Leserundenarchiv > Robert Löhr – Das Erlkönig-Manöver
02 – Seite 61 bis Seite 96 (Kap. 4)
Yklamyley:
--- Zitat von: Breña am 22. Oktober 2008, 01:00:46 ---Hallo zusammen,
der Beginn dieses Leseabschnitts lässt uns etwas zur Ruhe kommen - die Stimmung während der Überfahrt fand ich wunderbar eingefangen.
--- Ende Zitat ---
Mir war diese Bootsfahrt fast schon zu langweilig... :-[ Nachdem ich mich gestern mit Mühe vom ersten Abschnitt losgerissen habe, war dieser Wiedereinstieg nicht ganz so gelungen; wobei ich vermutlich, wär' dies keine Leserunde, nicht nach dem einem Abschnitt aufgehört hätte um mit dem nächsten einen Tag später zu beginnen und dann wäre dieser Spannungssturz nicht ganz so drastisch ausgefallen. ;D
--- Zitat von: ink-heart am 22. Oktober 2008, 10:28:15 ---
--- Zitat von: Murkxsi am 22. Oktober 2008, 07:46:31 ---Und dieses Zitat habe ich mir auch aufgeschrieben:
--- Zitat ---"Die Reverenz zu machen einem hohlen Hut - das war doch wirklich ein närrischer Befehl". "Warum nicht einem hohlen Hut" frage Humboldt, "Wir bücken uns doch auch vor manch hohlem Schädel"
--- Ende Zitat ---
Finde ich einfach genial und sehr passend, auch oder besonders in der heutigen Zeit.
--- Ende Zitat ---
--- Ende Zitat ---
Das ist eine Stelle, die ich mir auch notiert habe, wenn auch aus anderem Grund: Ich habe sie mehrmals gelesen und bin dann auf die Sache gestoßen, die mich gestört hat:
--- Zitat --- "Warum nicht einem hohlem Hut" frage Humboldt (Hardcoverausgabe S.74)
--- Ende Zitat ---
Vermutlich hast du, Murkxsi, das gleich automatisch ausgebessert... Natürlich will ich nicht so kleinlich sein, aber es war für mich doch eine interessante Erfahrung, dass mich ein winziger Fehler dermaßen aus dem Lesefluß reißen kann... :-\
--- Zitat von: Myriel am 23. Oktober 2008, 20:16:46 ---Im Nachhinein betrachtet lag der Stein bestimmt nicht nur rein zufällig dort, sondern stand wohl eher für Kleist, der sich im Wald versteckt hielt.
--- Ende Zitat ---
Oh ja, auf diese Dinge stößt man (oder ich ;D) halt nur, wenn man (ich) die Bücher so bewusst liest (lese) wie hier... Ansonsten sind die schönsten Anspielungen für mich wohl meist verschwendet
Ich schließe mich denen an, die Kleist (bislang) nicht so mögen. Einfach jemanden niederschießen... Meiner Meinung nach auch eine unnötig gewaltätige Szene, die mir nicht so wirklich in die bisherige Erzählung zu passen scheint. Auch Madame de Rambaud rückt gar schnell von ihrem eigentlichen Vorhaben ab...
Dagegen steht Schiller als Robin Hood ( :herz: ), wenn auch nicht mit Pfeil und Bogen, so doch mit der Armbrust. ;) Der wird mir immer sympathischer.
Ich kann mir die Geschichte auch gut als Film vorstellen (ich liebe ja klassische Kostümfilme wie "Der Graf von Monte Christo") und bei all' den Franzosen sollte sich doch auch für Gerard Depardieu eine Rolle finden lassen ;D
Murkxsi:
--- Zitat von: Yklamyley am 23. Oktober 2008, 22:42:46 ---
--- Zitat von: ink-heart am 22. Oktober 2008, 10:28:15 ---
--- Zitat von: Murkxsi am 22. Oktober 2008, 07:46:31 ---Und dieses Zitat habe ich mir auch aufgeschrieben:
--- Zitat ---"Die Reverenz zu machen einem hohlen Hut - das war doch wirklich ein närrischer Befehl". "Warum nicht einem hohlen Hut" frage Humboldt, "Wir bücken uns doch auch vor manch hohlem Schädel"
--- Ende Zitat ---
Finde ich einfach genial und sehr passend, auch oder besonders in der heutigen Zeit.
--- Ende Zitat ---
--- Ende Zitat ---
Das ist eine Stelle, die ich mir auch notiert habe, wenn auch aus anderem Grund: Ich habe sie mehrmals gelesen und bin dann auf die Sache gestoßen, die mich gestört hat:
--- Zitat --- "Warum nicht einem hohlem Hut" frage Humboldt (Hardcoverausgabe S.74)
--- Ende Zitat ---
Vermutlich hast du, Murkxsi, das gleich automatisch ausgebessert... Natürlich will ich nicht so kleinlich sein, aber es war für mich doch eine interessante Erfahrung, dass mich ein winziger Fehler dermaßen aus dem Lesefluß reißen kann... :-\
--- Ende Zitat ---
Das ist mir noch nicht einmal aufgefallen. Mein Deutsch ist sicherlich auch nicht so gut, dass ich da immer richtig liege. Wie heißt es doch so schön: Genitiv ins Wasser, denn es ist Dativ :D
--- Zitat von: Yklamyley am 23. Oktober 2008, 22:42:46 ---Ich kann mir die Geschichte auch gut als Film vorstellen (ich liebe ja klassische Kostümfilme wie "Der Graf von Monte Christo") und bei all' den Franzosen sollte sich doch auch für Gerard Depardieu eine Rolle finden lassen ;D
--- Ende Zitat ---
Oh ja.... das kann ich mir auch gut vorstellen. Und wer weiß.... vielleicht nimmt sich ein Drehbuchautor dieser Geschichte irgendwann mal an. ;D
LG Murkxsi
Robert Löhr:
Danke für den "hohlen Hut"! Der Fehler wird in der nächsten Ausgabe ausgebessert. Es scheint schier unmöglich zu sein, mal ein Buch ohne Fehler zu drucken ... und da dachte man, man hätte schon alle ausgemerzt. Wenn euch noch weitere Fehler auffallen sollten, gebt Bescheid ...
illy:
Bei der Forderung des Fischers, das Goldstück weit entfernt vom Fluß zu vergraben, hatte ich das Gefühl, dass das eine Anspielung sein soll, frage mich aber ob es auf eine mir völlig unbekannte Sage hindeutet oder mit dem Goldschatz im Rhein der Nibelungen zu tun haben soll.
--- Zitat von: SheRaven am 23. Oktober 2008, 00:21:25 ---
--- Zitat von: Murkxsi am 22. Oktober 2008, 07:46:31 ---Die Demonstration mit den Eicheln und den einzelnen Sonderwünschen fand ich genial. Da ich mir das bildlich vorgestellt habe, wie erwachsene Menschen ihre eher kindlichen Wünsche durchzusetzen versuchen, habe ich auf dem Boden gelegen vor lachen.
--- Ende Zitat ---
An dieser Stelle habe ich mich auch köstlich amüsiert. Besonders, als von Arnim auch noch das Steinchen in "seinem" Rücken entfernen musste, weil es ihn doch ein bisschen nervös machte. ;D
--- Ende Zitat ---
Bei der Stelle musste ich auch laut loslachen, die war einfach zu gut.
Sowieso finde ich, dass sehr viele lustige Situationen dadurch entstehen, dass sie alle keine professionellen "Abenteurer" sind und manchmal ganz absurde Präferenzen setzen.
Humboldt ist da eher eine Ausnahme und zaubert stattdessen wie in einem schlechten Fantasy-Roman immer die passenden Gerätschaften aus dem Rucksack hervor (Machete!). Mal gucken, ob es noch so viel wird, dass er es unmöglich hätte tragen können. ;) Die Peitsche erinnert natürlich eher an Indiana Jones 8)
Kleist mag ich zwar nicht wirklich, nehme seinen Vorwärtsdrang aber auch nicht sonderlich ernst, sondern finde ihn eher amüsant, er wirkt wie ein an der Leine zerrender Hund. ;D
Saltanah:
--- Zitat von: Aldawen am 22. Oktober 2008, 22:07:03 ---Wirklich ernst nehmen kann ich aus der Truppe eigentlich nur Humboldt
--- Ende Zitat ---
Dabei war es immerhin Goethe, der die vor dem hohlen Hut herumphilisophierenden anderen doch dazu aufforderte, jetzt mal weiterzugehen, es würde wirklich Zeit, kommt Kinder! Aber die hören auf ihren Papa Goethe nicht und dann haben sie den Salat.
Ansonsten schließe ich mich auch der Anti-Kleistfraktion an. der ist mir erstens viel zu "trigger-happy" und zweitens wurde ich mit ihm in der Schule öfter als mit allen anderen Klassikern gequält. (Und eine Qual war es jedes Mal!) Ich war auch überrascht, dass sich der unbekannte Komödienschreiber ausgerechnet als Kleist entpuppen musste, denn als solchen hatte ich Kleist nicht abgespeichert. - Bis mir dann meine Erstbegegnung mit ihm wieder einfiel "Der zerbrochene Krug", angeblich eine Komödie, bei der ich aber keine Miene verziehen konnte. Aber das führt gerade vom Thema ab.
Die Szene mit den Eicheln hat auch mich sehr amüsiert. Aber darauf, dass der Stein in Arnims rücken der versteckte Kleist sein könnte, darauf war ich nicht gekommen. Danke, Leserunde!
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