Hallo zusammen,
ich habe gestern Abend natürlich auch gleich weiter gelesen.
Der Prolog ist sehr düster und wir erfahren gleich mal, dass es wirklich einen 2. Teil von Bromm gibt: eine böse, erschreckende, schwarze Kreatur, die nicht mehr viel mit einem Bären gemeinsam hat!
Oh ja. Der Prolog war richtig unheimlich.

Die gruselige Atmosphäre kam richtig gut rüber! Wenn ich Fellrir gewesen wäre, wäre ich gestorben vor Angst! Und vor allem wäre ich nicht in die Richtung der diffusen Helligkeit gegangen. So unheimlich auch diese Schwärze war, diese Helligkeit machte noch mehr Angst.
Und Bromm erst.

So grausig habe ich mir die zweite Hälfte von ihm nicht vorgestellt. Er ist ja ein Monster!

Oh weh, das wird für unsere Freunde sicher kein leichter Gegner. Es muss für Bromm ein furchtbares Gefühl sein, wenn er sich selbst so sehen wird.
Die seelenlosen Kazzach waren auch sehr unheimlich mit ihren weißen toten Augen, aber sie taten mir auch sehr leid. Genau wie Fellrir, der wohl nun auch so herumläuft...

Und JAAAAA, Moosbeere ist wieder da!!!

Schön!

Aber erst musste Taran durch den Alten Wald. Dieser Wald war wirklich toll beschrieben, er fühlte sich richtig magisch an, wie eine Welt für sich.
Tarean kommt dann auch gute 5 Tage ganz unbeschadet durch den Cerashmon bis er dem nächsten Irrlicht, Goldblüte, begegnet.
Dass es sich hierbei noch um ein relativ (!) junges Irrlicht handeln muss, wird schnell klar.
Ja, die fand ich total süß.

Aber ich konnte Tarean gut nachempfinden, dass er fast wahnsinnig wurde von ihrer Hibbeligkeit.
Ich war übrigens anfangs echt unschlüssig, ob ich ein Irrlicht wie Goldblüte einführen sollte. Man hätte ja denken können: "Aha, die neue Moosbeere. Wie uninspiriert." Zumal sich Irrlichter ja doch von der Art her irgendwie ähnlich sind. Aber zum Glück fühlte sie sich dann doch irgendwie anders an. "Unverdorbener" durch "große" Freunde, naiver, jünger und noch ein bisschen durchgeknallter.
Genau das. Sie fühlte sich gleich ganz anders als Moosbeere an, auch wenn sie ihr ähnlich ist. Man merkt, dass sie jünger ist und noch nicht die Reife besitzt, die Moosbeere hat. Denn auch wenn Moosbeere den Schalk im Nacken hat, wirkte sie erwachsener dabei. Und als Ersatz habe ich Goldblüte deshalb gar nicht nicht gesehen. Also langer Rede kurzer Sinn, ich habe die beiden gleich auseinander gehalten.

Aber dann die Spinnen!

Ein Horror für mich, vor allem weil sie so sehr beweglich und akustisch beschrieben wurden!

Du lässt aber auch einen Alptraum nach dem anderen wahr werden. Erst die Höhe, jetzt die Spinnen! Habt ihr Autoren euch eigentlich abgesprochen, mich zu piesacken mit den Spinnen?

Christoph Hardebusch hatte schon so nette Exemplare bei seinen "Trollen" . Schlangen hätte ich übrigens nicht so schlimm gefunden.

Die Baummagie im Hindernis zur Heimat der Irrlichter, das Dornengestrüpp, hat mir auch gut gefallen. Es war mir klar, dass der Zugang mit roher Gewalt nicht ohne Folgen bleibt - aber Tarean hat dann ja doch noch die Kurve bekommen und sogar Wilferts Schwert wiederbekommen. Der "Abschied" war dann ja auch fast schon kumpelhaft.
Mir taten die Ranken gleich leid, als Tarean mit dem Schwert so wild auf sie einschlug und habe es auch kommen sehen, dass sie sich das nicht gefallen lassen. Ich musste auch gleich wieder daran denken, als ich heute im Wald spazieren war und mir ein paar Buschranken auf dem schmalen Weg in den Weg reinreichten. Ich bin dann mal lieber vorsichtig drüber gestiegen, als einfach drauf zu trampeln. Echt wahr.

Aber dann der Blick auf die Lichtung mit den Irrlichtern!!! So schöööön!

Bernd, das war echt toll beschrieben!!! Ich hatte den Duft der Blumen und Beeren in der Nase, die Farben waren so schön und auch das leise Klingen konnte ich richtig hören. Mir wurde richtig warm und ich bekam fast Tränen in die Augen wegen der märchenhaften Schönheit. Das klingt vielleicht doof, aber es war so und mich hat dieser Anblick richtig berührt. Und dann der Spalt in dem Baum, der einen noch tiefer in diese bezaubernde Welt führte. Toll!
Der Seelenwechsel war dann auch wieder sehr spannend beschrieben. Dieser Wechsel der Erinnerungen und die Verstärkung des Windes machten richtig gut deutlich, dass etwas Magisches passiert und ich war froh, dass es dann wohl gut funktioniet hat. Moosbeere scheint zumindest wieder die Alte zu sein. Trotzdem bin ich natürlich auch gespannt, ob noch etwas nachhängen wird von der Aktion, was über eine intensive Bindung der beiden hinausgeht. Moosbeeres Mutter wird nicht umsonst gewarnt haben, dass es gefährlich sein kann.
Auril tut mir jetzt schon Leid, sie muss sich nun ja noch einsamer vorkommen. Davor hat sie mit Tarean wenigstens noch ein ähnliches Schicksal verbunden, den Verlust eines geliebten Partners. Und jetzt? Auril trauert um ihren Tarean, während Tarean und Moosbeere wieder vereint sind... 
Ja, Auril tut mir auch sehr leid. Es muss ihr sehr weh tun, wenn sie Tarean und Moosbeere so vereint wieder sieht. Ich hoffe, sie leidet nicht zu sehr und kommt irgendwann darüber hinweg. Ich glaube nicht, dass sich Tareans Gefühle wieder änden können, zumindest nicht, nach der Seelenbindung mit Moosbeere. Ich bin wirklich gespannt, wie die Geschichte auf der Gefühle-Seite enden wird.
Oh je, mir graut vor der Begegnung der Freunde mit dem dämonischen Bromm!
