Leserundenarchiv > Robert Löhr – Das Erlkönig-Manöver

02 – Seite 61 bis Seite 96 (Kap. 4)

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Aldawen:
Hier könnt Ihr von Seite 61 bis Seite 96 schreiben.

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Breña:
Hallo zusammen,
der Beginn dieses Leseabschnitts lässt uns etwas zur Ruhe kommen - die Stimmung während der Überfahrt fand ich wunderbar eingefangen.

Ansonsten wird auf den wenigen Seiten nicht an Action und flotten Sprüchen gespart.  ;)

--- Zitat ---Bitte. Wenn wir dann die Dekoration abgeschlossen haben, würde ich gerne meine Idee erläutern. (S. 79)
--- Ende Zitat ---

--- Zitat ---Wenn der Werther von Ihnen ist, muss ich Sie umso mehr erschießen. (S.85)
--- Ende Zitat ---
:D

Im Gegensatz dazu steht wiederum die sehr deutliche Bedrückung über das geforderte Menschenleben.
Und schließlich stellt sich heraus, dass die Reisegruppe tatsächlich verfolgt wurde: von dem namenlosen Poeten, der sich wirklich als Heinrich von Kleist entpuppt. Er scheint ein regelrechter Hitzkopf zu sein, vermutlich bringt das die Gruppe noch in eine brenzliche Situation, egal ob er gut Schießen kann oder nicht.

Für wilde Spekulationen bin ich inzwischen zu müde, freue mich aber schon auf eure Eindrücke!

 :winken:
Breña

Murkxsi:
Die Demonstration mit den Eicheln und den einzelnen Sonderwünschen fand ich genial. Da ich mir das bildlich vorgestellt habe, wie erwachsene Menschen ihre eher kindlichen Wünsche durchzusetzen versuchen, habe ich auf dem Boden gelegen vor lachen.

Auch der Ausspruch "...Ih!Oh!Uh! Verwundert Euch durchs ganze Alphabet..." fand ich köstlich. Ist das eigentlich auch ein Zitat aus einer der Werke? Würde mich nicht wundern.

Und dieses Zitat habe ich mir auch aufgeschrieben:

--- Zitat ---"Die Reverenz zu machen einem hohlen Hut - das war doch wirklich ein närrischer Befehl". "Warum nicht einem hohlen Hut" frage Humboldt, "Wir bücken uns doch auch vor manch hohlem Schädel"
--- Ende Zitat ---

Finde ich einfach genial und sehr passend, auch oder besonders in der heutigen Zeit.

Insgesamt hat mir der Abschnitt sehr gut gefallen. Er war sehr abwechslungsreich. Die ganze Zeit habe ich auch darauf gewartet, dass Kleist sich in einem guten Moment zeigt. Ich hatte schon eher damit gerechnet, z. b. bei der Überfahrt über den Fluss. Er scheint von den Gefährten derjenige mit dem wenigsten Skupel zu sein und auch ich vermute, dass er durch seine ungestüme Art der Gruppe sicherlich noch Schwierigkeiten machen wird.

LG Murkxsi

ink-heart:

--- Zitat von: Murkxsi am 22. Oktober 2008, 07:46:31 ---Und dieses Zitat habe ich mir auch aufgeschrieben:

--- Zitat ---"Die Reverenz zu machen einem hohlen Hut - das war doch wirklich ein närrischer Befehl". "Warum nicht einem hohlen Hut" frage Humboldt, "Wir bücken uns doch auch vor manch hohlem Schädel"
--- Ende Zitat ---
Finde ich einfach genial und sehr passend, auch oder besonders in der heutigen Zeit.
--- Ende Zitat ---

Wohl wahr. ;D  Und umso spannender finde ich es noch, dass die Zitate sich nicht nur darauf beschränken, dass sich jede der Figuren aus eigenen früheren oder späteren Werken bedient, sondern dass auch der Erzähler fleißig mitmischt und nun sogar ganze Situationen 'zitiert' werden, hier nämlich Tell vor dem Hut des Reichsvogts Gessler.

Gewundert habe ich mich über den "Lederstrumpf" (S. 76). Die entsprechenden Romane von Cooper sind eindeutig später erschienen. War dieses Wort denn schon vorher gebräuchlich?

lesegrete:
 :) Hallo, liebe Leserunde,

Heute, beim Frisör, hatte ich genügend Zeit für den Part 2.  ;)

Ich muss gestehen, normalerweise gehören Historische Romane nicht zu meinem bevorzugtem Lesefutter.
In diesem Falle zogen allerdings Goethe und Schiller...

Umso mehr verwunderte mich, alte Krimitante, mein Lesespaß.
Das Buch kommt nicht belehrend daher, obwohl man als Leser viel vom Zeitgeist und der Politik erfährt. Vielmehr hatte ich als Leser den Eindruck, die erlebte Gegenwart der Protagonisten aus ihrer Zunkunft (meiner Gegenwart) zu betrachten. In diesem Falle war ich manchmal klüger als die großen Denker.... Wenn das nichts ist. ;D

Ich denke da besonders an den Aberglauben des Fischers bei der verlorenen Münze und der politischen Diskussion auf offenem Feld. Der jugendliche Idealismus Arnims, dass "... der deutsche Michel keine anderen Nationen versklavt"
wird von der  Geschichte widerlegt. Da erscheint Humbold realistischer, "dass wir uns vor manch hohlem Schädel bücken".  ;D

Die Sprache der Zeit ist gespickt mit Französischem. Schmunzeln musste ich über das Wort "Fizimatenten", das meine Oma noch für Unsinn oder neudeutsch ;) "Nonsense" häufig benutzte. Nach einer Volksetymologie soll das Wort auch in dieser Besetzungszeit  entstanden sein http://de.wiktionary.org/wiki/Fisimatenten
Goethe scheint in der Gruppe der besonnene. Ich war immer wieder überrascht und auch beruhigt, dass das ganze Manöver doch nicht so ziel- und planlos ist, wie ich zunächst dachte. Die Art des Überfalls auf die Kutsche der Franzosen hat bis in die Jetzt-Zeit überlebt. ;D

Immer wieder schön die Zitate, z. B.  "Der Kleist hat seine Arbeit getan, der Kleist kann gehen" ;)

Betroffen war ich vom "Gnadenstoß" mit dem das Leben des verletzten französischen Soldaten beendet wird.  :o

So, liebe Leserunde.... :winken: Adieu
lesegrete




 

 

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