So, hallo nochmal und ich habe die 71 Seiten nun durch.
Nun, als ich gehört habe um was es in diesem Roman gehen soll (nämlich dass Dämonen irgendwo "weggesperrt" waren und nun wieder auf Erden wandeln) fühlte ich mich sofort an Terry Brooks' Shannara erinnert, das ja eine ähnliche Geschichte erzählt. Aber da ich ja schon einige Romane von Tobias kenne, hatte ich keine Befürchtung, dass "Die Dämonen" ähnlich hölzern und an den Haaren herbeigezogen sein könnte wie Shannara.
Nun zu den Kapiteln:
Vorausschau:
Anscheinend haben die zwei Dämonen sehr viel Macht, wenn sie so sehr wüten und zerstören können und die Menschen ihnen hilflos ausgeliefert sind. Wie es dazu kam und was daraus wird lässt sich natürlich noch nicht erahnen, aber das werden wir bestimmt noch feststellen. Die Situation fand ich schön skurril und begeisterte mich gleich.
Der Zechpreller:
Minten Liago ist ein sympathischer Kerl, aber dass er versucht die Zeche zu prellen und sich dann auch noch mit der Stadtwache anlegt ist äußerst dumm. Zuvor hatte man ja schon den Eindruck bekommen, dass er doch etwas im Köpfchen hat. Ich bin schon gespannt, wie er aus seiner misslichen Lage herauskommt und ob er sein Ziel zu studieren in Zukunft etwas schlauer angeht.
Die Baroness:
Na das scheint ja so eine zu sein. Hart und unnachgiebig, auch zu sich selbst, schließlich schläft sie auch im Korsett. Oder hat sie vielleicht etwas zu verbergen unter dem Korsett? Wer weiß. Benesand scheint jedenfalls hin und weg von ihr. Aber es geht ihm wohl eher um Erregung und Verlangen als um Liebe. Das wiederum scheint bei ihr nicht viel anders zu sein, schließlich verbringt sie ja hin und wieder eine Nacht mit ihm. Während sie für ihn jedoch "die eine" ist, scheint er ihr nicht allzuviel zu bedeuten. Eiber Matutin ist ein armer Tropf. Er scheint seiner Aufgabe als Heereskoordinator gar nicht gewachsen. Bisher musste er sich ja zum Glück nicht als solcher beweisen, aber die Vorausschau lässt ja Schlimmer erahnen.
Der König:
Gutmütig, intelligent, unsicher, traurig. So kommt er mir vor. Was ist eigentlich mit seiner Mutter? Wurde schon ein Wort über sie verloren? Könnte die Baroness seine Mutter sein? Vom Alter schon, aber Liebe scheint sie ja überhaupt nicht für ihn zu empfinden, eher Hass. Dass er seine Ohrringe in der Schlund wirft ist gut gemeint, aber ich hatte gleich ein schlechtes Gefühl dabei.
Tanot Ninrogin wirkt zwar sympathisch, blieb bisher aber noch ein wenig blass.
Die Dämonen:
Die Sprache der Dämonen fand ich auch höchst ungewöhnlich, sie klingen eigentlich überhaupt nicht böse, düster oder eben dämonisch. Aber andererseits finde ich das auch wiederum erfrischend, denn wieso sollen Dämonen immer nur Gift und Galle spuckend miesepetrig durch die Gegend stapfen. Sie haben es schließlich gerade geschafft, sich nach ewig langer Zeit aus ihrem Gefängnis zu befreien. Während Irathindur die Freiheit anscheinend zu schätzen weiß und sich erst einmal daran erfreut, scheint Gäus damit alleine noch nicht zufrieden, er giert gleich nach Macht und verlangt als Wirtskörper einen König. Allerdings scheint er sich von dem Titel ein wenig in die Irre führen zu lassen, schließlich scheint es eher so, als hätte die Baroness im sechsten Baronat das Sagen. Irithandur nimmt sich als Wirt die Baroness, angesteckt von Benesands Gedanken aus der Träne.
Schon jetzt is klar, dass das die beiden Dämonen aus der Vorausschau sind und Gäus ist in der Vorausschau ein König, weil er sich den König als Wirt genommen hat. Aber ein riesiger Unterschied ist, dass die beiden Dämonen in diesem Kapitel noch harmlos und naiv wirken, in der Vorausschau aber düster, mächtig und bedrohlich. Außerdem scheint es, als wäre das Versprechen der Dämonen, sich nicht zu bekriegen wohl nicht viel wert gewesen...