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Woher nehmt ihr eure Ideen?

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Angelcurse:
Hallo,

mich interessiert bei Autoren immer sehr, woher sie ihre vielen Ideen nehmen. Führt ihr auch Buch über eure Ideen? Ich selbst würde auch gerne schreiben, aber ich habe nur wenige Ideen - und die, die ich habe, kann ich nur unheimlich schwer konkretisieren. Es ist, als wären sie vor meinem inneren Auge nur verschwommen wahrnehmbar.

Wie macht ihr das?

Liebe Grüße
Angelcurse

Solas:
Hallo, Angelcurse!
Schön, von Dir zu lesen!
Meist entstehen meine Ideen aus Themen heraus, die mich interessieren (Französische Revolution  8)). Wenn mich solch ein Thema dann gepackt hat, beginne ich, mich damit zu beschäftigen. Ein Teil meines Gehirns denkt quasi ständig  darüber nach. Da mischen sich dann angelesene Fakten mit den Figuren einer neuen Idee und einzelnen Szenen.  In gewisser Weise trägt meine ganze Umwelt zur Weiterentwicklung der Idee bei, ob das nun der Mitreisende in der Bahn ist, oder bestimmte Lichtverhältnisse, oder vielleicht ein Fuchs, den ich bei einem Spaziergang sehe. Eine Idee kann zu Anfang auch ganz „klein“ sein, das Interesse an einem historischen Zeitabschnitt, ein Satz, eine Figur ... Ja, ich führe Buch über meine Ideen, da ist Konkretes und weniger Konkretes drin, auch ich nehme vieles erst verschwommen war und manches wird sich wahrscheinlich nie konkretisieren.

Liebe Grüße

Kirsten  :winken:

Simone:
Geschichten entstehen bei mir aus den Beziehungen der Menschen untereinander.

Mal erzählt mir jemand von einem Unbekannten, der einen ausgefallenen Beruf hat, mal lese ich eine kleine Randnotitz über einen Menschen, der einer ungewöhnlichen Berufung nachgeht in der Presse. Es ist einfach nur die Berufsbezeichnung, die mich in Unruhe versetzt. "Ich bin Falkner", sagte so zum Beispiel jemand zu mir, der plötzlich vor mir stand...oder, "...die Polarforscher sind aber priviligiert..."
Soetwas schnappe ich auf und dann beginnt mein Abenteuer, mir zunächst das Berufsbild anzueignen (also meine Hausaufgaben zu machen) um danach konkret und fachlich gewappnet auf solche Menschen zuzugehen.

Ich habe schon Berufe für die nächsten fünf Jahre im Kopf, denen ich nachgehen werde. Dabei lasse ich mich von diesen wahrhaftigen Begegnungen gern gefangen nehmen und hole dann die Begeisterung dieser Menschen in Romanform an die Öffentlichkeit.

So arbeiten zu dürfen, ständig umgeben von leuchtenden Augen, Geschichten zu lauschen, die mir diese Menschen aus ihren Leben erzählen, ist ein zutiefst erfüllende Aufgabe als Schriftstellerin. Oft kennen diese Menschen widerum andere, die einer ebenso abenteuerlichen Berufung ihr Leben gewidmet haben. Und dann spüre ich schon wieder die Unruhe in mir...und mein Job beginnt wieder von vorn...

Grüße
Simone

Dirk Bernemann:
Der Blick. Aus. Dem. Fenster.

d.

Maren:
Meine Ideen kommen mir ganz automatisch, oft bei ganz simplen Tätigkeiten wie Kartoffel schälen, Haare waschen oder mit meiner Hündin rumtoben.

Buch führe ich darüber nicht; wenn ich eine Idee hab und nicht direkt an den PC kann, schreibe ich sie auf. Stift und papier hab ich ja immer bei mir.

Viel Inspiration bieten mir auch alltägliche geschehnisse und interessante Menschen. Da guck ich mir dann gerne was ab, um skurile Charaktere glaubhaft zu beschreiben.
Nein, ich starre Leute nicht an und liege auch nicht den halben Tag aus dem Fenster, um meine Nachbarn zu bespitzeln ;D
Aber es kommt halt schon vor, dass sich der eine oder andere in einer Geschichte von mir wiederfinden kann. Allerdings verändert und der Handlung angepaßt.

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