Ein herzliches Hallo an Andreas Gruber, den Autor. Schön dass du dich bereit erklärt hast, diese Runde mit uns zu begehen.
Ein liebes Hallo auch an alle Mitleserinnen.
Es ist mein erster Roman von Andreas Gruber und so war ich natürlich dementsprechend neugierig, auf welcher Ebene sich dieser Thriller bewegen wird.
Schon im Prolog lernen wir den Protagonisten Peter Hogart ein bisschen besser kennen. Irgendwie konnte ich mich gleich mit seiner Art gut anfreunden. Hat er doch Schrullen und Ticks, genauso wie einen starken Willen, wenn er etwas erreichen möchte. Und so fand ich die kleine Episode um Mister Coca Cola und seine Eva genauso amüsant, wie das ständige Auspacken seiner Jackentaschen.

Er soll also die verschwundene Alexandra Schelling, Nichte des Komerzialrates Rast, wieder finden. Sie war anscheinend einem ganz großen Betrug auf der Spur, erfolgreich und hat sich dann im Nichts aufgelöst.
Ehrlich gesagt habe auch ich nicht all zuviel Hoffnung, dass Alexandra Schelling nach den drei Wochen, da sie verschwunden ist, noch einmal lebend auftauchen wird. Doch was hatte sie herausgefunden? Und warum konnte sie sich nicht der Prager Polizei anvertrauen? Korruption? Wahrscheinlich.
Aber unser Privatdetektiv ist nicht das erste Mal in Prag. Auch hier lernen wir ihn ein wenig näher kennen, was mir recht gut gefällt. Er scheint nicht zu den Menschen zu gehören, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, sondern hat bereits seine eigenen Erfahrungen gemacht.
Was ist passiert in der Bernardigasse? Und steckt dieser Greco wirklich nicht dahinter? Auf alle Fälle finde ich es von Hogart sehr gefährlich so offen zu agieren und mit dem Verteilen seiner Visitenkarten die eventuellen Täter dermaßen auf sich aufmerksam zu machen.

Natürlich eine Möglichkeit, doch eine sehr gefährliche will ich meinen. Andererseits hat er wahrlich nicht gerade viel Zeit.
Hier stellt sich mir nun die Frage, warum die Versicherungsgesellschaft so lange mit dieser Auftragsvergabe an Hogart gewartet hat. Irgendwie sind mir die beiden Außendienstler Kohlschmied und Sedlack so unglaublich unsympathisch und suspekt. Gerade Kohlschmied scheint ja nicht gerade sehr kooperativ zu sein, denn sonst hätte er dem Privatdetektiv zumindest vorher gesagt, dass die Bundeskriminalpolizei bereits bei Greco gewesen ist.
Apropo, Kohlschmied. Warum will dieser nicht, dass Hogart dem „König von Prag“ einen Besuch abstattet? OK, die Art und Weise, wie Peter Hogart es tut ist dann auch sehr provokativ und äußerst brisant. Dieser Dimitri ist ja nun auch wirklich kein angenehmer Zeitgenosse. Vor ihm sollte sich Hogart in Acht nehmen.
Und dann die kleine, aber gelungene Wendung.

Ivona Markovic. Na die Frau hat Mumm und Nerven, wie mir scheint.
„Haben sie heute Abend schon etwas vor? Darf ich Sie zumm Essen einladen?“ „Bitte?“ Hogart glaubte sich verhört zu haben… „Schauen sie nicht s! Es ist nur ein Abendessen. Ich beiße nicht. Ich koche, und Sie erzählen mir etwas über Wien…“ S.47
Na, ist das nichts?

Da muss sich Hogart wohl tatsächlich noch schnell über Pandabären schlau machen.

Oder sollte es vielleicht eine eingespielte Falle sein?
Mir hat dieser Einstieg sehr gut gefallen. Es waren unter Anderem auch die vielen kleinen Details, die für mich die entscheidenden Stimmungen jeweils beim Lesen repräsentierten. Auf diese Weise hat der Autor es bereits geschafft verschiedene kleinere Stimmungen anklingen zu lassen. Einfach und locker zu lesen, werde ich es mir nun gleich noch ein bisschen gemütlich machen, da ich ja schließlich wissen will, was es mit Alexandra Schelling, aber vor allem auch mit Ivona Markovic auf sich hat.
Nun bin ich aber auch gespannt, was die anderen zu diesem Debüt meinen.

Liebe Grüssle
Marion
