Ich fand Finearfins Liebesgeschichte richtig traurig, aber dennoch sehr rührend und schön und sehr interessant. Neben Saphrax ist sie hier meine absolute Lieblingsfigur, wenn ich mich auf 2 beschränken müsste.
Aber die damit verbundene Prophezeiung, dass zwischen Caiwen und Heylon nicht mehr als eine Freundschaft bestand hätte fand ich gerade an dieser Stelle sehr hart, gerade als sie sich so schön zum Schlafen aneinander gekuschelt haben. Aber ich denke wir werden ja noch im weiteren Verlauf sehen, ob sie damit recht hat oder ob nicht nachher noch etwas anderes die beiden trennt, habe da schon vor dem "Endkampf", auf den die Geschichte ja hinauslaufen zu scheint schon ein wenig Angst, dass es da einen unserer erwischt.

Als Caiwen von Durin entführt wurde zeigte sich ja wieder, wie klug und erfahren Finearfin ist, sodass sie direkt herausgefunden hat, wer da Finearfin entführt hat. Als sie und Heylon dann nach den Hufspuren suchen und Heylon fragt, wie sie denn überhaupt aussehen, fand ich die Situationskomik einfach nur toll.
Den vorherigen Streit, ob Finearfin den gefangenen Saphrax umbringen darf oder nicht habe ich mit angehaltenem Atem verfolgt, ich hatte wirklich die Befürchtung dass sie ihn zumindest verletzen könnte. Das war richtig spannend, wie ein Krimi.
Irgendwie hat mir der Schwarze hier auch ein wenig geholfen, da er ja ein Auge auf Caiwen und Finearfin haben wollte, man sieht und hört nichts von einer Möwe oder ähnlichem und wie Finearfin ja schon festgestellt hatte, hat er ja auch nicht an alles gedacht. Er ist halt einfach nicht zu durchschauen, ich bin mal gespannt was wir noch von ihm erfahren werden und hoffe, dass er in Arvid nochmal auftauchen wird.
Als Durin und Saphrax sich gegen die Nachtmahre verteidigen müssen ist der Humor von Saphrax auch wieder nur zum "kaputtlachen" als er meint:
"Bravo! Wenn du die restlichen Dolche auch so perfekt einsetzt, sind wir gerettet"; Durin: "Die restlichen? Das war mein einziger"; Saphrax: "Eben!"
Ich hoffe, dass Durin nicht nachher noch zum tragischen Helden wird, aber solche Dialoge machen einfach nur Spaß würzen die Geschichte echt gut und machen sie einfach zu etwas Besonderem.
Bei der selben Szene habe ich mich aber auch gefragt, warum Saphrax sich in eine "Nachkatze" verwandelt, wie groß muss man sich so ein Tier vorstellen? Hätte er sich nicht in etwas noch größeres oder stärkeres verwandeln können? Kann sich Saphrax auch in andere Anderweltwesen verwandeln?
Interessant und schön fand ich auch, dass sich Saphrax und Caiwen sich anscheinend heimlich ein wenig angefreundet haben und bin mal gespannt, ob das später auch noch mal eine Rolle spielen wird, wenn er sie vielleicht auch nett findet...
Zuerst habe ich mich gefragt, was für Reiter sie da wohl vor den Nachtmahren retten,aber ziemlich schnall war mir auch klar, dass der Anführer von Maeve geschickt werden musste...
Dass Saphrax Heylon um Hilfe für Durin bittet fand ich richtig gut und auch wie Heylon dann Finearfin überzeugt, dass sie die Hilfe von Saphrax und Durin brauchen um Caiwen zu retten und dass sie nicht zu stolz sein soll. Da hat er richtig weise gehandelt und v.a. einen kühlen Kopf bewahrt.
Sehr ämusant war auch, wie man verfolgen konnte, wie Durin sich eingesteht, als er wieder zu Bewusstsein gelangt, dass er keine andere Wahl hat als Finearfin und Heylon zu Caiwen zu führen.
Die Begegnung von Caiwen und ihrer Mutter fand ich sehr schön gemacht und sehr gut in die Handlung eingebettet. Es ergibt auch Sinn, dass der Geist von Caiwens Mutter noch immer an den Wald gebunden ist, so stark wie die Bindung schon zu Lebzeiten war.
Interessant ist natürlich was sie Caiwen mit auf den Weg gegeben hat und gleichzeitig hat einen die Art und Weise dessen gerührt.
Im weiteren Verlauf kündigen sich so nach und nach noch andere Gaben in Caiwen an, dass sie langsam beginnen an die Oberfläche zu trenen und nach und nach erwachen sie aber dennoch noch nicht ganz endgültig bereit dazu ist. Ich bin mal gespannt ob dies noch vor einem entgültigen Kampf geschieht oder quasi erst in der "letzten Minute".
Der besonders tolle Sprachstil wird immer und immer wieder deutlich auch wenn selbst die Angst der Bewohner in Arvid beschrieben wird, liest sich das wie ein Gedicht: "In der Nacht gab es für die gemarterten Seelen der Menschen von Arvid nur eine Hoffnung: den Sonnenaufgang."
Durch solche tollen Formulierungen macht mir das Lesen ganz besonders viel Spass, nicht nur die Handlung, dder Humor, die Situationskomik und die Charaktere sind super ausgefeilt, sondern gerade solche tollen Formulierungen lassen einen das Buch geniessen wie eine Schachtel Pralinen, anders kann ich es echt nicht Formulieren. Ich steh halt einfach auf solche tollen Formulierungen...