Hallo Ihr Lieben,
nach einer kleinen Zwangspause hier noch meine Eindrücke bevor's zum letzten Abschnitt geht:
Der Streit im Hafen war glaub ich mal nötig. Kann ja nicht immer einstimmig abgehen. Ich fand es lustig beschrieben, wie Saphrax verzweifelt versucht, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, und es ihm erst mit den Schneebällen gelingt.

Der Schwarze schafft es, Durin mit dem Ritual des dritten Auges zu überzeugen, so dass dieser sich jetzt auch aus freien Stücken an Caiwens Rettung beteiligen will. Durin schien nach dem Ritual richtig geschockt. Ich hätte da nicht in seiner Haut stecken wollen. Nun geht es also auf dem kleinen Fischerboot und mithilfe des Schwarzen der Annaha hinterher.
Finearfins Versprechen an den Schwarzen, seine Asche dem Meer zu übergeben, ist schon sehr vielsagend. Ich glaube nicht, dass er am Ende überlebt.
Und einen ersten Vorgeschmack meiner düsteren Vorahnung erleben wir ja auch schon bei der Wasserhose. Ich hab sowas schon mal gesehen, allerdings nur im sehr kleinen Maßstab, und mit der hiesigen wohl nicht zu vergleichen. Das war schon sehr beeindruckend geschrieben. Besonders auch die Magie des Schwarzen, die er versucht entgegen zu wirken. Auch wie Caiwen so langsam die eigene Magie entdeckt. Ich hoffe, da kommt noch mehr.
Saphrax's Plan, Caiwen von der Annaha zu entführen war aber auch zu einfach gestrickt. Am Ende wurde er bewusstlos geschlagen und über Bord geworfen. Ich frage mich, wie er das wohl überleben konnte?
Als der Kapitän dann unbeirrbar auf die Barriere zugesteuert ist, obwohl sich das Tor noch nicht geöffnet hat, ist mir dann der Spruch durch den Kopf gegangen: Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.

Ich weiß nicht, ob solche Assoziationen von den Autoren bewusst herbeigeführt werden, oder ob das eher Zufall ist. Ich treffe solche Bilder jedenfalls häufiger beim Lesen an.
Was kann man noch zu Nimeye sagen? Mich hat es auch etwas erstaunt, dass sie es bei Caiwen auf die sanfte Tour versucht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie Caiwen damit überzeugt. Aber ich würde Nimeye auch nicht unterschätzen. Maeve hat es ja auch geschafft, Caiwen zu täuschen und sie mit Heylons angeblicher Gefangenschaft unter Druck zu setzen.
Aber wie ist dieser Dämon denn dort hingelangt? Etwa durch Nimeye?
Könnte vielleicht auch eine Möglichkeit gewesen sein, dass der Dämon oder das Wechselwesen, quasi den Auftrag hatte das zu tun, da Nimeye ja anscheinend sehr weit voraus denkend handelt.
Ähnliche Gedanken sind mir auch gekommen, obwohl ich dabei nicht an einen Dämon gedacht habe. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass Nimeye da ihre Finger im Spiel hatte. Wobei die Idee schon etwas abwegig ist. Das würde ja bedeuten, dass sie dafür gesorgt hat, dass sich der Dämon (oder was auch immer) sich mit ihrer eigenen Tochter paart, um eine "mächtige" Enkeltochter zu erschaffen. Das wäre wohl eher ein Plot für einen Psychothriller.
Kaltblütig, wie sie sich der "Störung" entledigt und ihre Wut an ihm auslässt.
Da bringt sie einfach den Elfen um, da er sie "stört" und kümmert sich nachher nicht einmal darum, dass seine Nachricht wirklich wichtig war!
So blöd es klingt, aber der Nachsatz von Nimeye war einfach gut: "Ach was, davon hat er nichts gesagt!" (oder so ähnlich). Da musste ich schmunzeln. Ich finde es wirklich gelungen von Monika, den bösen Figuren solche spitzen Zungen zu geben. Das macht sie in meinen Augen irgendwie sympathischer. Ist im Grunde mit Maeve genauso gewesen.
Die Rettung erfolgte mal wieder durch Saphrax, und so langsam nervt mich das ein wenig. Wahrscheinlich wird sich das am Ende noch einmal wiederholen, mindestens!
Nun, diese leise Kritik muss man sich wohl gefallen lassen. Ein wenig eintönig oder vorhersagbar in den brenzligen Situationen ist das Buch schon, und der Charakter Saphrax wird etwas überstrapaziert. Das würde mich wahrscheinlich auch nerven, wenn er nicht meine Lieblingsfigur geworden wäre.
Gruß,
Eik.