Autor Thema: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2  (Gelesen 2447 mal)

Offline Miramis

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01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« am: 08. November 2008, 17:44:19 »
Hallo und herzlich willkommen,

es ist wieder mal Zeit für einen spannenden Thriller und deswegen werden wir uns heute auf eine Lesereise nach Prag begeben - mit dabei: Andreas Gruber und sein Roman "Schwarze Dame". Ich freue mich, einen kleinen aber feinen Kreis von Teilnehmern dazu begrüßen zu können, und insbesondere natürlich unseren Autor - schön dass du uns begleitest, Andreas! 

Und nun bin ich mal sehr gespannt, welch nervenaufreibende Lesestunden auf uns zukommen werden - viel Spaß euch allen!  ;D

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis


Hier könnt ihr eure Eindrücke vom Prolog bis einschliesslich Kapitel 2 (bis einschliesslich Seite 48) schildern und diskutieren. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Abschnittseinteilung nicht vorgesehen.
« Letzte Änderung: 10. November 2008, 06:55:52 von Miramis »

Offline apassionata

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #1 am: 10. November 2008, 20:14:05 »
Ein herzliches Hallo an Andreas Gruber, den Autor. Schön dass du dich bereit erklärt hast, diese Runde mit uns zu begehen.
Ein liebes Hallo auch an alle Mitleserinnen.

Es ist mein erster Roman von Andreas Gruber und so war ich natürlich dementsprechend neugierig, auf welcher Ebene sich dieser Thriller bewegen wird.

Schon im Prolog lernen wir den Protagonisten Peter Hogart ein bisschen besser kennen. Irgendwie konnte ich mich gleich mit seiner Art gut anfreunden. Hat er doch Schrullen und Ticks, genauso wie einen starken Willen, wenn er etwas erreichen möchte. Und so fand ich die kleine Episode um Mister Coca Cola und seine Eva genauso amüsant, wie das ständige Auspacken seiner Jackentaschen.  ;D

Er soll also die verschwundene Alexandra Schelling, Nichte des Komerzialrates Rast, wieder finden. Sie war anscheinend einem ganz großen Betrug auf der Spur, erfolgreich und hat sich dann im Nichts aufgelöst.
Ehrlich gesagt habe auch ich nicht all zuviel Hoffnung, dass Alexandra Schelling nach den drei Wochen, da sie verschwunden ist, noch einmal lebend auftauchen wird. Doch was hatte sie herausgefunden? Und warum konnte sie sich nicht der Prager Polizei anvertrauen? Korruption? Wahrscheinlich.

Aber unser Privatdetektiv ist nicht das erste Mal in Prag. Auch hier lernen wir ihn ein wenig näher kennen, was mir recht gut gefällt. Er scheint nicht zu den Menschen zu gehören, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, sondern hat bereits seine eigenen Erfahrungen gemacht.
Was ist passiert in der Bernardigasse? Und steckt dieser Greco wirklich nicht dahinter? Auf alle Fälle finde ich es von Hogart sehr gefährlich so offen zu agieren und mit dem Verteilen seiner Visitenkarten die eventuellen Täter dermaßen auf sich aufmerksam zu machen.  :o  Natürlich eine Möglichkeit, doch eine sehr gefährliche will ich meinen. Andererseits hat er wahrlich nicht gerade viel Zeit.
Hier stellt sich mir nun die Frage, warum die Versicherungsgesellschaft so lange mit dieser Auftragsvergabe an Hogart gewartet hat. Irgendwie sind mir die beiden Außendienstler Kohlschmied und Sedlack so unglaublich unsympathisch und suspekt. Gerade Kohlschmied scheint ja nicht gerade sehr kooperativ zu sein, denn sonst hätte er dem Privatdetektiv zumindest vorher gesagt, dass die Bundeskriminalpolizei bereits bei Greco gewesen ist.

Apropo, Kohlschmied. Warum will dieser nicht, dass Hogart dem „König von Prag“ einen Besuch abstattet? OK, die Art und Weise, wie Peter Hogart es tut ist dann auch sehr provokativ und äußerst brisant. Dieser Dimitri ist ja nun auch wirklich kein angenehmer Zeitgenosse. Vor ihm sollte sich Hogart in Acht nehmen.

Und dann die kleine, aber gelungene Wendung.  ;D  Ivona Markovic. Na die Frau hat Mumm und Nerven, wie mir scheint. „Haben sie heute Abend schon etwas vor? Darf ich Sie zumm Essen einladen?“ „Bitte?“ Hogart glaubte sich verhört zu haben… „Schauen sie nicht s! Es ist nur ein Abendessen. Ich beiße nicht. Ich koche, und Sie erzählen mir etwas über Wien…“ S.47
Na, ist das nichts?  ;D Da muss sich Hogart wohl tatsächlich noch schnell über Pandabären schlau machen.  ;D
Oder sollte es vielleicht eine eingespielte Falle sein?

Mir hat dieser Einstieg sehr gut gefallen. Es waren unter Anderem auch die vielen kleinen Details, die für mich die entscheidenden Stimmungen jeweils beim Lesen repräsentierten. Auf diese Weise hat der Autor es bereits geschafft verschiedene kleinere Stimmungen anklingen zu lassen. Einfach und locker zu lesen, werde ich es mir nun gleich noch ein bisschen gemütlich machen, da ich ja schließlich wissen will, was es mit Alexandra Schelling, aber vor allem auch mit Ivona Markovic auf sich hat.

Nun bin ich aber auch gespannt, was die anderen zu diesem Debüt meinen.  ;)

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Offline Miramis

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #2 am: 10. November 2008, 22:14:42 »
Hallo liebe Leserunde und hallo Andreas,

bin schon da. Dobry den, so sagt man doch, oder?  ;D

Der erste Abschnitt ist beendet und bis jetzt hat es mir sehr gut gefallen, was ich da gelesen haben. Der Schreibstil ist geradlinig und schnörkellos, genau das Richtige für mich im Moment, nachdem ich in letzter Zeit eher blumig-poetische Bücher gelesen habe - und wie ihr wisst, liebe ich die Abwechslung.  ;)

Was mir auch sehr sympathisch ist: keine langen Vorreden, wir werden sofort in die Handlung hineingeworfen und Peter Hogart beginnt mit seinen Ermittlungen. Trotzdem ist noch Zeit für eine näheres Kennenlernen dieser Hauptfigur, die mir sehr realistisch erscheint - keine Supermann, sondern ein ganz normaler Mensch mit Ecken und Kanten, in manchen Lebensbereichen auch gescheitert, allerdings nicht in seinem Beruf, den ich sehr interessant finde. Auch wenn Peter Hogart behauptet, das meiste an seiner Arbeit sei langweilig.  ;) Aber alleine die Bezeichnung "Versicherungsdetektiv" erweckt in mir so ein Gefühl einer gewissen moralischen Grauzone - nicht eindeutig auf der Seite der Guten oder Bösen, sondern auf der Seite der Versicherung und des Geldes.

Hier gehts allerdings nicht alleine um Geld und Gemälde, sondern um eine Menschenleben, das macht die Sache gleich noch ein Stück brisanter. Warum hat wohl Rast nichts davon erzählt, dass Alexandra Schelling seine Nichte ist? Ich gebe sie übrigens noch nicht verloren und kann mir durchaus vorstellen, dass sie noch lebt. Vielleicht irgendwo als Gefangene in einem Keller? Oder macht sie etwa gemeinsame Sache mit den Brandstiftern? Zu diesem frühen Zeitpunkt ist noch alles möglich, meine ich. Außerdem traue ich dem Auftragsgeber-Trio aus dem 1. Kapitel nicht über den Weg, irgendwie fühlt es sich an, als würden die noch einiges mehr verschweigen. Am Ende sind sie noch für das Verschwinden von Alexandra Schelling verantwortlich...   ups, jetzt komme ich aber gleich schon wieder ins Spekulieren, irgendwie wird das langsam eine Berufskrankheit.  ;D

Was ich sehr gelungen finde, ist die Beschreibung von Prag mit seinen Sehenswürdigkeiten und den kleinen Gässchen; aber auch die Kontraste zwischen Rotlicht- und Villenviertel sind sehr treffend und passen gut in die Geschichte. Peter Hogart bewegt sich überall wie ein Fisch im Wasser, mir gefällt seine zupackende Art und dass er nicht lange fackelt, sondern den Dingen auf den Grund zu gehen versucht. Zuerst dachte ich mir, dass er ein bisschen zu oft mit dem Foto von Alexandra Schelling unter die Leute geht, das wirkt doch alarmierend für die Unterwelt. Aber siehe da, genau das ist die Absicht, um gewisse kriminelle Elemente aus der Reserve zu locken. Ganz schön raffiniert!  ;)

Rätselhaft ist mir Ivona, mit ihr kann ich noch nicht so viel anfangen. Immerhin geht sie bei Greco ein und aus, das finde ich schon mal verdächtig. Welche Rolle sie wohl in der Geschichte spielt? Jetzt bin ich mal gespannt auf das gemeinsame Essen und auf das bevorstehende biologische Fachgespräch, betreffend Pandabären.  ;D

Ja, ein toller und vielversprechender Auftakt, und ich freue mich schon aufs Weiterlesen.

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

Offline Miramis

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #3 am: 10. November 2008, 22:22:49 »
Huhu,

Und so fand ich die kleine Episode um Mister Coca Cola und seine Eva genauso amüsant, wie das ständige Auspacken seiner Jackentaschen.  ;D
Der Mr. CocaCola hat mich auch ziemlich zum Grinsen gebracht  ;D, obwohl die Sache für Peter Hogart ja gar nicht so lustig ist.  :-[
 
Doch was hatte sie herausgefunden? Und warum konnte sie sich nicht der Prager Polizei anvertrauen? Korruption? Wahrscheinlich.
Genau diese Fragen beschäftigen mich natürlich auch.

Hier stellt sich mir nun die Frage, warum die Versicherungsgesellschaft so lange mit dieser Auftragsvergabe an Hogart gewartet hat. Irgendwie sind mir die beiden Außendienstler Kohlschmied und Sedlack so unglaublich unsympathisch und suspekt. Gerade Kohlschmied scheint ja nicht gerade sehr kooperativ zu sein, denn sonst hätte er dem Privatdetektiv zumindest vorher gesagt, dass die Bundeskriminalpolizei bereits bei Greco gewesen ist.
Ah, geht es dir also auch so? Die beiden haben doch irgendwie Dreck am Stecken - oder sollte es wirklich nur um berufliche Animositäten gehen, weswegen man den Außenseiter Hogart ein bisschen im Unklaren lässt? Das wird noch spannend...

Und dann die kleine, aber gelungene Wendung.  ;D  Ivona Markovic. Na die Frau hat Mumm und Nerven, wie mir scheint. [.....] Oder sollte es vielleicht eine eingespielte Falle sein?
Auch eine Möglichkeit. Wobei sie so gezeichnet ist, dass sie bei mir gleich mal Sympathiepunkte gemacht hat. Aber vielleicht führt Andreas uns da hinters Licht... ;)

Ach, und noch was: bei Tereza aus Prag musste ich auch ziemlich schmunzeln - du vielleicht nicht, apassionata?  ;)

 :winken:


Offline apassionata

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #4 am: 10. November 2008, 22:38:53 »
Huhu nochmal.

Was ich sehr gelungen finde, ist die Beschreibung von Prag mit seinen Sehenswürdigkeiten und den kleinen Gässchen; aber auch die Kontraste zwischen Rotlicht- und Villenviertel sind sehr treffend und passen gut in die Geschichte.

Das hat mir auch gut gefallen. Ich hatte es beinahe richtig plastisch vor Augen.
Aber Prag ist natürlich auch eine tolle Stadt. Dorthin könnte ich mich glatt noch einmal hin verlaufen.  ;)

Peter Hogart bewegt sich überall wie ein Fisch im Wasser, mir gefällt seine zupackende Art und dass er nicht lange fackelt, sondern den Dingen auf den Grund zu gehen versucht.

Er ist tatsächlich kein Supermann, wie du oben auch schon erwähntest und genau dies, gepaart mit seiner gradlinigen Zielstrebigkeit, gefällt auch mir an ihm.
Da weiß man doch gleich was Sache ist.

Hier stellt sich mir nun die Frage, warum die Versicherungsgesellschaft so lange mit dieser Auftragsvergabe an Hogart gewartet hat. Irgendwie sind mir die beiden Außendienstler Kohlschmied und Sedlack so unglaublich unsympathisch und suspekt. Gerade Kohlschmied scheint ja nicht gerade sehr kooperativ zu sein, denn sonst hätte er dem Privatdetektiv zumindest vorher gesagt, dass die Bundeskriminalpolizei bereits bei Greco gewesen ist.

Ah, geht es dir also auch so? Die beiden haben doch irgendwie Dreck am Stecken - oder sollte es wirklich nur um berufliche Animositäten gehen, weswegen man den Außenseiter Hogart ein bisschen im Unklaren lässt? Das wird noch spannend...

Klar. Da ich von Andreas noch nichts gelesen habe, kann ich ihn natürlich überhaupt nicht einschätzen, ob er uns mit bewusst unsympathisch beschriebenen  Charakteren hinters Licht führen möchte oder gleich gewisse Karten auf den Tisch legt. Spontan würde ich jetzt einfach mal spekulieren, dass zumindest Kohlschmied irgendwie seine Finger in der Sache mit drin haben könnte.
Andererseits bringt mich jetzt aber auch deine Frage zum Nachdenken: Warum hat Rast Hogart nicht gesagt, dass es sich um seine Nichte handelt? Hmm...
Alles noch sehr offen, alles noch sehr undurchsichtig.
                                     Da hilft nur eins...  :lesen:

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Offline yanni

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #5 am: 11. November 2008, 09:09:40 »
Ein herzliches Hallo an meine Mitleserinnen und natürlich an Andreas  :winken:

Dieser Abschnitt ist gelesen und es ging sehr zügig voran. Nach den ersten Seiten hatte ich befürchtet, dass Hogart mir unsympathisch sein könnte. Die Aufzählung seiner "Weh-Wehchen", sei es nun, dass ihm seine Eva von Mr. Coca Cola ausgespannt wurde oder dass er zunehmende Beschwerden mit seinem Hüftleiden hatte, erweckte zuerst den Verdacht in mir, Hogart sei ein ewiger Jammerer, unzufrieden mit allem - ein Verlierer-Typ. Ich war der Meinung die gute Eva hätte nichts besseres Tun können, als Mr. Coca Cola zu nehmen, und Hogart selber hätte ich am liebsten in den Hintern getreten und zu einem orthopädischen Schuhmacher geschickt, damit er sich eine Schuherhöhung machen lässt. Zum Glück änderte sich meine Meinung schnell wieder.  ;)

Warum holt man für so einen Job Hogart, fragte ich mich, wieso nicht die Polizei? Aber das wurde einleuchtend erklärt. Wenn es sich dann auch noch um die Nichte handelt, kann ich verstehen, dass Rast lieber jemand hatte dem er voll vertraut.
Bei Kohlschmied und dem Hai musste ich gleich an Twins denken.  ;D Aussehensmässig - da hört der Vergleich allerdings schon auf. Im ersten Moment erscheint einem Kohlschmied als der sympathischere, was sich aber im Verlauf der Geschichte schon bald ändert. Sedlack spielt wenigstens mit offenen Karten, was man von dem anderen nicht behaupten kann. Wenn, wie ihr ja auch schon vermutet habt, jemand aus Wien seine Finger mit im Spiel hat, dann tippe ich auf den kleinen Dicken.

Ob Alexandra Schelling noch lebt oder nicht, hängt für mich noch in der Schwebe. Aber ich tendiere mehr dazu, dass man sie getötet hat. Mit ihrem Bild durch die Gegend zu rennen, ist in Anbetracht der kurzen Zeit, die Hogart hat, die einzige Möglichkeit schnell an Informationen zu kommen. Die Zeit ist ein wichtiger Faktor!

Die Beschreibungen Prags haben mir gut gefallen. Seine Suche führte ihn bisher durch die unterschiedlichsten Viertel und zu den verschiedensten Leuten. In der  Bernardigasse hat sie sicher einen Informanten getroffen, was sie jedoch kurz vor ihrem Abflug in diesem Restaurant wollte, ist mir überhaupt nicht klar.
Greco - der Name erinnerte mich sofort an El Greco - und daher hatte ich gleich den Verdacht, er könnte mit dem Verschwinden der Bilder in Zusammenhang stehen. Irgendwie hat er sicher seine Finger mit drin. Fragt sich nur ab wann. Ivona, über sie muss ich mir noch ein richtiges Bild machen. Welche Rolle hat sie bei Greco. Eine Freundin? Eine Mitarbeiterin? Eine Verwandte? 
Auch ihr Angebot an Hogart hat mich überrascht und es ist gut möglich, dass es sich dabei um eine Falle handeln könnte. Oder Greco will wissen, was Hogart weiß und gedient sich dafür Ivonas.

Bisher finde ich den Roman flüssig zu lesen und auch die Spannung und das Mitraten fehlen nicht. Mir ist an einigen Stellen aufgefallen, dass die Ausdrucksweise "anders" ist. Das liegt sicher daran, dass das Buch von einem Österreicher geschrieben wurde. Der Begriff ausdämpfen für das Ausdrücken einer Zigarette war mir bisher fremd. @Andreas: Ist das ein typisch österreichischer Ausdruck oder nur in der Gegend um Wien gebräuchlich?

So, dann will ich heute Abend mal sehen, was Hogart so über Pandabären herausgefunden hat. ;D

Gruß
yanni

« Letzte Änderung: 11. November 2008, 13:43:01 von yanni »

Offline Andreas Gruber

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #6 am: 11. November 2008, 09:28:14 »
Hallo ihr Lieben,

ihr legt ja ein Lesetempo vor, dass mir die Spucke wegbleibt. In einem Tag 48 Seiten!

Puuuh - einmal tief durchatmen - auch in Anbetracht der Fülle an Informationen, die da auf mich einströmen. Einige Vermutungen, Spekulationen und aufgeworfene Fragen stimmen selbstverständlich (was mir zeigt, wie sehr ihr zwischen den Zeilen lest), bei einigen anderen Vermutungen seid ihr aber vollkommen auf dem Holzweg - was aber kein Vorwurf sein soll, denn immerhin sind ja erst Prolog und zwei Kapitel passiert, da lässt sich halt noch nicht abschätzen, in welche Richtung es gehen wird. Was nun stimmt und was nicht, kann ich natürlich jetzt noch nicht verraten. Ihr würdet mich sonst steinigen.

Ich möchte auf einige Sachen detailliert eingehen, möchte aber zuvor noch den Kommentar von Papyrus abwarten, damit ich ein vollständiges Bild habe.

Nur so viel vorweg:  die Österreicher "dämpfen" Zigaretten aus, das ist allgemeiner Sprachgebrauch. Mir war gar nicht bewusst, dass man das in Deutschland anders formuliert. Wie heißt es bei euch? Ausdrücken?

Ihr werdet aber im Zuge des Romans noch auf ein paar weitere (unbewusste) österreichische Unwörter stoßen - aber wo sie mir bekannt waren, habe ich versucht, sie zu vermeiden.

Beste Grüße derweil,
Andreas


Offline apassionata

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #7 am: 11. November 2008, 10:10:51 »
Hallo zusammen.

Was nun stimmt und was nicht, kann ich natürlich jetzt noch nicht verraten. Ihr würdet mich sonst steinigen. 

Genau richtig erkannt.  ;D

Nur so viel vorweg:  die Österreicher "dämpfen" Zigaretten aus, das ist allgemeiner Sprachgebrauch. Mir war gar nicht bewusst, dass man das in Deutschland anders formuliert. Wie heißt es bei euch? Ausdrücken?

Ja. Wir drücken eine Zigarette aus.  ;)
Ausdämpfen. Dieses Wort musste ich zwar auch erst einmal kurz auf der Zunge zergehen lassen, doch ich fand es logisch und es war selbstverständlich klar, was damit gemeint war.
Diese Formulierung fand ich jetzt eher nett.

@yanni, interessant. Bei mir kam Peter Hogart gar nicht so wehleidig herüber. Irgendwie hat, in dem von Andreas beschriebenen Gesamtbild, die Proportion doch ganz gut gestimmt. Also zumindest für mich. Ich mag diese perfekt gestylten Lackaffen ohne normal-menschliche Markel, die im Alltag immer alles total im Griff haben und nie in sich selber hineingehen können eigentlich nicht wirklich.  ;)  Sogesehen war Hogart für mich völlig ok.

Liebe Grüssle
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Offline yanni

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #8 am: 11. November 2008, 13:35:20 »
Hallo,

ich muss gleich  mal meinen oberen Beitrag bearbeiten. Die  >:( Rechtschreibprüfung hat einfach alle Namen verändert. Ist mir heute Morgen gar nicht aufgefallen.  :-[

@appasoinata: Der Peter Hogart stimmt schon so wie er ist.  ;) Mir geht es nur manchmal auf den Nerv, wenn Menschen oft und ausführlich Umstände beklagen, die sie selber ändern könnten oder an deren Vorhandensein sie (Mit-)Schuld tragen.

@Andreas: Wie apassionata schon schrieb, wir drücken Zigaretten aus. Auf weitere landestypische Ausdrück bin ich gespannt.  :)

Offline Papyrus

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #9 am: 11. November 2008, 14:33:57 »
Ich möchte auf einige Sachen detailliert eingehen, möchte aber zuvor noch den Kommentar von Papyrus abwarten, damit ich ein vollständiges Bild habe.

Das nenne ich aber mal rücksichtsvoll, dankeschön  :) .
Leider war ich gestern so müde, dass mir beim Lesen des Prologs die Augen zu gefallen sind.  :(
Ich hole aber heute abend auf, versprochen  :winken:
Lesende Grüße
Papyrus

Offline Andreas Gruber

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #10 am: 11. November 2008, 17:35:25 »
Liebe Papyrus,

bloß kein Stess, wir sind ja nicht im Zeitdruck, so wie Hogart  :)

beste Grüße,
und schlaf dich ordentlich aus,

Andreas

Offline Papyrus

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #11 am: 11. November 2008, 22:45:56 »
Hallo Ihr Lieben,
hallo lieber Andreas,

so, ich habe den ersten Abschnitt nun auch geschafft.
Der Einstieg hat mit sehr gut gefallen. Hogart ist mir als Mensch schon mal sympathisch.
Ein Mensch und Genießer, der nicht unbedingt dem üblichen Standard entspricht. So etwas mag ich. Aber warum trägt er keine Einlagen, könnte man damit nicht das kürzere Bein ausgleichen?
Vor allem seine "Vorliebe" in Soft-Drinks hat mir gefallen: Seit dem der Coca-Cola Geschäftsführer ihm seine Eva ausgespannt hat,  trinkt Peter nur noch Pepsi  :D und der gewünschte Leihwagen mit Kassettendeck, so schön unmodern.

Warum hat Rast ihm nicht erzählt, dass es sich bei der vermissten Mitarbeiterin um seine Nichte handelt? Damit Peter Hogart unvoreingenommen die Suche startet?

Kohlschmidt und Sedlack kann ich noch nicht einschätzen. Dass sie Hogart die Lösung des Falls nicht zutrauen, mag ausschlaggebend gewesen sein dafür, dass sie ihm die bekannten Fakten bisher nicht mitgeteilt haben.

Tja, ob Alexandra noch lebt oder nicht, darüber mag ich noch keine Vermutungen anstellen, obwohl ich aus irgendeinem Grund (Bauchgefühl ?) sagen würde, sie lebt noch. Lassen wir uns überraschen.

Ich war leider noch nie in Prag, möchte da aber schon länger hin. Das Buch hat diesen Wunsch bisher nochmal verstärkt. Ich bekomme richtig Lust auf diese Stadt.

Übrigens gefällt mir das Cover sehr gut. Mal schaun, ob dieser Türklopfer noch eine tiefere Symbolik hat ...
« Letzte Änderung: 12. November 2008, 06:25:49 von Papyrus »
Lesende Grüße
Papyrus

Offline yanni

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #12 am: 12. November 2008, 09:22:38 »
Übrigens gefällt mir das Cover sehr gut. Mal schaun, ob dieser Türklopfer noch eine tiefere Symbolik hat ...
Ich kann mi,
Das Cover passt gut zum Schauplatz, finde ich. Ich kann mir gut vorstellen, dass eines der Tore im Villenviertel damit geschmückt ist.
Worauf ich gespannt bin, ist, welche Bedeutung der Titel Schwarze Dame hat.  Bezieht sich der Ausdruck auf das Schachspiel oder hat es etwas mit sorry,  Spoiler zu tun?
« Letzte Änderung: 12. November 2008, 12:13:33 von Miramis »

Offline apassionata

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #13 am: 12. November 2008, 11:59:03 »
Hallo zusammen.

Vor allem seine "Vorliebe" in Soft-Drinks hat mir gefallen: Seit dem der Coca-Cola Geschäftsführer ihm seine Eva ausgespannt hat,  trinkt Peter nur noch Pepsi  :D und der gewünschte Leihwagen mit Kassettendeck, so schön unmodern.

Ja, dass mit der Pepsi ist wirklich gut. Ich kann ihm da richtig nachempfinden.  ;D
Seinen Fabel für alte Filme, bzw. einige eher altmodische Ticks finde ich irgendwie passend für ihn und stellt eben auch mal etwas anderes dar.
Hier bin ich natürlich gespannt, ob es vielleicht noch eine tiefere Bedeutung haben wird.

Warum hat Rast ihm nicht erzählt, dass es sich bei der vermissten Mitarbeiterin um seine Nichte handelt? Damit Peter Hogart unvoreingenommen die Suche startet?

Kohlschmidt und Sedlack kann ich noch nicht einschätzen. Dass sie Hogart die Lösung des Falls nicht zutrauen, mag ausschlaggebend gewesen sein dafür, dass sie ihm die bekannten Fakten bisher nicht mitgeteilt haben.

Das sind alles Dinge, die mich stutzig machen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen dass Kohlschied was mit Rast zusammen munkelt.
Dieser Kohlschmied scheint dann, wenn, sein eigenes Süppchen zu kochen. Aber so früh am Anfang lässt sich eigentlich noch gar nichts sagen.
Wir werden sehen.

Liebe Grüssle
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Offline Miramis

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Re: 01 - Schwarze Dame - Prolog bis Kapitel 2
« Antwort #14 am: 12. November 2008, 12:19:38 »
Ich war leider noch nie in Prag, möchte da aber schon länger hin. Das Buch hat diesen Wunsch bisher nochmal verstärkt. Ich bekomme richtig Lust auf diese Stadt.

Mir geht es auch so, das Buch macht definitiv Lust auf Prag.  :)

Im übrigen geht es mir mit dem Cover wie euch, ich finde es faszinierend und gruslig-schön. Es muss noch nicht mal ein Bedeutung für den Roman haben, aber wenn es das hätte, fände ich es umso gelungener.

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Miramis