Da ich die beiden letzten Leseabschnitte hintereinander gelesen habe, kann ich nun gleich fortfahren:
Kardinal Montanelli deckt auf, dass es früher schon Verbindungen zwischen den „unseren“ beiden Familien gegeben hat (S. 266). (Frage: Welche Familien? Schönberg und

) Er hat sein Wissen von seinem Bruder, der damals Protokollant war.
Das Grab Petrus wurde damals gefunden.
Und – man glaubt es nicht, nun taucht in einem Rückblick mit einem Male Friedrich auf (der Soldat, der damals mit Johann an der Front den schwer verletzten Arzt gefunden hatte). Er arbeitete als Sonderbeauftragter einer Unterorganisation des Geheimdienstes für den Führer (die neue Lichtgestalt!!!), und macht Fotos von den Ausgrabungen. Sein Freund/Kollege Johann ist auf dem Flug von Deutschland nach Rom ein halbes Jahr vorher umgebracht worden (nachdem er Schönberg von hinten die Unterlagen gereicht hatte). Und ihn, Friedrich, ereilte nun, wie merkwürdig, in umgekehrter Richtung das gleiche Schicksal.
Warum wurden die beiden denn umgebracht? Das erschließt sich mir ja nun gar nicht.
Montanelli und die beiden entschließen sich zu gemeinsamen Handeln. Ein Artikel in der Morgenzeitung macht auf den kleinen Katharer-Ort in den Pyrenäen aufmerksam, da die Einwohner ihre katharische Herkunft immer wieder an die Öffentlichkeit bringen um ihre Ansprüche zu äußern.
Auch Robert und Monanelli entschließen sich, die Presse – in Maßen – einzuschalten und die ganze Geschichte zu erzählen, mit der Auflage, dass sie vor einem Bericht von der Gegenseite erscheinen solle.
Robert und Charles waren Freunde seit den ersten Schultagen. Da Charles aber den Mädchennamen seiner Mutter trug, war dies nicht aufgefallen. Er wusst schon lange von der Fehde und hatte durch den Fund der Münze seine Chance gesehen, Rache zu nehmen an dem Blutvergießen, an dem die Familie Garnier schuld war.
Montanelli weiht Robert in seine Einladung zu den Katharern ein. Der Vatikan ist zu Verhandlungen mit deren Nachkommen bereit. Robert und Marlene beschießen ihn zu begleiten, allerdings in getrennten Fahrzeugen. Auch Charles ist zeitgleich auf dem Weg dahin.
Der große „Showdown“ kündigt sich an.
Er wird auf dem verschlungenen Weg in den kleinen Ort von einem bewaffneten Streckenposten kontrolliert. Robert sieht aus der Ferne die Kontrolle, erkennt Charles und biegt unentdeckt ab vom Weg. Die beiden gehen zu Fuß zum Ort.
Ich frage mich hier allen Ernstes: Robert ist verletzt, sie wurden entführt und ihr Leben ist in Gefahr. Für mich ist das Verhalten der beiden unverständlich. Wer begibt sich schon freiwillig bei Nacht und Nebel in die Höhle des so gefährlichen Löwen?
Und das ist es wahrlich: angestrahlte Scheiterhaufen, überall Fackeln, Kameras, Richtmikrofone, Satelitenantennen – und mitten drin Charles, in dessen Besitz sich die Münze befindet.
Beim Nähern an den Marktplatz wird Marlene entführt. Auch Robert wird betäubt.
Man führt ihn zum Zentrum des Geschehens.
Dort wird die Geschichte der beiden Familien öffentlich erzählt, beider Familien Anspruch auf die Münze verdeutlicht, und Robert erfährt die wahre Identität seines Ex-Freundes.
Die Katharer wollen ihn zwingen –da sie Marlene in ihrer Gewalt haben - für die Sache ihrer Gemeinschaft Partei zu ergreifen.
Plötzlich droht Charles mit der Waffe. Er kettet Luc, Henry und Robert aneinander. Nur Claude bleibt frei. Er macht gemeinsame Sache mit Charles.
Der Kardinal wird auf einen der Scheiterhaufen gebracht, und dort von den Flammen schwer verletzt. Leopold wird beim Versuch ihm beizustehen getötet, er verletzt Charles aber vorher noch.
Es entsteht ein heilloses Durcheinander, in dem Charles die Münze verliert.
Charles offenbart, dass ein Vater ein gewisser Deutscher namens Friedrich war der, wie auch sein Freund Johann auf Geheiß des damaligen Kardinals umgebracht wurde. Handlanger dieses Kardinals war Montanelli, der Bruder des Kardinals.
Robert befreit sich und seine Kumpane mittels der mitgenommenen Waffe. Er schießt die Fesseln durch. Auch Marlene gelingt es sich zu befreien, nimmt die Waffe des Bewachers.
Sie erschießt Charles, als dieser Robert töten will. Claude wiederum schießt von hinten auch Robert, trifft ihn. Robert schießt auf Claude.
Herrje, was für ein Blutbad. Wo sind eigentlich die restlichen Bewohner des Ortes? Haben die sich alle versteckt, oder hat der Ort nur die 3 oder 4 Einwohner?
Alles etwas komisch!!!
Plötzliche Rettung durch einen Hubschrauber. Alle Bösen werden abgeführt, Robert kommt in Krankenhaus, der Kardinal überlebt auch.
Und auch Bernard Garnier starb einen Tod wie Petrus. Er verschluckte die Petrusmünze, stürzte sich selbst von einem Aquädukt aus in die Tiefe, um seinen Verfolgern aus der Sippe der Duchonts zu entkommen.
Marlene kehrt nach Berlin zurück, kommt aber wieder nach Frankreich in die Arme ihres Robert. Sie werden nach Rom gebeten, Robert übergibt die Münze in die Händes des Pabstes und verzichtet auf jegliche Ansprüche daraus.
Sorry, abschließend ich kann nur eines sagen: früher habe ich gelernt: vermeide Schachtelsätze, dadurch wird ein Text schwer lesbar, unübersichtlich und schwer verständlich.
Es gibt Autoren, die verwenden Schachtelsätze als Stilmittel, aber das sind nicht unbedingt die Autoren, die ich gerne lese.
Dieses Buch kommt mir als Ganzes vor wie ein riesiger Schachtelsatz. Entspanntes Lesen ist eigentlich nicht möglich gewesen, wenigstens nicht für mich. Zum Schluss habe ich mich sehr schwer getan, bis zum Ende durchzuhalten. Deshalb habe ich vielleicht auch am Ende den Kern nicht mehr ganz erfasst.
Es war einfach ein Zuviel an Zeitebenen, Fakten, Schauplätzen und Ereignissen, die hier intensiv miteinander verflochten wurden, so dass es schwer war, den Überblick zu behalten.
Vielleicht ging es ja nur mir so, aber so habe ich es empfunden.
Ich mach heute am 03.01. nochmal einen Nachtrag:
Spannend geschrieben ist das Buch allemal. Daniel, da muss ich dich loben.
Aber die Handlung ist eben recht kompliziert dargelegt.
Der Hitler-Einschub und die Aktivitäten der beiden ehemaligen einfachen Frontsoldaten, die plötzlich zu Geheimagenten aufgestiegen sind, bleibtfür mich allerdings unerklärt und läuft ins Leere. Kannst du dazu nochmal was sagen? Wie hattest du dir das gedacht?
Die Beweggründe des Vatikans für die geheime Suche nach der Münze werden m.E. nicht deutlich. Es erscheint doch recht unrealistisch, dass die Kirche befürchten muss, dass Robert - ein Mann der in einem weltlichen Umfeld aufgewachen ist - mit einem Male Ansprüche an die Pabst-Würde erheben könnte?