Autor Thema: 3 – Kapitel 9 und 10  (Gelesen 1449 mal)

Aldawen

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3 – Kapitel 9 und 10
« am: 14. Januar 2010, 21:36:42 »
Hier könnt Ihr zu den Kapitel 9 und 10 schreiben.

Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.



Offline nerolaan

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #1 am: 19. Januar 2010, 15:40:13 »
Hallo zusammen!

Gestern hab ich mich in mein Bett gekuschelt und diesen Abschnitt gelesen  :)

Ich habe geschwankt zwischen  :o und  :D

Alois schien wirklich nicht untertrieben zu haben, als er vor dem Gebstetter warnte. Was der betreibt ist eindeutig Ausbeuterei.
Ich hoffe nur, dass er Kaspanze nicht klein kriegt.

Bei Vinzenz hingegen bin ich ganz zuversichtlich, denn dieser scheint ja ein ganz netter zu sein und geht wenigstens mit Kaspanze normal um. Auch beeindruckend, dass Vinzens zu Gunsten aller Angestellten seine "Stellung" ausnutzt und so dafür sorgt, dass alle genug zu Essen bekommen.
Wobei ich ja zugebene muss, dass ich trotz allem bei Vinzenz irgendwie dann doch darauf gewartet habe und es immernoch tue, dass dieser Kaspanze beim Bauern irgendwo für anschwärzt.  :-\ Weiß nicht, aber ich hoffe, mich trügt mein Gefühl.

Richtig grinsen musste ich hingegen, als Kaspanze die böse Kuh Piska bändigt und Vinzenz nicht weiß, wie ihm geschieht  :D Ich konnte mir das richtig vorstellen.
Ebenso schön waren die ganzen anderen schönen Szenen, wie Kaspanze staunt, als der Hund an den Wagen geschirrt wurde, wie er von der Umgebung fasziniert ist, als er auf dem Hügel steht...ja, das waren Szenen, die mir richtig gut gefallen haben.
Allerdings habe ich noch nicht ganz verstanden, was der mit dem Hund und dem Spiegel will...hoffe aber, der Streich, den er plant, klappt  ;D

Was mich jedoch weiterhin wundert ist, dass wohl alle wissen, wie der Gebstetter mit den Jungen umgeht. Selbst der Pfarrer weiß es, aber keiner scheint dem blöden  Torfkopf mal die Meinung zu sagen  >:( Boah, das regt mich sooo auf.

Heute abend werd ich weiterlesen und dann bin ich gespannt, wie es meinem armen Kaspanze noch ergeht  :(

Aldawen

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #2 am: 19. Januar 2010, 17:46:49 »
Ich habe geschwankt zwischen  :o und  :D

So ging's mir auch  ;D

Bei Vinzenz hingegen bin ich ganz zuversichtlich, denn dieser scheint ja ein ganz netter zu sein und geht wenigstens mit Kaspanze normal um. Auch beeindruckend, dass Vinzens zu Gunsten aller Angestellten seine "Stellung" ausnutzt und so dafür sorgt, dass alle genug zu Essen bekommen.

Das hat mich gefreut. Primär geht es ihm natürlich um seinen eigenen Magen, aber da er nun mal mit Ludmilla und Kaspanaze den Tisch teilt, fällt für diese auf Grund dessen halt auch mehr ab. Das finde ich auch völlig in Ordnung. Angesichts der Menge Vieh, die da im Stall rumsteht, scheinen Gebstetters ja nicht gerade arme Leute zu sein, die es sich nicht leisten können, ihr Gesinde zu verpflegen.

Wobei ich ja zugebene muss, dass ich trotz allem bei Vinzenz irgendwie dann doch darauf gewartet habe und es immernoch tue, dass dieser Kaspanze beim Bauern irgendwo für anschwärzt.  :-\ Weiß nicht, aber ich hoffe, mich trügt mein Gefühl.

Das größere Problem für Kaspanaze dürften die Gebstetterschen Kinder werden. Ich vermute, daß sie die Geschichte mit Knecht dem anderen Bauern erzählt haben, weil sie wußten, daß Kaspanaze dafür Prügel abbekäme. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sofie, die sich aus dem Vorjahr noch an Alois' Erlebnisse mit Gebstetter erinnert, Kaspanaze durchs Weitertratschen in eine solche Lage gebracht hätte. Nein, nein, das waren bestimmt die Blagen!

Richtig grinsen musste ich hingegen, als Kaspanze die böse Kuh Piska bändigt und Vinzenz nicht weiß, wie ihm geschieht  :D Ich konnte mir das richtig vorstellen.

Tja, der hat eben ein Händchen für Kühe  ;D

Allerdings habe ich noch nicht ganz verstanden, was der mit dem Hund und dem Spiegel will...hoffe aber, der Streich, den er plant, klappt  ;D

Ich hab's auch noch nicht durchschaut, hoffe aber das beste für Kaspanaze.

Was mich jedoch weiterhin wundert ist, dass wohl alle wissen, wie der Gebstetter mit den Jungen umgeht. Selbst der Pfarrer weiß es, aber keiner scheint dem blöden  Torfkopf mal die Meinung zu sagen  >:( Boah, das regt mich sooo auf.

An Stelle des Pastors wäre ich auch vorsichtig und würde vermutlich meinen Mund halten. Ich weiß nicht, wie zu der Zeit die Bezahlung der Pastoren geregelt war, aber eine staatlich eingetriebene Kirchensteuer gab's, glaube ich, noch nicht. Wenn er also davon abhängig ist, was die Gemeinde ihm gibt, dann kann es sehr ungeschickt sein, sich mit einem Groß(?)-Bauern anzulegen, auch wenn der vielleicht insgesamt nicht sonderlich beliebt ist. Die anderen könnten dann auf den Gedanken kommen, daß der Pastor an ihnen auch etwas auszusetzen hat ...

Insgesamt machen die Gespräche der Schwabengeher untereinander aber schon den Eindruck, daß so Ekelpakete wie Gebstetter eher die Ausnahme als die Regel sind. Das irritiert mich ein wenig, denn dann frage ich mich, warum das dann das Interesse eines amerikanischen Journalisten wecken sollte. Gut, der amerikanische Bürgerkrieg kann zum hier erzählten Zeitpunkt noch nicht lange zurückliegen, drei, vier Jahre vielleicht, denn es war am Anfang die Rede von einem Gesetz, das 1870 in Kraft treten sollte, es also noch nicht war. Das Thema Sklaverei und Sklavenmärkte, an die man sich bei dem Kindermarkt ja wirklich erinnert fühlen konnte, spielen also im Bewußtsein eines Amerikaners sicher noch eine große Rolle. Aber trotzdem habe ich hier den Eindruck einer Diskrepanz zwischen den „tatsächlichen“ Verhältnisse und deren Wahrnehmung. Andererseits ist es ja oft so, daß eine Handvoll Idioten reicht, um eine große Gruppe in Mißkredit zu bringen ...

Schönen Gruß,
Aldawen

Offline Murkxsi

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #3 am: 19. Januar 2010, 19:46:23 »
Ich fand die Kapitel sehr interessant und bildlich beschrieben. Ich konnte mir die einzelnen Situationen sehr gut vorstellen.
Kaspanaze gefällt mir immer besser. Er entwickelt sich zu einem tapferen Buben, der sich nicht unter kriegen lässt und sogar seinem Bauern einen Streich spielen möchte. Allerdings bin ich mir da auch noch nicht schlüssig, was genau es damit auf sich hat.


Wobei ich ja zugebene muss, dass ich trotz allem bei Vinzenz irgendwie dann doch darauf gewartet habe und es immernoch tue, dass dieser Kaspanze beim Bauern irgendwo für anschwärzt.  :-\ Weiß nicht, aber ich hoffe, mich trügt mein Gefühl.

Das größere Problem für Kaspanaze dürften die Gebstetterschen Kinder werden. Ich vermute, daß sie die Geschichte mit Knecht dem anderen Bauern erzählt haben, weil sie wußten, daß Kaspanaze dafür Prügel abbekäme. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sofie, die sich aus dem Vorjahr noch an Alois' Erlebnisse mit Gebstetter erinnert, Kaspanaze durchs Weitertratschen in eine solche Lage gebracht hätte. Nein, nein, das waren bestimmt die Blagen!


Vinzent macht auf mich erstmal einen guten Eindruck, es können ja nicht alle schlecht auf diesem Hof sein. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass er eher sich selbst rettet als Kaspanaze oder irgendeinen anderen.
Die Kinder werden mit Sicherheit auch ein Problem, doch die Unbeherrschtheit und Bösartigkeit des Bauern macht mir da mehr Sorgen. Das wird bestimmt noch schlimmer.

So genau kann ich auch noch nicht einschätzen, wie wichtig und reich der Gerbstetter eigentlich ist. Es kann durchaus sein, dass zwar jeder weiß, wie er ist aber sich keiner traut, etwas dagegen zu unternehmen. Ich weiß auch nicht, wie sozial man in dieser Zeit war und nicht vielleicht eher gedacht hat, dass einem das nichts angeht. Schlimm finde ich allerdings, dass der Pfarrer schweigt. Er hätte in meinen Augen eine höhere soziale Verantwortung.

Zumindest bin ich sehr froh, dass Kaspanaze sich geschickt anstellt und zumindest durch die Arbeit nicht überfordert ist.

LG Murkxsi


Offline yanni

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #4 am: 20. Januar 2010, 11:13:43 »
Die Bauerleute und ihre Kinder sind richtige Ekel, da passt die Magd Ludmilla ja herrlich dazu. Kaspanaze bleibt da nur noch der Knecht Vinzenz, der nett zu ihm ist und sich auch mal traut was zu sagen.

Das größere Problem für Kaspanaze dürften die Gebstetterschen Kinder werden. Ich vermute, daß sie die Geschichte mit Knecht dem anderen Bauern erzählt haben, weil sie wußten, daß Kaspanaze dafür Prügel abbekäme. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sofie, die sich aus dem Vorjahr noch an Alois' Erlebnisse mit Gebstetter erinnert, Kaspanaze durchs Weitertratschen in eine solche Lage gebracht hätte. Nein, nein, das waren bestimmt die Blagen!

Das sehe ich auch so. Ihr gemeines Grinsen, bevor der Bauer Kaspanaze den Hintern versohlt, spricht Bände.
Wie sich Kaspanaze allerdings mit Hilfe des bellenden Hundes rächen will, leuchtet mir noch nicht ein. Das interessiert mich enorm.

Aber tapfer ist er der Kleine.  Und geschickt im Umgang mit Kühen ist er auch.  ;D Dass dies dem Bauern noch mehr gegen ihn aufbrachte, dachte ich mir schon. So ein Depp! Statt froh zu sein, endlich mal jemanden zu haben, der mit dem Vieh fertig wird.

Da hätte ich mal eine Frage:
Wann wurde eigentlich für die Dienste der Kinder bezahlt? Bei der Ablieferung an den Vermittler am Ende der Dienstzeit? Und wie wurde der Vermittler bezahlt?

Der Pfarrer ist schon ok. Wenn er es sich mit den Bauern und anderen Arbeitgebern verscherzt, kann er für die Kinder ja gar nichts mehr tun und gefährdet noch dazu seine eigene Stellung. Wir betrachten das Ganze zu sehr aus heutiger Sicht. Damals waren die Verhältnisse noch ganz anders. Versucht euch nur mal hundert Jahre zurück zu versetzen, welche Stellung die Kinder damals hatten und welche sie heute haben.

Was mich etwas verwundert, ist dass die Gebstetter Kinder scheinbar gar nicht arbeiten müssen.  ???
So reich sind sie auch wieder nicht, da ja auch der Bauer und die Bäuerin beim Melken mithelfen.

Offline Saltanah

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #5 am: 20. Januar 2010, 12:44:18 »
Gestern konnte ich feststellen, dass die "Schwabenkinder" die ideale Zuglektüre sind. In Kopenhagen habe ich diesen Abschnitt begonnen und eine halbe Stunde vor Stockholm das Buch zugeklappt :-[ . Geplant war das so nicht, aber ich mochte meine Lektüre auch nicht mehr wechseln. Jetzt habe ich natürlich das Spoilerproblem, aber ich werde mir Mühe geben, euch nichts zu verraten.

Aber tapfer ist er der Kleine.  Und geschickt im Umgang mit Kühen ist er auch.  ;D Dass dies dem Bauern noch mehr gegen ihn aufbrachte, dachte ich mir schon. So ein Depp! Statt froh zu sein, endlich mal jemanden zu haben, der mit dem Vieh fertig wird.

Hier war mir Kaspanaze einfach zu geschickt. Dass es ihm gelingt, die böse Priska zu "zähmen", war mir zu viel des Guten. Die Reaktion des Bauern, so bescheuert sie eigentlich ist, kann ich verstehen. Er hat jahrelang mit der Kuh gekämpft, und da kommt so ein dahergelaufener Pimpf an und übertrifft ihn. Mit einem Charakter, wie ihn der Gebstetter hat, kann man das nicht so leicht verknusen.

Wann wurde eigentlich für die Dienste der Kinder bezahlt? Bei der Ablieferung an den Vermittler am Ende der Dienstzeit? Und wie wurde der Vermittler bezahlt?

Am Ende der Dienstzeit, würde ich meinen. Sicher nicht im Voraus. Der Vermittler bekommt seinen Lohn vermutlich von den Bauern, deren Kinder er nach Ravensburg begleitet hat.

So genau kann ich auch noch nicht einschätzen, wie wichtig und reich der Gerbstetter eigentlich ist. Es kann durchaus sein, dass zwar jeder weiß, wie er ist aber sich keiner traut, etwas dagegen zu unternehmen. Ich weiß auch nicht, wie sozial man in dieser Zeit war und nicht vielleicht eher gedacht hat, dass einem das nichts angeht.

Wie der Gebstetter seine Schwabenkinder behandelt, war sicher allen bekannt. Aber wie soll man etwas dagegen unternehmen? Und vor allem - ab wann soll/darf/muss man denn eingreifen? Kinder zu schlagen, war ja damals nichts Schlimmes. Im Gegenteil, das gehörte zu einer "guten" Erziehung dazu. Kinder "verwöhnen" war auch keine Option, schon gar nicht fremde, die ja zum Arbeiten da sind.
Gebstetter unterscheidet sich meiner Meinung nach nur graduell von den meisten anderen Bauern. Sein Verhalten ist sicher extrem, aber nicht unbedingt so ganz anders als das der anderen. Und wenn man was gegen die schlimmsten Auswüchse unternimmt, besteht ja immer die Gefahr, dass das eigene Verhalten plötzlich nicht mehr so ganz in Ordnung erscheint. Wie ist das mit der Ohrfeige, wenn eine Tracht Prügel nicht mehr gestattet ist?
Später sieht man dann - jetzt beiße ich mir auf die Zunge, bzw. setze mich auf die Hände, um nicht zu spoilern ;) .

Ebenso schön waren die ganzen anderen schönen Szenen, wie Kaspanze staunt, als der Hund an den Wagen geschirrt wurde, wie er von der Umgebung fasziniert ist, als er auf dem Hügel steht...ja, das waren Szenen, die mir richtig gut gefallen haben.

Ja, die Beschreibung der Umgebung und Kaspanazes Staunen über die so andere Landschaft haben mir auch gut gefallen.

Allerdings habe ich noch nicht ganz verstanden, was der mit dem Hund und dem Spiegel will...hoffe aber, der Streich, den er plant, klappt  ;D

Das war mir auch lange unklar. Erst habe ich mich über Kaspanazes geplanten Streich geärgert - wenn das rauskommt, setzt es doch bestimmt noch mehr Prügel, aber dann wurde mir klar, dass es ein "natürliches" Verhalten eines kleinen, aber (noch?) nicht kleingekriegten Jungen ist. Der "muss" einfach irgendwie zurückschlagen, auch wenn es ihm später noch mehr Ärger einhandeln sollte.

Offline nerolaan

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #6 am: 20. Januar 2010, 20:38:57 »
Was mich etwas verwundert, ist dass die Gebstetter Kinder scheinbar gar nicht arbeiten müssen.  ???
So reich sind sie auch wieder nicht, da ja auch der Bauer und die Bäuerin beim Melken mithelfen.

Das wunderte mich auch  ???  Vielleicht liegt es auch irgendwie daran, dass sie zur Schule gehen....?

Das war mir auch lange unklar. Erst habe ich mich über Kaspanazes geplanten Streich geärgert - wenn das rauskommt, setzt es doch bestimmt noch mehr Prügel, aber dann wurde mir klar, dass es ein "natürliches" Verhalten eines kleinen, aber (noch?) nicht kleingekriegten Jungen ist. Der "muss" einfach irgendwie zurückschlagen, auch wenn es ihm später noch mehr Ärger einhandeln sollte.

Ja, und dafür bewundere ich ihn  :) Ich hoffe, dass er damit durchkommt und nicht noch mehr Ärger provoziert  ;)
« Letzte Änderung: 20. Januar 2010, 20:41:19 von nerolaan »

Offline Breña

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #7 am: 20. Januar 2010, 23:28:09 »
Ich habe geschwankt zwischen  :o und  :D

Dito. Dieser Abschnitt hatte wirklich einige schöne Szenen, welche die nicht so schönen aber noch etwas schlimmer gemacht haben.

Wobei ich ja zugebene muss, dass ich trotz allem bei Vinzenz irgendwie dann doch darauf gewartet habe und es immernoch tue, dass dieser Kaspanze beim Bauern irgendwo für anschwärzt.  :-\ Weiß nicht, aber ich hoffe, mich trügt mein Gefühl.

Vinzenz traue ich auch noch nicht richtig über den Weg, aber mehr Sorgen machen mir die beiden Gebstetter-Kinder. Dass die Kinder im Allgemeinen Ärger bereiten werden ist ja kein Geheimnis, aber Prügel vom Gebstetter ist sicher schlimmer auszuhalten als eine Rauferei unter Gleichaltrigen.

Allerdings habe ich noch nicht ganz verstanden, was der mit dem Hund und dem Spiegel will...hoffe aber, der Streich, den er plant, klappt  ;D

Bisher ist nur Ludmilla genervt von dem Gekläffe, aber wir alle wissen doch, wie nervig ständig bellende Hunde sein können... Ich vermute steter Tropfen höhlt den Stein bzw. stetes Bellen raubt den letzten Nerv. Hoffentlich geht dieser Streich nicht nach hinten los.

Was mich jedoch weiterhin wundert ist, dass wohl alle wissen, wie der Gebstetter mit den Jungen umgeht. Selbst der Pfarrer weiß es, aber keiner scheint dem blöden  Torfkopf mal die Meinung zu sagen  >:( Boah, das regt mich sooo auf.

Ich habe mir dieses Verhalten aus einer Mischung von Gleichgültigkeit und Respekt erklärt, dass der Gebstetter also aus irgendeinem Grund eine wichtige Stellung in der Gemeinde einnimmt. Die anderen Erklärungen finde ich aber auch sehr einleuchtend, gerade was den Pfarrer angeht. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus diesen Faktoren.

Insgesamt machen die Gespräche der Schwabengeher untereinander aber schon den Eindruck, daß so Ekelpakete wie Gebstetter eher die Ausnahme als die Regel sind. Das irritiert mich ein wenig, denn dann frage ich mich, warum das dann das Interesse eines amerikanischen Journalisten wecken sollte.

Das geht mir genauso, es schien ja erst eher andersherum zu sein. *grübel* Ich nehme doch stark an, dass wir die Auflösung dazu noch erhalten werden.

Was mich etwas verwundert, ist dass die Gebstetter Kinder scheinbar gar nicht arbeiten müssen.  ???
So reich sind sie auch wieder nicht, da ja auch der Bauer und die Bäuerin beim Melken mithelfen.

Vinzenz erklärt Kaspanaze, er müsse die Arbeit der Kinder übernehmen, da diese ja schulpflichtig seien. Vielleicht gönnen sich die Gebstetter den Luxus, ihre Blagen gar nicht arbeiten zu lassen? Der "kleine Tiroler" schafft es schließlich auch.

Mich hat auch erleichtert, dass die Arbeit ihm zumindest leicht von der Hand geht. Und das Erfolgserlebnis mit Priska gönne ich ihm. Außerdem zeigt es, dass er mit einem Dickschädel und Zähnezusammenbeißen auch diesen Sommer durchstehen kann, vielleicht schöpft er ja Kraft daraus.

Viele Grüße
Breña
"It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish."  S.I. Hayakawa

Offline Elmar

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #8 am: 20. Januar 2010, 23:41:39 »
Ich habe geschwankt zwischen  :o und  :D

So ging's mir auch  ;D

Bei Vinzenz hingegen bin ich ganz zuversichtlich, denn dieser scheint ja ein ganz netter zu sein und geht wenigstens mit Kaspanze normal um. Auch beeindruckend, dass Vinzens zu Gunsten aller Angestellten seine "Stellung" ausnutzt und so dafür sorgt, dass alle genug zu Essen bekommen.

Das hat mich gefreut. Primär geht es ihm natürlich um seinen eigenen Magen, aber da er nun mal mit Ludmilla und Kaspanaze den Tisch teilt, fällt für diese auf Grund dessen halt auch mehr ab. Das finde ich auch völlig in Ordnung. Angesichts der Menge Vieh, die da im Stall rumsteht, scheinen Gebstetters ja nicht gerade arme Leute zu sein, die es sich nicht leisten können, ihr Gesinde zu verpflegen.

Wobei ich ja zugebene muss, dass ich trotz allem bei Vinzenz irgendwie dann doch darauf gewartet habe und es immernoch tue, dass dieser Kaspanze beim Bauern irgendwo für anschwärzt.  :-\ Weiß nicht, aber ich hoffe, mich trügt mein Gefühl.

Das größere Problem für Kaspanaze dürften die Gebstetterschen Kinder werden. Ich vermute, daß sie die Geschichte mit Knecht dem anderen Bauern erzählt haben, weil sie wußten, daß Kaspanaze dafür Prügel abbekäme. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sofie, die sich aus dem Vorjahr noch an Alois' Erlebnisse mit Gebstetter erinnert, Kaspanaze durchs Weitertratschen in eine solche Lage gebracht hätte. Nein, nein, das waren bestimmt die Blagen!

Richtig grinsen musste ich hingegen, als Kaspanze die böse Kuh Piska bändigt und Vinzenz nicht weiß, wie ihm geschieht  :D Ich konnte mir das richtig vorstellen.

Tja, der hat eben ein Händchen für Kühe  ;D

Allerdings habe ich noch nicht ganz verstanden, was der mit dem Hund und dem Spiegel will...hoffe aber, der Streich, den er plant, klappt  ;D

Ich hab's auch noch nicht durchschaut, hoffe aber das beste für Kaspanaze.

Was mich jedoch weiterhin wundert ist, dass wohl alle wissen, wie der Gebstetter mit den Jungen umgeht. Selbst der Pfarrer weiß es, aber keiner scheint dem blöden  Torfkopf mal die Meinung zu sagen  >:( Boah, das regt mich sooo auf.

An Stelle des Pastors wäre ich auch vorsichtig und würde vermutlich meinen Mund halten. Ich weiß nicht, wie zu der Zeit die Bezahlung der Pastoren geregelt war, aber eine staatlich eingetriebene Kirchensteuer gab's, glaube ich, noch nicht. Wenn er also davon abhängig ist, was die Gemeinde ihm gibt, dann kann es sehr ungeschickt sein, sich mit einem Groß(?)-Bauern anzulegen, auch wenn der vielleicht insgesamt nicht sonderlich beliebt ist. Die anderen könnten dann auf den Gedanken kommen, daß der Pastor an ihnen auch etwas auszusetzen hat ...

Insgesamt machen die Gespräche der Schwabengeher untereinander aber schon den Eindruck, daß so Ekelpakete wie Gebstetter eher die Ausnahme als die Regel sind. Das irritiert mich ein wenig, denn dann frage ich mich, warum das dann das Interesse eines amerikanischen Journalisten wecken sollte. Gut, der amerikanische Bürgerkrieg kann zum hier erzählten Zeitpunkt noch nicht lange zurückliegen, drei, vier Jahre vielleicht, denn es war am Anfang die Rede von einem Gesetz, das 1870 in Kraft treten sollte, es also noch nicht war. Das Thema Sklaverei und Sklavenmärkte, an die man sich bei dem Kindermarkt ja wirklich erinnert fühlen konnte, spielen also im Bewußtsein eines Amerikaners sicher noch eine große Rolle. Aber trotzdem habe ich hier den Eindruck einer Diskrepanz zwischen den „tatsächlichen“ Verhältnisse und deren Wahrnehmung. Andererseits ist es ja oft so, daß eine Handvoll Idioten reicht, um eine große Gruppe in Mißkredit zu bringen ...

Schönen Gruß,
Aldawen

Das hat nichts mit eingetriebener oder nicht eingetriebener Kirchensteuer zu tun. Als Dorfpfarrer gerade in einer kleinen Gemeinde ist eben auch ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl gefragt.  Jeder kennt Jeden und wohin das das Anprangern einzelner Personen von den Kanzeln führt, ist in meiner Geschichte über Franz Michael Felder  "Felder's Traum"  anhand tatsächlicher Begebnisse nachzulesen.

Offline Elmar

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #9 am: 21. Januar 2010, 10:14:42 »
Was mich etwas verwundert, ist dass die Gebstetter Kinder scheinbar gar nicht arbeiten müssen.  ???
So reich sind sie auch wieder nicht, da ja auch der Bauer und die Bäuerin beim Melken mithelfen.

Das wunderte mich auch  ???  Vielleicht liegt es auch irgendwie daran, dass sie zur Schule gehen....?
Das war ja einer der Gründe für das Schwabengehen. Da die einheimischen Kinder zur Schule mussten, fehlten sie daheim zur Arbeit. Für ausländische Kinder gab es keine Schulpflicht.

Das war mir auch lange unklar. Erst habe ich mich über Kaspanazes geplanten Streich geärgert - wenn das rauskommt, setzt es doch bestimmt noch mehr Prügel, aber dann wurde mir klar, dass es ein "natürliches" Verhalten eines kleinen, aber (noch?) nicht kleingekriegten Jungen ist. Der "muss" einfach irgendwie zurückschlagen, auch wenn es ihm später noch mehr Ärger einhandeln sollte.

Ja, und dafür bewundere ich ihn  :) Ich hoffe, dass er damit durchkommt und nicht noch mehr Ärger provoziert  ;)

Offline Elmar

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #10 am: 21. Januar 2010, 10:32:48 »
Gestern konnte ich feststellen, dass die "Schwabenkinder" die ideale Zuglektüre sind. In Kopenhagen habe ich diesen Abschnitt begonnen und eine halbe Stunde vor Stockholm das Buch zugeklappt :-[ . Geplant war das so nicht, aber ich mochte meine Lektüre auch nicht mehr wechseln. Jetzt habe ich natürlich das Spoilerproblem, aber ich werde mir Mühe geben, euch nichts zu verraten.

Aber tapfer ist er der Kleine.  Und geschickt im Umgang mit Kühen ist er auch.  ;D Dass dies dem Bauern noch mehr gegen ihn aufbrachte, dachte ich mir schon. So ein Depp! Statt froh zu sein, endlich mal jemanden zu haben, der mit dem Vieh fertig wird.

Hier war mir Kaspanaze einfach zu geschickt. Dass es ihm gelingt, die böse Priska zu "zähmen", war mir zu viel des Guten. Die Reaktion des Bauern, so bescheuert sie eigentlich ist, kann ich verstehen. Er hat jahrelang mit der Kuh gekämpft, und da kommt so ein dahergelaufener Pimpf an und übertrifft ihn. Mit einem Charakter, wie ihn der Gebstetter hat, kann man das nicht so leicht verknusen.

Die Kuh Priska gab es tatsächlich.  Der Bub, der mit ihr fertig wurde, war August Begle aus Sulz-Röthis. Es gibt sogar noch ein Bild, auf der dieser auf der Kuh stehend seine Faxen macht. August Begle ist 2002 gestorben.
Wann wurde eigentlich für die Dienste der Kinder bezahlt? Bei der Ablieferung an den Vermittler am Ende der Dienstzeit? Und wie wurde der Vermittler bezahlt?

Am Ende der Dienstzeit, würde ich meinen. Sicher nicht im Voraus. Der Vermittler bekommt seinen Lohn vermutlich von den Bauern, deren Kinder er nach Ravensburg begleitet hat.

In der Regel gab es ein kleines "Antrittsgeld", mit dem sozusagen der Vertrag besiegelt wurde. Den eigentlichen Lohn erhielten die Kinder im Herbst vor der Heimreise. Die Vermittler bzw. die Führer waren meist  ehrenamtlich"  tätig. Es dürfte da keine einheitliche Regelung gegeben haben.  So scheint es, dass in Liechtenstein die Gemeinde die Führer entlohnt hat, um die Armenkasse zu entlasten.

So genau kann ich auch noch nicht einschätzen, wie wichtig und reich der Gerbstetter eigentlich ist. Es kann durchaus sein, dass zwar jeder weiß, wie er ist aber sich keiner traut, etwas dagegen zu unternehmen. Ich weiß auch nicht, wie sozial man in dieser Zeit war und nicht vielleicht eher gedacht hat, dass einem das nichts angeht.

Wie der Gebstetter seine Schwabenkinder behandelt, war sicher allen bekannt. Aber wie soll man etwas dagegen unternehmen? Und vor allem - ab wann soll/darf/muss man denn eingreifen? Kinder zu schlagen, war ja damals nichts Schlimmes. Im Gegenteil, das gehörte zu einer "guten" Erziehung dazu. Kinder "verwöhnen" war auch keine Option, schon gar nicht fremde, die ja zum Arbeiten da sind.
Gebstetter unterscheidet sich meiner Meinung nach nur graduell von den meisten anderen Bauern. Sein Verhalten ist sicher extrem, aber nicht unbedingt so ganz anders als das der anderen. Und wenn man was gegen die schlimmsten Auswüchse unternimmt, besteht ja immer die Gefahr, dass das eigene Verhalten plötzlich nicht mehr so ganz in Ordnung erscheint. Wie ist das mit der Ohrfeige, wenn eine Tracht Prügel nicht mehr gestattet ist?
Später sieht man dann - jetzt beiße ich mir auf die Zunge, bzw. setze mich auf die Hände, um nicht zu spoilern ;) .

Ebenso schön waren die ganzen anderen schönen Szenen, wie Kaspanze staunt, als der Hund an den Wagen geschirrt wurde, wie er von der Umgebung fasziniert ist, als er auf dem Hügel steht...ja, das waren Szenen, die mir richtig gut gefallen haben.

Ja, die Beschreibung der Umgebung und Kaspanazes Staunen über die so andere Landschaft haben mir auch gut gefallen.

Allerdings habe ich noch nicht ganz verstanden, was der mit dem Hund und dem Spiegel will...hoffe aber, der Streich, den er plant, klappt  ;D

Das war mir auch lange unklar. Erst habe ich mich über Kaspanazes geplanten Streich geärgert - wenn das rauskommt, setzt es doch bestimmt noch mehr Prügel, aber dann wurde mir klar, dass es ein "natürliches" Verhalten eines kleinen, aber (noch?) nicht kleingekriegten Jungen ist. Der "muss" einfach irgendwie zurückschlagen, auch wenn es ihm später noch mehr Ärger einhandeln sollte.

Offline nerolaan

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #11 am: 21. Januar 2010, 11:10:01 »
Das wunderte mich auch  ???  Vielleicht liegt es auch irgendwie daran, dass sie zur Schule gehen....?
Das war ja einer der Gründe für das Schwabengehen. Da die einheimischen Kinder zur Schule mussten, fehlten sie daheim zur Arbeit. Für ausländische Kinder gab es keine Schulpflicht.

Als Lehrerin kann ich nur sagen: traurig. Die einen bilden sich und haben eine Perspektive für die Zukunft und die anderen kämpfen einfach nur gegen den Hunger...  :(

Die Kuh Priska gab es tatsächlich.  Der Bub, der mit ihr fertig wurde, war August Begle aus Sulz-Röthis. Es gibt sogar noch ein Bild, auf der dieser auf der Kuh stehend seine Faxen macht. August Begle ist 2002 gestorben.

Echt? Das Bild würde ich ja nur zu gerne sehen  ;D Ich habe versucht, das Bild zu googeln. Gibt es aber leider nicht; jedoch dieses Bild, was wohl auch August Begele darstellen soll: *klick*

Offline Elmar

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #12 am: 21. Januar 2010, 22:11:09 »
Das wunderte mich auch  ???  Vielleicht liegt es auch irgendwie daran, dass sie zur Schule gehen....?
Das war ja einer der Gründe für das Schwabengehen. Da die einheimischen Kinder zur Schule mussten, fehlten sie daheim zur Arbeit. Für ausländische Kinder gab es keine Schulpflicht.

Als Lehrerin kann ich nur sagen: traurig. Die einen bilden sich und haben eine Perspektive für die Zukunft und die anderen kämpfen einfach nur gegen den Hunger...  :(

Die Kuh Priska gab es tatsächlich.  Der Bub, der mit ihr fertig wurde, war August Begle aus Sulz-Röthis. Es gibt sogar noch ein Bild, auf der dieser auf der Kuh stehend seine Faxen macht. August Begle ist 2002 gestorben.

Echt? Das Bild würde ich ja nur zu gerne sehen  ;D Ich habe versucht, das Bild zu googeln. Gibt es aber leider nicht; jedoch dieses Bild, was wohl auch August Begele darstellen soll: *klick*

Ja, das ist August Begle.  Allerdings ist das Bild, auf dem er auf der Kuh "spazieren" geht, nicht im Internet.

Offline Saltanah

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #13 am: 22. Januar 2010, 11:21:38 »
Was mich etwas verwundert, ist dass die Gebstetter Kinder scheinbar gar nicht arbeiten müssen.  ???

Das ist ja eigentlich ein versöhnlicher Zug an den Gebstetters. Sie holen aus ihren Kindern nicht alles an Arbeitskraft heraus, was sie herausholen könnten. Natürlich müssen die in die Schule, aber vorher melken und nach der Schule was-weiß-ich tun, mussten doch sehr viele Bauerskinder.

Offline Papyrus

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Re: 3 – Kapitel 9 und 10
« Antwort #14 am: 23. Januar 2010, 17:20:21 »
Ich bin jetzt auch durch.
Was mich am meisten wundert: da gehen alle am Sonntag in die Kirche und dann wird ohne christliche Nächstenliebe auf den kleinen Kaspananze eingeprügelt. Einen größeren Gegensatz kann es nicht geben

Richtig grinsen musste ich hingegen, als Kaspanze die böse Kuh Piska bändigt und Vinzenz nicht weiß, wie ihm geschieht  :D Ich konnte mir das richtig vorstellen.

Tja, der hat eben ein Händchen für Kühe  ;D
Ein richtiger Kuhpflüsterer eben  ;D

Die Kinder werden mit Sicherheit auch ein Problem, doch die Unbeherrschtheit und Bösartigkeit des Bauern macht mir da mehr Sorgen. Das wird bestimmt noch schlimmer.

So genau kann ich auch noch nicht einschätzen, wie wichtig und reich der Gerbstetter eigentlich ist. Es kann durchaus sein, dass zwar jeder weiß, wie er ist aber sich keiner traut, etwas dagegen zu unternehmen. Ich weiß auch nicht, wie sozial man in dieser Zeit war und nicht vielleicht eher gedacht hat, dass einem das nichts angeht. Schlimm finde ich allerdings, dass der Pfarrer schweigt. Er hätte in meinen Augen eine höhere soziale Verantwortung.
Ich habe mittlerweile den Bericht im TV über die Schwabenkinder gesehen. So ein Einzellfall war der Gerbstetter wohl eher nicht. Und wenn sich alles im gesetzlichen Rahmen befindet, regen sich die Menschen höchstens auf, mehr nicht.

Mir wird auch heutzutage immer ganz schlecht, wenn jemand über Kinderarbeit, z.B. in Indien sagt: aber immerhin verdienen die so etwas um zu überleben. Das ist an westlicher Arroganz schon nicht mehr zu überbieten...

Allerdings habe ich noch nicht ganz verstanden, was der mit dem Hund und dem Spiegel will...hoffe aber, der Streich, den er plant, klappt  ;D

Bisher ist nur Ludmilla genervt von dem Gekläffe, aber wir alle wissen doch, wie nervig ständig bellende Hunde sein können... Ich vermute steter Tropfen höhlt den Stein bzw. stetes Bellen raubt den letzten Nerv. Hoffentlich geht dieser Streich nicht nach hinten los.
Das ist auch meine Befürchtung. Ratz, fatz, Rübe ab. Und der Hund war einmal ...
Lesende Grüße
Papyrus