Hallo liebe Leserunde!

Tarean und seine Gefährten werden sogar auf dem Schiff von einem Dunkelgeist angegriffen!
Puh, das war mal wieder Action pur und ich musste schon wieder ganz schön bangen, wie sie 4 sich da wieder entwinden können. Ohne den Drachenstab kann Tarean nicht den gleißenden Lichtblitz entstehen lassen und schließlich rettet ihn nur noch ein Sprung ins Wasser - und Moosbeere! Sie verwandelt sich, um ihn zu retten und Auril und Bromm kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus!
Erst das heftige Unwetter, das Gongathar geschickt hat (ich mag Gewitter ja recht gerne, aber das war mir dann doch eindeutig zu unheimlich), und dann auch noch ein Dunkelgeist! Den Drachenstab hat Tarean ja Haffta mitgegeben, und so muss er auf die alte Macht in seinem inneren zurückgreifen. Als er dann Dank Uun über Bord gegangen ist, habe ich mich zwar sehr erschrocken - aber ich war mir auch ziemlich sicher, dass das nicht sein Ende ist. Und tatsächlich verwandelt sich Moosbeere, um ihn zu retten - und gibt damit ihr Geheimnis (oder sagen wir mal besser eins ihrer vielen Geheimnisse) preis. Das ist natürlich toll und ich war über Tareans Rettung sehr erleichtert, gleichzeitig taten mir aber Auril und Bromm Leid. Müssen sie sich dadurch nicht ziemlich ausgeschlossen vorkommen? Vor allem wird danach ja auch eine Unterhaltung darüber unterbunden, die Spannung zwischen Auril und Moosbeere spürt man mehr als deutlich.
Und schließlich taucht auch noch Uun auf! Ja, klasse! Er bringt die 4 Gefährten zu der Insel ohne Namen. Ich vermute ja fast, dass sie die Insel wahrscheinlich ohne ihn gar nicht hätten finden können? Kann das sein?
Bromm's Unbehagen im Mund des großen Fisches, konnte ich sehr gut nachvollziehen, aber ich musste einfach die ganze Zeit ganz groß Grinsen bei Vorstellung, wie sie 4 da in dem Mund sitzen!
Einfach klasse! Aber sie sind ja sehr anständig und nehmen das Boot auch wieder mit und lassen es nicht einfach im Mund von Uun! 
Uun hat mir auch sehr gefallen, ob er ein Geschöpf des Ersten Lichts ist und sozusagen der einzige Weg zu der Insel ohne Namen? Aber auch die Beschreibung der Insel war toll, das wolkenhafte Meer und die nebelartige Luft mit den Lichtflecken. Was für geniale Bilder!

Ich fand es nur auffallend zufällig, dass sie die Insel genau in dem Moment erreicht hatten, als Auril dabei war Tarean zu fragen, ob er wusste dass Moosbeere sich verwandeln kann. Welch ein Timing!
Und wer weiß, wozu sie ihren "Müll" noch brauchen...
Auf der Insel ohne Namen erwartet sie dann erstmal eine bizarre Situation: Ein strahlender Krieger versperrt ihnen den Weg und ein komisches Männchen ruft um Hilfe. Ich hatte ja gleich das Gefühl, dass das irgendwie eine Probe sein soll, dass aber beide Figuren von dem Ersten Licht gespielt werden und es das Ganze nur aufzieht, weil die Gefährten ja erwarten, dass sie irgendwie auf die Probe gestellt werden, hätte ich dann nicht gedacht!
Das Gefühl einer Probe hatte ich auch, allerdings dachte ich da mehr an eine Prüfung ihrer Menschlichkeit in Verbindung mit ihrer dringenden Aufgabe - ob sie sich diese trotzdem bewahrt haben. Die Rettung, die keine war, hat mich dann verwirrt. Aber später löst sich ja alles auf - und erscheint total logisch. Denn ein leichter Zugang zur Höhle hätte sie sicher recht misstrauisch gemacht - mich übrigens auch.

Aber schön ist hier wieder, wie einer für den anderen einsteht und sie wieder beweisen, dass sie wirklich Freunde sind. Ich hatte ja eine zeitlang wirklich Angst, dass ich mir jetzt von Bromm verabschieden muss, da er seine Seele hergeben muss! 
Ja, das fand ich auch sehr schön - ein deutliches Zeichen ihrer Freundschaft. Gleichzeitig hat mich das aber total fertig gemacht, so viele bereitwillige Opfer! Vor allem hatte ich Panik, dass sich Auril als nächstes anbietet und entweder so abkömmlich oder so überzeugend ist, dass es sie trifft.

Glücklicherweise hat sie eine ganz andere Lösung gefunden, und die Probe wurde beendet.
Und wieder hatte Moosbeere ihren Gefährten etwas voraus, auch wenn es mehr eine Ahnung war - die erst später zur Gewissheit wurde.
Und wir erfahren auch, dass das Licht nicht unbedingt gut ist. Es ist das Gegenteil von der Dunkelheit und deswegen gut dafür geeignet dagegen anzukämpfen, aber es steht jetzt nicht unbedingt auf der Seite der Guten.
Wieder etwas, das zum Nachdenken anregt. Gut und böse, Licht und Dunkelheit. Das Licht muss nicht automatisch gut sein, es ist erstmal nur die entgegengesetzte Kraft zur Dunkelheit. Allerdings sagte Questoi doch auch etwas vom "Erlösen" durch das Licht, also habe ich da einfach noch etwas Hoffnung. Denn auch wenn er einen wirren Eindruck hinterlässt und oft in Rätseln spricht, so hatte ich bei ihm doch deutlich das Gefühl, dass er wusste wovon er sprach.
Die Szene zwischen Moosbeere und Tarean war sehr bewegend. Jetzt ist dann doch die Zeit des Abschieds für sie beide angebrochen, aber damit kann ich mich dann abfinden. Es ist kein schrecklicher Abschied, sondern für eine gute Sache!
Auril und Bromm fand ich dabei klasse: Wie sie beide mit den Tränen kämpfen, aber erklären, dass sie etwas im Auge haben!

Das war ein berührender Abschied, auch wenn ich ja nie ein Fan von Tarean & Moosbeere als Paar war, wie ich leider zugeben muss. Trotzdem hatte auch ich so einen blöden Funken ins Auge bekommen... Dazu kommt dann noch die Sorge, wie Auril auf dieses Liebeseingeständnis zwischen den beiden reagiert... Falls Bromm sterben sollte, wäre sie dann ganz allein.

Sehr traurig machte mich die Aussage, dass schon einige Kristalldrachen ihr Leben gelassen haben und die restlichen ganz schön hart kämpfen müssen! 
Da sagst du was! Ich habe einen ziemlichen Schock bekommen, als die toten Kristalldrachen beschrieben wurden. Ganz schrecklich...

Dabei war ich doch nie ein Drachen-Fan, falls sich jemand erinnert...
Ja, zwischen Iegi und Callyn hat es wohl doch ganz schön gefunkt. Hoffentlich überleben sie beide den Kampf, nachdem Iegi sich jetzt doch von Callyn hat überzeugen lassen, dass sie mitkämpfen darf.
Callyn hat sich doch tatsächlich durchgesetzt! Hoffentlich überleben die beiden, sie würden gut zusammen passen - und wie sich gezeigt hat, kann Callyn Iegi auch die Stirn bieten.
Grinsen musste ich dann an der Stelle, als sie ihn darauf hingewiesen hat, dass er sie nun loslassen kann.

Richtig gut, hat mir hier die Fokussierung dann auf Haffta gefallen. Ich fand das super spannend mal aus ihrer Perspektive die Dinge wahr zu nehmen und v. a. etwas über ihr Leben und ihre Gedanken zu erfahren. Dann ist sie wohl nie dem Bann von Calvas verfallen, weil sie eine sanftmütige Natur ist und Kampf verabscheut, sogar fürchtet! Schön auch zu lesen, dass sie Tarean und die Gefährten zu ihrer neuen Sippe ernannt hat und für sie genauso alles tun möchte, wie sie es für ihren ehemaligen Gefährten und ihre Kinder getan hat!
Mir hat auch sehr gefallen, dass wir da einige Gedanken von Haffta erfahren. Sowohl über ihre Vergangenheit als auch über die Beziehung zu ihrer neuen "Sippe". Dieses wirkte auf mich auch sehr direkt, man "spürt" sie dort einfach sehr deutlich.
Toll fand ich dabei auch ihre Gedanken zu Tarean:
Es hatte eine Weile gedauert, bis ihr aufgegangen war, was Tarean wirklich auszeichnete. Es waren weder außergewöhnliches Kampfgeschick, noch ein scharfer Verstand oder besondere Führungskraft. Sein gutes Herz und sein unbedingter Wille, etwas in der Welt zum Besseren zu wenden, machen ihn zu etwas Besonderem und sorgen dafür, dass nicht nur seine Freunde ihm folgen, sondern dass auch höhere Mächte über ihn wachen.
Der Kampf war sehr spannend und Tâch'thurt beweist, dass er einiges drauf hat! Ich hatte ja schon richtig Angst um ihn, aber er hat den dunklen Bromm gut ausgetrickst und jetzt wissen sie zumindest, wie sie die Armee aus den Toten stoppen können! Haffta wird noch zur heimlichen Heldin! Das wäre ja richtig schön! 
Um Tâch'thurt hatte ich auch ziemlich Angst, das sah gar nicht gut aus! Nur gut, dass er einiges einstecken kann - und nebenbei hat er den Dämonenwerbären auch noch ausgetrickst. Da habe ich wirklich nicht schlecht gestaunt! Und dann noch seine gedankliche Kommunikation mit Haffta, in der er sie eingeweiht und davon überzeugt hat, dass ihnen beiden diese Aufgabe zufällt...
Erschreckenderweise ist nun aber nur noch ein Leseabschnitt übrig! Und eigentlich mag ich mich gar nicht von Tarean, Auril, Bromm und den anderen trennen...