt sehr interessant und stellenweise auch witzig sich unsere Spekulationen durchzulesen. Oder Christoph?  ;)

Der Tote im See wird wohl auch Opfer ihrer „Befragung“ gewesen sein. Ich glaube zumindest nicht, dass Byron damit etwas zu tun hatte, auch wenn der Tote Lungenkraut in der Hand hielt und dies bei Byron im Park wächst.

Opfer ihrer "Befragung"? Habe ich da was überlesen oder vergessen? Was genau meinst du damit?

Ludovic ist jedenfalls ganz schön unheimlich. Sein Kampf mit der Finsternis in seinem Inneren ist toll beschrieben. Ich bekomme jedenfalls immer leichte Gänsehaut, wenn ich von ihm lese. Seltsamerweise finde ich ihn immer noch irgendwie sympathisch.  ;D Vielleicht wegen seines Wunsches, der Finsternis zu entfliehen. Er macht auf mich keinen wirklich bösen Eindruck, auch wenn er  mir Angst macht. Allerdings finde ich es schrecklich, dass er ausgerechnet Valentine für sein Wohlbefinden braucht und besitzen will. Das ist dann doch beängstigend, vor allem, wenn ich an den Zustand ihrer Mutter denke.  :o  Und natürlich findet Valentine Ludovic  auch noch faszinierend. Das kann ja heiter werden.   ::) Da muss Niccolo wohl irgendwas einfallen, um sie vor Ludovics Fängen zu bewahren.

Ludovico finde ich auch sehr unheimlich und vor allem unsympatisch! Und seine Begeisterung für Valentine finde ich noch unheimlicher, die arme Valentine. Und der arme Niccolo, der sollte sich wirklich langsam beeilen bevor ihr Vater sie am ende noch dem unsympathischen Blutsauger verspricht. Das Valentine Ludovic faszinierend findet und vielleicht sogar anziehen finde ich sehr schlüssig, dass ist doch bei Vampien allgemein so das sie eine gewisse Anziehungskraft auf ihrer Opfer  ausüben , oder?

LG
Dreamy
Lieber Barfuss als ohne Buch - Isländisches Sprichwort

Offline Heimfinderin

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #26 am: 10. Februar 2010, 18:13:45 »
Der Tote im See wird wohl auch Opfer ihrer „Befragung“ gewesen sein. Ich glaube zumindest nicht, dass Byron damit etwas zu tun hatte, auch wenn der Tote Lungenkraut in der Hand hielt und dies bei Byron im Park wächst.
Opfer ihrer "Befragung"? Habe ich da was überlesen oder vergessen? Was genau meinst du damit?
Schau mal auf auf Seite 130 Mitte: da spricht Gioana mit einem ihrer Brüder über eine Befragung und gleichzeitigen Beseitigung des Zeugen.
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline Sookie

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #27 am: 10. Februar 2010, 19:34:10 »
Byrons Leibarzt Polidori – kommt mir etwas verstaubt rüber, den stelle ich mir irgendwie wie 79 vor, dabei war er doch deutlich jünger, so Anfang 20  :-\?
;D Ja, ich habe die Stelle auch gleich nochmal gelesen, wo erwähnt wird, dass wohl alle in dieser Gesellschaft noch nicht so alt sind. Aber der Arzt kommt bei mir auch wie gefühlte 100 Jahre an!  ;D

Hallo!

Mit diesem Zitat muss ich direkt anfangen. Da krieg ich ein richtiges Kribbeln in den Fingern, denn ich finde Polidori richtig toll. Er und Lord Byron sind in diesem Abschnitt eindeutig meine Lieblinge gewesen. Ich finde auch nicht, dass der Arzt alt rüberkommt. Nur ein bisschen verbittert. Und er ist interessant. Irgendwas hat er doch mit den Shelley's oder zumindest mit einem von beiden. So kam es mir zumindest vor, weil er Mary und Percy ja ständig so seltsam angeguckt hat und auch von Lord Byron gab es ja nach Percys Angstanfall einen schiefen Blick.  :-\

Ich fand ihre morbide Neugier richtig amüsant und muss sagen, dass ich Valentine mittlerweile richtig klasse finde.
Amüsant finde ich das morbide Interesse Valentines nicht. Immerhin liegt hier ein toter Mensch und kein Exponat aus dem Naturkundeunterricht.
Valentines Verhalten (und das all der anderen Umstehenden) erinnert mich eher an die Gaffer bei Unfällen; die haben auch ein morbides Interesse, ich finde das aber nicht komisch (eher abartig).


Mh, habe ich jetzt gar nicht so empfunden. Sie lieben ja beide Schauermärchen und haben sich ja eh schon die schlimmsten Dinge in ihrer Fantasie ausgemalt, von daher passt es ganz gut. Außerdem hat Valentine ja im Lazarett mitgeholfen und da wird sie auch einige unschöne Dinge gesehen haben udn als komplett naive Tochter ist sie mir jetzt auch noch nicht erschienen.
Nur weil man Schauermärchen liebt, kann man meines Erachtens nicht ohne Weiteres mit dem Anblick einer aufgedunsenen Wasserleiche umgehen, deren Gesicht zudem noch weitgehend fehlt. Es ist in meinen Augen auch keine besondere Abhärtung für solche Situationen, wenn man mal im Krankenhaus ausgeholfen hat. Eine Wasserleiche soll zum Schlimmsten gehören, mit dem z.B. Polizisten konfrontiert werden. Und hier stehen die Leute herum und halten Plauderstündchen, das passt für mich einfach nicht. Und Valentine mag ja mit ihren 16 Lenzen einiges an Schulwissen angehäuft haben, dennoch widerspricht es einfach der Logik, dass sie besonders lebenserfahren ist. Im Gegenteil, bei ihrem Bildungsstand wirkt sie auf mich erschreckend eindimensional.


Ich war auch etwas überrascht, dass Niccolo und Valentine das einfach so wegstecken. Andererseits liegt es vielleicht auch gerade daran, dass sie noch ein bisschen "naiv" sind. Da die Leiche ja auch nicht mehr sehr menschlich aussieht, können sie sich vielleicht einfach gar nicht vorstellen, dass es ein Mensch ist und eben nicht nur ein interessanter Fund. Es gibt ja auch viele Kinder, die sich gerne tote Tiere angucken. Hört sich jetzt schlimm an, ist aber so. Also ich war bei der Szene auch etwas zweigespalten. Ich erkläre es mir wie gesagt einfach so, dass den beiden, Niccolo aber vielleicht noch eher als Valentine, einfach nicht wirklich klar ist, was sie da vor sich haben und es für sie einfach nur eine aufregende Attraktion ist.
Was sagst du denn dazu, Christoph?

Ich finde das die einzelnen Szenenwechsel länger sind als im 1. Abschnitt oder kommt mit das nur so vor?
Ne, find ich auch.  ;)

Ludovic ist jedenfalls ganz schön unheimlich. Sein Kampf mit der Finsternis in seinem Inneren ist toll beschrieben. Ich bekomme jedenfalls immer leichte Gänsehaut, wenn ich von ihm lese. Seltsamerweise finde ich ihn immer noch irgendwie sympathisch.  ;D Vielleicht wegen seines Wunsches, der Finsternis zu entfliehen. Er macht auf mich keinen wirklich bösen Eindruck, auch wenn er  mir Angst macht. Allerdings finde ich es schrecklich, dass er ausgerechnet Valentine für sein Wohlbefinden braucht und besitzen will. Das ist dann doch beängstigend, vor allem, wenn ich an den Zustand ihrer Mutter denke.  :o  Und natürlich findet Valentine Ludovic  auch noch faszinierend. Das kann ja heiter werden.   ::) Da muss Niccolo wohl irgendwas einfallen, um sie vor Ludovics Fängen zu bewahren.

Ludovico finde ich auch sehr unheimlich und vor allem unsympatisch! Und seine Begeisterung für Valentine finde ich noch unheimlicher, die arme Valentine. Und der arme Niccolo, der sollte sich wirklich langsam beeilen bevor ihr Vater sie am ende noch dem unsympathischen Blutsauger verspricht. Das Valentine Ludovic faszinierend findet und vielleicht sogar anziehen finde ich sehr schlüssig, dass ist doch bei Vampien allgemein so das sie eine gewisse Anziehungskraft auf ihrer Opfer  ausüben , oder?

Ich mag den Vampir auch nicht sonderlich. Da stehe ich eindeutig eher auf Niccolos Seite! Der muss sich jetzt aber wirklich beeilen mit seinem Liebesgeständnis/Heiratsantrag. Ich mache mir außerdem Sorgen über den letzten Absatz, in dem Ludovico sich überlegt wie er untertauchen kann ohne Valentine zu verlieren. Er will sie doch nicht entführen? :o Ach ja, ist Valentine wirklich so von Ludovico begeistert? Beim Abendessens scheint es mir nämlich auch so, außer dass sie seine Hand am Ende nicht auch drückt. Als sie dann aber am nächsten Morgen Niccolo davon erzählt ist sie so gar nicht begeistert. Oder will sie ihn nur nicht verletzten?

Während ich den ersten Abschnitt noch "ganz gut" fand, hat mich der zweite jetzt wirklich begeistert. Ich bin richtig gespannt, wie es weitergeht!

Lg,
Sookie

Offline Dreamy

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Re: 02 - Kapitel 8 bis 16 (Seite 69 bis 142)
« Antwort #28 am: 10. Februar 2010, 20:47:38 »
Der Tote im See wird wohl auch Opfer ihrer „Befragung“ gewesen sein. Ich glaube zumindest nicht, dass Byron damit etwas zu tun hatte, auch wenn der Tote Lungenkraut in der Hand hielt und dies bei Byron im Park wächst.
Opfer ihrer "Befragung"? Habe ich da was überlesen oder vergessen? Was genau meinst du damit?
Schau mal auf auf Seite 130 Mitte: da spricht Gioana mit einem ihrer Brüder über eine Befragung und gleichzeitigen Beseitigung des Zeugen.

Super, danke Dir! Das habe ich beim Lesen wohl nicht in Verbindung gebracht  :o

LG
Dreamy
Lieber Barfuss als ohne Buch - Isländisches Sprichwort