Mit reichlicher Verspätung gebe ich auch meinen Zieldurchlauf bekannt.
Gleich mal zum Grünen Chinesen: für mich war er nicht nur das Bindeglied zwischen Wanda und Marie, die beide diesen köstlichen Tee in der Oranienburger Straße getrunken haben. Sondern: das Vorhandensein der Zeppelin-Teekanne ist doch letztendlich der Beweis, dass Wanda tatsächlich gelebt hat und bei der geplanten Zeppelin-Fahrt dabei war! Ich hoffe, ich hab das nicht völlig falsch interpretiert...
Dass der Groschenroman so abrupt endet, tat mir schon ein wenig leid. Gerne hätte ich ihn bis zum Schluss gelesen... Immerhin erfahren wir, dass Wanda und Justus überleben und von dem Polizisten von Reventlow gerettet werden. Alle anderen im Haus werden Opfer des kaiserlichen Geheimdienstes. Wie grausam! Inzwischen leuchtet mir aber auch die Brisanz der Sache ein; Emmy und Gustav haben sich da weit aus dem Fenster gelehnt und wollten durch ihre Aktion die Kräfte in Europa stabilisieren, um einen Krieg zu vermeiden. Grund genug, sie aus dem Weg zu räumen...
Am Ende hatte ich schon noch ein wenig Bammel, dass in der Kaisergruft plötzlich noch die dicke Überraschung auf uns wartet, aber ganz umsonst - Wanda und Justus sind dort nicht eingemauert worden und hatten sicher noch ein wunderbares Leben zusammen. Und wenn es darüber weiteren Lesestoff geben sollte, lasse ich mich gerne ein weiteres mal begeistern.
Viele liebe Grüße
Miramis