Hallo allesamt,
einen wunderschönen Guten Morgen in die Runde, und vor allem auch an Sabine!

Ihr legt ja ein mächtiges Tempo vor. Ich dachte eigentlich, ich wäre schon schnell, weil ich den ersten Abschnitt gestern an einem Tag gelesen habe.

Aber schön, daß die Runde hier so lebhaft ist.

Also werde ich jetzt erstmal meine Eindrücke niederschreiben und danach eure Beiträge lesen, ich habe sie jetzt nur schnell überflogen.
Auch mir ist gleich als erstes aufgefallen, daß das Buch sehr dick wirkt. Das liegt am dicken Papier und außerdem finde auch ich, es ist für seine Dicke zu schmal. Wäre es ein paar Millimeter breiter, könnte man es bequemer lesen. Gerade bei den ersten Seiten ist es unbequem aufzuschlagen und neigt auch dazu, alle nasenlang zuzuklappen.
Zusätzlich wird es optisch gestreckt durch die beiden Säulen rechts und links auf dem Coverbild.
Aber dies nur nebenbei. Nun zum Inhalt! Das Buch legt ja rasante Action vor: gleich auf den ersten Seiten eine Kneipenschlägerei! Und dann geht es sofort weiter mit der Anwerbung Martins durch Alban, und dem Aufbruch nach Konstanz. Von Martins Heimatregion und seiner Burg bekommen wir nur wenig mit, eigentlich nur, daß er außer Alban keine Familie mehr hat und die elterliche Burg verfallen läßt.
Auf der Reise nach Konstanz dann die nächste spannungsgeladene Szene, der Überfall. Hier habe ich mich gefragt, wie verzweifelt der Anführer der Wegelagerer gewesen sein muß, sich auf einen Zweikampf mit Martin einzulassen. Der reine Selbstmord, denn er muß gesehen haben, daß Martin ein kräftiger kampferfahrener Soldat und gut in Form ist, und er und seine Schar werden eher als halbverhungert und ärmlich beschrieben... Wie auch immer, Martin meistert die Situation professionell (wie auch später die Überfahrt nach Konstanz und das Überwinden der geschlossenen Stadttore). Der Abt Rogatus versteht das alles gar nicht und erweist sich als fürchterlich arrogant und ausgesprochen undankbar, als er ihm sogar noch den gerechten Lohn verweigert (eigentlich hätte Martin einen Zusatzbonus verdient!

). Zusammen mit der Szene im Kloster (als Rogatus seinen Besucher warten läßt, den
er schließlich hat kommen lassen) macht das Rogatus wohl endgültig zum "Unsympathen vom Dienst" in dieser Geschichte. Martin dagegen wird recht sympathisch dargestellt, zwar etwas poltrig, aber ehrlich und geradezu. Nur daß er seine Burg verfallen läßt, gefällt mir nicht. Ich bin gespannt, ob es dafür einen konkreten Grund gibt. Alban konnte sympathiemäßig bei mir sehr stark punkten durch seine Begeisterung für Jan Hus. (ich hoffe nur, daß er es schafft, diese sich Abt Rogatus gegenüber nicht allzu deutlich anmerken zu lassen...)
Im überfüllten Konstanz fiel mir vor allem auf, daß es von Prostituierten nur so zu wimmeln scheint, oder kam das nur den Soldaten so vor, nachdem sie drei Reisewochen hinter sich hatten?

Aufgefallen ist mir noch, daß Martin eine Laute bei sich hat. Das hätte ich bei einem Soldaten wie ihm eher nicht erwartet, denn so ein Instrument ist ja schon recht sperrig. Zumal er sie offensichtlich mit seiner versehrten rechten Hand nicht richtig spielen kann - es scheint da außer den verlorenen Fingern noch ein weiteres Problem zu geben, denn eigentlich sollte man die Laute mit drei Fingern doch spielen können...

Wodurch er nun eigentlich die Finger verloren hat, möchte ich mittlerweile auch gern wissen, aber wie es scheint werden wir hier noch ein wenig auf die Folter gespannt.

Soviel zu Teil eins, heute nachmittag habe ich Zeit zum Weiterlesen.
Viele Grüße
Katja