Autor Thema: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)  (Gelesen 5737 mal)

Offline Tammy1982

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #15 am: 05. Februar 2009, 22:41:51 »
Hallo Ihr Lieben,

Das mit dem Care&Comfort war mir gar nicht bewusst. Wenn ich so drüber nachdenke, triffts aber zu, auch für dieses Buch. Leidende Helden sind so anbetungswürdig!
Ja, da kann ich dir nur zustimmen!  8) ;D
Vielen lieben Dank für den Link zu der Karte und die genaue Beschreibung! Das ist ja super!  :-*

Das Verhältnis zwischen Alban und seinem Abt scheint auch ein eher seltsames zu sein. Jedenfalls finde ich es schon sehr merkwürdig, dass Rogastus Alban den Hinterkopf tätschelt - igitt!!!  :o

Hier ist auch mir eine Art Gänsehaut über den Rücken gelaufen. Ähhh... da steckt doch was dahinter?
Oh ja, dieses Genick tätscheln fand ich auch schlimm. Aber ich hatte irgendwie das Gefühl, dass der Abt ganz genau weiß, was in Alban vorgeht und ihm den Kopf schon so mehr als Drohung tätschelt?  :o Aber wahrscheinlich interpretiere ich schon wieder da viel zu viel hinein!  ;)

Ein wenig erstaunt mich, dass Martin eine Laute mit sich herumschleppt - nicht sehr handlich und im Kampf sicherlich hinderlich. Aber vielleicht hätte er sie Rogastus über den Kopf ziehen können, als dieser ihm, sicher in der Stadt angekommen, sogar seinen GESAMTEN Sold verweigert. So eine Frechheit!!!  >:(
Ja, das mit der Laute hat mich auch sehr überrascht. Hätte ich Martin auch gar nicht zugetraut, dass er gerne auf der Laute spielt. Mh, ich merk schon die Figuren sind nicht so, wie sie auf den ersten Blick scheinen! Aber das ist ja auch sehr gut so!  ;)

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

Offline Imlammenien

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #16 am: 05. Februar 2009, 22:46:48 »
Alle? Ich wasche meine Hände in Unschuld, Anschar ist dunkelhaarig. Falls du da auf Bernhard von Markward anspielst, für dessen Haare zeichne ich nicht verantwortlich. ;D
Nö. Für DEN ist Cornelia verantwortlich. Aber du hast dich in der Leserunde zu "Die Rose von Damaskus" schon sehr deutlich für blonde Helden ausgesprochen...  Sowas bleibt natürlich bei uns hängen! :D

Das mit dem Care&Comfort war mir gar nicht bewusst. Wenn ich so drüber nachdenke, triffts aber zu, auch für dieses Buch. Leidende Helden sind so anbetungswürdig!
Eben! Und deshalb nehme ich solchen Umgang mit dem jeweiligen Helden auch stets sehr wohlwollend zur Kenntnis!  ;D

Als ich das Cover gesehen hab, bin ich auch hinten umgekippt. Vor allem deshalb, weil fast alle, die ich gefragt habe, meinten, sie würden es im Buchladen nicht anfassen. Grund für die Wahl war der Erfolg von Catherine Jinks' "Tod des Inquisitor", allerdings erzeugt deren Kirchenknabe auf dem Cover im Zusammenspiel mit dem Titel Spannung, was meiner bescheidenen Meinung nach bei meinem Cover nicht der Fall ist. Naja, ich habe mit meinen Covern bisher immer Glück gehabt, da darf man auch mal Pech haben. Es hätte nur nicht unbedingt bei meinem Lieblingsbuch passieren müssen.
Dein Lieblingsbuch?! Magst du uns verraten, warum du gerade diesen deiner Romane so bezeichnest? Sicherlich hat es mehr damit auf sich, als dass es dein "neuestes Baby" ist, oder?!

Geez,
Imlammenien  :winken:

Offline SabineW

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #17 am: 06. Februar 2009, 03:13:05 »
Habe ich schon mal erwähnt, dass ich eine schwäche für Kerle mit einer großen Klappe habe?

Also, ich wusste das noch nicht. Was das betrifft, sollte Martin dich vollstens zufrieden stellen. ;)

Das neuste Baby ist inzwischen die Eiserne Welt (auch wenn es noch nicht da ist und ich noch dabei bin, Windeln zu häkeln). Der Ketzer ist mein bisheriges (das muss ja nicht so bleiben) Lieblingsbuch, weil er nach meiner Einschätzung das Beste ist, was ich je gezimmert habe. Und vielleicht so schnell nicht wieder hinkriegen werde. Er hat eine Hauptfigur, die 100%ig nach meinem Geschmack ist, und das in einem Genre, in dem die Helden entweder Frauen oder Feingeister sind. Der historische Hintergrund hat mich so fasziniert wie sonst keiner, denn er ist sehr leidenschaftlich - der Ketzer, der auf dem Scheiterhaufen landet, und doch nur ein Geistlicher ist, der in aller Demut seine Meinung sagen will, und das im "Las Vegas des Bodensees" (Zitat Dieter Kühn), wo wirklich so lose Sitten herrschten wie beschrieben. Ich habe Details und Infos gefunden, die sich wunderbar ins Bild einfügen ließen bzw. Bilder erzeugten. Das alles hat zu dem schönsten Schreibrausch geführt, den ich je hatte, und allein dafür ist es mein Lieblingsbuch. Was nicht heißt, dass ich im Nachhinein mit restlos allem zufrieden bin, aber das ist man ja nie.

Offline SabineW

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #18 am: 06. Februar 2009, 03:20:52 »
Aber du hast dich in der Leserunde zu "Die Rose von Damaskus" schon sehr deutlich für blonde Helden ausgesprochen...  Sowas bleibt natürlich bei uns hängen! :D

Ich hatte von Martin nie ein exaktes Bild. Hab ich von meinem Figuren eigentlich nie. Irgendwas zwischen Heath Ledger in Ritter aus Leidenschaft und ... ja, keine Ahnung. Als mir neulich jemand sagte, er würde an den jungen Gerard Depardieu erinnern, war ich doch ziemlich geschockt. Schließlich hat Martin keine Knubbelnase und sieht nicht wie Obelix aus.  ;D Aber beim Googeln bin ich dann auf dieses Bild gestoßen und dachte: DAS isser! Das ist der Sohn (ich weiß aber nicht, was der für ne Statur hat).

Offline kaluma

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #19 am: 06. Februar 2009, 09:09:57 »
Hallo allesamt,

einen wunderschönen Guten Morgen in die Runde, und vor allem auch an Sabine!  :winken:

Ihr legt ja ein mächtiges Tempo vor. Ich dachte eigentlich, ich wäre schon schnell, weil ich den ersten Abschnitt gestern an einem Tag gelesen habe.   :o
Aber schön, daß die Runde hier so lebhaft ist.  :)

Also werde ich jetzt erstmal meine Eindrücke niederschreiben und danach eure Beiträge lesen, ich habe sie jetzt nur schnell überflogen.

Auch mir ist gleich als erstes aufgefallen, daß das Buch sehr dick wirkt. Das liegt am dicken Papier und außerdem finde auch ich, es ist für seine Dicke zu schmal. Wäre es ein paar Millimeter breiter, könnte man es bequemer lesen. Gerade bei den ersten Seiten ist es unbequem aufzuschlagen und neigt auch dazu, alle nasenlang zuzuklappen.
Zusätzlich wird es optisch gestreckt durch die beiden Säulen rechts und links auf dem Coverbild.

Aber dies nur nebenbei. Nun zum Inhalt! Das Buch legt ja rasante Action vor: gleich auf den ersten Seiten eine Kneipenschlägerei! Und dann geht es sofort weiter mit der Anwerbung Martins durch Alban, und dem Aufbruch nach Konstanz. Von Martins Heimatregion und seiner Burg bekommen wir nur wenig mit, eigentlich nur, daß er außer Alban keine Familie mehr hat und die elterliche Burg verfallen läßt.

Auf der Reise nach Konstanz dann die nächste spannungsgeladene Szene, der Überfall. Hier habe ich mich gefragt, wie verzweifelt der Anführer der Wegelagerer gewesen sein muß, sich auf einen Zweikampf mit Martin einzulassen. Der reine Selbstmord, denn er muß gesehen haben, daß Martin ein kräftiger kampferfahrener Soldat und gut in Form ist, und er und seine Schar werden eher als halbverhungert und ärmlich beschrieben... Wie auch immer, Martin meistert die Situation professionell (wie auch später die Überfahrt nach Konstanz und das Überwinden der geschlossenen Stadttore). Der Abt Rogatus versteht das alles gar nicht und erweist sich als fürchterlich arrogant und ausgesprochen undankbar, als er ihm sogar noch den gerechten Lohn verweigert (eigentlich hätte Martin einen Zusatzbonus verdient! >:(). Zusammen mit der Szene im Kloster (als Rogatus seinen Besucher warten läßt, den er schließlich hat kommen lassen) macht  das Rogatus wohl endgültig zum "Unsympathen vom Dienst" in dieser Geschichte. Martin dagegen wird recht sympathisch dargestellt, zwar etwas poltrig, aber ehrlich und geradezu. Nur daß er seine Burg verfallen läßt, gefällt mir nicht. Ich bin gespannt, ob es dafür einen konkreten Grund gibt. Alban konnte sympathiemäßig bei mir sehr stark punkten durch seine Begeisterung für Jan Hus. (ich hoffe nur, daß er es schafft, diese sich Abt Rogatus gegenüber nicht allzu deutlich anmerken zu lassen...)

Im überfüllten Konstanz fiel mir vor allem auf, daß es von Prostituierten nur so zu wimmeln scheint, oder kam das nur den Soldaten so vor, nachdem sie drei Reisewochen hinter sich hatten?  ;)

Aufgefallen ist mir noch, daß Martin eine Laute bei sich hat. Das hätte ich bei einem Soldaten wie ihm eher nicht erwartet, denn so ein Instrument ist ja schon recht sperrig. Zumal er sie offensichtlich mit seiner versehrten rechten Hand nicht richtig spielen kann - es scheint da außer den verlorenen Fingern noch ein weiteres Problem zu geben, denn eigentlich sollte man die Laute mit drei Fingern doch  spielen können...  ???
Wodurch er nun eigentlich die Finger verloren hat, möchte ich mittlerweile auch gern wissen, aber wie es scheint werden wir hier noch ein wenig auf die Folter gespannt.  ;)

Soviel zu Teil eins, heute nachmittag habe ich Zeit zum Weiterlesen.

Viele Grüße
Katja


Offline apassionata

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #20 am: 06. Februar 2009, 09:15:39 »
Den Beginn mit einer Wirtshausschlägerei fand ich ja mal richtig cool. Ich war sofort drinnen im Geschehen und ich muss sagen, dass ich ja wegen dem großen Mundwerk von Martin schon schmunzeln musste. Kriegt er voll eins ab, hat aber noch einen dummen Spruch auf den Lippen. Super!  ;D Habe ich schon mal erwähnt, dass ich eine schwäche für Kerle mit einer großen Klappe habe?

Nein, ich hatte deine Vorliebe in diese Richtung bisher noch nicht vernommen.  ;D
Aber ich verstehe dich gut. Gerade hier bei Martin passt es doch ganz grandios. Immer einen auf Sturkopf und immer eine direkt-spitze Antwort auf den Lippen. Das gefällt auch mir, solange es nicht meiner ist.  ;D

Sein Bruder Alban dagegen war mir ja zuerst ziemlich suspekt und ich habe ihn eigentlich gedacht, dass der der totale Prinzipienreiter ist und nur mit Scheuklappen durch die Gegend läuft.

Diese Umschreibung passt auch für mich sehr gut auf meine Eindrücke von ihm. Das er ein Hus- Anhänger ist wird die Sache wohl noch um einiges beleben.

Martin dagegen scheint einfacher gestrickt zu sein. Vielleicht im Moment noch ein bisschen zu einfach. Obwohl er aber auch schon bewiesen hat, dass er auch weiß seinen Kopf zu gebrauchen und gerade die Aktion, als er alleine gegen den Wegelagerer angetreten ist und damit auch größeres Blutvergießen vermieden hat, ...

Diese Szene mit den Wegelagerern fand ich auch sehr geschickt von Martin eingefädelt. Um so mehr hat es mich dann auch geärgert, als er dafür einen Rüffel von Abt Rogatus bekommen hat.  :(  Klar gab es ein gewisses Risiko, doch menschlich gesehen war es doch für alle Beteiligten viel besser gelöst. Da sollte sich der Abt wohl besser mal ein Beispiel nehmen.

Ach je, sollte er jemals erfahren, dass Alban auch den Thesen von Hus anhängt, dann lässt er ihn ja eiskalt hinrichten!  :o Alban muss sich da, denke ich, noch gut in acht nehmen!    

Ich habe hier eigentlich eher das Gefühl Rogatus weiß es bereits. Denn er genießt es doch viel zu sehr Alban diese Gräueltaten zu erzählen. Schön nach und nach, als zerginge ihm all dies auf der Zunge. Widerlich.

Als ich bei ihrer Ankunft in Konstanz von den Hübschlerinnen gelesen habe, musste ich sofort an den Roman "Die Wanderhure" von Iny Lorentz denken. Der Roman endet ja ca. um die Zeit von dem Konstanzer Konzil und ich finde es schön, hier noch mal darüber zu lesen. Jetzt mal nicht aus der Sicht einer Hübschlerin...  ;)

Stimmt. Überhaupt finde ich es gerade sehr interessant diese Stadt und diese Zeit eben auch mal aus der Perspektive der Männerwelt kennen zu lernen. Ich finde es war eine gute Entscheidung von Sabine dies dieserart zu gestalten und sich somit ein wenig von der allgemein gängigen Schiene zu distanzieren.

Alle? Ich wasche meine Hände in Unschuld, Anschar ist dunkelhaarig. Falls du da auf Bernhard von Markward anspielst, für dessen Haare zeichne ich nicht verantwortlich. ;D
Nö. Für DEN ist Cornelia verantwortlich. Aber du hast dich in der Leserunde zu "Die Rose von Damaskus" schon sehr deutlich für blonde Helden ausgesprochen...  Sowas bleibt natürlich bei uns hängen! :D

Jepp, genau dies ist bei mir auch noch hängen geblieben.  ;)

Ein wenig erstaunt mich, dass Martin eine Laute mit sich herumschleppt - nicht sehr handlich und im Kampf sicherlich hinderlich. Aber vielleicht hätte er sie Rogastus über den Kopf ziehen können, als dieser ihm, sicher in der Stadt angekommen, sogar seinen GESAMTEN Sold verweigert. So eine Frechheit!!!  >:(
Ja, das mit der Laute hat mich auch sehr überrascht. Hätte ich Martin auch gar nicht zugetraut, dass er gerne auf der Laute spielt. Mh, ich merk schon die Figuren sind nicht so, wie sie auf den ersten Blick scheinen! Aber das ist ja auch sehr gut so!  ;)

Sabines Protagos entlüften doch stets gerne ein wenig Potenzial, welches wir zunächst nicht vermuten.
Ich lasse mich hier gerne überraschen.

Ich hatte von Martin nie ein exaktes Bild. Hab ich von meinem Figuren eigentlich nie. Irgendwas zwischen Heath Ledger in Ritter aus Leidenschaft und ... ja, keine Ahnung. Als mir neulich jemand sagte, er würde an den jungen Gerard Depardieu erinnern, war ich doch ziemlich geschockt. Schließlich hat Martin keine Knubbelnase und sieht nicht wie Obelix aus.  ;D Aber beim Googeln bin ich dann auf dieses Bild gestoßen und dachte: DAS isser! Das ist der Sohn (ich weiß aber nicht, was der für ne Statur hat).

Hui, toller Kerl auf dem Bild.  ;D  Na jetzt kann ich mir doch schonmal was mit Sex-Appeal vorstellen.
Das mit dem Umfärben macht meine Fanasie sowieso schon fast von alleine.  ;)

Danke noch für die Karte. Da habe ich schon richtig drin rumgestöbert.

Liebe Grüssle
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"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Heimfinderin

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #21 am: 06. Februar 2009, 09:26:16 »
Hallo zusammen!

Und es geht schon wieder los! Nach einem Tag schon hänge ich hinterher und ich habe hier bald mehr zu lesen als im Abschnitt des Buches.  ;D  ;)

In das Buch bin ich wunderbar hineingekommen. Martin hat sich gleich mit einer Schlägerei vorgestellt. Na, dann wissen wir ja gleich, wie er so drauf ist.  ;D

@Sabine
Interessanterweise hatte ich von ihm auch gleich das Bild von Heath Ledger in Ritter aus Leidenschaft vor mir. Aber der junge Depardieu, den du da aufgestöbert hast, ist auch nett  ;D  Obwohl, dunkelhaarig ist mir ja eigentlich auch lieber, aber diese Diskussion hatten wir ja schon.  ;)

Das Thema und die Zeit, in der der Roman spielt, finde ich auch sehr interessant. Ich lese ja keine Klappentexte mehr, bevor ich ein Buch anfange, deshalb wusste ich nicht mehr, in welcher Zeit wir hier gerade leben und weiß auch gar nicht mehr, um wen und was es gehen wird. Als der Name Hus fiel, fand ich das sehr spannend, denn über die Geschehnisse habe ich mit meiner Tochter vor einiger Zeit für Geschichte gelernt und es ist immer wieder schön, wenn sich das auch mal für mich auszahlt. So weiß ich wenigstens ein bisschen was von der Zeit, schön!

Alban fand ich, wie ihr auch, erst mal ziemlich unsympathisch. Aber später tut er mir mehr leid. Unter diesem Fiesling Rogatus arbeiten zu müssen, ist bestimmt furchtbar, vor allem , wenn man von dem am Hinterkopf getätschelt wird  :o Wenn das auf noch besondere weitere Dienste spricht, die Alban leisten muss, hat er mein größtes Mitgefühl! Und ich glaube wie Tammy auch, dass er genau weiß, was Alban denkt. Ich fürchte, er wird ihn deshalb noch ganz schön leiden lassen. Ich glaube ja ein bisschen, dass Alban seinen Bruder Martin um dessen Stärke und Durchsetzungsvermögen beneidet, er hat ihn ja auch schon immer bei seinen Kämpfen bewundert. Vielleicht wird man dann auch so schroff und unleidlich, wenn man nicht so aus sich raus kann wie andere. Er würde Hus bestimmt gerne etwas kämpferischer beistehen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie und ob er sich noch entwickelt und ob sich die Brüder nicht vielleicht doch noch annähern.

Was ich von Rogatus halte, darüber brauche ich mich wohl nicht weiter auslassen, da geht es mir nicht anders, als euch  >:( Und ich fand es auch sehr richtig, dass er in einer verdreckten Unterkunft schlafen muss, jawoll!

Martin ist mir sehr sympathisch, auch wenn er nur Huren und Frauen im Kopf hat.  ::)  Aber er hat was knuffiges und ist nicht auf den Mund gefallen. Mal sehen, in welche Schwierigkeiten ihn das noch bringen wird...

@Sabine
vielen Dank für die Karte. Ich finde es immer schön, auch mal ein historisches Stadtbild vor mir zu haben.
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline Mascha

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #22 am: 06. Februar 2009, 09:32:11 »
Das Bild von Guillaume Depardieu passt mir auch gut zu Martin. Schade das G.D. bereits tot ist  :( ich glaub er hätte noch groß Karriere machen können, genau wie Heath Ledger.


Zitat von: apassionata
Ich habe hier eigentlich eher das Gefühl Rogatus weiß es bereits. Denn er genießt es doch viel zu sehr Alban diese Gräueltaten zu erzählen. Schön nach und nach, als zerginge ihm all dies auf der Zunge. Widerlich.

Das Gefühl hatte ich beim Lesen auch. Aber vielleicht ist Rogatus einfach nur sadistisch veranlagt.
Gruß Jutta

Offline Heimfinderin

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #23 am: 06. Februar 2009, 09:34:30 »
Huch, jetzt hatte ich meinen Beitrag  weggeschickt und schon waren wieder zwei neue Beiträge da. Ich sags, ja....   ;D

Nur daß er seine Burg verfallen läßt, gefällt mir nicht. Ich bin gespannt, ob es dafür einen konkreten Grund gibt.
Ja, das finde ich auch blöd. Únd sehr schade. In der Beziehung wäre ein bisschen weniger Sorglosigkeit und Draufgängertum ganz gut, denn auch er will bestimmt mal irgendwann ein Zuhause habe. Falls er mal heiratet oder so  ;)
Aber ich kann mir vorstellen, dass er das irgendwann merkt. Mal sehen.

Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline apassionata

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #24 am: 06. Februar 2009, 09:35:38 »
Ihr legt ja ein mächtiges Tempo vor. Ich dachte eigentlich, ich wäre schon schnell, weil ich den ersten Abschnitt gestern an einem Tag gelesen habe.   :o  

kaluma, nur keine Sorge, jedem seinen Rythmus.
Ich muss diesmal leider auch etwas schneller durchziehen, da ich nächsten Freitag bereits in Urlaub fliege.
Mich grämt es ja schon, dass ich dann zum Schluss nicht noch ganz mit dabei sein kann...  :'(
Aber eure Beiträge lese ich dann gerne Mitte März nocheinmal nach.  ;)

Wie auch immer, Martin meistert die Situation professionell (wie auch später die Überfahrt nach Konstanz und das Überwinden der geschlossenen Stadttore). Der Abt Rogatus versteht das alles gar nicht und erweist sich als fürchterlich arrogant und ausgesprochen undankbar, als er ihm sogar noch den gerechten Lohn verweigert (eigentlich hätte Martin einen Zusatzbonus verdient! >:().  

Genau.

Im überfüllten Konstanz fiel mir vor allem auf, daß es von Prostituierten nur so zu wimmeln scheint, oder kam das nur den Soldaten so vor, nachdem sie drei Reisewochen hinter sich hatten?  ;)  

Diese Prostituieren fallen wohl auch aufgrund ihres Naturells und der gelben Kennzeichnung auf. Schließlich preisen sie sich den Neuankömmlingen und auch sonst der Männerwelt stets an und stehen/laufen dazu ständig auf der Straße herum.
Ehrbare Frauen sind da wohl doch eher auf Unauffälligkeit bedacht und haben genügend Arbeit mit Haus und Hof, so dass sie viel weniger auf den Straßen in Aktion treten und sich dann wohl auch eher im Hintergrund halten um ihre Ehre zu wahren.
So stelle ich es mir zumindest vor und irgendwie sind sich die Schreiber historischer Romane anscheinend zu dieser Epoche so ziemlich alle einig. Ob es nun "Die Wanderhure", "Die Puppenspieler" oder "Die Hexe von Freiburg" ist.

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Offline kaluma

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #25 am: 06. Februar 2009, 09:45:39 »
Vielen Dank für den Hinweis mit dem Register! Dort hinten hatte ich auch noch nicht nachgeschaut.

Seit ich vor Urzeiten die alten Conanromane gelesen hab, wollte ich schon immer mal ein Buch mit einer Kneipenschlägerei anfangen lassen. Hier war endlich mal die Gelegenheit. (Ich liebe Kneipenszenen, auch in anderen Büchern, das hat was Heimeliges und gleichzeitig ist immer was los.)
;D ;D  ;D
Aber das mit "Care&Comfort" habe ich noch nicht verstanden. Martin wird doch gar nicht getröstet nach der Schlägerei??  ???

Sein Bruder Alban hingegen könnte ja unterschiedlicher gar nicht sein. Zumindest auf den ersten Blick. Ich mag ihn irgendwie nicht richtig leiden, da geht es mir wie Martin. Er ist heuchlerisch und scheint sich doch stets für etwas Besseres zu halten. Naja, zumindest seinem Bruder gegenüber fühlt er sich in seinem Denken doch sehr überlegen oder besser gesagt, untadelig.
So negativ habe ich Alban überhaupt nicht empfunden...

Doch wo liegt hier der Schlüssel in der Beziehung der Beiden zueinander begraben? Was war es, dass es die Beiden dermaßen auseinander getrieben hat, dass sie sich kaum Rede und Antwort stehen sondern sich dermaßen misstrauen?
Du meinst, es steckt mehr dahinter als daß sie völlig unterschiedliche Charaktere und Lebenswelten haben und sich jahrelang nicht gesehen haben? Wäre möglich.

Zwei recht positive Figuren möchte ich hier jetzt doch noch kurz erwähnen. Nämlich den italienischen Freund Sandro, der sich vielleicht noch als wahrer Freund erweisen könnte und Pater Albrecht, er scheint einer der richtig guten Geistlichen zu sein, jene die Nachsicht und ein Herz besitzen.
Sandro ist für mich bis jetzt noch etwas blaß, aber Pater Albrecht gefiel mir auch sofort!

Vielen Dank auch für die Karte! Da ich Konstanz gar nicht kenne, habe ich die Beschreibung bis jetzt einfach so hingenommen und nicht versucht, mir die Örtlichkeiten zu vergegenwärtigen. Möglicherweise wird die Karte im weiteren Verlauf des Buches noch nützlich sein.

Übrigens noch zum Cover: Meine Tochter (12) war entsetzt. Ein Buch mit so einem häßlichen Mann drauf würde sie sich nie im Leben kaufen, hatte sie gemeint.  ;D
So ganz verkehrt ist diese Sichtweise nicht, wie ich finde. Mich hat das häßliche Männchen auch nicht gerade magisch angezogen.
Ich muß zugeben, daß ich das Cover auch nicht gerade wunderschön finde. Vom Kauf abhalten würde es mich allerdings nicht, da spielt der Inhalt doch eine wesentlich größere Rolle.

Viele Grüße
Katja

« Letzte Änderung: 06. Februar 2009, 09:54:05 von kaluma »

Offline Heimfinderin

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #26 am: 06. Februar 2009, 09:57:03 »
Übrigens noch zum Cover: Meine Tochter (12) war entsetzt. Ein Buch mit so einem häßlichen Mann drauf würde sie sich nie im Leben kaufen, hatte sie gemeint.  ;D
So ganz verkehrt ist diese Sichtweise nicht, wie ich finde. Mich hat das häßliche Männchen auch nicht gerade magisch angezogen.
Ich muß zugeben, daß ich das Cover auch nicht gerade wunderschön finde. Vom Kauf abhalten würde es mich allerdings nicht, da spielt der Inhalt doch eine wesentlich größere Rolle.
Das Cover ist wirklich zum Wegrennen. Aber wenn der richtige Autorenname drauf steht, kann das Buch auch meinetwegen in Zeitungspapier eingewickelt sein, ich würde es trotzdem kaufen.  ;D
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline Mascha

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #27 am: 06. Februar 2009, 09:59:44 »
Meine Tochter (10) hat mich heute morgen gefragt, was denn ein Ketzer ist. Nach meiner Erklärung meinte sie, dass wäre dann bestimmt der Mann auf dem Cover  ;D
Gruß Jutta

Offline kaluma

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #28 am: 06. Februar 2009, 10:03:08 »
Im überfüllten Konstanz fiel mir vor allem auf, daß es von Prostituierten nur so zu wimmeln scheint, oder kam das nur den Soldaten so vor, nachdem sie drei Reisewochen hinter sich hatten?  ;)  

Diese Prostituieren fallen wohl auch aufgrund ihres Naturells und der gelben Kennzeichnung auf. Schließlich preisen sie sich den Neuankömmlingen und auch sonst der Männerwelt stets an und stehen/laufen dazu ständig auf der Straße herum.
Ehrbare Frauen sind da wohl doch eher auf Unauffälligkeit bedacht und haben genügend Arbeit mit Haus und Hof, so dass sie viel weniger auf den Straßen in Aktion treten und sich dann wohl auch eher im Hintergrund halten um ihre Ehre zu wahren.
Naja, ich fand es waren doch schon ziemlich viele Huren unterwegs. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das im Alltag so üblich war. Neuankömmlinge sollte es ja nicht mehr geben wegen der geschlossenen Stadttore. Aber ich gehe mal davon aus, daß es eine Art Ausnahmezustand gab in der Stadt wegen der zahlreichen Besucher im Zusammenhang mit dem Konzil. Damit hat es wohl zu tun.
Aber als erstes ist Martin ja eine schöne Frau in einem unscheinbaren grauen Kleid aufgefallen. Wollen wir wetten, daß sie uns später noch einmal begegnen wird?  ;D

Viele Grüße
Katja

Offline Heimfinderin

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Re: 01 - Anfang - Kapitel 4 (Anfang bis Seite 61)
« Antwort #29 am: 06. Februar 2009, 10:06:42 »
Aber als erstes ist Martin ja eine schöne Frau in einem unscheinbaren grauen Kleid aufgefallen. Wollen wir wetten, daß sie uns später noch einmal begegnen wird?  ;D
Da bin ich mir sicher   ;D
Liebe Grüße
Heimfinderin