Autor Thema: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende  (Gelesen 2359 mal)

Offline Miramis

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 2343
06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« am: 09. November 2008, 19:44:45 »
Hier könnt ihr eure Eindrücke von Kapitel 17 bis Ende schildern und diskutieren. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Abschnittseinteilung nicht vorgesehen.

 
« Letzte Änderung: 09. November 2008, 23:44:32 von Miramis »

Offline Papyrus

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 771
    • Alles nicht so wichtig
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #1 am: 15. November 2008, 11:16:26 »
Hat es sich also bewahrheitet: Lomeg ist Micha. Was muss dieser Mensch für Qualen erleiden, und es gibt keinen der ihm bisher helfen konnte  :o
Wo leben wir eigentlich? Die Mutter verdrängt das Geschehene und geht derweil spazieren  >:(

Ich Micha ein Täter im engeren Sinne? Für mich nicht, eher ein Opfer. Der Täter sind der absolut kranke Vater und die schwache? Mutter. Wirklich harte Kost.
Ich hatte bei den Geschehnissen nicht den Eindruck, dass Zajic sich irgendeiner Schuld bewusst war.

Auch wenn es gesetzlich nicht korrekt ist, mich hat das Ende zufrieden gestellt.
Es wird ein wenig gemauschelt und alles fügt sich  :)

Dass Ivona Zajic abgeknallt hat, hat meine volle Zustimmung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man ihn so verurteilt hätte, wie es angemessen wäre. Ihre eigene Geschichte darf hier auch nicht vergessen werden.
Dimitri und das Kindermädchen waren ein Paar, na, dass habe ich gar nicht vermutet.

Ganz nebenbei wurde dann noch der Versicherungsbetrug aufgeklärt. War der Portier wirklich so naiv zu glauben, Greco würde ihm später die Bilder abkaufen?
Solch heiße Ware kaufen doch nur Kunstliebhaber um sie dann ganz alleine in ihrem Keller bewundern zu können. Das ist nun gar nicht Grecos Ding.
Lesende Grüße
Papyrus

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #2 am: 16. November 2008, 21:36:03 »
Hallo liebe Leserunde.

WOW, war dass ein Schluss.  :klatschen:
Rasant, spannend und einfallsreich. Ich höre jetzt noch die Klänge der Musik in der ausgedienten Fischlagerhalle… *schaurig*

Es war plausibel, sehr geschickt eingefädelt und wohl dosiert. Für mich ein sehr bodenständiger Thriller mit jeder Menge Raffinesse, sympathischen Protagonisten und vielen interessanten Ideen.
Wunderbar fand ich zum Schluss auch den Interessenskonflikt zwischen Ivona und Hogart. Dort, als Ivona gar nicht anders konnte als auf Dr.Zajic zu schießen. Ich konnte es ihr ehrlich gesagt nicht verdenken. Schließlich war Ivona damals selbst erst elf Jahre alt, als sich ihr Vater an ihr verging.  :o Aber selbst hieraus gestaltet Andreas noch so kleine Details wie die Tatsachen, warum Ivona Privatdetektivin und Ondrej eine Art „Kampfmaschine“ geworden sind…

Es gab allerdings einen Moment, da hätte ich an Ivonas Stelle Greco miteinbezogen. Und zwar kurz vor ihrem Aufbruch zur Fischhalle, noch bevor sie Dimitri in ihrem Heck kleben hatten. Greco hätte wenigstens die richtigen Leute gehabt. So aber war es im Nachhinein natürlich besser, da Dimitri die eigentliche Antriebsfeder für das Abkommen war, was Ivona zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht ahnen konnte. Er war verliebt in das Aupair-Mädchen. Oh Mann-oh-Mann. Andreas überließ hier aber gar nichts dem Zufall.  ;)

Die Szene mit der Kreissäge war natürlich mehr als knapp.    :schwitzen:  Hui, hier flog der Text nur noch so vor meinen Augen. 
Deshalb wurde dann auch das Abendessen einfach spontan gestrichen, heute.  ;D  Schließlich war es gerade so spannend.  ;)

Sehr gelungen, auch die Szene, da sich Misha sozusagen „zurückverwandelt“ und Lomeg auf den Plan gerufen wird. Allerdings war es doch wohl mehr als riskant, dass Hogart diese Verwandlung provozierte, denn Misha wäre viel leichter zu verhaften gewesen als der selbstsicherere Lomeg. Doch dadurch haben wir Leser natürlich noch einmal sehr schön Einblick erhalten können, was die "Beiden" umtrieb…
Zurück bleibt eine bedrückende Frage nach der Opfer-Täter-Position. Denn auch ich empfinde ein wenig so wie Ivona, und dies, wo ich so etwas noch nie erlebt habe. Wie viel stärker muss sich also ein solches Hass-Ohnmachtsgefühl in den Opfern solch widerlichen Straftaten aufstauen. Und haben sie tatsächlich kein Recht auf Rache? Ich bin fast geneigt zu sagen, doch. Doch dies ist eine Frage, die sich keiner niemals wirklich vorab beantworten kann, schon gar nicht als Außenstehender, möchte ich jetzt einfach mal behaupten.

Zum Schluss hatte Andreas mit seinen Lesern doch ein Einsehen und alles wurde noch mal gut. Zu schade nur, dass die Beiden sich nicht doch noch bekommen haben. Andererseits, bei solch einem tollen Team hat mir da so eigentlich gar nichts gefehlt.  ;)

Ein großes Kompliment an Andreas Gruber. Dieser Thriller konnte mich richtig positiv überraschen.  :klatschen:


 
Wo leben wir eigentlich? Die Mutter verdrängt das Geschehene und geht derweil spazieren  >:(   

Existiert ja leider noch viel zu oft.  :(  Ich bekomme da auch immer die Kriese, wenn ich sowas lese.

Ich Micha ein Täter im engeren Sinne? Für mich nicht, eher ein Opfer. Der Täter sind der absolut kranke Vater und die schwache? Mutter. Wirklich harte Kost.
Ich hatte bei den Geschehnissen nicht den Eindruck, dass Zajic sich irgendeiner Schuld bewusst war.   

Wie recht du hast.
Und dass sich ein Zajic dann auch noch nicht einmal reuig bzw. schuldig zeigt und fühlt finde ich auch immer allerhand.

Auch wenn es gesetzlich nicht korrekt ist, mich hat das Ende zufrieden gestellt.
Es wird ein wenig gemauschelt und alles fügt sich  :) 

Nach guter, alter tschechischer Vorgehensweise.  ;D Also zumindest jene, die wir hier im Buch kennen lernen durften.

Dass Ivona Zajic abgeknallt hat, hat meine volle Zustimmung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man ihn so verurteilt hätte, wie es angemessen wäre. Ihre eigene Geschichte darf hier auch nicht vergessen werden. 

Auch hier stimme ich voll und ganz zu.

Ganz nebenbei wurde dann noch der Versicherungsbetrug aufgeklärt. War der Portier wirklich so naiv zu glauben, Greco würde ihm später die Bilder abkaufen?
Solch heiße Ware kaufen doch nur Kunstliebhaber um sie dann ganz alleine in ihrem Keller bewundern zu können. Das ist nun gar nicht Grecos Ding.

So hab ich dann auch gedacht.  ;D
Allerdings so ganz nebenbei hat sich das für den Autor sicher nicht gestaltet, denn dieses Gespinnst war schon ziemlich gut durchdacht.
Aber du hast natürlich recht, es kam ziemlich locker und fast schon nebenbei rüber.  ;)

Liebe Grüssle
                     :winken:  Marion 

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline yanni

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 547
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #3 am: 17. November 2008, 10:21:03 »
Mit nervenaufreibender Verzögerung habe ich nun auch den letzten Abschnitt gelesen.
Miramis hatte mit ihrem einen Mörder Recht behalten. Micha und seine zweite Persönlichkeit haben das Schachspiel inszeniert. Unter diesen Voraussetzung ergibt das Ganze auch einen richtigen Sinn.

An Spannung mangelte es in diesem Abschnitt sicher nicht. Der erwähnte Geruch stimmte uns förmlich darauf ein, dass wir nun das finden würden, was uns in der Kühltruhe erspart blieb.
Als zusätzlichen Nervenkitzel kam Dimitri ins Spiel. Das war sehr geschickt gelöst von Andreas. Zum einen erhöhte es Spannung und zum anderen waren Ivona und Hogart ihrer Benachrichtigungspflicht gegenüber Greco "entbunden".

Vaselys Situation war kurze Zeit sehr brenzlig, aber ich war mir sicher, dass er so glimpflich wie möglich aus der Sache herauskommen würde. Aber bis es so weit war ...  :schwitzen:
Ob Ondrej wirklich geglaubt hat, dass er mit Dimitri fertig wird oder ob er den anderen nur diese Sicherheit vermitteln wollte? Wie auch immer, als Dimitri anschließende behauptete Ondrej würde ab jetzt im Rollstuhl sitzen, war ich doch entsetzt. Im Grunde ist er ein netter Kerl.  ;)

Dass Zajic ebenfalls schon dort zu finden war, hat mich überrascht! Wie hat Micha es wohl angestellt ihn dorthin zu locken? Ob er überhaupt begriffen hat, was da genau ablief? Scheinbar hat er nie einen Gedanken daran verschwendet, wie Micha mit all dem umging. Dafür konnte Ivona sich um so besser in Micha versetzten.

Warum Hogart Lomeg hervorlockte? Ich denke, um ganz sicher zu gehen, dass sie den richtigen haben. Und letztendlich auch für uns. Damit wir verstehen konnten, wie Lomeg in Michas Leben kam.  Früher nahm er ihm die Misshandlungen ab und nun ist er Michas Befreier.

Ivonas Schuss auf Zajic war erst ein Schock für mich. Wenn man jedoch länger darüber nachdenkt, dann kann man sie verstehen. Durch die Selbstjustiz, die sie übte, hat sie eigentlich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zajic bekam seine "Strafe", der er sich vielleicht wieder hätte entziehen können. Wer weiß, welche Schlupflöcher ihm zur Verfügung gestanden hätten. Und sie nahm sowohl für sich als auch für Micha Rache an ihren Vergewaltigern.
Ob man so etwas gut heißen kann, ist eine andere Frage. Hier wurde ein Opfer zum Täter, wie auch Micha. Allerdings würde ich beide keinesfalls in einen Topf werfen.
Selbstjustiz ist ein sehr brenzliges Thema. Ivona ist aber nicht mit der Absicht Zajic zu töten dorthin gegangen. Wenn ich mich nicht täusche, würde das unter 'Mord im Affekt' fallen. Dafür müsste sie jedoch über ihre Vergangenheit sprechen.

Was ist dann mit Hogarts Schuss auf Dimitri? Wollte Dimitri lediglich Micha oder hätte er auch die anderen zum Schweigen gebracht? Rechtfertig dies und Hogarts Sorge um Ivona diesen Mord? Notwehr - wo beginnt sie?

Das Ende dieses Krimis wartet mit teils ungewöhnlichen Wendungen auf. Im Eifer des Geschehens war ich überrascht, aber irgendwie war es in dem Moment stimmig. Aber wie apassionata schon schrieb:
Zurück bleibt eine bedrückende Frage nach der Opfer-Täter-Position.
Ich würde gerne wissen, wie Ivona damit umgeht. Wurde das verzehrende Feuer, dass seit ihrer Kindheit in ihr brennt, dadurch gelöscht, vermindert oder hat sich zusätzlich dazu ein Schuldgefühl eingestellt?

Dass aus Hogart und Ivon anscheinend doch kein Paar wurde, empfinde ich nicht als fehlendes Teil. Im Gegenteil. Die letzten Vorkommnisse hätten ihre Beziehung bestimmt stark belastet. So ist es besser. Vielleicht bleiben sie ja in Kontakt - als Freunde.

Und schließlich klärte sich auch noch der Versicherungsbetrug auf, mit dem für Peter Hogart alles begann.

Auch wenn es gesetzlich nicht korrekt ist, mich hat das Ende zufrieden gestellt.
Es wird ein wenig gemauschelt und alles fügt sich  :) 

Nach guter, alter tschechischer Vorgehensweise.  ;D Also zumindest jene, die wir hier im Buch kennen lernen durften.
Teppich hoch, drunterfegen, Teppich fallen lassen, fertig.  Novacek macht das schon.  ;D

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #4 am: 17. November 2008, 20:00:32 »
Hallo.

Ob Ondrej wirklich geglaubt hat, dass er mit Dimitri fertig wird oder ob er den anderen nur diese Sicherheit vermitteln wollte? Wie auch immer, als Dimitri anschließende behauptete Ondrej würde ab jetzt im Rollstuhl sitzen, war ich doch entsetzt. Im Grunde ist er ein netter Kerl.  ;) 

Finde ich auch. Ondrej ist mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer geworden und ich denke, wenn Dimitri ihn nicht von hinten eins übergezogen hätte, hätte Ondrej vielleicht durchaus eine Chance gehabt. Schließlich war er auch nicht aus Zucker und noch dazu einiges größer als Dimitri.   ;)

Das Ende dieses Krimis wartet mit teils ungewöhnlichen Wendungen auf. Im Eifer des Geschehens war ich überrascht, aber irgendwie war es in dem Moment stimmig. Aber wie apassionata schon schrieb:
Zurück bleibt eine bedrückende Frage nach der Opfer-Täter-Position.
Ich würde gerne wissen, wie Ivona damit umgeht. Wurde das verzehrende Feuer, dass seit ihrer Kindheit in ihr brennt, dadurch gelöscht, vermindert oder hat sich zusätzlich dazu ein Schuldgefühl eingestellt?

Ich hätte dies aber nicht verarbeitet als Epilog verarbeitet wollen sehen. Denn dieses Thema hätte viel zu sehr vom eigentlichen Krimi abgelenkt.
Abgesehen davon denke ich, dass es hier kein Patentrezept gibt. Weder in die eine, noch in die andere Richtung. Es bleibt stets ein schwerer Geschmack auf der Zunge zurück. Die Frage zu beantworten ist somit nur für jeden selbst und wahrscheinlich auch erst im aktuellen Eigenfall möglich - wenn überhaupt.

Doch als Mitarbeiter der deutschen Botschaft hätte sich Zacij sehr wahrscheinlich mal wieder durchmogeln können. Wäre ja wahrlich nicht das erste Mal gewesen, wenn man die Vergangenheit von Misha betrachtet. So gesehen, war das Ende für mich ganz OK.

Liebe Grüssle
                      Marion  :winken:
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Miramis

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 2343
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #5 am: 17. November 2008, 22:18:53 »
Huhu,

ein echt fulminanter Showdown, das muss ich schon sagen! Ich hab zwar mit vielem gerechnet, aber dass es nochmal so brenzlig wird....da heißt es erstmal tief durchatmen.

Natürlich hat mir die Auflösung in Form eines Möders mit multipler Persönlichkeit ausnehmend gut gefallen. ;D Irgendwie werde ich in letzter Zeit von solchen multiplen Persönlichkeiten (literarisch) verfolgt, so dass der Gedanke für mich naheliegend war. Dass nun Micha bzw. Lomeg der Täter war, hat sich schliesslich immer deutlicher abgezeichnet; ich hatte ja bis zum Schluss meine Zweifel, allerdings weniger, weil diese Auflösung nicht logisch gewesen wäre, sondern ich wollte irgendwie nicht, dass der arme unterdrückte Micha so ein Monster ist, weil er mir trotz allem sehr leid tut. Ich denke, ihr wisst was ich meine....  ;)

Und gerade in dieser Szene, als er seinem gefangenen Vater gegenübersteht, fand ich den schizophrenen Aspekt sehr gut ausgearbeitet. In Person von Micha versucht er sogar, ihn zu befreien. Als Lomeg dagegen wirkt er eiskalt und auch irgendwie tonbestimmend. Eindrucksvoll auch die körperlichen Veränderungen, als Hogart Lomeg auffordert, sich zu zeigen und der Wandel sich vollzieht. Eine echte Gänsehautszene!

Eher horrormäßig kam für mich die Szene in der Fischhalle rüber. Ach du Schande, gleich am Anfang hatte ich mir ja etliche Gedanken zum Einsatz einer Kreissäge gemacht, und nun durften wir die Sache live miterleben - beinahe jedenfalls, aber für einen leichten Schweißausbruch hat die Rettung Veselys in letzter Sekunde schon gereicht.  :schwitzen: Auch die Berge von Leichenteilen waren kein sehr schöner Anblick, aber ich muss Andreas hier ein großes Lob aussprechen; du hast hier und auch im restlichen Text meinen persönlichen Ekelfaktor in keiner Zeile überschritten, sondern das Ganze sehr schön subtil dargestellt und vieles der Fantasie des Lesers überlassen. Ganz schön raffiniert!  ;)

Der moralische Aspekt der Geschichte ist ein heißes Pflaster. Während ich Ivona noch einigermaßen verstehen kann (sie tötet Dr. Zajic völlig planlos in Folge ihrer emotionalen Aufgewühltheit), kann ich Hogart für seinen Mord an Dimitri nicht ganz so einfach freisprechen. Ich fand das ziemlich kaltblütig, wie er da aus dem Nichts heraus einen Menschen erschiesst, um eine Möglichkeit zu haben, die Tat von Ivona zu verschleiern. Naja, im Fall Jasmin Salzmann litt er ewig lang an seiner Schuld, weil sein Einmischen einen Selbstmord verursacht hat; und jetzt soll er einen eigenhändig begangenen Mord so einfach wegstecken? Das ist eine Frage, die für mich offen bleibt.

Trotzdem hat mir der Schluss, so wie er ist, gut gefallen. Besonders die Szene am Flughafen, als alle wichtigen Figuren bei der Verabschiedung Hogarts anwesend sind, hat es mir angetan - ich liebe solche Auftritte.  :) Und, man höre und staune, sogar der Versicherungsfall ist aufgeklärt und Kohlschmied redet plötzlich in einem ganz anderen Ton mit Hogart. Recht so, ich finde, Hogart hat sich nach all der Mühe ein bisschen Respekt verdient.

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

Offline Miramis

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 2343
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #6 am: 17. November 2008, 22:40:57 »
Ich Micha ein Täter im engeren Sinne? Für mich nicht, eher ein Opfer. Der Täter sind der absolut kranke Vater und die schwache? Mutter. Wirklich harte Kost.
Ich hatte bei den Geschehnissen nicht den Eindruck, dass Zajic sich irgendeiner Schuld bewusst war.
Da gebe ich dir recht, die Eltern sind durchaus diejenigen, die das Ganze verursacht haben. Ob Zajic sich seiner Schuld bewusst ist, konnte man zwischen den Zeilen nicht herauslesen und es gab für ihn auch keine Möglichkeit, sich zu erklären oder Reue zu zeigen.

Ganz nebenbei wurde dann noch der Versicherungsbetrug aufgeklärt. War der Portier wirklich so naiv zu glauben, Greco würde ihm später die Bilder abkaufen?
Solch heiße Ware kaufen doch nur Kunstliebhaber um sie dann ganz alleine in ihrem Keller bewundern zu können. Das ist nun gar nicht Grecos Ding.
Nein, Greco will seine Sachen schon herzeigen.  ;D Das sehe ich auch so. Vom perfekten Verbrechen kann bei diesem Bilderklau nun wirklich nicht die Rede sein.  ;)

Ich höre jetzt noch die Klänge der Musik in der ausgedienten Fischlagerhalle… *schaurig*
Das Setting, insbesondere das Kuppeldach, fand ich auch sehr gelungen und atmosphärisch.

Die Szene mit der Kreissäge war natürlich mehr als knapp.    :schwitzen:  Hui, hier flog der Text nur noch so vor meinen Augen. 
Deshalb wurde dann auch das Abendessen einfach spontan gestrichen, heute.  ;D  Schließlich war es gerade so spannend.  ;)
Oder hat es dir vielleicht nicht mehr geschmeckt nach all den halbverwesten Händen und Köpfen?  ;D

Sehr gelungen, auch die Szene, da sich Misha sozusagen „zurückverwandelt“ und Lomeg auf den Plan gerufen wird. Allerdings war es doch wohl mehr als riskant, dass Hogart diese Verwandlung provozierte, denn Misha wäre viel leichter zu verhaften gewesen als der selbstsicherere Lomeg. Doch dadurch haben wir Leser natürlich noch einmal sehr schön Einblick erhalten können, was die "Beiden" umtrieb…
Ich fand es sehr spannend, die beiden mal "miteinander" zu erleben. Das hätte mir sehr gefehlt, wenn es eine solche Szene nicht gegeben hätte - und ich denke, für Andreas war es bestimmt sehr reizvoll, diese Verwandlung zu Papier zu brinen. Oder?

Zurück bleibt eine bedrückende Frage nach der Opfer-Täter-Position.
Die Grenzen zwischen Gut und Böse sind verwischt, und ich finde, auch das macht einen guten Thriller aus. Nur keine Schwarz-Weiß-Malerei, das nimmt mir nämlich oft den Reiz an Büchern.

Zu schade nur, dass die Beiden sich nicht doch noch bekommen haben. Andererseits, bei solch einem tollen Team hat mir da so eigentlich gar nichts gefehlt.  ;)
Ich muss ehrlich sagen, ich hatte gar nicht mehr daran gedacht, dass sich da noch etwas tun könnte. Ich bin auch ohne Liebesgeschichte sehr gut über die Runden gekommen mit diesem Thriller.

Als zusätzlichen Nervenkitzel kam Dimitri ins Spiel. Das war sehr geschickt gelöst von Andreas. Zum einen erhöhte es Spannung und zum anderen waren Ivona und Hogart ihrer Benachrichtigungspflicht gegenüber Greco "entbunden".
Und er diente posthum als Sündenbock...

Wie auch immer, als Dimitri anschließende behauptete Ondrej würde ab jetzt im Rollstuhl sitzen, war ich doch entsetzt. Im Grunde ist er ein netter Kerl.  ;)
Jep, Ondrej hat auch bei mir im Laufe der Lektüre immer mehr Sympathiepunkte gesammelt. Ich war einigermaßen erleichtert, dass er "nur" einen Gips hat und nicht schon gleich im Rollstuhl sitzt, wie von Dimitri angekündigt.

Dass Zajic ebenfalls schon dort zu finden war, hat mich überrascht! Wie hat Micha es wohl angestellt ihn dorthin zu locken?
Genau, das war doch ein bisschen früh vom Zeitpunkt her, um im Muster zu bleiben. Aber vielleicht wollten die beiden am Ende des Spiels gleichzeitig ihren letzten Zug machen?

Das Ende dieses Krimis wartet mit teils ungewöhnlichen Wendungen auf. Im Eifer des Geschehens war ich überrascht, aber irgendwie war es in dem Moment stimmig.
Genau das trifft auch mein Lesegefühl. Und ich finde es immer gut, wenn mich ein Buch noch im nachhinein eine Weile beschäftigt - dieses wird es mit Sicherheit.

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

Offline yanni

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 547
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #7 am: 18. November 2008, 14:21:35 »
Dass nun Micha bzw. Lomeg der Täter war, hat sich schliesslich immer deutlicher abgezeichnet; ich hatte ja bis zum Schluss meine Zweifel, allerdings weniger, weil diese Auflösung nicht logisch gewesen wäre, sondern ich wollte irgendwie nicht, dass der arme unterdrückte Micha so ein Monster ist, weil er mir trotz allem sehr leid tut. Ich denke, ihr wisst was ich meine....  ;)
So erging es auch mir. Wäre er anders dargestellt worden, hätte ich wahrscheinlich nicht so lange an seine Unschuld glauben wollen.

Womit ich immer noch nicht so ganz klar komme, ist dass nicht nur Lomeg die Mord gegangen hat. Ein Teil davon geht auf Michas Konto. Micha ist doch der schwache Teil und Lomeg der starke, der für ihn alles Leid ertrug und doch diesen Plan ausheckte. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Micha hier ein doppeltes Opfer ist. Einmal durch seinen Vater und dann durch seine zweite Persönlichkeit, Lomeg. Wie Lomeg Micha wohl dazu gebracht hat dabei mitzumachen? Er muss ihn ziemlich unter Druck gesetzt haben. Oder Micha war Lomeg so hörig, dass er anstandslos alles für ihn gemacht hätte.

Auch die Berge von Leichenteilen waren kein sehr schöner Anblick, aber ich muss Andreas hier ein großes Lob aussprechen; du hast hier und auch im restlichen Text meinen persönlichen Ekelfaktor in keiner Zeile überschritten, sondern das Ganze sehr schön subtil dargestellt und vieles der Fantasie des Lesers überlassen. Ganz schön raffiniert!  ;)
Ja, gerade diese Art der Beschreibung ist die grauenhafteste. Denn nichts ist so schlimm wie die eigene Phantasie! Ein paar unterschwellige Andeutungen und schon geht's los ....  :o

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #8 am: 18. November 2008, 19:03:18 »
Dass nun Micha bzw. Lomeg der Täter war, hat sich schliesslich immer deutlicher abgezeichnet; ich hatte ja bis zum Schluss meine Zweifel, allerdings weniger, weil diese Auflösung nicht logisch gewesen wäre, sondern ich wollte irgendwie nicht, dass der arme unterdrückte Micha so ein Monster ist, weil er mir trotz allem sehr leid tut. Ich denke, ihr wisst was ich meine....  ;) 

Ja, ich war auch hin und hergerissen und wollte es partou nicht wahr haben, dass auch den kleinen, unschuldigen Opfer ein solcher Mörder geworden ist. Das noch etwas von dem ungläubigen Unschuldslamm in Misha steckte zeigte ja dann auch die Szene, welche du angesprochen hast. Dort, als er versuchte seinen Vater von den Fesseln zu befreien. Hier konnte ich so richtig "mitfühlen".

Womit ich immer noch nicht so ganz klar komme, ist dass nicht nur Lomeg die Mord gegangen hat. Ein Teil davon geht auf Michas Konto. Micha ist doch der schwache Teil und Lomeg der starke, der für ihn alles Leid ertrug und doch diesen Plan ausheckte. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Micha hier ein doppeltes Opfer ist. Einmal durch seinen Vater und dann durch seine zweite Persönlichkeit, Lomeg. Wie Lomeg Micha wohl dazu gebracht hat dabei mitzumachen? Er muss ihn ziemlich unter Druck gesetzt haben. Oder Micha war Lomeg so hörig, dass er anstandslos alles für ihn gemacht hätte. 

Hier hast du einen sehr intensiven Gedanken zur Sprache gebracht. Und ich denke, du hast es wohl richtig erkannt, dass Misha im Prinzip zweimal missbraucht wurde.  :(

Auch die Berge von Leichenteilen waren kein sehr schöner Anblick, aber ich muss Andreas hier ein großes Lob aussprechen; du hast hier und auch im restlichen Text meinen persönlichen Ekelfaktor in keiner Zeile überschritten, sondern das Ganze sehr schön subtil dargestellt und vieles der Fantasie des Lesers überlassen. Ganz schön raffiniert!  ;)
Ja, gerade diese Art der Beschreibung ist die grauenhafteste. Denn nichts ist so schlimm wie die eigene Phantasie! Ein paar unterschwellige Andeutungen und schon geht's los ....  :o

Stimmt. Es gab Szenen, da konnte ich die restlichen Körperteile geradezu riechen.  :o

Die Szene mit der Kreissäge war natürlich mehr als knapp.    :schwitzen:  Hui, hier flog der Text nur noch so vor meinen Augen. 
Deshalb wurde dann auch das Abendessen einfach spontan gestrichen, heute.  ;D  Schließlich war es gerade so spannend.  ;)
Oder hat es dir vielleicht nicht mehr geschmeckt nach all den halbverwesten Händen und Köpfen?  ;D   

 ;D  Och, da bin ich eigentlich ganz hart im Nehmen.  Sowas macht mir nix.   :P

Zurück bleibt eine bedrückende Frage nach der Opfer-Täter-Position.
Die Grenzen zwischen Gut und Böse sind verwischt, und ich finde, auch das macht einen guten Thriller aus. Nur keine Schwarz-Weiß-Malerei, das nimmt mir nämlich oft den Reiz an Büchern. 

Es wäre auf alle Fälle sehr schade gewesen, wenn Andreas sich für uns hier bereits festgelegt hätte.
So geistert dieses Buch wohl noch eine ganze Weile durch meinen Kopf, was ich stets als sehr positiv empfinde, da es doch auch zum Denken anregte.

Zu schade nur, dass die Beiden sich nicht doch noch bekommen haben. Andererseits, bei solch einem tollen Team hat mir da so eigentlich gar nichts gefehlt.  ;)
Ich muss ehrlich sagen, ich hatte gar nicht mehr daran gedacht, dass sich da noch etwas tun könnte. Ich bin auch ohne Liebesgeschichte sehr gut über die Runden gekommen mit diesem Thriller.   

Das einzige was mich hier ein wenig gestört hatte, war ja, dass sich die Beiden ständig gesietzt hatten.
Ich dachte immer, gerade die Österreicher sind hier doch um einiges lockrer.  ;D  Zumindest bei unseren Touren durch die bergischen Lande wird man fast an jeder Ecke mit einem Du angesprochen.  ;)

Dass Zajic ebenfalls schon dort zu finden war, hat mich überrascht! Wie hat Micha es wohl angestellt ihn dorthin zu locken?
Genau, das war doch ein bisschen früh vom Zeitpunkt her, um im Muster zu bleiben. Aber vielleicht wollten die beiden am Ende des Spiels gleichzeitig ihren letzten Zug machen? 

"Scöne" Idee, Miramis. Andererseits wusste Lomeg aber, dass seine Verfolger ihm ziemlich dicht auf den Fersen waren.
So gesehen war natürlich eile geboten.

Eher horrormäßig kam für mich die Szene in der Fischhalle rüber. Ach du Schande, gleich am Anfang hatte ich mir ja etliche Gedanken zum Einsatz einer Kreissäge gemacht, und nun durften wir die Sache live miterleben - beinahe jedenfalls, aber für einen leichten Schweißausbruch hat die Rettung Veselys in letzter Sekunde schon gereicht.  :schwitzen: 

Na, nun wissen wir wenigstens, wie so eine Kreissäge funktioniert und verwechseln sie sicher nie wieder mit einer Kettensäge.  ;D

Liebe Grüssle
                      Marion  :winken:
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Miramis

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 2343
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #9 am: 18. November 2008, 19:22:11 »
Womit ich immer noch nicht so ganz klar komme, ist dass nicht nur Lomeg die Mord gegangen hat. Ein Teil davon geht auf Michas Konto. Micha ist doch der schwache Teil und Lomeg der starke, der für ihn alles Leid ertrug und doch diesen Plan ausheckte. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Micha hier ein doppeltes Opfer ist. Einmal durch seinen Vater und dann durch seine zweite Persönlichkeit, Lomeg. Wie Lomeg Micha wohl dazu gebracht hat dabei mitzumachen? Er muss ihn ziemlich unter Druck gesetzt haben. Oder Micha war Lomeg so hörig, dass er anstandslos alles für ihn gemacht hätte. 
Hier hast du einen sehr intensiven Gedanken zur Sprache gebracht. Und ich denke, du hast es wohl richtig erkannt, dass Misha im Prinzip zweimal missbraucht wurde.  :(
Das schon; nur kann man natürlich auch nicht dazu übergehen, die Schuldzuweisung an eine der beiden gespaltenen Persönlichkeiten zu richten. Letztendlich sind die beiden doch eine Person und genau diese Person ist für die Morde verantwortlich. Aber ich finde es sehr interessant, wie wir (ich eingeschlossen) dieses multiple Persönlichkeit in ihre beiden Teile zerlegen und somit dieses Muster übernehmen.  ;D Am Ende werden die beiden sogar eine gemeinsame (Gummi-?)Zelle bewohnen... :o ;)

Auch die Berge von Leichenteilen waren kein sehr schöner Anblick, aber ich muss Andreas hier ein großes Lob aussprechen; du hast hier und auch im restlichen Text meinen persönlichen Ekelfaktor in keiner Zeile überschritten, sondern das Ganze sehr schön subtil dargestellt und vieles der Fantasie des Lesers überlassen. Ganz schön raffiniert!  ;)
Ja, gerade diese Art der Beschreibung ist die grauenhafteste. Denn nichts ist so schlimm wie die eigene Phantasie! Ein paar unterschwellige Andeutungen und schon geht's los ....  :o
Stimmt. Es gab Szenen, da konnte ich die restlichen Körperteile geradezu riechen.  :o
... nur waren sie dann doch ganz wo anders.  ;) Tja, mir geht es auch so - meine eigene Fantasie ist immer noch die schlimmste.  ;D

Dass Zajic ebenfalls schon dort zu finden war, hat mich überrascht! Wie hat Micha es wohl angestellt ihn dorthin zu locken?
Genau, das war doch ein bisschen früh vom Zeitpunkt her, um im Muster zu bleiben. Aber vielleicht wollten die beiden am Ende des Spiels gleichzeitig ihren letzten Zug machen? 
"Scöne" Idee, Miramis. Andererseits wusste Lomeg aber, dass seine Verfolger ihm ziemlich dicht auf den Fersen waren.
So gesehen war natürlich eile geboten.
Auch ein Argument.  ;)

Eher horrormäßig kam für mich die Szene in der Fischhalle rüber. Ach du Schande, gleich am Anfang hatte ich mir ja etliche Gedanken zum Einsatz einer Kreissäge gemacht, und nun durften wir die Sache live miterleben - beinahe jedenfalls, aber für einen leichten Schweißausbruch hat die Rettung Veselys in letzter Sekunde schon gereicht.  :schwitzen: 
Na, nun wissen wir wenigstens, wie so eine Kreissäge funktioniert und verwechseln sie sicher nie wieder mit einer Kettensäge.  ;D
Siehst du, und schon geht wieder mein Kopfkino mit mir durch.  Und das, wo ich als Landei ständig irgendwelche Kreissägen sehe oder höre....  ;D

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #10 am: 18. November 2008, 19:57:56 »
Stimmt. Es gab Szenen, da konnte ich die restlichen Körperteile geradezu riechen.  :o
... nur waren sie dann doch ganz wo anders.  ;) Tja, mir geht es auch so - meine eigene Fantasie ist immer noch die schlimmste.  ;D 

Also ich meinte schon die abgetrennten Hände und Köpfe.  ;D

Eher horrormäßig kam für mich die Szene in der Fischhalle rüber. Ach du Schande, gleich am Anfang hatte ich mir ja etliche Gedanken zum Einsatz einer Kreissäge gemacht, und nun durften wir die Sache live miterleben - beinahe jedenfalls, aber für einen leichten Schweißausbruch hat die Rettung Veselys in letzter Sekunde schon gereicht.  :schwitzen: 
Na, nun wissen wir wenigstens, wie so eine Kreissäge funktioniert und verwechseln sie sicher nie wieder mit einer Kettensäge.  ;D
Siehst du, und schon geht wieder mein Kopfkino mit mir durch.  Und das, wo ich als Landei ständig irgendwelche Kreissägen sehe oder höre....  ;D

Ach wo, von wegen Landei. Aber zum Glück hab ich es mir hier ja nur bildlich vorgestellt und die Geräusche außen vor gelassen. Zumindest bis auf die später einsetztende Musik. Denn sonst hätte ich wohl schon längst Muskelkater in den Kieferknochen, weil das Kreischen der Kreissäge mir in den Zähnen schmerzt.  ;D

 :winken:
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Miramis

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 2343
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #11 am: 18. November 2008, 20:02:46 »
Stimmt. Es gab Szenen, da konnte ich die restlichen Körperteile geradezu riechen.  :o
... nur waren sie dann doch ganz wo anders.  ;) Tja, mir geht es auch so - meine eigene Fantasie ist immer noch die schlimmste.  ;D 

Also ich meinte schon die abgetrennten Hände und Köpfe.  ;D
:P ;D

Eher horrormäßig kam für mich die Szene in der Fischhalle rüber. Ach du Schande, gleich am Anfang hatte ich mir ja etliche Gedanken zum Einsatz einer Kreissäge gemacht, und nun durften wir die Sache live miterleben - beinahe jedenfalls, aber für einen leichten Schweißausbruch hat die Rettung Veselys in letzter Sekunde schon gereicht.  :schwitzen: 
Na, nun wissen wir wenigstens, wie so eine Kreissäge funktioniert und verwechseln sie sicher nie wieder mit einer Kettensäge.  ;D
Siehst du, und schon geht wieder mein Kopfkino mit mir durch.  Und das, wo ich als Landei ständig irgendwelche Kreissägen sehe oder höre....  ;D

Ach wo, von wegen Landei. Aber zum Glück hab ich es mir hier ja nur bildlich vorgestellt und die Geräusche außen vor gelassen. Zumindest bis auf die später einsetztende Musik. Denn sonst hätte ich wohl schon längst Muskelkater in den Kieferknochen, weil das Kreischen der Kreissäge mir in den Zähnen schmerzt.  ;D

Ich weiß auch, woran das liegt; Andreas hat gnädigerweise das Kreischen der Säge nur kurz anklingen lassen und dann von den Schüssen von Ivona und Hogart übertönen lassen. Das nenne ich mal einen rücksichtsvollen Autor!  ;)

 :winken:

Offline apassionata

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4967
  • die, die als Kind nie lesen konnte...
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #12 am: 18. November 2008, 20:22:07 »
Eher horrormäßig kam für mich die Szene in der Fischhalle rüber. Ach du Schande, gleich am Anfang hatte ich mir ja etliche Gedanken zum Einsatz einer Kreissäge gemacht, und nun durften wir die Sache live miterleben - beinahe jedenfalls, aber für einen leichten Schweißausbruch hat die Rettung Veselys in letzter Sekunde schon gereicht.  :schwitzen: 
Na, nun wissen wir wenigstens, wie so eine Kreissäge funktioniert und verwechseln sie sicher nie wieder mit einer Kettensäge.  ;D
Siehst du, und schon geht wieder mein Kopfkino mit mir durch.  Und das, wo ich als Landei ständig irgendwelche Kreissägen sehe oder höre....  ;D

Ach wo, von wegen Landei. Aber zum Glück hab ich es mir hier ja nur bildlich vorgestellt und die Geräusche außen vor gelassen. Zumindest bis auf die später einsetztende Musik. Denn sonst hätte ich wohl schon längst Muskelkater in den Kieferknochen, weil das Kreischen der Kreissäge mir in den Zähnen schmerzt.  ;D

Ich weiß auch, woran das liegt; Andreas hat gnädigerweise das Kreischen der Säge nur kurz anklingen lassen und dann von den Schüssen von Ivona und Hogart übertönen lassen. Das nenne ich mal einen rücksichtsvollen Autor!  ;)

Genau, dass ist es...  ;D  Dafür gibt es doch glatt ein Extra-Bussi für den Autor.   :-*

Andreas, ich habe mir übrigens gerade erlaubt in einer parallelen Leserunde hier, das Zitat von Gustav Meyrink, ganz vorne in deinem Buch nochmals zu zitieren.  ;)
Es passt nämlich wunderbar zu der Geschichte dort. Die Entstehungsgeschichte Prags (Praha) nach einer alten Sage. "Die Träume der Libussa" von Tereza Vanek.

Ich sehe schon, die nächste Städtetour ist so gut wie gebongt.  ;D

Liebe Grüssle
                      Marion  :winken:
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Andreas Gruber

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 19
  • Andreas Gruber
    • Homepage des Autors
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #13 am: 19. November 2008, 08:58:51 »
Liebe Marion,

das freut mich ... erstens das Meyrink Zitat (in das ich mich ja wirklich verliebt habe) und deine geplante Prag-Städtetour.

Unbedingt abends eine Moldau-Flussfahrt buchen (die zahlt sich aus, da kommt man in kleine Gässchen rein), und falls du drauf stehst, ein paar Kleinkunstbühnen besuchen, z.B. das Black/Light-Theatre, das es ja wirklich gibt. Habe ich gesehen, und war begeistert.

Gruß,
Andreas

Offline yanni

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 547
Re: 06 - Schwarze Dame - Kapitel 17 bis Ende
« Antwort #14 am: 19. November 2008, 12:24:39 »
Das schon; nur kann man natürlich auch nicht dazu übergehen, die Schuldzuweisung an eine der beiden gespaltenen Persönlichkeiten zu richten. Letztendlich sind die beiden doch eine Person und genau diese Person ist für die Morde verantwortlich. Aber ich finde es sehr interessant, wie wir (ich eingeschlossen) dieses multiple Persönlichkeit in ihre beiden Teile zerlegen und somit dieses Muster übernehmen.  ;D Am Ende werden die beiden sogar eine gemeinsame (Gummi-?)Zelle bewohnen... :o ;)
Damit hast du natürlich Recht. Bei Micha habe ich mich stark von meinem Gefühl beeinflussen lassen. Lomeg ist Michas negative Seite, die ohne den Missbrauch seines Vaters vielleicht nie zum Leben erweckt worden wäre. Und in diesem Sinne war er in gewisseer Weise ein doppeltes Opfer.
Den Missbrauch kann man durch Trennung von dieser Person und entsprechender Hilfe eventuell verarbeiten, aber sein verändertes Selbst, wie in Michas Fall, ist immer da. Du hast es klar auf den Punkt gebracht, sie werden sich eine "Zelle" teilen. Da kann man nur hoffen, dass Lomeg vom einstigen Retter nicht zum Feind geworden ist.

Micha/Lomeg werden sicher noch einige Zeit in meinem Kopf herumspuken.  ;)