Hallo, ihr Lieben,
melde mich etwas müde und erschlagen nach fast schlaflosen Nächten zurück. Die OP war erfolgreich, zumindest hoffe ich das. Dem Hund geht es den Umständen entsprechend gut, er muss halt jetzt langsam wieder auf 4 Beinen laufen lernen.
Danke für eure Anteilnahme.
Ich habe in meinen Nachtwachen natürlich schon viel weiter gelesen und muss jetzt gut aufpassen, dass ich nicht spoilere.
@ Dagmar
Soviel kann ich jetzt schon sagen: du bist eine tolle Leserundenbegleiterin! 
Dem schließe ich mich an
Dieser Meinung bin ich allerdings auch.
Zu Beginn des 2 Leseparts hat mich besonders gefreut, dass Opa mit einem mal so quasi zu neuem Leben erwacht.
Er, der phasenweise demente Züge entwickelte, ist nun mit der Entzifferung der Sütterlin-Texte auf den Verpackungsbögen gefordert und es macht ihm sichtlich Spaß.
Zumal er gleich analysiert, dass die Schenkerin möglicherweise auch die Verfasserin des Textes ist, da beide in der gleichen Wohnung lebten/leben, und dass die Autorin nach allem, was er bis dahin gelesen hat , dem Anschein nach als detektivische Fähigkeiten hat.
Bei der Beschaffung weiterer Manuskriptblätter erfährt Marie, dass Rosa von Reventlow befürchtet, dass "Leute aus Hamburg" ihr das Haus wegnehmen wollen,da sie anscheinend nicht beweisen kann, dass es ihr gehört. Ist sie auch phasenweise dement, denn sie berichtet, dass sie 2 Pässe von sich mit 3 verschiedenen Namen gefunden hat. Was hat es damit auf sich?
Rosa ist definitiv nicht die Verfasserin, stellt sich die große Frage, wer dann?
Wirklich sympathisch ist mir die Szene, in der die beiden Frauen die Flasche Cognac leeren. Marie gewinnt dadurch vermehrt das Vertrauen von Rosa.
Der "Elch" entwicklet sich zu Linus Stein und anscheinend langsam aber sicher zum Gegenspieler Fritz' .
Bin mal gespannt, was sich da so im Verlauf der Handlung noch tut.
Tja, und dann kommt der Zeitsprung. 1909. Das Jahr übrigens, ab dem Rosa von Reventlow mit ihrer Familie in dem Berliner Haus wohnt.
Und jetzt muss ich mal was fragen: die Autorin der Groschenromane heißt "Wanda von
Brannburg". Das Schloss, auf dem die Baronesse Wendeline (Wanda) lebt, nennt sich
Branndenburg. Da es außerhalb von Berlin liegt, liegt es in
Brandenburg.
Wortspielerei oder Laune der Autorin?
Wanda entstammt feinster Adelsfamilie mit ganz expliziten gesellschaftlichen Regeln. Ihre Hochzeit, die der Zusammenführung zweier großer Güter dienen soll, ist vorausgeplant. Gegen ihre eigenen Intentionen.
Wie erstaunlich dann doch, dass es im Verlauf eines gesellschaftlichen Abendessens in einem solchen Hause einen erregten Streit dess Hausherrn mit einem Gast, dem amerikanischen Rechtsanwalt gibt, dessen Leiche Wanda später in der Schlucht neben dem Schloss findet.
Was stimmt da nicht? Es bleibt die Frage nach dem Anlass und dem Hintergrund. Hat Otto von Brannenburg mit dem Unfall zu tun, oder ist es sogar Mord? Sehr dubios das alles.
Onkel Gustav und Tante Emmy, Verwandte, die dabei sind, ein Schloss zu bauen, aber auch mit einem der neuen Ford Automobil, einer Tin Lizzy, vorfahren, bringen ein bisschen Berliner Flair in die Runde. Man staunt.
Und Wanda staunt, weil sie das Angbot bekommt, die beiden bei einer Reise nach Amerika zu begleiten.
Aber auch zwischen Otto von Brannenburg und Gustav gibt es Dinge, die unausgesprchen sind und Anlass zu Spekulationen geben.
Viele Fragezeichen in der "Vergangenheit", und vor allen Dingen auch die Überlegung, wie das alles mit der Gegenwart in Verbindung steht.