Autor Thema: 02 - Der grüne Chinese - Seite 63 bis Seite 119  (Gelesen 1098 mal)

Offline Papyrus

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Re: 02 - Der grüne Chinese - Seite 63 bis Seite 119
« Antwort #15 am: 20. November 2009, 19:49:32 »
@ Dagmar

Soviel kann ich jetzt schon sagen: du bist eine tolle Leserundenbegleiterin!   8)


Dem schließe ich mich an   
Lesende Grüße
Papyrus

Offline Elfe

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Re: 02 - Der grüne Chinese - Seite 63 bis Seite 119
« Antwort #16 am: 20. November 2009, 22:03:05 »
Hallo, ihr Lieben,

melde mich etwas müde und erschlagen nach fast schlaflosen Nächten zurück. Die OP war erfolgreich, zumindest hoffe ich das. Dem Hund geht es den Umständen entsprechend gut, er muss halt jetzt langsam wieder auf 4 Beinen laufen lernen.
Danke für eure Anteilnahme.
Ich habe in meinen Nachtwachen natürlich schon viel weiter gelesen und muss jetzt gut aufpassen, dass ich nicht spoilere.

 
@ Dagmar

Soviel kann ich jetzt schon sagen: du bist eine tolle Leserundenbegleiterin!   8)


Dem schließe ich mich an   

Dieser Meinung bin ich allerdings auch.


Zu Beginn des 2 Leseparts hat mich besonders gefreut, dass Opa mit einem mal so quasi zu neuem Leben erwacht.
Er, der phasenweise demente Züge entwickelte, ist nun mit der Entzifferung der Sütterlin-Texte auf den Verpackungsbögen gefordert und es macht ihm sichtlich Spaß.
Zumal er gleich analysiert, dass die Schenkerin möglicherweise auch die Verfasserin des Textes ist, da beide in der gleichen Wohnung lebten/leben, und dass die Autorin nach allem, was er bis dahin gelesen hat , dem  Anschein nach als detektivische Fähigkeiten hat.

Bei der Beschaffung weiterer Manuskriptblätter erfährt Marie, dass Rosa von Reventlow befürchtet, dass "Leute aus Hamburg" ihr das Haus wegnehmen wollen,da sie anscheinend nicht beweisen kann, dass es ihr gehört.  Ist sie auch phasenweise dement, denn sie berichtet, dass sie 2 Pässe von sich mit 3 verschiedenen Namen gefunden hat. Was hat es damit auf sich?

Rosa ist definitiv nicht die Verfasserin, stellt sich die große Frage, wer dann?
Wirklich sympathisch ist mir die Szene, in der die beiden Frauen die Flasche Cognac leeren. Marie gewinnt dadurch vermehrt das Vertrauen von Rosa.

Der "Elch" entwicklet sich zu Linus Stein  und anscheinend langsam aber sicher zum Gegenspieler Fritz' .
Bin mal gespannt, was sich da so im Verlauf der Handlung noch tut.

Tja, und dann kommt der Zeitsprung. 1909. Das Jahr übrigens, ab dem Rosa von Reventlow mit ihrer Familie in dem Berliner Haus wohnt.

Und jetzt muss ich mal was fragen:  die Autorin der Groschenromane heißt "Wanda von Brannburg". Das Schloss, auf dem die Baronesse Wendeline (Wanda) lebt, nennt sich  Branndenburg. Da es außerhalb von Berlin liegt, liegt es in Brandenburg.
Wortspielerei oder Laune der Autorin?

Wanda  entstammt feinster Adelsfamilie mit ganz expliziten gesellschaftlichen Regeln. Ihre Hochzeit, die der Zusammenführung zweier großer Güter dienen soll, ist vorausgeplant. Gegen ihre eigenen Intentionen.

Wie erstaunlich dann doch, dass es im Verlauf eines gesellschaftlichen Abendessens in einem solchen Hause einen erregten Streit dess Hausherrn mit einem Gast, dem amerikanischen Rechtsanwalt gibt, dessen Leiche Wanda später in der Schlucht neben dem Schloss findet.
Was stimmt da nicht? Es bleibt die Frage nach dem Anlass und dem Hintergrund. Hat Otto von Brannenburg mit dem Unfall zu tun, oder ist es sogar Mord? Sehr dubios das alles.

Onkel Gustav und Tante Emmy, Verwandte, die dabei sind, ein Schloss zu bauen, aber auch mit einem der neuen  Ford Automobil, einer Tin Lizzy, vorfahren, bringen ein bisschen Berliner Flair in die Runde.  Man staunt.
Und Wanda staunt, weil sie das Angbot bekommt, die beiden bei einer Reise nach Amerika zu begleiten.
Aber auch zwischen Otto von Brannenburg und Gustav gibt es Dinge, die unausgesprchen sind und Anlass zu Spekulationen geben.

Viele Fragezeichen in der "Vergangenheit",  und vor allen Dingen auch die Überlegung, wie das alles mit der Gegenwart in Verbindung steht.





« Letzte Änderung: 21. November 2009, 00:08:22 von Elfe »
Grüßchen
Elfe

Offline Dagmar S.

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Re: 02 - Der grüne Chinese - Seite 63 bis Seite 119
« Antwort #17 am: 21. November 2009, 00:35:00 »

Hallo Elfe,

schön, dass du wieder dabei bist und dass dein Hund die OP überstanden hat!

Ob Wanda von Brannburg heißt oder von Branndenburg ist keine Laune der Autorin und auch kein Druckfehler. Mehr will ich dazu nicht sagen. Auf jeden Fall hast du hier etwas Wichtiges entdeckt.

Das Maries Opa jetzt so kluge Dinge sagt und so schön auftaut, obwohl er doch manchmal so dement wirkt, oder beinahe-dement... Stimmt, das ist mir ganz wichtig. Ich kenne das von mir und auch von anderen, dass alte Leute oft ganz schnell in diese Schublade kommen. Nur, weil ich keine Zeit habe, wirklich genau zuzuhören, was sie sagen. Oder weil ich sie sowieso  schon in diese Schublade alt und dement gesteckt habe - und deshalb gar nicht mehr damit rechne, dass von ihnen etwas Kluges kommen kann. Darum entgehen mir dann ihre Weisheiten. - Und darum macht Marie mehr als einmal diese Erfahrung. Wenn sie Opa wirklich zuhört, hat sie einen tollen Partner in ihm, der die Ermittlungen richtig voranbringt. 

Danke für deine tollen Bemerkungen.
Einen schönen Abend noch
Dagmar


   


Offline Papyrus

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Re: 02 - Der grüne Chinese - Seite 63 bis Seite 119
« Antwort #18 am: 21. November 2009, 00:36:26 »
Und das Datum muss drüber stehen (klein gedruckt, ich weiß, tut mir leid) - weil der 28.August 1909  ein wichtiger Tag für die Stadt Berlin ist.

Ich bin jetzt genau bei diesem Datum angekommen und gespannt, was mich erwartet. Das Internet hat mir keine wirkliche Antwort geliefert warum es ein wichtiger Tag für Berlin ist.  :lesen:
Lesende Grüße
Papyrus

Offline Elfe

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Re: 02 - Der grüne Chinese - Seite 63 bis Seite 119
« Antwort #19 am: 21. November 2009, 20:33:11 »
Und das Datum muss drüber stehen (klein gedruckt, ich weiß, tut mir leid) - weil der 28.August 1909  ein wichtiger Tag für die Stadt Berlin ist.

Ich bin jetzt genau bei diesem Datum angekommen und gespannt, was mich erwartet. Das Internet hat mir keine wirkliche Antwort geliefert warum es ein wichtiger Tag für Berlin ist.  :lesen:

Zeppelin-Ankunft!!!!

Und ich bin jetzt etwa verwirrt, denn guckt mal hier: einen Tag später!!!

http://www.gutshof-britz.de/ausstellungen/berliner-operette/luftschifffahrt.htm



« Letzte Änderung: 23. November 2009, 00:28:12 von Elfe »
Grüßchen
Elfe

Offline Papyrus

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Re: 02 - Der grüne Chinese - Seite 63 bis Seite 119
« Antwort #20 am: 22. November 2009, 20:02:10 »
Danke Elfe,

Du bist also auch genau so verwirrt wie ich. Geht es um die Ankunft des Zeppelins habe ich nämlich auch den 29.08. gefunden. Die Suche mit dem Datum 28.08. blieb aber erfolglos  ::)
Lesende Grüße
Papyrus

Offline Miramis

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Re: 02 - Der grüne Chinese - Seite 63 bis Seite 119
« Antwort #21 am: 13. Januar 2010, 18:25:40 »
Noch ein paar verspätete Leseeindrücke meinerseits - leider ist die Leserunde ziemlich an mir vorbeigegangen, aber das lag bestimmt nicht am Buch.

Na, da scheint sich ja etwas anzubahnen - wird Marie wohl irgendwann ihren Fritz in die Wüste schicken (natürlich im BMW ;D) und Linus Stein seinen Platz einnehmen? Das hab ich mich vor allem beim Lesen gefragt, denn die zwei scheinen recht gut zu harmonieren, auch wenn Marie im Moment etwas wirr im Kopf ist.  ;)

Maries Aufenthalt in Rose von Reventlows Wohnung fand ich reichlich bizarr - offenbar ist der Opa nicht der einzig Demenzkranke in diesem Roman. Schwer beeindruckt war ich von den Original-Gemälden, ein echter Van Gogh, das ist ja schon eine kleine Sensation, dass der so einfach in einer Wohnung hängt. Und dann wird erstmal Grüner Chinese getrunken, anschliessend Cognac, oh lá lá... ;D

Und dann tauchen wir ein in das Berlin des Jahres 1909 - wunderbar, die Atmosphäre und die Lebendigkeit der Stadt durch die Augen eines jungen adligen Mädchens zu sehen. Schon etwas lästiger war mir da die Frau der Baronesse von Branndenburg, die nur ihr Menü im Kopf hat und den Teint ihrer Töchter. Oh je, und die Tochter so freiheitsliebend und gar nicht auf Linie - ob das wohl gutgeht? 

Ab hier haben wir auch die von mir bislang vermisste Krimikomponente - das lässt sich ja alles recht spannend und temporeich an; der Schusswechsel im Büro und der anschliessende Fund des toten Amerikaners in der Schlucht. Was für eine Aufregung!

Mir gefällt Wanda jedenfalls recht gut, gleichzeitig bin ich aber auch sehr neugiereig, wie es mit Marie wohl weitergeht.