Hallo liebe Leserunde,
hallo liebe Sabine,
jetzt geht sie also endlich los, die langerwartete Leserunde zu Sabines neuem Buch!

Hat dieses eigentlich ein recht ungewöhnliches Format - oder kommt das nur mir so vor? Das Buch erscheint mir sehr schmal (und - zum Glück - auch sehr dick!)...
Aber egal, nun zur Handlung:
Als erstes lernen wir Martin kennen, einen Söldner und Schwerenöter. Ob er mir sympatisch ist, kann ich an dieser Stelle noch nicht sagen. Für den Moment schneidet er mir in der Kneipenszene ein wenig zu sehr auf und ist - wengstens was Frauen angeht - ja auch mächtig von sich und seinen körperlichen Vorzügen überzeugt. Dass er dabei auch ungewaschen ist, scheint ihn selbst wenig zu stören, mich aber irgendwie schon.

Außerdem, so erfahren wir, ist der gute Martin Berufspilger und in diesem "Amt" bereits schon zweimal im Heiligen Land gewesen. Und er kann, wie es scheint, mit Geld nicht besonders umgehen. Jedenfalls hat er bereits das elterliche Rittergut in den Ruin gewirtschaftet...

Und damit auch "Care & Comfort" nicht zu kurz kommt, erfreut uns Sabine auch sogleich mit einer zünftigen Wirtshausschlägerei, bei auch der gute Martin ein paar verpasst bekommt, aber dennoch seinen vorlauten Mund nicht halten kann.

Etwas kurzangebundener ist er erst wieder, als sein Bruder, Pater Alban, auftaucht und ihm den Vorschlag macht einen Abt nach Konstanz zum Konzil zu begleiten.
Was ich von Alban halten soll, weiß ich noch nicht so recht. Er ist das Gegenteil von Martin, für meinen Geschmack aber bislang deutlich zu unterwürfig. Aber vielleicht ändert sich das ja noch?!
Außerdem ist Alban ein heimlicher Anhänger von Hus, der während des Konzils als Ketzer angeklagt ist. Der Abt Rogastus hingegen will nach Konstanz, um die Verurteilung von Hus zu erwirken. Da befindet sich Alban in einer wirklichen Zwickmühle, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass der Abt ihn frei gewären lassen wird, stehen sich ihre Ziele doch völlig entgegen!
Und auch Martin legt sich sogleich mit Rogastus an. Da ist auf ihn Verlass!

Dass ihm der Abt aber gleich die Hälfte seines Soldes kürzt, ist eine Frechheit, denn immerhin erreicht er Konstanz doch sicher und unverletzt - selbst wenn Martin das auf etwas anderem Wege erreicht hat, als Rogastus es sich gewünscht hatte.
Besonderen Eindruck hinterließ bei mir auch das Kloster der Augustiner, in dem die Huren scheinbar ein uns aus gehen. Fast scheint es, als ob der Rest der Konstanzer Bevölkerung weniger "umtriebig" sei, als diese Männer Gottes.

Doch was ist, liebe Sabine, bitte "welsches Volk"? Diesen Begriff habe ich noch nie zuvor gehört...
Die Konstanzer Stadttore sind jedenfalls geschlossen, um Papst Johannes XXIII. daran zu hindern, die Stadt zu verlassen, bevor das Konzils über seine Zukunft entschieden hat. Das birgt sicherlich noch Stoff für Verwirrungen und Verwicklungen...
Ein wenig erstaunt mich, dass Martin eine Laute mit sich herumschleppt - nicht sehr handlich und im Kampf sicherlich hinderlich. Aber vielleicht hätte er sie Rogastus über den Kopf ziehen können, als dieser ihm, sicher in der Stadt angekommen, sogar seinen GESAMTEN Sold verweigert. So eine Frechheit!!!

Da gönne ich es dem Abt doch, dass auch er im Kloster nur eine kleine Zelle zugewiesen bekommt!
Das Verhältnis zwischen Alban und seinem Abt scheint auch ein eher seltsames zu sein. Jedenfalls finde ich es schon sehr merkwürdig, dass Rogastus Alban den Hinterkopf tätschelt - igitt!!!

Aber wir werden ja sehen, was noch kommt! Ich habe jetzt schon den Eindruck, dass Sabine sich in Sachen Handlung auch diesmal nicht Lumpen lassen wird! Raum für Verwicklungen ist jedenfalls schon reichlich vorhanden...

Geez,
Imlammenien
