Hallihallo,
es bleibt spannend! Auch in diesem Abschnitts gibts wieder einige interessante Ausflüge in die Welt der Wahlsysteme, Hochrechnungen und Wahlforschung.
Vincents Gespräch mit
Larry sorry Clay Unterwood verläuft recht aufschlussreich - raffiniert von Vincent, die Gelegenheit beim Schopf zu ergreifen und dem Meinungsforscher den Reporter vorzuspielen, mit dessen Anruf er rechnet. Es zeichnet sich ab, dass Vincents Programm tatsächlich bei der Präsidentschaftswahl zum Einsatz kam. Aber noch steckt er seinen Kopf in den Sand und will das Ganze verdrängen. Bis...
... dann Zantini wieder auftaucht. Der hat sich ja wirklich an Vincent festgebissen und beeindruckt ihn mit seinen Zaubertricks. Gute Idee, sich Rat im Internet zu holen, und tatsächlich bekommt Vincent ein paar Antworten auf seine Fragen. Das fand ich ziemlich klasse, dass hier mal ein Zaubertrick entlarvt wird. Meistens schaut man da als Zuschauer ja in die Röhre, damit die Illusion erhalten bleibt. Also, eine ganz profane und doch ausgeklügelte Vorbereitung in Form eines Einbruchs hat hier die Illusion eines Zaubertricks geschaffen. Und Vincent zieht seine eigene Trumpfkarte in Form eines Anrufs bei der Einwanderungsbehörde - ich fand es gut, dass er damit Erfolg hatte und sich diesen hartnäckigen Menschen erstmal vom Leib halten konnte, aber gleichzeitig hatte ich auch schon das Gefühl, dass es nicht dabei bleibt und Zantini eines Tages sein Comeback feiern wird. Wäre auch schade um diese interessante Figur gewesen.

Hihi, im letzten Abschnitt hatte ich was von Größenwahn geschrieben und überlegt, ob das nicht ein zu hartes Wort im Zusammenhang mit Vincent ist. Aber als er nun zu überlegen anfängt, ob er sich nicht eine weiße Katze zulegen soll, genau wie der Typ aus James Bond - wie hieß er doch nur? Natürlich Blofeld! Eine kleine Hommage, Herr Eschbach? Nun, jedenfalls finde ich die Bezeichnung Größenwahn jetzt nicht mehr ganz so abwegig.

Wobei ich grundsätzlich natürlich schon für die Anschaffung einer Katze wäre, die täte Vincent vielleicht ganz gut.

Meine hat so eben ihre Krallen an Seite 78 geschärft....

Witzig übrigens, dass auch diese Sirona aus dem Internet die weiße Katze zur Sprache bringt. eventuell etwas anzubahnen. Ich bin mal gespannt, ob und wann wir wieder auf sie treffen.
Von Sirona werden wir wohl sicher noch einmal etwas hören. Wie dachte sich Vincent schön auf S.38 „…, weil die Frau, die zu ihm passte, eine Hackerin sein musste,…“ Aber vielleicht kommt hier doch noch alles ganz anders und wir haben es hier letztendlich mit zwei ebenbürtigen Gegnern zu tun, die einmal aufeinanderprallen? Könnte sein, ist aber beides pure Vermutung.
Da sind wir ja tatsächlich auf der selben Spur.

Völlig überrascht war ich auch über dieses Stillschweigen auf Vincents Briefe (seine Bombe, das Dynamit) an die Politiker. Dann aber am Wahltag schien sich selbst für Vincent hier etwas zu lichten, denn es sah tatsächlich so aus, als seien seine Briefe doch durchaus angekommen. Auch hier wieder ein sehr gelungenes Gemisch aus Fiktivem und Fakten.
Das fand ich auch sehr überraschend. So ein brisanter Stoff, und niemand bringt das in die Öffentlichkeit? Bis sich dann herausstellt, dass auch die Demokraten nicht von Vincents Programm abgeneigt sind. Herrlich zynisch das Ganze und bestimmt nicht so weit hergeholt.
Und dann der Hammer, anstatt der Pizza gibt es einen"Besuch" von Zantini. Und ehe sich Vncnt versieht, ist er Gefangener im eignen Haus, ohne es so richtig wahrzunehmen. Zantini drück die richtigen Knöpfe und schon ist das Computergehirn nur noch darauf fixiert, "es" zu schaffen. Die beiden Aufpasser finde ich übrigens ganz schön bizarr, vor allem die Frau mit Ganzkörperbeharrung... ein hormonelles Problem? Oder Gen-Deffekt? Wie dem auch sei, die beiden sorgen nicht nur dafür, das Vincent brav zuhause bleibt, sondern auch, dass er vernünftig ißt und trinkt.
Zunächst ist sich Vincent über den Ernst seiner Lage nicht im klaren - er hat Blut geleckt und will unbedingt den Wahlcomputer hacken und sein Programm aufspielen. Erst als die beiden übers Beseitigen reden, wacht er auf. Na endlich, dachte ich mir - hat ja ganz schön lang gedauert. Zum Glück ist auch die Fluchtmöglichkeit im Haus vorhanden; ich hatte mir zuvor schon gedacht, wozu das eigentlich extra erwähnt wurde, dass das Haus soviele Schächte hat - jetzt weiß ich es.

Nun ist Vincent auf der Flucht, mit Zantini im Gefolge. Denn das Adressbuch zu vergessen, war so ziemlich das Dümmste was ihm passieren konnte...
Mal sehen, wer sich hinter dem K verbirgt und ob Vincent tatsächlich dahin unterwegs ist. Oder vielleicht nur die CD mit dem Programm? Ich lasse mich mal überraschen und lese einfach mal weiter.
Viele liebe Grüße
Miramis