Wie z.B. mir letztens von einer Nachbarin. Wir standen da mehrere Frauen aus der Nachbarschaft eben einfach so rum zum schnacken übers Wetter die Kinder usw. und plötzlich ohne Grund und Verstand fragt mich die eine
"Stimmt es, dass die Deutschen keine Juden mögen" (die Frage fand sie wohl auch noch unglaublich intelligent und witzig sie hat nämlich dabei noch gelacht) Bei so was fällt mir dann echt die Kinnlade runter, was soll man dazu noch sagen?
Oh, was für eine knifflige Situation - was antwortet man denn darauf?

Vermutlich ist ein schlichtes "Nein" wirklich das allerbeste in einer solchen Lage.
Als alte "Krimitante" wittere ich überall Geheimnisse, deswegen kann ich mich euer Meinung nicht anschließen, dass nichts geschieht.
Ich vermute eher, dass sich in diesem Abschnitt sehr viel ereignet, wofür wir Leser im Moment blind sind. Der Dozent John Bartow spricht in Bildern, nicht nur zu Matthias, sondern zu auch zu uns Lesern: eine Scheune als Touristenattraktion, ein Gedicht, das keines ist..... Mir scheint, wir lesen etwas ohne bisher eine Ahnung zu haben, welche Botschaft, welche Realität sich dahinter verbergen mag....
Ich bin also ständig auf der Hut, komme aber nicht dahinter.... 
Jetzt hast du mich aber ganz schön zu Grübeln gebracht, lesegrete...

Ich glaube, ich muss mit sehr viel offeneren Augen und Ohren lesen....

Aber falls etwas dran ist an deinen Spekulationen, werden wir es sicher bald erfahren.
hach, wie schön - endlich mal wieder eine Leserunde zu einem von Wolframs Büchern... Trotzdem zähle ich dieses Mal wohl zu den NachzüglerInnen, da ich bislang wegen einiger doofer Geschichten nicht sonderlich viele Seiten gelesen habe. Egal, heute und morgen habe ich endlich mehr Zeit und Ruhe - die Geschichte selbst hat mich schon gefangen genommen.
Mir geht es genauso - die Geschichte übt schon nach den ersten Kapiteln eine große Sogwirkung auf mich aus.
Allein die erste Szene: Matthias/ Matthew, der seiner Pubertät davon schwimmt und das offensichtlich wohl auch ganz gut...
Die Startszene gefiel mir auch ausnehmend gut, da ich auch gerne schwimme und dabei abschalte - hey, noch eine Gemeinsamkeit, die wir beide haben (außer einer anderen Kleinigkeit

).
Matthias´ Einsamkeit kann ich nachempfinden: viele der Studenten scheinen zu pendeln, einige sprechen zwar freundlich mit ihm, aber letztendlich nur über Oberflächlichkeiten wie Frederic, als er sich "vorstellt".
Irgendwie passt Matthias auch gar nicht so richtig dazu - da ist niemand auf dem ganzen Campus, der so ähnlich tickt wie er. Alle denken nur ans Feiern und wie man bequemsten durchs Studium kommt. Keiner studiert so richtig mit Herzblut. Wie das mit den INAT-Studenten ist, weiß ich noch nicht - aber vielleicht sind die etwas engagierter.
Viele liebe Grüße

Miramis