Autor Thema: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)  (Gelesen 3305 mal)

Offline SabineW

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #15 am: 18. Februar 2009, 22:48:50 »
Ich war mir schon fast sicher, dass Rogatus entweder Gleiches mit Gleichem vergelten möchte oder sich irgendwie auf andere Art und Weise pervers an Martin vergeht.

Haach, was hatte ich hin und her überlegt, ob ich diesen Satz bzgl. Rogatus' Überlegung, sich an Martin zu vergehen, drinlassen soll oder nicht. Immer, wenn ich drüber nachgedacht hab, fand ich, er müsse weg, denn das macht ihn endgültig zum Lüstling, dem es an Albans Körper und nicht an Alban lag. Aber wenn ichs dann durchgelesen hab, konnte ich mich nicht davon trennen, warum auch immer.  :-\

Offline Imlammenien

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #16 am: 19. Februar 2009, 17:20:54 »
Und tatsächlich, Sabine verwöhnt uns (Martin eher weniger  ;)) tatsächlich mit einem fulminanten Finale!  8)

Wir erfahren, dass Martins eigene Eitelkeit mehr oder weniger der Knackpunkt in seinem gescheiterten Verhältnis zu Alban ist. Hätte ein ehrwürdiger Kämpfer von bestem Ruf ihm die Finger abgeschlagenm hätte Martin wohl passabel damit leben können. Aber sein schreibender, harmloser Bruder?! Das ging für ihn gar nicht!  :o
Aber immerhin vertraut er diese Schwäche nun Susanna an, was für mich großes Vertrauen in sie beweist.  :)

Alban hingegen nutzt die Gelegenheit um Martin für seine Tat um Verzeihung zu bitten.

Hus' Hinrichtung, zu der auch Susanna Martin folgt, ist furchtbar!  :o  Ein um das andere Mal frage ich mich wirklich, warum sich Martin und Susanna diesen Anblick antun! Hus hat davon, dass sie sich quälen, sicherlich nicht viel!  :-\

Und dann lässt sich Martin tatsächlich auf einen Zweikampf mit Korsz ein, der letztendlich darin endet, dass ihn dieser - mehr oder weniger besiegt - zu Rogastus bringt. Dort wird Martin, der sich weigert seinen Bruder ans Messer zu liefern, aufs Gemeinste vor Susannas Augen gefoltert!  :o
Doch auch das Angebot eines schnellen Todes als Gegenleistung für den Verrat an seinem Bruder lehnt Martin standhaft ab!
Erst Rogastus Tod rettet Martin schließlich das Leben, denn Korsz lässt ihn nach dem Ableben des Abtes (Endlich, das wurde auch Zeit!!!) frei.

Und an Albans Krankenbett gibt Martin dann mit seiner seltsamen Reliquie auch den letzten Rest seines vorherigen Lebens auf... Das stimmt den Leser doch versöhnlich, was seine und Susannas, aber auch Albans Zukunkft angeht.
Wobei... Alban ist als Wyclift und Verfechter von Hus' Ansichten sicherlich weiter in Gefahr...

Sabine, was kommt da noch? Etwa ein zweiter Band?!  ;)

Geez,
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Offline Imlammenien

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #17 am: 19. Februar 2009, 17:23:54 »
Ich muss gestehen, dass ich keinen Moment auf den Gedanken kam, dass Susanna das ja hätte tun können.
Mmh, ich hätte ihr das, um Martin zu retten, eventuell zugetraut. Wer hätte denn schon tatenlos zusehen können, wie der eigene Geliebte gequält wird, um jemanden zu schützen, der vielleicht ohnehin längst tot ist?!  :-\

Offline Imlammenien

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #18 am: 19. Februar 2009, 17:27:27 »
Zitat
Und die Bedeutung dieses lateinischen Satzes, den Alban am Ende sagt...
Steht ganz vorne. ;)
Oh wie peinlich...  :-[ :-[ :-[
Muss dir nicht peinlich sein.  ;D
Ich habe diesen Satz nämlich völlig überlesen und mir nicht einmal Gedanken darüber gemacht, was er bedeuten könnte. Vielleicht interessiere ich mich einfach zu wenig für lateinische Sprüche? Vielleicht habe ich mir auch inzwischen einfach nur Martins Haltung a la "Wenn er verstanden werden will, soll er's halt auf Deutsch sagen!" zu Eigen gemacht...  ;)

Offline Tammy1982

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #19 am: 19. Februar 2009, 19:49:37 »
Hallo Ihr Lieben,

@Sabine: Vielen lieben Dank für die ausführliche Erklärung zu den Umständen von Hus' Tod! Leserunden mit dir sind einfach immer ein ganz besonders Schmankerl mit diesen vielen vielen zusätzlichen Erklärungen und Informationen!  :-*

Zitat
Und die Bedeutung dieses lateinischen Satzes, den Alban am Ende sagt...
Steht ganz vorne. ;)
Oh wie peinlich...  :-[ :-[ :-[
Muss dir nicht peinlich sein.  ;D
Ich habe diesen Satz nämlich völlig überlesen und mir nicht einmal Gedanken darüber gemacht, was er bedeuten könnte. Vielleicht interessiere ich mich einfach zu wenig für lateinische Sprüche? Vielleicht habe ich mir auch inzwischen einfach nur Martins Haltung a la "Wenn er verstanden werden will, soll er's halt auf Deutsch sagen!" zu Eigen gemacht...  ;)
;D Ja, habe ich genauso gehalten! Wenn Martin es nicht versteht, muss ich es auch nicht verstehen!  >:D

Wir erfahren, dass Martins eigene Eitelkeit mehr oder weniger der Knackpunkt in seinem gescheiterten Verhältnis zu Alban ist. Hätte ein ehrwürdiger Kämpfer von bestem Ruf ihm die Finger abgeschlagenm hätte Martin wohl passabel damit leben können. Aber sein schreibender, harmloser Bruder?! Das ging für ihn gar nicht!  :o
Aber immerhin vertraut er diese Schwäche nun Susanna an, was für mich großes Vertrauen in sie beweist.  :)
Ja, was ja auch zeigt, wieviel sie ihm bedeutet! Für so einen großen starken Kerl, der seine Tapferkeit überall beweisen möchte, muss das zu der Zeit halt der Gipfel an Peinlichkeit gewesen sein, dass sein kleiner harmloser Bruder, der Mönch ist und sich nur mit Schreiben beschäftigt IHM die Finger abhackt! Macht sich halt auch nicht so gut als Aufreißer-Geschichte, um den großen Helden bei den Frauen darzustellen!  ;D
Gleichzeitig denke ich aber auch, dass da noch mehr dahinter steckt: Durch die fehlenden Finger ist Martin ja beim Kämpfen schon sehr eingeschränkt und nicht mehr so sicher mit dem Schwert. Gerade bei seinem "Job" ist das halt auch noch ein großes Manko! Unter dem Gesichtspunkt ist auch verständlich, warum Martin die Bibel von Alban als Rache verbrennt: Alban hat ihm seinen Stolz genommen, also nimmt er ihm genau das, was sein größter Stolz ist...

Liebe Grüße
Tammy

Offline Imlammenien

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #20 am: 19. Februar 2009, 20:36:46 »
@Sabine: Vielen lieben Dank für die ausführliche Erklärung zu den Umständen von Hus' Tod! Leserunden mit dir sind einfach immer ein ganz besonders Schmankerl mit diesen vielen vielen zusätzlichen Erklärungen und Informationen!  :-*
Dem stimme ich UNEINGESCHRÄNKT zu!!!!  8)

;D Ja, habe ich genauso gehalten! Wenn Martin es nicht versteht, muss ich es auch nicht verstehen!  >:D
Wie sehr uns doch der tägliche Umgang mit Martin bereits geprägt hat...  :D

Gleichzeitig denke ich aber auch, dass da noch mehr dahinter steckt: Durch die fehlenden Finger ist Martin ja beim Kämpfen schon sehr eingeschränkt und nicht mehr so sicher mit dem Schwert. Gerade bei seinem "Job" ist das halt auch noch ein großes Manko! Unter dem Gesichtspunkt ist auch verständlich, warum Martin die Bibel von Alban als Rache verbrennt: Alban hat ihm seinen Stolz genommen, also nimmt er ihm genau das, was sein größter Stolz ist...
Das hast du sehr schön und sehr treffend erklärt, Tammy!  :)

Geez, Imlammenien  :winken:

Offline SabineW

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #21 am: 19. Februar 2009, 22:00:28 »
Sabine, was kommt da noch? Etwa ein zweiter Band?!  ;)

Auch wenn ich mal drüber nachdachte: Nee. Die Geschichte ist abgeschlossen. Das Geheimnis, ob Alban überlebt oder nicht, würde ich auch gern unaufgelöst lassen.

Ich hatte mich ja gefragt, ob Martin um seine Finger nicht ein zu großes Bohei macht. Da laufen Leute mit abgehackten Händen rum, nur weil sie beim Diebstahl erwischt wurden ... Andererseits, wenn unsereiner einen Knoten in der Brust ertastet, tröstet das auch kein bisschen, dass das jeden Tag zig Frauen passiert.

Offline SabineW

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #22 am: 19. Februar 2009, 22:01:34 »
Wer hätte denn schon tatenlos zusehen können, wie der eigene Geliebte gequält wird, um jemanden zu schützen, der vielleicht ohnehin längst tot ist?!  :-\

Aber ob sie ihn dann wirklich freilassen, davon konnte sie ja auch nicht ausgehen.

Offline Imlammenien

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #23 am: 19. Februar 2009, 23:36:09 »
Wer hätte denn schon tatenlos zusehen können, wie der eigene Geliebte gequält wird, um jemanden zu schützen, der vielleicht ohnehin längst tot ist?!  :-\

Aber ob sie ihn dann wirklich freilassen, davon konnte sie ja auch nicht ausgehen.
Die Frage bleibt dennoch, ob man/frau in solch einer Situation noch derart real denken könnte/würde. Ich könnte mir vorstellen, dass dann Verzweiflung bzw. Hoffnung auf das Unmögliche das Ruder übernehmen könnten.

Offline Martina Jung

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #24 am: 25. Februar 2009, 00:44:38 »
Aber auch bei Hus Schicksal musste ich schlucken. Die Hinrichtungsszene war richtig heftig!  :o  Mir kam der Verbrennungsgeruch fast in die Nase und das Bild des brennenden Hus war einfach schrecklich. Ich frage mich immer wieder, wenn ich so etwas lese, was die Menschen so toll daran fanden, dass es sie in Massen zu diesen widerlichen Hinrichtungen zog. Ich würde wegrennen, nicht hinrennen. Aber es ist heute ja nicht anders. Horror- und Gewaltfilme anzuschauen ist eine Möglichkeit, die es natürlich früher nicht gab.  Die andere, bei Unfällen oder sonstigen Unglücken schnell hinzurennen und zu gaffen.  ::)

Sabine, vielen Dank für die vielen interessanten Links. Ich finde es toll, dass du uns so damit versorgst.  :)


Ja, die Hinrichtung war ziemlich heftig zu lesen, weil derart "anschaulich" geschildert ... Aber Sabine hat es nicht unnötig "ausgeschlachtet". Für mich hat sie den Balanceakt gut hingekriegt: Die Szene war authentisch in all ihrem Entsetzen und trotzdem ohne jeglichen Voyeurismus.
Ich vermute, dass manche Menschen dadurch, dass sie sich Gewalt und Horror in Filmen ansehen, ihre eigenen Ängste kanalisieren. Als eine Art Ersatzhandlung oder so. Das war vielleicht auch der Grund, warum sich öffentliche Hinrichtung einer so großen Beliebtheit "erfreut" haben. Krank und pervers.  :o  Ich hätte mir nicht gedacht, dass  Susanna Martin zu Hus' Hinrichtung folgt. Niemals würde ich bei so was zusehen! Schon gar nicht, wenn mir an dem Menschen etwas liegt, der da hingerichtet wird.

Die Degradierung von Hus vor der Hinrichtung war auch nicht von schlechten Eltern  ;)  Zeiten waren das damals! Mann oh Mann! Ich hab von Anfang an gewusst, dass ich beim Lesen dieser Lektüre mehr über das Mittelalter erfahre als im Geschichtsunterricht in der Schule.  :)

Als Martin an Rogatus' Bett gefesselt war, befürchtete ich auch schon, er würde ihm sein bestes Stück abschneiden. Oder sonst etwas Ekeliges mit ihm anstellen. Aber wahrscheinlich war er zu diesem Zeitpunkt schon zu schwach für alles. Am liebsten hätte er Martin wohl höchstpersönlich ausgepeitscht, dieser Sadist! Gut, dass er endgültig weg ist vom Fenster  :P - ich liebe diesen Smilie !
Ich habe bei der Szene die ganze Zeit drauf gewartet, dass Susanna hinausschreit, wo Alban zu finden ist. Ich hätte es an ihrer Stelle wahrscheinlich aus reinem Reflex getan.

Der Schluss war sensationell. Das Schlagobers auf der Torte! Alban am Rücken liegend, Martin am Bauch  ;)  irgendwie gab das vor meinem geistigen Auge ein ziemlich komisches Bild ab.
Insgesamt war das Ende in sich stimmig, zum Roman passend und eine vollkommene Abrundung der gesamten Story. Ein bisschen hat mich das Wegblasen vom Splitter aus Susannas Hand an die letzte Szene aus dem Film "Pirates of the caribbean" erinnert: Jack Sparrow steht am Ruder und klappt seinen Kompass zu  ;)  FINI!  ;)

Meines Gefühls nach überlebt Alban. Und sie kehren zu Dritt nach Hause zurück ...

Schade, dass das Buch schon zu Ende ist  :'( !!! Ich hätte gern noch ein paar hundert Seiten lang weitergelesen und hier meine Kommentare hinterlassen bzw. Eure gelesen. Aber ich kann es ja in ein paar Monaten ein zweites Mal lesen. Wer macht mit mir dann die Lesrunde?  ;)

@ Sabine: Auch von mir ein herzliches Dankeschön für die vielen Hintergrundinformationen und die wichtigen links!  :-*

Gruß aus Wien - ich geh jetzt schlafen  ;)
Martina

Offline Heimfinderin

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #25 am: 25. Februar 2009, 11:17:35 »
Als Martin an Rogatus' Bett gefesselt war, befürchtete ich auch schon, er würde ihm sein bestes Stück abschneiden.
Komisch, dass ihr das bei der Szene alle gedacht habt. Ich habe das überhaupt nicht vermutet und "nur" befürchtet, er würde ihn "nur" töten und muss jetzt echt mal in mich gehen, warum ich diese Befürchtung in dem Moment nicht hatte....   :-\ ;D
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline SabineW

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #26 am: 26. Februar 2009, 10:13:51 »
Ja, er macht da so eine Bemerkung. Aber eigentlich nur, um Angst einzujagen. Dass er es wirklich tun könnte, hätt ich ihm nie unterstellt. Wär ja auch ne Riesensauerei.

Dass Martin an Sparrow erinnern könnte, tsss ... wenn mir das einer vorher gesagt hätte  :o

Offline Imlammenien

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #27 am: 26. Februar 2009, 10:21:33 »
Dass Martin an Sparrow erinnern könnte, tsss ... wenn mir das einer vorher gesagt hätte  :o
Bisher war mir dieser Gedanke auch noch nicht gekommen. Obwohl, in der Szene, als er nach Albans Verletzungen betrunken zu Hus' Gefängnis stapft... da schwankt der gute Martin vermutlich ähnlich und der Vergleich wäre durchaus passend!  ;D :D

Geez,
Imlammenien  :winken:

Offline Tammy1982

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #28 am: 26. Februar 2009, 18:47:41 »
Hallo Ihr Lieben,

Dass Martin an Sparrow erinnern könnte, tsss ... wenn mir das einer vorher gesagt hätte  :o
Bisher war mir dieser Gedanke auch noch nicht gekommen. Obwohl, in der Szene, als er nach Albans Verletzungen betrunken zu Hus' Gefängnis stapft... da schwankt der gute Martin vermutlich ähnlich und der Vergleich wäre durchaus passend!  ;D :D
Hihi, an Jack Sparrow habe ich auch noch nicht so wirklich gedacht, aber jetzt wo ihr es erwähnt...  :D Ne, so durchgedreht ist er dann doch nicht!  ;D

Der Schluss war sensationell. Das Schlagobers auf der Torte! Alban am Rücken liegend, Martin am Bauch  ;)  irgendwie gab das vor meinem geistigen Auge ein ziemlich komisches Bild ab.
;D Ja, die Szene hatte auch vor meinem geistigen Auge etwas sehr lustiges!

Liebe Grüße
Tammy

Offline kaluma

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Re: 08 - Kapitel 35 bis Ende (S. 487 bis Ende)
« Antwort #29 am: 26. Februar 2009, 19:09:40 »
@Sabine: Vielen lieben Dank für die ausführliche Erklärung zu den Umständen von Hus' Tod! Leserunden mit dir sind einfach immer ein ganz besonders Schmankerl mit diesen vielen vielen zusätzlichen Erklärungen und Informationen!  :-*
Hier möchte ich mich anschließen und dir liebe Sabine auch noch einmal ganz herzlich für alle diese Zusatzinformationen danken, die das Leseerlebnis sehr aufgewertet haben!  :winken:

Hätte ein ehrwürdiger Kämpfer von bestem Ruf ihm die Finger abgeschlagen hätte Martin wohl passabel damit leben können. Aber sein schreibender, harmloser Bruder?! Das ging für ihn gar nicht!  :o
Für so einen großen starken Kerl, der seine Tapferkeit überall beweisen möchte, muss das zu der Zeit halt der Gipfel an Peinlichkeit gewesen sein, dass sein kleiner harmloser Bruder, der Mönch ist und sich nur mit Schreiben beschäftigt IHM die Finger abhackt!
Ehrlich gesagt, ist mir beim Lesen des Buches dieser Aspekt völlig entgangen und wurde mir erst klar, als ich es hier von euch so deutlich formuliert gelesen habe. Für mich war Martin einfach sauer, weil er nach dem Verlust der Finger in seiner Kampfkraft gehandicapt war und weil der Verlust seiner Finger so beiläufig passierte, daß er nicht für eine Heldengeschichte taugte. Aber daß es regelrecht kompromittierend für ihn war, weil es sein kleiner Bruder, ein Mönch war, ist mir jetzt erst klar...
Im Nachhinein ist es natürlich völlig logisch.

Ich muss gestehen, dass ich keinen Moment auf den Gedanken kam, dass Susanna das ja hätte tun können.
Mmh, ich hätte ihr das, um Martin zu retten, eventuell zugetraut. Wer hätte denn schon tatenlos zusehen können, wie der eigene Geliebte gequält wird, um jemanden zu schützen, der vielleicht ohnehin längst tot ist?!  :-\
Aber Martin wollte ja nichts sagen und sie hat das respektiert. Überleg mal, wie sie sich hinterher gefühlt hätte, wenn sie Alban verraten hätte...
Mich wundert eher, daß sie nicht Susanna gequält haben, um Martin zum Reden zu bringen. Das hätte meiner Meinung nach eventuell eher funktioniert und wäre zu erwarten gewesen, doch ich denke mal, dem Abt war seine Rache an Martin wichtiger als Albans Aufenthaltsort.

Übrigens fand ich es ein sehr gelungenes Zusammentreffen, daß Rogatus genau in dem Moment stirbt, als Martin sich völlig fallenläßt und Gott um Hilfe anfleht. Das war für Martin, der gewohnt ist immer stark zu sein und die Kontrolle zu haben, eine ganz ungewohnte und wichtige Erfahrung.

Grüße
Katja





« Letzte Änderung: 26. Februar 2009, 19:13:00 von kaluma »