Zwar hat Kaspanaze einen freien Tag beim Blutritt, muss sich dafür vom Gebstetter wieder allhand gefallen lassen.
Und dann fängt schon das Heuen an und Kaspanaze kommt kaum mehr zum Schlafen. Dass der Gebstetter ihm da nicht frei geben will, kann ich sogar verstehen. Whitehead, der doch eigentlich auch aus einer bäuerlichen Familie stammt, sollte eigentlich wissen, dass zu dieser Zeit alles hinten anstehen muss. Glücklicherweise ist Johanna da, um ihn vor weiteren Maßnahmen abzuhalten.
Dass Kaspanaze nichts mit dem Gerede zwischen dem Gebstetter und der Ludmilla anfangen konnte, fand ich schon glaubwürdig.
Er konnte ja auch noch keinen Zusammenhang zwischen den dicken Bauch der Mutter und dem neuen Geschwisterchen herstellen. Daheim haben sie nur eine kleine Landwirtschaft, so dass er vielleicht nie dabei war, wenn die Kühe oder Schweine zum Decken gebracht wurden.
Ganz schrecklich fand ich die Szene mit dem Großvater. Als der Schuh hinter ihm landete, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass sich der Alte da aufgehängt hat.

So ein Erhängter ist kein schöner Anblick und muss für so einen kleinen Kerl ein fürchterliches Trauma sein.
Wie roh der Gebstetter mit der Situation umgeht. Sogar den Doktor will er bestechen. Warum der letztendlich einwilligte weiß ich immer noch nicht sicher. Ich hoffe aus dem gleichen Grund, wie meiner Meinung nach der Pastor auch. Damit der alte Gebstetter ein ordentliches Begräbnis bekommt wie er es verdient hat.
Ja, das sehe ich wie du. Das Verhalten des Artzes konnte ich auch nur schwer nachvollziehen. Andererseits wird es sich wohl bei ihm änhlich wie mit dem Pfarrer verhalten: sich einmischen heißt evt. den Frieden der Gemeinde zu brechen.
Mich wundert da nur, dass keiner, auch nicht der Arzt, auf die Idee kommen dieser Kommission mal einen Tipp zu geben. Ich hab nun eigentlich keine rechte Ahnung wofür die zuständig ist, aber da der Gebstetter so eine Angst davor hat und sie immer im Zusammenhang mit den Schwabenkindern auftaucht, nehme ich an, dass sie da etwas unternehmen könnte.
Ich denke, wenn statt dem Hansjakob der örtliche Pfarrer wieder mitgegangen wäre ins Schwabenland, dann hätte der eventuell dafür gesorgt, dass keines seiner Kinder an so einen Schinder vermittelt worden wäre. Mit der Zeit lernt man diese Typen ja kennen.
Die Gewissensnot des Kaspanaze treibt es dann auf die Spitze. Sein Gespräch mit dem Pfarrer lässt die Gebstetters völlig durchdrehen und wenn der Vinzenz nicht rechtzeitig gekommen wäre, hätte der Junge die Sache wahrscheinlich nicht überlebt.
Dass er darauf hin das Weite sucht ist doch ganz normal. Als er das Stroh anzündete, bekam ich schon einen Schreck. Zum Glück hat sich sein Verstand früh genug wieder eingeschaltet, weil er die Kuh und dem Vinzenz nichts antun wollte. Wenn die beiden nicht gewesen wäre, ich weiß nicht ...
Endlich wird es für ihn besser. Bei den Gründingers scheint er es viel besser zu haben, auch wenn dort noch mehr Arbeit zu tun ist. Die beiden scheinen freundliche Leute zu sein. Nur sein Gehör muss er lernen abzuschalten.

Vielleicht kann der Gründinger ihm sogar sein Häs und seinen Lohn noch beschaffen.