Geschichten entstehen bei mir aus den Beziehungen der Menschen untereinander.
Mal erzählt mir jemand von einem Unbekannten, der einen ausgefallenen Beruf hat, mal lese ich eine kleine Randnotitz über einen Menschen, der einer ungewöhnlichen Berufung nachgeht in der Presse. Es ist einfach nur die Berufsbezeichnung, die mich in Unruhe versetzt. "Ich bin Falkner", sagte so zum Beispiel jemand zu mir, der plötzlich vor mir stand...oder, "...die Polarforscher sind aber priviligiert..."
Soetwas schnappe ich auf und dann beginnt mein Abenteuer, mir zunächst das Berufsbild anzueignen (also meine Hausaufgaben zu machen) um danach konkret und fachlich gewappnet auf solche Menschen zuzugehen.
Ich habe schon Berufe für die nächsten fünf Jahre im Kopf, denen ich nachgehen werde. Dabei lasse ich mich von diesen wahrhaftigen Begegnungen gern gefangen nehmen und hole dann die Begeisterung dieser Menschen in Romanform an die Öffentlichkeit.
So arbeiten zu dürfen, ständig umgeben von leuchtenden Augen, Geschichten zu lauschen, die mir diese Menschen aus ihren Leben erzählen, ist ein zutiefst erfüllende Aufgabe als Schriftstellerin. Oft kennen diese Menschen widerum andere, die einer ebenso abenteuerlichen Berufung ihr Leben gewidmet haben. Und dann spüre ich schon wieder die Unruhe in mir...und mein Job beginnt wieder von vorn...
Grüße
Simone