Autor Thema: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)  (Gelesen 1738 mal)

Offline nimue

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03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« am: 08. September 2008, 07:08:13 »
Hier könnt ihr zu Kapitel "Dritte Umdrehung" (Seite 109 bis 144) schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
« Letzte Änderung: 08. September 2008, 07:16:46 von nimue »
Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Offline yelde

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #1 am: 12. September 2008, 11:09:51 »
Und es geht schon weiter:

Faustkämpfer:
Minten ist ein starker, mutiger , aggressiver Kämpfer, der gleichzeitig sich nach dem Leben eines Studenten sehnt und jetzt muss er im Inneren Zirkel kämpfen. Die Kämpfe werden sehr spannend beschrieben und sind  gut vorstellbar. Jedoch muss ich gestehen, mag ich solche Szenen nicht. Aber sie zeigen die mutwillige und beschränkte Art des Menschen, sich sinnlos den Kopf einzuschlagen. Auch hätte ich nicht damit gerechnet, dass Minten und Jinua ein Liebespaar werden,  auch wirkt sie  viel kräftiger als Minten. Ich bin gespannt, wie sich das zwischen den beiden entwickelt. Besonders, da es eine Art Strafeabsitzen ist. Und Oloc wird garantiert nach seiner Niederlage eine Revanche wollen.


Königin:
Tja wie sagt man so schön " Stille Wasser sind tief" und so ist Benesand. Er hat auch diese Folter-und Mordgedanken und ist bestimmt noch eine Schlüsselfigur im späteren Teil. Währendessen hat die Baroness immer mehr Anfälle und weniger Lebenskraft, weshalb sich der Dämon in ihr genötigt fühlt, mit dem Unruhestiften gegen den König zu beginnen. Und schließlich beginnt auch der Größenwahn um sich zu schlagen und sie krönt sich mal schnell zur Königin. Solche Dinge kennen wir ja alle auch aus der Geschichte. Ebenso wie die pompösen Feste und unnötigen Kriege.  >:(


König:
Tanot wird derweile fast verrückt mit seinen ruhigen selbstsicheren König. Gäus glaubt immer noch an den Pakt zwischen den beiden Dämonen und auf der anderen Seite ist Tanot ein ziemlich machtausnutzender bestrafungsfreudiger Berater, der auch Angst um seinen eigenen kleinen Hintern hat. Anfangs habe ich gedacht, dass der Wald, der die Menschen in den Selbstmord treibt nur eine alte Sage ist. Aber jetzt wird klar, dass doch die Magie gebündelt ist. Mit dieser kommen die normalen Menschen nicht klar, aber Gäus ist nun klar im Vorteil gegenüber der Baroness, die mit Anfällen zu kämpfen hat.  Interessant ist, dass der sonst mikrige Benesand durch die Wut und den Liebesschmerz dem Leben gleichgültig gegenüber steht und nun nach dem Kampf als Held verehrt wird. Wobei ich die Selbstverstümmlung mit der Nagelunterhose sehr abartig ist.

Es wird immer spannender .....
 8)
« Letzte Änderung: 12. September 2008, 20:04:57 von yelde »

Offline Likimeya

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #2 am: 12. September 2008, 19:22:07 »
Sein neuer "Beruf" kommt Mintens Agressionspotential gepaart mit Inteligenz doch ganz gut entgegen. Den Kampf fand ich sehr angenehm beschrieben. Nicht übertrieben blutig, aber doch vorstellbar genug. Ich hatte schön vor Augen, wie der Koloss schon bewusstlos leicht wankend steht bevor er umkippt.  Auf den zweiten Kampf zwischen den beiden bin ich gespannt, er scheint sich ja nicht vermeiden zu lassen.

Ich muss mich verbessern, Benesand ist kein arroganter Schnösel sondern ein extrem kranker Mensch. Und dann noch soviel Glück, wenn er das einzig wahre tun und sich das Leben nehmen will. Jetzt wird er noch als Held verehrt, kaum zu glauben. Vielleicht trifft ihn ja der Schlage, wenn er aufwacht und davon hört.  ;)

Woher kommt die Lebenskraft, die durch die Abspaltung jetzt der Baronesse zur Verfügung steht? Geht es um "Anbetung"? Die Konzentration des Volkes auf einen Herrscher und dessen "Verehrung"? Sonst hätte sich nur anhand der Abspaltung ja nicht viel geändert, oder?

Der Gramwald scheint aber noch ein Ort mit "richtiger" Magie zu sein. Da wird es sicher noch einige taktische Klüngeleien drum geben, das wird die Baronesse sich auf Dauer nicht entgehen lassen.

Interessant, das beide durch die Dämonen eher zu den Menschen werden, die sie vorher hätten sein sollen. Die Baronesse wird menschlicher, auch wenn sie es mit der Erkundung übertreibt, der König wird stärker und königlicher. Die Besessenheit ist dadurch an sich nichts rein negatives. Schwierig wird es nur durch die benötigte Lebenskraft. Sonst wäre es wahrscheinlich relativ langweilig geworden.  ;)

Edit: Zitat-Spoiler aus der nächsten Umdrehung entfernt. LG nimue
« Letzte Änderung: 14. September 2008, 07:12:03 von nimue »

Offline yelde

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #3 am: 12. September 2008, 20:08:24 »
Ja Benesand ist ein sehr kranker Mensch, der auch durch die Baroness und/oder Iranthindur wahnsinnig geworden zu sein scheint.  Aber irgendwie tut er mir auch leid, er hat nichts in seinen Leben außer die Liebe zu einer Frau, die ihn nie wirklich das geben wird, was er will und jetzt mit einen Dämon erst recht nicht. Wie schon mal erwähnt, Benesand wird meiner Meinung nach eine Schlüsselfigur spielen in diesen Kampf.


« Letzte Änderung: 14. September 2008, 07:12:14 von nimue »

Offline Likimeya

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #4 am: 12. September 2008, 22:32:30 »
Ja Benesand ist ein sehr kranker Mensch, der auch durch die Baroness und/oder Iranthindur wahnsinnig geworden zu sein scheint.  Aber irgendwie tut er mir auch leid, er hat nichts in seinen Leben außer die Liebe zu einer Frau, die ihn nie wirklich das geben wird, was er will und jetzt mit einen Dämon erst recht nicht.

Daran ist er aber doch selber schuld. Wei weit man sich in eine Liebe hineinstürzt und alles andere vergisst, hat man als vernunftbegabter Mensch halbwegs im Griff. Nicht immer, aber irgendwann hat dann doch wieder die Vernunft die Oberhand. Er ist einfach nur durchgedreht. Da muss schon vorher eine Schraube locker gewesen sein.

Offline Magnhor

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #5 am: 13. September 2008, 15:16:56 »
Minten Liago im Ring. Warum nur hatte ich „Das Paradies der Schwerter“ im Hinterkopf? (Eine brillant-geniale Geschichte!)

Okay, der Gramwald stellt unglaublich viel Lebensenergie und treibt einen Menschen in den Wahnsinn. Nichts weiter? Ich frage mich, ob Gäus tief genug darinnen war? Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass da noch etwas Geheimnisvolles ist!

Die Idee von Irathindur sich zur Königin zu erheben finde ich witzig.

Wie kommt Minten Liago in Verbindung mit den Dämonen? Kommt es überhaupt zu einer Begegnung?
Wird Gäus nach Coldrim reisen?
Was wird Irathindur als nächstes unternehmen, um mehr Lebensenergie zu bekommen?

Offline Magnhor

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #6 am: 13. September 2008, 15:35:08 »
Ja Benesand ist ein sehr kranker Mensch, der auch durch die Baroness und/oder Iranthindur wahnsinnig geworden zu sein scheint.  Aber irgendwie tut er mir auch leid, er hat nichts in seinen Leben außer die Liebe zu einer Frau, die ihn nie wirklich das geben wird, was er will und jetzt mit einen Dämon erst recht nicht. Wie schon mal erwähnt, Benesand wird meiner Meinung nach eine Schlüsselfigur spielen in diesen Kampf.

Ja, vielleicht macht ihn seinen Wahnsinn irgendwie übermenschlich und er kann die Dämonen erkennen. Dann übt er sich als Exorzist, vernichtet die Dämonen und ist wider Erwartung der Held des Buches!   8)

Offline Loomis

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #7 am: 13. September 2008, 23:29:12 »
Dieser Benesand ist ja echt ganz schön durch den Wind. Hoffentlich kriegt er sich wieder ein. Er ist zwar ein unmöglicher Mensch, aber er tut mir auch leid in seiner aussichtslosen Lage. Nur eines wünscht er sich wirklich, die TQFKAB (The Queen Formerly Known As Baroness). Und genau dieser Wunsch scheint unerreichbar.

Gäus scheint sich ja absolut sicher zu sein, dass Irathindur keinen Krieg wagt. Ich bin schon sehr gespannt, wie und warum es dann doch noch dazu kommt (die Vorausschau deutet das ja an).

Dass Minten Liago sich so schnell an das Kämpfen gewöhnt hat und sogar drauf und dran ist, Oloc eine Revanche zu gewähren überrascht mich ein bisschen. Eigentlich hätte ich ihn schlauer eingeschätzt. Aber vielleicht ist es ja wirklich so, dass er nicht nur mit einem wachen Geist gesegnet sondern auch mit einem großen Aggressionspotential gestraft ist.

Offline Saltanah

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #8 am: 14. September 2008, 00:01:15 »
Spätestens in dieser Umdrehung wird klar, dass die Reihenfolge der Kapitel immer die gleiche ist. Das lässt bei einem Blick auf das Inhaltsverzeichnis Rückschlüsse auf den weiteren Verlauf der Geschichte ziehen, vor allem was die Konkurrenz der Dämonen um die Lebenskraft angeht.
Zu Spekulationen lädt die Tatsache ein, dass einige spätere Umdrehungen noch einen vierten Mitspieler/Tänzer aufweist (ich stelle mir gerade die Hauptpersonen in einem Tanz begriffen vor, wie sie im Takt umeinander kreisen.) Aber wer wird denn Nummer 4? Yelde und lord of evil sehen Benesand in einer herausragenden Rolle, ich persönlich warte immer noch auf ein Wiederauftauchen von Mintens Mithäftling Wie-hieß-er-noch-gleich - nicht Ellell sondern der andere.

Der Faustkämpfer:
Dass Minten nach seinen 7 Tagen in der Schublade nur höchstens eine Woche später (5 Tage Reise und dann "ohnehin keine Zeit mehr, Minten Körper ausreichend auf das Bevorstehende vorzubereiten") ohne Träning in der Lage ist, den Hünen Oloc zu besiegen, lässt darauf schließen, dass es mit den Kämpfern des "Inneren Zirkel", von denen ich vermutet hätte, dass es sich um die Allerbesten handelt, wirklich nicht weit her ist. Ansonsten fände ich es doch etwas unglaubwürdig.
Dass sich eine erfahrene Ausbilderin wie Jinua von einen jungen Rekruten den Arm abhacken lässt, wirft kein gutes Licht auf sie. Vor allem dass sie immer noch nur ihm die Schuld dafür gibt ("zu dämlich und zu ungestüm, sich das richtige Werkzeug aushändigen zu lassen"), aber sich nicht an die eigene Nase greift (sie müsste doch den Unterschied zwischen echtem und Übungsschwert direkt sehen, oder, falls die sich so ähnlich sind, sich davon überzeugen, dass der Rekrut das richtige "Werkzeug" hat), lässt sie weniger kompetent dastehen, als sie auf den ersten Blick wirkt.

Die Königin:
Währendessen hat die Baroness immer mehr Anfälle und weniger Lebenskraft, weshalb sich der Dämon in ihr genötigt fühlt, mit dem Unruhestiften gegen den König zu beginnen. Und schließlich beginnt auch der Größenwahn um sich zu schlagen und sie krönt sich mal schnell zur Königin.
Nun ja, bisher geht es ihr ja nur ums bloße Überleben - Größenwahn kann ich in dieser Handlung nicht erkennen. Ich finde, sie hat ihr Problem geschickt gelöst. Ich frage mich auch, wieso eine Königin mehr Lebenskraft abbekommt als eine Baroness. Das müsste eigentlich an der Stellung in der menschlichen Hierarchie und dem damit verbundenen Ansehen liegen. Was beweist, dass Dämonen und Menschen enger miteinander verbunden sind als die Menschen wahrhaben wollen.
Serach vermutet, dass "ein Dämon die Zügel der Regentschaft an sich gerissen" haben könnte; seine daraus resultierende Frage, "ob ein Mensch ein besserer Regent ist als ein Dämon" zeigt, dass der Unterschied zwischen beiden eher geringer ist als angenommen.
Auch dass es erst mal ein anderer Baron ist, der die Zeichen der Zeit nutzt und den ursprünglichen König angreift, passt dazu.

Der König:
Benesand als Held wider Willen. Einerseits schon ganz amüsant, aber für meinen Geschmack zu überzogen. Die Frage, wie hoch eine "hohe Zinne" ist, und meine daraus resultierenden Überlegungen spare ich mir lieber. Wenn ein aus der Erde kommendes Brüllen regnen kann, dann ist vieles möglich.
Interessant, das beide durch die Dämonen eher zu den Menschen werden, die sie vorher hätten sein sollen. Die Baronesse wird menschlicher, auch wenn sie es mit der Erkundung übertreibt, der König wird stärker und königlicher. Die Besessenheit ist dadurch an sich nichts rein negatives.
Das ist ein Zug dieses Buches, der mir wirklich gefällt. Nur dass es, wenn man der Vorausschau Glauben schenken will, dabei nicht bleiben wird. Bisher benutzen die Dämonen ihre dämonischen Kräfte überraschenderweise noch nicht. Wieso eigentlich nicht? Liegt auch das an der unzureichenden Lebenskraft? Haben sich die Dämonen von ihrer langen Verbannung in den Schlund noch nicht wieder ausreichend erholt? Haben sie ihre Möglichkeiten vielleicht einfach nur noch nicht entdeckt?

Offline nimue

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #9 am: 14. September 2008, 07:22:06 »
Guten Morgen,

ihr habt ja eigentlich schon alles geschrieben.

Mir gefällt der Verlauf der Geschichte weiterhin sehr gut und ich bin gespannt, wann die Stimmung kippt.

Irathindur empfinde ich derzeit auch noch nicht als Größenwahnsinnig. Er möchte bisher einfach nur überleben und eigentlich ist das doch ein recht genialer Schachzug mit der Ernennung zur Königin, da er weiß, dass Gäus keinen Krieg gegen ihn führen wird. Vielleicht plant er sogar ein bisschen Krieg führen gegen die anderen Baronate ein, um daraus Lebenskraft zu ziehen. Interessant dabei ist, dass ich das Gefühl habe, dass er wartet, bis er angegriffen wird.

Zu Faur wurde schon alles gesagt: Das kranke Hirn verrennt sich immer mehr. Unterhosen mit Nägeln... brrr...

Ich glaube, Minten wird keine Gelegenheit mehr haben zu studieren. Die Zeit ist im Umbruch und nun werden Krieger und Kämpfer gebraucht. Keine Studenten.

Gäus hätte ich nicht zugetraut, dass er eigentlich so weise und vernünftig regieren will. Er war bisher für mich der "jüngere" der Dämonen, etwas unbedachter. So wirkt er inzwischen nicht mehr auf mich. Ich bin gespannt, was noch im Zusammenhang mit dem Wald geschehen wird.

Liebe Grüße
nimue
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Offline Likimeya

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #10 am: 14. September 2008, 10:54:10 »
Spätestens in dieser Umdrehung wird klar, dass die Reihenfolge der Kapitel immer die gleiche ist. Das lässt bei einem Blick auf das Inhaltsverzeichnis Rückschlüsse auf den weiteren Verlauf der Geschichte ziehen, vor allem was die Konkurrenz der Dämonen um die Lebenskraft angeht.

Das Inhaltsverzeichnis schaue ich mir mit Absicht nicht an, ich lasse mich lieber überraschen was noch folgt. Oft lese ich auch schon keine Kapitelüberschriften mehr (pardon an die  Autoren die sich damit wahrscheinlich extra viel Mühe geben), weil die oft schon zuviel verraten.


Offline Tobias O. Meißner

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #11 am: 14. September 2008, 12:49:29 »
In Markolf Hoffmanns "Das Zeitalter der Wandlung"-Zyklus sind die Kapitelüberschriften ein essentieller Teil des literarischen Genusses. Alle Kapitel tragen nur ein Wort als Titel, z. B. "Spiegel", und dann geht es im folgenden Kapitel auf oft sehr subtile Weise um Spiegelungen, Vorhaltungen, Selbsteinschätzungen, Eitelkeiten etc. Extrem gut durchdacht. Habe ich so noch nie woanders gesehen.
Bei "Die Dämonen" sind die Kapitelüberschriften nicht so kunstvoll. Saltanah hat recht, dass sie einem etwas über die Progression der Ereignisse verraten, aber da es ab S. 245 vier Personen werden und ab S. 389 dann nur noch abstrakt "Die Dämonen" wird doch niemandem das Ende des Buches gespoilert.
Ihr habt natürlich auch alle recht, wenn Ihr feststellt, dass der Verlag den Umfang des Buches ziemlich aufgeblasen hat.
Aber erstens gibt mir das die Möglichkeit, einen Roman, der ansonsten möglicherweise nicht ganz so viele Leser finden würde, in einem sehr erfolgreichen Format zu präsentieren, und zweitens finde ich das mit dem dicken Papier sehr, sehr gut, da es sich um das umweltzertifitizierte Forest Stewardship-Papier handelt, auf dessen Gebrauch ich auch im "Mammut"-Zyklus so viel Wert lege.

Was die Charaktere der in Menschen geschlüpften Dämonen angeht, fand ich interessant, dass mehr eine Fusion stattfindet als eine rein feindliche Übernahme. "Einem Liebesakt nicht unähnlich", steht auf S. 71. Deshalb wird Gäus so nachdenklich wie der junge König und Irathindur so körperbesessen und hitzig wie die Baroness.
papierbesessen: Tobias

Offline Ingroscha

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #12 am: 14. September 2008, 18:05:12 »
Ja Benesand ist ein sehr kranker Mensch, der auch durch die Baroness und/oder Iranthindur wahnsinnig geworden zu sein scheint.

Bei Benesand und auch allen anderen handelnden Personen, erkennt man deutlich den tragischen Faktor. Keiner ist wirklich glücklich und zufrieden. Ok, Irathindur hat eine Phase in der es ihm wirklich gut geht aber auch ihn holt die Realität ein, da ihm Lebenskraft fehlt und er seinen Genüssen nicht mehr so frönen kann, wie er es sich wünscht.

Tragisch auch der Mitgefangene, der Tieren die Beine ausreißt - evt. aus reiner Provokationslust, um die Mitgefangenen auf sich aufmerksam zu machen? Wer kennt schon sein Schicksal? Tragisch das Schicksal Mintens, wie er sich jetzt als Gladiator verdingen muss. Sein hünenhafter Gegner Oloc erinnert mich an den körperlich ähnlich erscheinenden Kämpfer aus 'Paradies der Schwerter' - wie war gleich sein Name? Dieser wurde zu den Kämpfen gezwungen, sein Schicksal hat mich damals sehr berührt. Wie sieht es aus mit Olov, warum kämpft er, was ist seine Geschichte? Und so könnte ich weiter aufzählen...

Die gesamte Stimmung ist keineswegs positiv, für mich liegt über dem Land eher eine Art grauer Schleier. Vielleicht sind die Dämonen diejenigen, die diesen Schleier entfernen können?

Ach Tobias, ich mag deine Geschichten einfach  :)
Liebe Grüße
Ingroscha

Offline nimue

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Re: 03 - Dritte Umdrehung (Seite 109 bis 144)
« Antwort #13 am: 15. September 2008, 12:20:54 »
Die gesamte Stimmung ist keineswegs positiv, für mich liegt über dem Land eher eine Art grauer Schleier. Vielleicht sind die Dämonen diejenigen, die diesen Schleier entfernen können?

Sehr schön ausgedrückt!  :winken:
Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)