Leserundenarchiv > Andreas Eschbach – Ein König für Deutschland
03 - Ein König für Deutschland - Teil II - Kapitel 13 bis Kapitel 28
Miramis:
Hier könnt ihr zu Teil II, Kapitel 13 bis einschliesslich Kapitel 28, Seite 137 bis einschliesslich Seite 253, schreiben.
Aeria:
Ich habe jetzt quadratische Augen und fühle mich ein wenig beschwipst, aber mit dem Abschnitt bin ich fertig. Habe heute Nacht gelesen bis ich die Schlieren vor den Augen nicht mehr wegblinzeln konnte. Spricht für das Buch, würde ich sagen!
Mir gefällt Simon König. Ein desillusionierter Lehrer, allein lebend und unbedarft in technischen Dingen. Ihm passt so einiges nicht, was so um ihn herum passiert, besonders das mit der Bildung geht ihm gegen den Strich. Vielleicht kann er ja bald was ändern ;) .
Im Augenblick schwirrt mir der Kopf von der ganzen Geschichte. Sie ist angenehm leicht zu lesen, auch wenn ich nach wie vor einige Absätze zwei- bis dreimal lesen muss, um sie zu verstehen. Manchmal lese ich sie auch mehrfach, weil sie mir so gefallen! Nach dem Spiel Ökolopoly habe ich sogar gegoogelt. Ich bin sicher, dieses Spiel und die Lösung (auf "Aufklärung" zu setzen) wird sich noch als wichtig erweisen.
Vincent ist erstmal weg vom Fenster, der Ärmste. Erst war er bei Zantini in Gefangenschaft und jetzt im richtigen Gefängnis. Der hat aber auch kein Glück.
Es wird immer spanender und ich mache mich jetzt wieder ans Lesen :lesen: .
/edit:
Noch was vergessen: Die Parteigründung und die Wahl zum Spiel zu erklären ist einfach genial! 8)
@Herr Eschbach
Spielen Sie Rollenspiele? Sicher muss man, wenn man eine Geschichte schreibt, in verschiedene Rollen schlüpfen, aber ich meine ein richtiges Rollenspiel am Computer oder "in echt"?
***
Aeria
AndreasE:
--- Zitat von: Aeria am 16. Januar 2010, 14:31:08 ---@Herr Eschbach
Spielen Sie Rollenspiele? Sicher muss man, wenn man eine Geschichte schreibt, in verschiedene Rollen schlüpfen, aber ich meine ein richtiges Rollenspiel am Computer oder "in echt"?
--- Ende Zitat ---
Nein. Der "Rollentausch" beim Schreiben reicht mir. Sonst finde ich irgendwann gar nicht mehr in die Realität zurück! :)
Aeria:
--- Zitat von: AndreasE am 16. Januar 2010, 15:57:46 ---Nein. Der "Rollentausch" beim Schreiben reicht mir. Sonst finde ich irgendwann gar nicht mehr in die Realität zurück! :)
--- Ende Zitat ---
Wie war das doch gleich? Ach ja:
--- Zitat ---Sind Sie sicher, dass es da überhaupt einen Unterschied gibt?
--- Ende Zitat ---
;)
Da ist was dran, wie ich finde. Zumindest an den Spielen, die in diesem Buch erwähnt werden.
Ich mag die Figur der Sirona, die ist so schön undurchschaubar. Bin gespannt, ob sie nicht vielleicht ihr eigenes Süppchen kocht.
***
Aeria
apassionata:
Hallo zusammen,
in diesem Abschnitt lernen wir Hr.Simon König, Vincents Vater kennen. Mit seiner etwas verstaubten aber geradlinigen Art kommt er eigentlich ganz sympathisch bei mir herüber. Interessant hier natürlich so mancher seiner Gedankengänge. Wie zum Beispiel Themen wie das Privatfernsehen, die Kehrwoche, Abhängigkeiten von Fördervereinen, die Bildung schlechthin…
Die CD – kaum beim Vater angekommen, war sie auch schon wieder weg. Doch wie hätte Simon König auch wissen sollen, dass er sich stets mit seiner empfundenen Erleichterung gegenüber Zantinis verrät? Und wie hätte er wissen sollen, dass die jungen (komischen) Leute die ihn vor der Schule abpassten nicht doch „Die Guten“ gewesen wären? Naja, nun ist sie weg, die CD. Aber immerhin gibt es ja vielleicht tatsächlich noch diese Falltür. VWM, klasse gemacht, toll kombiniert. Volksbewegung für eine würdevolle Mutterschaft. ;D
Die Geschichte bekommt hier nun auch eine gewisse Dynamik. Ich rutschte sozusagen zusammen mit Simon König plötzlich völlig in die Geschichte mit hinein und nur zu gut kann ich mir vorstellen, dass sich König selbst ebenso völlig überrumpelt fühlt. Übrigens schon krass, diese halb realen, halb virtuellen Rollenspiele a la Alex. ;D Sehr interessant von Andreas Eschbach gelöst, all diese notwendigen Parteimitglieder unterschriftsreich an Land zu ziehen. Sirona ist eine Person von der ich noch nicht wirklich weiß, was ich von ihr halten soll. Sie ist für meinen persönlichen Geschmack etwas zu abgefahren, doch als Akzentpunkt innerhalb der Geschichte finde ich sie ganz klasse. Allerdings weiß ich nicht genau, warum Hr. Eschbach sie zum Schluss ein wenig undurchsichtig schildert indem er sie durch die Person des Leo ein wenig in ein eventuelles Zwielicht rückt. Die Szene auf dem Balkon. Hier bin ich gespannt, ob das noch etwas zu bedeuten hat, denn warum sonst hätte er es überhaupt angedeutet? Oder ich habe hier falsch interpretiert.
Leo ist übrigens auf Anhieb mein Sympathieträger Nummer Eins. Nicht nur, weil er so toll im Haushalt ist. ;D Es gibt Phasen, da tut er mir stets ein bisschen leid.
Vincent sitzt in der Zwischenzeit im Gefängnis. Auch hier gab es über Bruce einen kleinen Rückblende in Vincents Vergangenheit. Es tat irgendwie gut, Bruce an Vincents Seite zu „spüren“. Er wäre wohl ein prima Ersatz-Papa gewesen.
Interessant fand ich auch die Thematik, um die Presse und ihre Reaktionen. „Wir als Zeitung haben auch eine Verantwortung. Das heißt wir können nicht alles schreiben, was wir wollen…“ S.215 Naja, schon zuvor hat die amerikanische Presse ja auch schon den Kopf in den Sand gesteckt. Ich hätte hier zumindest eine gewisse Neugier erwartet. Vielleicht nicht viel mehr, aber wenigstens das. „Man will keine Kritik an Wahlcomputern aufkommen lassen.“ S.218 Ja ja.
Einer der für mich entscheidenden Sätze in diesem Abschnitt: „Da wächst eine Generation in einer Periode des Friedens auf, die in der Geschichte ohne Bespiel ist und dann haben diese Menschen nichts Besseres zu tun, als sich in eine fiktive Welt zu begeben, in der unablässiger Krieg herrscht. Schon seltsam.“ S.237
Überhaupt fand ich so manchen Gedankenansatz seh gut, weshalb ich jetzt auch gleich fleißig weiterlesen muss...
Liebe Grüssle
Marion :)
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