Autor Thema: 03 - Die Nachhut - Dienstag (Seite 141 bis Seite 225)  (Gelesen 527 mal)

Offline Miramis

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03 - Die Nachhut - Dienstag (Seite 141 bis Seite 225)
« am: 30. November 2009, 22:46:20 »
Hier könnt ihr zum Dienstag posten (Seite 141 bis einschliesslich Seite 225).

Offline tjaa

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Re: 03 - Die Nachhut - Dienstag (Seite 141 bis Seite 225)
« Antwort #1 am: 08. Dezember 2009, 17:21:15 »
- Dass die Jungs an der Tankstelle direkt Konrads Urenkel treffen, ist ja schon ein großer Zufall. Wobei, in so kleinen Käffern. Man sagt ja immer, klein ist die Welt.
Ich bin auch gespannt, wie es mit Jan weitergeht... Ob da nochmal was kommt?

- Ich hätte ja damit gerechnet, dass Gretel schon tot ist. Ich hatte irgendwie so ein gefühl. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie noch lebt! Doch Konrads Wiederkehr alle irgendwie als "normal" auffassen und sie sich (zumindest äußerlich) nicht wundert, fand ich etwas komisch. Auch Gretels Reaktion, dass sie noch voll zu ihrem Mann steht und auch der ganzen SS-Aufmachung. Vielleicht kommt da ja noch was drüber raus, was wir noch nicht wissen ;)

- Ich bin gespannt, ob die Geschichte um Konrad nochmal vorkommt oder nicht, nun, nachdem die Jungs ja abgereist sind...

- Ab Seite 157 reisen wir in Evelyns Vergangenheit. Fand ich sehr interessant! Sie wurde in der DDR adoptiert und malt sich alle möglichen Dinge über ihre echten Eltern aus. Ihre Adoptiveltern, zumindest der "Vater", den sie nur mit "Sie" ansprechen darf, scheinen ja nicht die besten gewesen zu sein. Ich könnte mir ja vorstellen, dass Evelyns Eltern irgendwas getan haben, was der Stasi nicht so gepasst hat. Während der DDR wurden ja vielen Kindern die Eltern weggenommen...

- Ab Seite 162 gibt es ja Andeutungen, dass Ben zu der Zeit, als er das schreibt, mehr über Evelyn weiß. Ich bin gespannt, was sich zwischen den beiden noch tut...

- Seite 172: Was hat Fritz mit Wolf Jäger vom Außenministerium zu tun? Wieso hat Wolf die Unterlagen? Sind die beiden miteinander verwandt?

So, und dieses Mal ist nichts im falschen Abschnitt  :-[

Offline Miramis

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Re: 03 - Die Nachhut - Dienstag (Seite 141 bis Seite 225)
« Antwort #2 am: 18. Dezember 2009, 20:42:03 »
Hallo zusammen,

ein langer Dienstag, an dem wirklich viel passiert. Ich leg gleich mal los:

Bei der Vorstellung, dass die alten Kameraden nun das Auto selbst lenken und bedienen, beschlich mich schon ein etwas ungutes Gefühl, muss ich zugeben. Naja, die Technik hat sich seit damals ja doch nicht nur ein kleines bisschen verändert...
Und dann stoßen sie ausgerechnet auf Skinheads, die sie für Russen halten. Wie originell...  :D Auch über "Russisch im Feld" hab ich mich köstlich amüsiert. ;D

Einer davon ist Konrads Urenkel - das ist ja ein Ding! Die erste Begegnung zwischen Konrad und seiner Frau Gretel fand ich reichlich bizarr. Die tun echt so, als wäre nichts gewesen und wären nicht 60 Jahre, die sie getrennt voneinander gelebt haben. Ein Wunder, dass sie nicht nochmal geheiratet hat! Aber irgendwie fühlt sich das Ganze auch ein bisschen gut an, wenigstens einer unserer Helden hat seine Heimat wieder und scheint "aufgeräumt" zu sein. Das mit der Kapitulation werden sie ihm schon noch beibringen, denke ich...

Irre auch, dass die Bunkertruppe dann ausgerechnet auf einer Versammlung von Neonazis landet und dort voll gut ankommt - wie sollen die Oldies denn jemals begreifen, was läuft, wenn sich Deutschland fast komplett nach ihren Vorstellungen präsentiert? Hin und wieder kommt ihnen zwar das eine oder andere komisch vor, aber im großen und ganzen ist der große Kulturschock bisher ausgeblieben. Ich finde es sehr spannend, dieses Bild von Deutschland durch ihre Augen zu betrachten. Unglaublich... aber richtig gut macht, Hans!  8)

Unterdessen gibts die erste Begegnung zwischen Evelyn und Benny, da hat ja wohl unter der Dusche voll der Blitz eingeschlagen bei den beiden!  ;D Sehr witzig, die Szene aus beiden Perspektiven serviert zu bekommen; das hat mir gut gefallen.

Über den Verfassungsschutz kann man auch nur den Kopf schütteln - sehr schön, was hier recht raffiniert angedeutet wird. Schon eine ganze eigene Firma, dieser Haufen....

Eine interessante Wendung scheint sich aus der möglichen Verbindung Fritz von Jagemann und Wolf Jäger zu ergeben; ich dachte sehr bald daran, dass die beiden eigentlich Brüder sein könnten, und mein Verdacht scheint sich im Laufe der Abschnitts zu bestätigen - zumindest sind auch schon andere Leute (Figuren) auf den Gedanken gekommen. Das wäre ja ein Ding; der hochdekorierte Staatssekretär, der alles im Kampf gegen die Neo-Nazis unternimmt, und dann kommt da plötzlich ein peinlicher Bruder ans Tageslicht, der noch auf dem Stand von 1945 ist und noch an den Endsieg glaubt. Das wärs dann wohl mit der Karriere des Herrn Jäger. Kein Wunder, dass die ganze Geschichte plötzlich auf kleiner Flamme gekocht wird und die vorgesehene Sensationsberichterstattung plötzlich ausbleibt.

Es ist wohl kaume eine Überraschung, dass Evelyn in der ganzen Angelegenheit null Durchblick hat. Sie lässt sich ganz schön einlullen - bis jetzt jedenfalls. Und spielt die Marionette für den Herrn Jäger. Der wiederum bringt ganz interessante Theorien in Sachen Kriegszustand aufs Tablett und nimmt dies zum Anlass, die Bunkeroldies zum Abschuss freizugeben. Wie gemein! Nur damit sein Bruder aus dem Verkehr ist! Und Evelyn fällt voll darauf herein... ich hoffe, sie kommt noch dahinter, was für einen hinterlistigen Machtmensch sie da als Geliebten hat. Auch wenn er der einzige ist, der an ihren Geburtstag denkt, aber von Uneigennützigkeit kann ich da keine Spur erkennen. Übrigens auch witzig, wie Schiller hier zum Trottel gemacht wird.   ;D

Was mich nach wie vor fasziniert, sind die Aufzeichnungen von Fritz, der vom Alltag im Bunker erzählt und dabei recht unbedarft erscheint. Mir geht es da ein bisschen wie Benny, mir ist er nicht so unsympathisch, wie er eigentlich sein sollte. Sein fast schon naiver Blick auf das tägliche Geschehen, seine Entrüstung über Gerüchte, dass Kriegsgefangene erschossen werden und sein treue Verehrung für Liesbeth... hm, das macht es mir schon einigermaßen schwer, in ihm den bösen Nazi zu sehen. Hans, ich nehme mal an, dieser Effekt war so geplant und gewollt von dir, dass die Leser in Bezug auf Fritz so zwiegespalten sind? Ich finde das jedenfalls sehr gelungen und mir hat Fritz schon einiges Grübeln verursacht.

Ein interessantes Detail, das mir noch aufgefallen ist: Fritz datiert seine aktuellen Aufzeichnungen mit "II"  - für Tag 2, wie ich annehme. Naja, die tatsächliche Jahreszahl weiß er vielleicht nicht mehr so ganz genau...

Viele liebe Grüße
Miramis

Offline tjaa

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Re: 03 - Die Nachhut - Dienstag (Seite 141 bis Seite 225)
« Antwort #3 am: 25. Dezember 2009, 14:20:38 »
Ich fand es ja schon auch ziemlich witzig, die Unterschiede zwischen den Herren und den Neonazis zu sehen. Jeder interpretiert eben alles so nach seinen Regeln, und manchmal reden sie echt total aneinander vorbei. Hat mir gut gefallen ;)

Offline Myriel

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Re: 03 - Die Nachhut - Dienstag (Seite 141 bis Seite 225)
« Antwort #4 am: 25. Dezember 2009, 15:11:46 »
Hallo miteinander,

nach dem ganzen Vorweihnachtschaos habe ich es nun endlich auch geschafft, diesen Abschnitt zu lesen.

- Dass die Jungs an der Tankstelle direkt Konrads Urenkel treffen, ist ja schon ein großer Zufall. Wobei, in so kleinen Käffern. Man sagt ja immer, klein ist die Welt.
Großer Zufall hin oder her, der Handlung kam es schon recht gelegen, weshalb mich das gar nicht so gestört hat. Überrascht war ich hingegen, wie tjaa und Miramis auch, wie problemlos Gretel die Rückkehr ihres Mannes aufgenommen hat - so ganz, als ob sie sich letzte Woche erst noch gesehen hätten und nicht einige Jahrzehnte lang.
Aber irgendwie fühlt sich das Ganze auch ein bisschen gut an, wenigstens einer unserer Helden hat seine Heimat wieder und scheint "aufgeräumt" zu sein. Das mit der Kapitulation werden sie ihm schon noch beibringen, denke ich...
Das stimmt. Mit dem Krieg hat er recht schnell abgeschlossen, aber nach 60 Jahren im Bunker sind die Soldaten bestimmt alle recht kriegsmüde und für Konrad war es die Heimkehr, die ihm das deutlich vor Augen geführt hat. Die anderen Soldaten fühlen bestimmt ähnlich, aber ihnen fehlt wohl noch der Anlass, ihre Uniform an den Nagel zu hängen.

Unterdessen gibts die erste Begegnung zwischen Evelyn und Benny, da hat ja wohl unter der Dusche voll der Blitz eingeschlagen bei den beiden!  ;D Sehr witzig, die Szene aus beiden Perspektiven serviert zu bekommen; das hat mir gut gefallen.
Diese Szene hat mir auch sehr gut gefallen. Das scheint mir der Punkt zu sein, ab dem Ben und Evelyn sich näher kommen, vorher die Begegnungen schienen eher kühl und distanziert.

Evelyn ist mir allerdings bisher nicht sonderlich sympathisch geworden. Sie läuft total planlos durch die Gegend und macht sich vor ihren Untergebenen und auch sämtlichen anderen Beteiligten nur lächerlich. Ihrer Vorgeschichte nach hat sie sich vor ihrer Beförderung sehr für den Kampf gegen den Rechtsextremismus engagiert, aber nun wird sie nur noch als Schachfigur der Politiker missbraucht.
Besonders negativ aufgefallen ist mir Wolf Jäger. Ich bin auch der Ansicht, dass er und Fritz von Jagemann Brüder sind und nun ist ihm jedes Mittel recht, dieses schwarze Schaf der Familie verschwinden zu lassen oder zumindest jede Verbindung zu ihm zu kappen.

Frage an Hans:
Die ganzen Ausführungen von Wolf Jäger zum Thema UN-Charta und Feindstaat: gibt es diese Klauseln wirklich und sind sie immer noch in Kraft? Und wie bist Du überhaupt darauf aufmerksam geworden und hast sie in deinen Roman eingebaut?

Der letzte Abschnitt des Dienstags lässt mich jedenfalls nichts Gutes für die drei verbleibenden Bunkerbewohner ahnen, wenn Wolf Jäger sinngemäß sagt, dass sie "tot oder lebendig" geschnappt werden müssen. Schließlich geht es mir hier wie Miramis:
Mir geht es da ein bisschen wie Benny, mir ist er nicht so unsympathisch, wie er eigentlich sein sollte. Sein fast schon naiver Blick auf das tägliche Geschehen, seine Entrüstung über Gerüchte, dass Kriegsgefangene erschossen werden und sein treue Verehrung für Liesbeth... hm, das macht es mir schon einigermaßen schwer, in ihm den bösen Nazi zu sehen.

LG Myriel

Offline Miramis

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Re: 03 - Die Nachhut - Dienstag (Seite 141 bis Seite 225)
« Antwort #5 am: 27. Dezember 2009, 13:22:03 »
Evelyn ist mir allerdings bisher nicht sonderlich sympathisch geworden. Sie läuft total planlos durch die Gegend und macht sich vor ihren Untergebenen und auch sämtlichen anderen Beteiligten nur lächerlich. Ihrer Vorgeschichte nach hat sie sich vor ihrer Beförderung sehr für den Kampf gegen den Rechtsextremismus engagiert, aber nun wird sie nur noch als Schachfigur der Politiker missbraucht.
Ich finde Evelyn als Figur sehr gelungen - nach außen hin die super-toughe Frau, die auf der Karriereleiter voll durchstartet, aber innerlich voller Zweifel, Zerissenheit und Unwissenheit. Dass sie so ein schlechtes Bild abgibt, ist ja nur ihrer Selbstbetrachtung zu verdanken; nach außen hin würde das dem Betrachter vermutlich gar nicht auffallen, dass sie so planlos ist. Jedenfalls solange Schiller seinen Job macht.  ;) Mir ist sie auch sympathisch in ihrer entwaffnenden Ehrlichkeit.

Frage an Hans:
Die ganzen Ausführungen von Wolf Jäger zum Thema UN-Charta und Feindstaat: gibt es diese Klauseln wirklich und sind sie immer noch in Kraft? Und wie bist Du überhaupt darauf aufmerksam geworden und hast sie in deinen Roman eingebaut?
Ja, das interessiert mich auch. Hab an dieser Stelle ziemlich gestaunt...

Ich fand es ja schon auch ziemlich witzig, die Unterschiede zwischen den Herren und den Neonazis zu sehen. Jeder interpretiert eben alles so nach seinen Regeln, und manchmal reden sie echt total aneinander vorbei. Hat mir gut gefallen ;)
Ja, ich fand das auch sehr gekonnt gemacht, originell und teilweise sehr bizarr. Also genau nach meinem Geschmack.  ;)

Viele liebe Grüße
Miramis

Offline Myriel

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Re: 03 - Die Nachhut - Dienstag (Seite 141 bis Seite 225)
« Antwort #6 am: 29. Dezember 2009, 13:15:02 »
Ich finde Evelyn als Figur sehr gelungen - nach außen hin die super-toughe Frau, die auf der Karriereleiter voll durchstartet, aber innerlich voller Zweifel, Zerissenheit und Unwissenheit. Dass sie so ein schlechtes Bild abgibt, ist ja nur ihrer Selbstbetrachtung zu verdanken; nach außen hin würde das dem Betrachter vermutlich gar nicht auffallen, dass sie so planlos ist. Jedenfalls solange Schiller seinen Job macht.  ;) Mir ist sie auch sympathisch in ihrer entwaffnenden Ehrlichkeit.

Die Diskrepanz zwischen ihrem äußeren Auftreten und den innerlichen Zweifeln ist schon gut dargestellt, da geb ich Dir recht. Allerdings wirkt es auf mich durchaus so, dass auch nach außen deutlich wird, wie wenig Evelyn eigentlich in der ganzen Affäre drin steckt. Schon auf der ersten Besprechung, als es um die Schüsse auf den Bus ging, wusste sie nicht, was Sache war. Und es wurde später nicht besser. Sicher, Schiller macht seinen Job gut und hält die Ermittlungen am laufen, aber eher an Evelyn vorbei und nicht mit ihr. Das wurde auch sichtbar, als die beiden mit dem Verfassungsschutz die Versammlung der Neonazis und Fritz' Rede gehört haben. Da wusste Evelyn auch nicht, was Schiller mit den Leuten vom Verfassungsschutz vereinbart hatte und da wurde es für sie wieder peinlich. Gehört es nicht zu ihren Aufgaben, sich vorher zu informieren, welche Deals mit anderen Behörden gemacht werden und wo die Grenzen ihrer Möglichkeiten liegen? Sie ist doch schließlich die Chefin ihrer Abteilung, da sollte sie auch Eigeninitiative entwickeln und sich nicht ständig von ihren Leuten überfahren lassen.  :-\

LG Myriel

Offline Miramis

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Re: 03 - Die Nachhut - Dienstag (Seite 141 bis Seite 225)
« Antwort #7 am: 29. Dezember 2009, 13:57:19 »
Gehört es nicht zu ihren Aufgaben, sich vorher zu informieren, welche Deals mit anderen Behörden gemacht werden und wo die Grenzen ihrer Möglichkeiten liegen? Sie ist doch schließlich die Chefin ihrer Abteilung, da sollte sie auch Eigeninitiative entwickeln und sich nicht ständig von ihren Leuten überfahren lassen.  :-\
Da hast du schon recht, aber ich denke, der Schritt von der Aktivistin und Einzelkämpferin zur Behördenleiterin war einfach zu groß für sie. Und nun muss sie eben Lehrgeld zahlen... zumal sie, wie gesagt, von Anfang an nur Marionette von Wolf Jäger war.

Offline waal

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Re: 03 - Die Nachhut - Dienstag (Seite 141 bis Seite 225)
« Antwort #8 am: 30. Dezember 2009, 14:01:08 »
Frage an Hans:
Die ganzen Ausführungen von Wolf Jäger zum Thema UN-Charta und Feindstaat: gibt es diese Klauseln wirklich und sind sie immer noch in Kraft? Und wie bist Du überhaupt darauf aufmerksam geworden und hast sie in deinen Roman eingebaut?

Hallo. Die Klauseln stehen nach wie vor in der UN-Charta. Völkerrechtler sind sich uneinig, in wie fern sie noch Gültigkeit besitzen. Auf jeden Fall scheint der Aufwand (neue Charta, Mehrheiten unter den Mitgliedsländern zu organisieren kostet Milliarden und ander Zugeständnisse) größer als die reale Gefahr für D zu sein. Schön ist es trotzdem nicht und natürlich dienen die Feindstaatenklauseln, ebenso wie der fehlende Friedensvertrag gern als Vorlage für revisionistische Vergangheitsspinner. Mir haben dieses Sachen Spaß gemacht, weil sie faktisch stimmen und als Widerhaken den bis heute oft grotesken Umgang mit dem Thema illustrieren, ebenso die Cola-Werbung in HJ-Mitgliedsbüchern, die Dresdner als Hausbank der SS, der verschwiemelte Umgang von Verfassungsschutz mit NPD usw. Beste Grüße

Offline Myriel

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Re: 03 - Die Nachhut - Dienstag (Seite 141 bis Seite 225)
« Antwort #9 am: 30. Dezember 2009, 16:43:23 »
Da hast du schon recht, aber ich denke, der Schritt von der Aktivistin und Einzelkämpferin zur Behördenleiterin war einfach zu groß für sie. Und nun muss sie eben Lehrgeld zahlen... zumal sie, wie gesagt, von Anfang an nur Marionette von Wolf Jäger war.
Das mit dem Lehrgeld ist sehr schön ausgedrückt. Hoffentlich findet sie rechtzeitig zu sich selbst und hilft Wolf Jäger nicht dabei, seinen Bruder (?) aus Eigennutz aus dem Weg zu räumen.

Mir haben dieses Sachen Spaß gemacht, weil sie faktisch stimmen und als Widerhaken den bis heute oft grotesken Umgang mit dem Thema illustrieren, ebenso die Cola-Werbung in HJ-Mitgliedsbüchern, die Dresdner als Hausbank der SS, der verschwiemelte Umgang von Verfassungsschutz mit NPD usw. Beste Grüße
Das mit der Cola-Werbung konnte ich ebenso wie die Neonazis auf der Versammlung auch erstmal nicht glauben, so grotesk mutet es heute rückblickend an. An der Stelle fand ich es super dargestellt, wie die Neonazis mit "genehmen" und "unangenehmen" Fakten umgehen. Dass da viel verschwiegen und verdreht wird, wird wohl zu einem immer größeren Problem, denn die Zeitzeugen wie Fritz, die das richtig stellen könnten, sterben langsam aber sicher aus.

LG Myriel