Autor Thema: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13  (Gelesen 2051 mal)

Offline Miramis

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04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« am: 08. November 2008, 17:41:17 »
Hier könnt ihr eure Eindrücke von Kapitel 11 bis einschliesslich Kapitel 13 (bis einschliesslich Seite 198) schildern und diskutieren. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Abschnittseinteilung nicht vorgesehen.
« Letzte Änderung: 09. November 2008, 23:45:54 von Miramis »

Offline yanni

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #1 am: 14. November 2008, 14:37:12 »
Mehr als zwei Kapitel hab ich gestern Abend nicht mehr geschafft. Aber das reichte erst mal voll und ganz. Denn was da an Informationen rüber kam, war ein echter Hammer!  :o

Da hab ich mich ja ganz schön blenden lassen.  :-[  Dieser entsetzliche Mensch hat mir richtig Leid getan und dann stellt sich heraus, dass er ein abscheuliches Monster ist. Denn dass Roman lügt, glaube ich nicht. Als Ivona und Hogart von Greco die Info über Zajic bekamen, dachte ich zuerst, das muss ein Irrtum sein. Wenn Roman älter gewesen wäre, hätte ich eher ihn in Verdacht gehabt sich an seinem Bruder zu vergehen. Weil ich nicht verstehe, warum sein Vater Micha in psychiatrische Behandlung gab. Er hatte so viel Einfluss, dass alle bisherigen Verletzungen durch seinen Missbrauch unter den Tisch gekehrt werden konnte, aber Micha, sein Spielzeug, lässt er in die Klinik einweisen!

Irgendwie passt es noch nicht so recht. Hat Zajic Micha nur missbraucht um seine Macht zu demonstrieren? Warum sucht er sich dafür dann den schwachen Jüngsten aus? Warum wurde Ramon verschont, als er noch kleiner war? Ist er ein Pädophiler? Warum ließ er Micha dann so lange in der Klinik und vergeht sich dann jetzt, als dieser schon erwachsen ist, noch an ihm?
Da die Mutter anscheinend nie etwas dagegen unternahm, kann ich Romans Ausspruch Jeder bekommt, was er verdient verstehen. Das wäre auch ein nachvollziehbares Motiv für Micha.

Es scheint alles auf Micha hinzudeuten. Er hat ein Motiv, eine kleine Schuhgrösse, er ist Linkshänder, er spielt Schach und auch eine Verbindung zu diesem alten Film kann hergestellt werden.
Seit ein paar Jahren jobbt er wenigstens ein paar Stunden als Teilzeitkraft in einem Studio., sagt Zajic über Micha. Um welches Studio es sich handelt, braucht man dann wohl nicht mehr zu fragen.
Ah, ich weiß, die Flut an Beweisen gegen ihn ist groß, und doch, ich kann ihn mir einfach nicht als axtschwingenden Mörder vorstellen. Ein Mord im Affekt - das ja, aber reihenweise kaltblütig abschlachten.  ???  Wie war noch mal die Beschreibung? Verhuscht? Ein verhuschter Serienkiller passt einfach nicht. Oder ist er so wandelbar?

Dass Hogart erst zögerte Grecos Bedingungen in Bezug auf die erbetenen Infos zuzustimmen, hat mir gefallen.
Verständlicher wurde es noch durch seinen Bericht über das junge Mädchen, das damals überfahren wurde und die Folgen, die ihre Behinderung nach sich zog.

Vaselys Hiobsbotschaft, dass fast alle Datenbanken durchsucht wäre und bisher kein Erfolg zu vermelden wäre, war entmutigend. Auf eine virtuelle Schachpartie wäre ich nie gekommen. Und wenn Micha an dem Tag nicht die Platte von Landsberger gehört hätte, wäre Hogart bestimmt nicht auf den Film Der Golem gekommen.
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten kommen sie mit den Film-Recherchen schneller voran als gedacht.

@Andreas: Ist diese Filmszene deine Erfindung oder gab/gibt es die wirklich?

Wer kommt aber dann als Gegenspieler in Frage? Ich verstehe den Sinn des Spieles nicht. Wenn das Ergebnis des Spieles doch bekannt ist, kann es sich um keinen "Machtkampf" handeln.

Wäre es nicht möglich, dass Micha "nur" seine Mutter umgebracht hat?
Es gibt sicher noch mehr Linkshänder in Prag als ihn. Auch an Schachspielern scheint es nicht zu mangeln. Und in diesen Studios werden auch einige Leute Zugang zu den Filmrollen haben.
Micha hat Ivona hinterherspioniert. Was, wenn er auch anderen nachspionieren würde. So eine Art Hobby. Wo wurden die Menschen getötet? Von einer Lagerhalle war schon die Rede. Wären leerstehende Filmstudios nicht genau so gut? Musil beispielsweise spricht gut Deutsch und er erkennt Vasely. Ich bin mir sicher auch etwas über einen Kastenwagen gelesen zu haben, der dort rumkurvte. Vielleicht ist Micha rein zufällig auf die Leiche gestossen und hat dabei seinen Schuhabdruck hinterlassen!

Oder ich verrenn mich und verteidige gerade einen Serienmörder.
Und wenn Roman gelogen hat? Ok, Greco hat ihnen die gleichen Infos zugespielt, d. h. Dimitri hat sie wahrscheinlich besorgt, so wie die Waffen. Ob Dimitri und Roman sich kennen? Greco hat ja nicht gesagt, was da drin steht.
Dimitri und Roman - wäre doch auch eine Möglichkeit. Ach Quatsch... 
... besser ich lese weiter!



Offline Andreas Gruber

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #2 am: 14. November 2008, 15:18:48 »
Hallo Yanni,

@Andreas: Ist diese Filmszene deine Erfindung oder gab/gibt es die wirklich?

Die Filmszene ist erfunden,

dobry den

Offline Papyrus

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #3 am: 14. November 2008, 19:04:48 »
Kapitel 13 habe ich gestern noch beendet. Der Rest des Buches wird auch nicht mehr lange warten müssen.  :o

Ich gehe jetzt erst einmal davon aus, dass die Unterlagen von Greco über Zajic den Tatsachen entsprechen.
Dann ist es für mich auch plausibel, dass Micha mit den Morden zu tun haben könnte. Er spricht nicht mehr, wenn er aber die "Partie Schach" gewinnt (wie auch immer das funktioniert entzieht sich jedoch meiner Kenntnis), hat sein Vater keine Macht mehr über ihn.
Ob der Vater der Gegner ist, weiß ich noch nicht. Vermutlich nicht. Er trauert um seine Frau, säuft und vergeht sich nun noch öfter an Micha. Was für ein krankes Hirn.
Wenn meine Spekulationen stimmen, kann ich Michas Handlung sogar ein bisschen verstehen. Er ist auch gar nicht der eigentliche Täter, der Täter ist der Vater mit wahrscheinlich diplomatischer Immunität. Bäh!!!
Micha hat keine andere Möglichkeit sich von diesem Monster zu befreien, als ihn mit dem ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu schlagen.
Ich kann mir vorstellen, dass ihm die Idee erst kam, als er in dem Filmstudio den Ausschnitt aus Der Golem gesehen hat.

Dass Hogart erst zögerte Grecos Bedingungen in Bezug auf die erbetenen Infos zuzustimmen, hat mir gefallen.
Alles andere hätte mich eigentlich gewundert, bisher hat Hogart doch immer die legalen Wege gewählt.

Dass Greco seine Bedingungen stellt, ist aus seiner Sicht natürlich verständlich. Und irgendwie kann ich es ihm auch verzeihen, ich mag den Kerl  :)

@ Yanni
Herzlichen Glückwunsch zur gewonnenen Vaterschaftswette ;D

Was mir übrigens sehr sympathisch ist, ist die alkoholische Vorliebe von Ivona. Baileys ist mal was was ich auch gerne trinke und nicht irgend so ein hippes Gesöff.

Da ich mir aber gerade Sorgen um Vesely mache, muss ich jetzt aber erst einmal weiterlesen  :lesen:
Lesende Grüße
Papyrus

Offline yanni

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #4 am: 14. November 2008, 23:00:25 »
@ Yanni
Herzlichen Glückwunsch zur gewonnenen Vaterschaftswette ;D
:klatschen:  Da lag ich also nicht falsch.  Nun fragt sich nur noch, wie es mit Micha als Täter aussieht.

Denn da verdichten sich die Beweise gegen ihn. Nun fährt er auch noch den Kastenwagen. Aber glauben kann ich es dennoch n0ch nicht. Da war doch dieses Bild auf seinem Schreibtisch, von ihm und Roman, der doch vorher noch behauptet hat, er hätte keinen Kontakt zu seinem Bruder. Es zeigt die beiden Brüder auf dem Gelände des Filmstudios. Wem könnte Micha von der Filmszene noch erzählt haben? Ich zermartere mich das Hirn und ... nichts.

Ach du Schreck! Nun hat einer der Mörder Vasely in seiner Gewalt. Das bedeutet doch, dass die ständig beobachtet worden sind. Damit würde Roman wieder ausscheiden, da er arbeitsmässig ziemlich eingespannt ist. Und Vasely fällt wie Hana Zajicova nicht unter das bisherige Beuteschema. Die interresanteste Frage ist jedoch, warum ließ er Vasely bei Ivona anrufen? Ist es ein Anflug von Häme?

Micha ist verschwunden als er hörte wonach die drei sich erkundigt haben. Wo wollte er hin? Oder besser zu wem wollte er?
Hach, das ist ganz schön spannend hier. Hogart und Ivona sind sich ihrer Sache so sicher, wenn das nicht wie bei dem Fall Salzmann endet!  :(

Offline Miramis

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #5 am: 16. November 2008, 10:31:11 »
Hallo zusammen,

jetzt spitzt sich die Lage aber ganz schön zu!  :o Das Buch wird zur regelrechten Achterbahn... und wir mitten drin.  ;D

Diese astronomische Uhr gefällt mir - ich weiß zwar nicht, ob sie etwas mit dem Fall zu tun hat, aber sie wurde jetzt schon mehrmals erwähnt ((hier übrigens ein Bild). Ich kenne die astronomische Uhr in Straßburg, vor der stand ich schon mehrmals mit Staunen.

Puh, das Treffen mit Greco war keine ungefährliche Sache, er ist ganz schön sauer auf Hogart - toll übrigens die Überleitung von der Uhr mit Judas als Verräter zu Hogart... ;)  Bei dieser Gelegenheit kommt auch die Abmachung zwischen Ivona und Greco zur Sprache; eine Sache, bei der ich ein ganz schlechtes Gefühl habe und ich denke, Hogart geht es ebenso.

Allerdings, so muss man sagen, lohnt es sich durchaus, auf das Spiel einzugehen, denn Grecos Informationen sind unbezahlbar. Wah, was ist das nur für eine schlechte Welt, in der Väter ihre Söhne missbrauchen? Und die Mutter dabei zusieht? Kein Wunder, dass Micha so durchgeknallt wirkt. Aber obwohl mittlerweile alle Hinweise gegen ihn sprechen, fühlt es sich trotzdem nicht so an, als ob er der Täter wäre. Der Besuch bei Roman war zwar aufschlussreich, hat aber letztendlich nicht den Durchbruch zur Lösung des Falles gebracht.

Schon eher der Besuch im Filmstudio. Echt klasse, wie sich hier die Puzzleteile verbinden und sich plötzlich der Film "Der Golem, wie er in die Welt kam" als Schlüssel erweist. Mir gefällt es vor allem, dass Andreas auch hier ein Prag-typisches Element verwendet hat; so entsteht ein rundes Bild. Der Golem - ich kannte den bisher nur aus der Bartimäus-Trilogie von Jonathan Stroud. Da bewegt sich der Golem auch durch Prag und walzt alles nieder, wenn ich mich recht erinnere. Ein Wesen, geformt aus Lehm, das durch eingeritzte Buchstaben zum Leben erweckt wird. Fühlt sich einer der Möder wie der Golem?  Und dann gibt es im Film auch noch eine Schachszene, und endlich sind die Züge offengelegt - also doch eine historische Schachpartie, die vom Film und vom Mörder/den Mördern übernommen wurde. Die Symbolik ist an dieser Stelle übermächtig. Nur: sind diese Theorien auch richtig? Andreas, da hast du aber einiges an Hirnschmalz investieren müssen, um dir diese raffinierte Konstruktion auszudenken, oder?  ;)

Dass Micha jetzt auch noch im Filmstudio aus und eingeht, macht ihn natürlich noch verdächtiger, aber mir gefällt auch yannis Therorie zu Musil. Der verhält sich doch auch seltsam, kennt den Film und sicherlich auch die Schachpartie. Von ihm wissen wir gar nichts, aber das lässt auch viele Möglichkeiten offen. Vielleicht will er dieses Nachspielen der Schachpartie mit echten Figuren zur Kunstform erheben -wer weiß schon, was in einer solchen Künstlerseele vorgeht? Und er sträubt sich ja sichtlich dagegen, den Film zu suchen und vorzuführen. Vielleicht spielen er und Micha dieses Schachspiel? *spekulier*

Jetzt kommt aber noch eine ganz andere Komponente mit ins Spiel, nämlich die Entführung von Veseley!  :o Wah, das ist ja ein Super-Gau für die Ermittler, dass nun ihr Schachexperte in den Händen des oder der Killer ist. Aber aus Sicht des Serienmörders gesehen wäre der Schachgroßweltmeister natürlich ein würdiges Opfer für den letzten Zug. Tja, wie würde man beim Schachspiel sagen: Schach matt. :(

Froh bin ich darüber, dass Ivona und Hogart nun doch die Polizei hinzuziehen und nicht Greco das Feld überlassen. Das erhöht bestimmt Veseleys Überlebenschancen....

Und weiter gehts.  :lesen:

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

Offline Miramis

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #6 am: 16. November 2008, 10:53:52 »
Huhu,

Irgendwie passt es noch nicht so recht. Hat Zajic Micha nur missbraucht um seine Macht zu demonstrieren? Warum sucht er sich dafür dann den schwachen Jüngsten aus? Warum wurde Ramon verschont, als er noch kleiner war? Ist er ein Pädophiler? Warum ließ er Micha dann so lange in der Klinik und vergeht sich dann jetzt, als dieser schon erwachsen ist, noch an ihm?
Viele Fragen - aber ich finde das Verhalten von Zajic sowas von krank, dass ich mich über solche Ungereimtheiten schon gar nicht mehr wundern kann. Oder erwartest du trotz aller Abartigkeit hier noch eine Logik? 

Da die Mutter anscheinend nie etwas dagegen unternahm, kann ich Romans Ausspruch Jeder bekommt, was er verdient verstehen. Das wäre auch ein nachvollziehbares Motiv für Micha.
Ja, aber warum tötet er dann nicht gleich den Vater? Damit wäre er doch von seinem unsäglichen Leiden erlöst. Oder ist die Hemmschwelle, den übermächtigen Vater zu ermorden, zu groß?

Ah, ich weiß, die Flut an Beweisen gegen ihn ist groß, und doch, ich kann ihn mir einfach nicht als axtschwingenden Mörder vorstellen. Ein Mord im Affekt - das ja, aber reihenweise kaltblütig abschlachten.  ???  Wie war noch mal die Beschreibung? Verhuscht? Ein verhuschter Serienkiller passt einfach nicht. Oder ist er so wandelbar?
Wie gesagt, mir sind die Beweise auch zu eindeutig, jedenfalls in dieser Phase des Falles. Vielleicht ein raffiniertes Ablenkungsmanöver für den Leser.  ;)

Verständlicher wurde es noch durch seinen Bericht über das junge Mädchen, das damals überfahren wurde und die Folgen, die ihre Behinderung nach sich zog.
Das finde ich sehr gelungen, dass auch die inneren Konflikte von Peter Hogart zur Sprache kommen und wir einen Einblick in sein Seelenleben bekommen. Der Bogen spannt sich von der Vergangenheit in die Gegenwart, und ich bin schon gespannt, inwieweit seine Erfahrungen Hogart geprägt haben und wie sich das auf sein jetziges Verhalten auswirkt. Schön auch, dass diese Sache nicht im Vordergrund steht, sondern ganz unaufdringlich einfliesst. Denn in manchen Kriminalromanen ist mir der Seelenstreeptease des Ermittlers zu dick aufgetragen, vor allem, wenn es dann zu Lasten des Falles geht. Andreas, klasse gemacht!  :klatschen:

Wer kommt aber dann als Gegenspieler in Frage? Ich verstehe den Sinn des Spieles nicht. Wenn das Ergebnis des Spieles doch bekannt ist, kann es sich um keinen "Machtkampf" handeln.
Der Punkt ist für mich auch noch nicht eindeutig. Da das Ergebnis des Schachspiels bekannt ist, könnte es sich eigentlich doch um nur einen Mörder handeln, der die Partie einfach nachstellt und beide Rollen spielt. Allerdings, die Sache mit dem Rechts- und Linkshänder passt da nicht so gut dazu. *grübel*

Die interresanteste Frage ist jedoch, warum ließ er Vasely bei Ivona anrufen? Ist es ein Anflug von Häme?
Das hat mich auch gewundert! Möchte der Entführer/Mörder eine neue Variante ins Spiel bringen? Erhöht es den Reiz, wenn er weiß, er wird gejagt?  :-\

Ob der Vater der Gegner ist, weiß ich noch nicht. Vermutlich nicht. Er trauert um seine Frau, säuft und vergeht sich nun noch öfter an Micha. Was für ein krankes Hirn.
Wenn meine Spekulationen stimmen, kann ich Michas Handlung sogar ein bisschen verstehen. Er ist auch gar nicht der eigentliche Täter, der Täter ist der Vater mit wahrscheinlich diplomatischer Immunität. Bäh!!!
Micha hat keine andere Möglichkeit sich von diesem Monster zu befreien, als ihn mit dem ihm zur Verfügung stehenden Mitteln zu schlagen.
Ich kann mir vorstellen, dass ihm die Idee erst kam, als er in dem Filmstudio den Ausschnitt aus Der Golem gesehen hat.
Tja, irgendwie kann ich mir das gar nicht vorstellen, dass Dr. Zajic der Gegenspieler ist. Er leidet sichtlich unter dem Verlust seiner Frau, und warum hätte er denn Ivona engagiert, wenn er doch selbst einer der Täter wäre? Nein, das schliesse ich aus. Zajic ist ein Verbrecher, aber nicht unser Mann.

Und irgendwie kann ich es ihm auch verzeihen, ich mag den Kerl  :)
Ja, ich auch.  :)

Übrigens, jetzt ist ihm selbst schon aufgefallen, dass Eva vorerst aus seinen Gedanken verbannt ist. Hey Hogart, trink ne Coke drauf.  ;D

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

Offline yanni

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #7 am: 16. November 2008, 13:41:35 »
Und irgendwie kann ich es ihm auch verzeihen, ich mag den Kerl  :)
Ja, ich auch.  :)
Das Zitat stammt eigentlich von Papyrus.  ;)  Aber ich kann das nur bestätigen!

Übrigens, jetzt ist ihm selbst schon aufgefallen, dass Eva vorerst aus seinen Gedanken verbannt ist. Hey Hogart, trink ne Coke drauf.  ;D
;D  ;D

Offline apassionata

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #8 am: 16. November 2008, 16:10:33 »
Hallo zusammen,

uhi, ich hänge leider etwas hinterher, da es die letzten Tage doch in sich hatten.
Ich kann mich euren Postings jeweils rundum anschließen. Da hat Andreas ja ganz schöne Arbeit geleistet, um unsere Hirne anzustrengen.  ;D

Yannis Gehirnwindungen arbeiten ja bereits in alle Richtungen.  ;D
Kompliment.

Auch ich fand Grecos angedeutete Botschaft des Judas Hogart gegenüber sehr gelungen. Er versichtert ihm auch gleich darauf, wem er hier zu helfen gedenkt - nämlich Ivona und nicht dem Österreicher.
Es gab hier (S.154) allerdings auch eine Stelle, die mich kurz aufhorchen ließ. "Ich mochte sie (das Aupair-Mädchen), aber Anna hat sie geliebt..." "... und jemand anders ebenfalls." Wen meint er damit? Sich selbst hat er ja somit schon ausgeschlossen? Ein Freund? Dimitri?  :-\
Eventuell ist es ja auch gar nicht wichtig, aber irgendwie hat es etwas anklingendes für mich.

Was der "saubere" Dr.Zajic sich innerhalb seiner eigenen Familie herausgenommen hat, ... da fehlen mir echt die Worte. Mitleid ist hier noch untertrieben, was ich momentan für Micha empfinde. Andererseits unterstreicht es noch ein eventuelles Motiv.

Wunderbar verarbeitet hat Andreas die tragische Geschichte um Jasmine Salzmann. Dieser eingebundene kleine "Ausflug" und wie Hogart damit umgeht, was es ihm bedeutet fand ich sehr gelungen. Ich hoffe sehr, dass sich Hogart beim nächsten Mal auf seine innere Stimme verlassen kann. So wie es Andreas hier geschildert hat, werden wir wohl früher oder später noch auf solch eine Situation stoßen.

Der Besuch bei Roman bringt uns nicht wirklich weiter. Er hätte zwar unter solidarischen Gesichtspunkten durchaus ein Motiv, doch so richtig will er mir nicht als Täter ins Bild rücken. Die Informationen welche wir allerdings bei diesem Besuch bekommen, könnten einem den Atem rauben. Die Mutter hat es nicht nur gewusst, sondern auch noch helfend Alibis gegen gehalten.  :o Aber woher weiß Roman, dass die Vergewaltigungen nach dem Tod der Mutter schlimmer geworden sind? Zu diesem Zeitpunkt wohnte Roman sicher nicht mehr zuhause? Ich denke, er trifft sich doch noch ab und an mit seinem Bruder Misha im Filmstudio, was ja auch dieses eine Foto belegt. Doch ist er deswegen gleich ein Mörder?

Zur Schachpartie mit echten Menschen und dem Warum, fällt mir momentan nur ein Satz auf S.163 oben ein. "Falls Micha verlor, ..."
Und anscheinend verlor der kleine Junge immer gegen den übermächtigen Vater.  :(  Was aber wäre nun, wenn Micha diese Partie gewinnen würde? Wäre es nicht eine Revanche? Schließlich leidet der Vater jetzt schon sehr unter dem Tod seiner Frau?

Was Musil angeht. Er wäre eventuell eine Obtion, doch auch er macht mir eher einen unwissenden, arglosen Eindruck. Da hätte Roman wiederum eher die Nase vorne, wenn ihr mich fragt.

Wer kommt aber dann als Gegenspieler in Frage? Ich verstehe den Sinn des Spieles nicht. Wenn das Ergebnis des Spieles doch bekannt ist, kann es sich um keinen "Machtkampf" handeln.
Der Punkt ist für mich auch noch nicht eindeutig. Da das Ergebnis des Schachspiels bekannt ist, könnte es sich eigentlich doch um nur einen Mörder handeln, der die Partie einfach nachstellt und beide Rollen spielt. Allerdings, die Sache mit dem Rechts- und Linkshänder passt da nicht so gut dazu. *grübel*

Miramis, du bringst mich hier aber jetzt auf einen Gedanken. Ein Mörder, Rechts- und Linkshändler... Hm... das geht schon. Vor allem bei jungen Opfern, die sexuell missbraucht wurden.
Allerdings unterdrücke ich jetzt hier erstmal meine Spekulation, nicht dass ich völlig falsch liege und dann sämtliche Disskusionen aus dem Runder laufen, wo wir doch alle weiter lesen wollen.  ;D

@edit: Die sehr unterschiedlichen Stellungen zwischen Ivona und Hogart zum Thema "Rechtfertigt das einen Mord?" haben mir auch sehr gut gefallen.
Hier war ich selber hin und hergerissen, denn auf ihre Art haben beide mit ihrer Vertretung der Position Recht. "Stellen Sie diese Frage einmal einem Mädchen, dass jahrelang von seinem Vater sexuell missbraucht wurde." Wieso nimmt Ivona hier ein weibliches Beispiel? Kennt sie jemand, aus dessen Erfahrung sie sprechen kann?
Ansonsten hätte sie doch einfach sagen können: "Fragen sie mal Misha." Ich hoffe hier für Ivona nur, dass es eher eine Freundin, Verwandte oder sonstige Person war, denn sie selbst.

Liebe Grüssle
                     Marion  :winken:
« Letzte Änderung: 16. November 2008, 16:19:43 von apassionata »
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Andreas Gruber

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #9 am: 17. November 2008, 11:30:53 »
Hi,

@Miaramis: Andreas, da hast du aber einiges an Hirnschmalz investieren müssen, um dir diese raffinierte Konstruktion auszudenken, oder?

Die Handlung zusammenzustellen hat etwas gedauert, ja. Aber das Schlimmste am Erstellen des Exposes war der riesige Prag Stadtplan, über den ich das Schachbrettmuster mit den Reihen und Wegen gelegt hatte, um die Felder herauszufinden, auf denen die Figuren geschlagen wurden - und die Hinweise auszutüfteln, welche die Killer hinterließen ...
Das hat einiges an *Fingernägel-Beiß* gekostet, bis alles plausibel und schlüssig war.

Die Idee mit dem "Schachbrett über der Stadt" stammt allerdings nicht von mir. Es gab sie schon mal. Ich habe mich ihrer bedient und sie weiter entwickelt. Der enstsprechende Hinweis auf die Orginal-Idee ist im Buch versteckt. Dazu später noch mehr - vielleicht entdeckt ihn ja jemand ...

Dobry den,
Andreas

Offline Miramis

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #10 am: 17. November 2008, 20:45:40 »
Das klingt wirklich recht knifflig.  ;)

Die Idee mit dem "Schachbrett über der Stadt" stammt allerdings nicht von mir. Es gab sie schon mal. Ich habe mich ihrer bedient und sie weiter entwickelt. Der enstsprechende Hinweis auf die Orginal-Idee ist im Buch versteckt. Dazu später noch mehr - vielleicht entdeckt ihn ja jemand ...
Das reizt mich jetzt natürlich unheimlich, diesem heißen Tipp nachzugehen.  ;D Mal sehen, vielleicht findet es ja wirklich jemand raus...

 :winken:

Offline Andreas Gruber

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #11 am: 18. November 2008, 10:12:30 »
Hallo Miramis,

< Das reizt mich jetzt natürlich unheimlich, diesem heißen Tipp nachzugehen.   Mal sehen, vielleicht findet es ja wirklich jemand raus...

Es würde mich freuen, wenn sich noch mehr an der Suche beteiligen würden.
Ich gebe nur so viel als Tipp: Der Hinweis ist im nächsten Teil "Kapitel 14 bis 16" versteckt.

Viel Spaß bei der Suche,
Andreas

Offline yanni

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #12 am: 18. November 2008, 14:58:32 »
Die Idee mit dem "Schachbrett über der Stadt" stammt allerdings nicht von mir. Es gab sie schon mal. Ich habe mich ihrer bedient und sie weiter entwickelt. Der enstsprechende Hinweis auf die Orginal-Idee ist im Buch versteckt. Dazu später noch mehr - vielleicht entdeckt ihn ja jemand ...
Also dazu hätte ich folgendes zu bieten:       Knight Moves
Den Film habe ich gesehen und ich glaube mich zu erinnern, dass der Mörder gegen einen Schachweltmeister (?) "angetreten" ist. Der konnte die Morde nur verhindern, dadurch dass er herausfand welcher Zug der nächste sein würde. Oder so ähnlich.

Offline Andreas Gruber

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #13 am: 18. November 2008, 17:14:44 »
Hallo Yanni,

genau das war´s: "Knight Moves" mit Christopher Lambert. In dem Thriller spielt der Killer gegen einen Schachweltmeister, und der Weltmeister muss den nächsten Zug des Killers vorausahnen, um einen Mord zu verhindern.
Hört sich jetzt vielleicht spannend an, aber leider wird die Idee im Film nur kurz gestreift, ohne weiters darauf einzugehen oder auszubauen. Das fand ich Schade, weil man viel draus hätte machen können.

Gruß,
Andreas

Offline apassionata

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Re: 04 - Schwarze Dame - Kapitel 11 bis Kapitel 13
« Antwort #14 am: 18. November 2008, 18:36:43 »
Hört sich jetzt vielleicht spannend an, aber leider wird die Idee im Film nur kurz gestreift, ohne weiters darauf einzugehen oder auszubauen. Das fand ich Schade, weil man viel draus hätte machen können.


Das hast du ja dann gemacht, Andreas.  ;D
Yanni scheint eine echte Spürnase zu haben. Find ich super.  ;)

 :winken:
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