Leserundenarchiv > Robert Löhr – Das Erlkönig-Manöver
02 – Seite 61 bis Seite 96 (Kap. 4)
Yklamyley:
--- Zitat von: Robert Löhr am 24. Oktober 2008, 11:52:41 ---Danke für den "hohlen Hut"! Der Fehler wird in der nächsten Ausgabe ausgebessert. Es scheint schier unmöglich zu sein, mal ein Buch ohne Fehler zu drucken ... und da dachte man, man hätte schon alle ausgemerzt. Wenn euch noch weitere Fehler auffallen sollten, gebt Bescheid ...
--- Ende Zitat ---
Nichts zu danken! ;) Ich schaffe es ja nichtmal eine Seminararbeit ohne Fehler abzugeben, was relativ peinlich ist, gerade wenn man Literatur studiert... :-[
ad Kleist: Er ist der einzige, der sich sehr antiquiert ausdrückt, was zu lustigen Szenen mit ihm und den anderen Klassikern führt... :D
lesegrete:
--- Zitat von: Yklamyley am 24. Oktober 2008, 19:08:03 ---
--- Zitat von: Robert Löhr am 24. Oktober 2008, 11:52:41 ---Danke für den "hohlen Hut"! Der Fehler wird in der nächsten Ausgabe ausgebessert. Es scheint schier unmöglich zu sein, mal ein Buch ohne Fehler zu drucken ... und da dachte man, man hätte schon alle ausgemerzt. Wenn euch noch weitere Fehler auffallen sollten, gebt Bescheid ...
--- Ende Zitat ---
Nichts zu danken! ;) Ich schaffe es ja nichtmal eine Seminararbeit ohne Fehler abzugeben, was relativ peinlich ist, gerade wenn man Literatur studiert... :-[
ad Kleist: Er ist der einzige, der sich sehr antiquiert ausdrückt, was zu lustigen Szenen mit ihm und den anderen Klassikern führt... :D
--- Ende Zitat ---
Nochmals zum hohlem oder hohlen Hut.....
Es ist auch durchaus üblich, dass dem Dativ ein Akkusativ folgen kann. Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache und da wird es durchaus so gelehrt.... Neulich habe ich im Radio (WDR2) zufällig einen Dudenexperten dazu gehört, der beide Möglichkeiten
akzeptabel findet.....
Yklamyley:
--- Zitat von: lesegrete am 25. Oktober 2008, 12:31:28 ---Nochmals zum hohlem oder hohlen Hut.....
Es ist auch durchaus üblich, dass dem Dativ ein Akkusativ folgen kann. Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache und da wird es durchaus so gelehrt.... Neulich habe ich im Radio (WDR2) zufällig einen Dudenexperten dazu gehört, der beide Möglichkeiten
akzeptabel findet.....
--- Ende Zitat ---
:o Das widerspricht ja allem, was ich in der Schule gelernt habe! ;) Aber bei all den Rechtschreibreformen bin ich ohnehin schon vor langer Zeit ausgestiegen. Für mich bleibts dabei: "einem hohlen Hut"! ;D
Alfa_Romea:
--- Zitat von: illy am 24. Oktober 2008, 15:29:26 ---Die Peitsche erinnert natürlich eher an Indiana Jones 8)
--- Ende Zitat ---
Genau den Gedanken hatte ich bei dieser Szene auch.
Und auch die Sache mit dem Stein habe ich schon mal in einem Film gesehen, nämlich in "Con Air". Da erklärt der Bösewicht anhand von Blechdosen, wie Polizeifahrzeuge ausgeschaltet werden sollen. Da zeigt einer der Co-Gangster auf einen Stein in der Modellanlage und fragt, was denn das sei. Darauf der Bösewicht: "Das ist ein Stein." Nur kickt er ihn dann gleich selber weg.
Aber es war wirklich eine lustige Szene, in der sich die Protagonisten mit ihren Modellen überidentifiziert haben :)
Finde ich übrigens sehr symphatisch, dass Schiller nicht abergläubisch ist und die Münze behält. Ich hätte es genauso gemacht, auch wenn das jetzt heisst, dass die Schuld bei jedem Unglück auf Schiller und seine Münze geschoben wird...
dubh:
Hallo zusammen,
was für ein Lesegenuss, dieses Buch! Also ich habe jedenfalls reichlich Spaß beim Lesen...
Die Kutschfahrt Richtung Mayence, Hauptstadt des Départements du Mont-Tonnerre (irgendwie hatte ich diese französische Episode geschichtlich verdrängt :-[) gelingt ja relativ gut - auch wenn es nicht gerade unspannend war. In Frankfurt stoßen also noch zwei weitere Gefährten zu den Abenteuerern: Bettine Brentano und ihr späterer Mann Achim von Arnim, letzterer wirkt auf mich ein bißchen nervtötend.
Sehr interessant fand ich beim Stöbern im Internet, dass Goethe und Bettine von Arnim sich später zerstritten haben, weil die Schriftstellerin bei einer Austellung Goethes Frau eine 'wahnsinnige Blutwurst' nannte... ;D Auch dass die spätere Ehe mit Achim von Arnim nicht sonderlich glücklich wurde, ist für mich gut vorstellbar.
Interessant war für mich auch zu lesen, dass Bettine von Arnim mit den Frühsozialisten sympathisierte und sich bereits recht früh zum Beispiel mit Karl Marx traf.
Die weitere Reise gen Mainz wird noch spannender und Schillers Gefühl von einem Verfolger hat ihn nicht getäuscht: Goethes Verfolger aus Weimar war ihnen als auch weiterhin auf den Fersen und entpuppt sich als Heinrich von Kleist, der genau im richtigen Moment in Cowboy-Manier (mit rauchenden Colts ;)) aus dem Gebüsch springt. Ein klasse Auftritt, alle Achtung!
Aber auch sonst gibt es einige sehr amüsante Momente: zum Beispiel die Manövervorstellung anhand von Eicheln...
Übrigens ist mir Alexander von Humboldt, der Einzelgänger der Gruppe, auch sehr sympatisch! Klug und doch etwas zurückhaltend, wohlüberlegt und doch mit Feuer und Flamme bei der Aufgabe.
Interssant fand ich übrigens auch das Alter der Beteiligten, da sich Goethe und Schiller ja des öfteren wechselweise als alte Männer bezeichnen... Da das Buch im Jahr 1805 spielt also:
Goethe - 56 Jahre
Schiller - 46 Jahre
von Humboldt - 36 Jahre
Bettine Bretano - 20 Jahre
von Arnim - 24 Jahre
von Kleist - 28 Jahre
Ziemliche Altersunterschiede! Vor allem wenn man sich überlegt, dass Bettine in Goethe vernarrt ist... :o
Liebe Grüße erstmal
dubh
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