Aber auch bei Hus Schicksal musste ich schlucken. Die Hinrichtungsszene war richtig heftig!
Mir kam der Verbrennungsgeruch fast in die Nase und das Bild des brennenden Hus war einfach schrecklich. Ich frage mich immer wieder, wenn ich so etwas lese, was die Menschen so toll daran fanden, dass es sie in Massen zu diesen widerlichen Hinrichtungen zog. Ich würde wegrennen, nicht hinrennen. Aber es ist heute ja nicht anders. Horror- und Gewaltfilme anzuschauen ist eine Möglichkeit, die es natürlich früher nicht gab. Die andere, bei Unfällen oder sonstigen Unglücken schnell hinzurennen und zu gaffen. 
Sabine, vielen Dank für die vielen interessanten Links. Ich finde es toll, dass du uns so damit versorgst. 
Ja, die Hinrichtung war ziemlich heftig zu lesen, weil derart "anschaulich" geschildert ... Aber Sabine hat es nicht unnötig "ausgeschlachtet". Für mich hat sie den Balanceakt gut hingekriegt: Die Szene war authentisch in all ihrem Entsetzen und trotzdem ohne jeglichen Voyeurismus.
Ich vermute, dass manche Menschen dadurch, dass sie sich Gewalt und Horror in Filmen ansehen, ihre eigenen Ängste kanalisieren. Als eine Art Ersatzhandlung oder so. Das war vielleicht auch der Grund, warum sich öffentliche Hinrichtung einer so großen Beliebtheit "erfreut" haben. Krank und pervers.

Ich hätte mir nicht gedacht, dass Susanna Martin zu Hus' Hinrichtung folgt. Niemals würde ich bei so was zusehen! Schon gar nicht, wenn mir an dem Menschen etwas liegt, der da hingerichtet wird.
Die Degradierung von Hus vor der Hinrichtung war auch nicht von schlechten Eltern

Zeiten waren das damals! Mann oh Mann! Ich hab von Anfang an gewusst, dass ich beim Lesen dieser Lektüre mehr über das Mittelalter erfahre als im Geschichtsunterricht in der Schule.

Als Martin an Rogatus' Bett gefesselt war, befürchtete ich auch schon, er würde ihm sein bestes Stück abschneiden. Oder sonst etwas Ekeliges mit ihm anstellen. Aber wahrscheinlich war er zu diesem Zeitpunkt schon zu schwach für alles. Am liebsten hätte er Martin wohl höchstpersönlich ausgepeitscht, dieser Sadist! Gut, dass er endgültig weg ist vom Fenster

- ich liebe diesen Smilie !
Ich habe bei der Szene die ganze Zeit drauf gewartet, dass Susanna hinausschreit, wo Alban zu finden ist. Ich hätte es an ihrer Stelle wahrscheinlich aus reinem Reflex getan.
Der Schluss war sensationell. Das Schlagobers auf der Torte! Alban am Rücken liegend, Martin am Bauch

irgendwie gab das vor meinem geistigen Auge ein ziemlich komisches Bild ab.
Insgesamt war das Ende in sich stimmig, zum Roman passend und eine vollkommene Abrundung der gesamten Story. Ein bisschen hat mich das Wegblasen vom Splitter aus Susannas Hand an die letzte Szene aus dem Film "Pirates of the caribbean" erinnert: Jack Sparrow steht am Ruder und klappt seinen Kompass zu

FINI!

Meines Gefühls nach überlebt Alban. Und sie kehren zu Dritt nach Hause zurück ...
Schade, dass das Buch schon zu Ende ist

!!! Ich hätte gern noch ein paar hundert Seiten lang weitergelesen und hier meine Kommentare hinterlassen bzw. Eure gelesen. Aber ich kann es ja in ein paar Monaten ein zweites Mal lesen. Wer macht mit mir dann die Lesrunde?

@ Sabine: Auch von mir ein herzliches Dankeschön für die vielen Hintergrundinformationen und die wichtigen links!

Gruß aus Wien - ich geh jetzt schlafen

Martina