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Der Gefangene:Weiteres zu der Schublade: Eigentlich ist das ja eine furchtbare Strafe - das Gefühl, nicht genug Sauerstoff zu bekommen, sich nicht bewegen zu können, Klaustrophobie, Sinnesentzug (oder wie das heißt), da Minten nichts sieht und auch nichts hört, Schmerzen durch das Liegen auf dem harten Stein, etc. Die Beschreibung seiner Qualen erscheint mir damit verglichen viel zu harmlos; entweder ist Minten noch viel "heldenhafter" als ich ihn mir eh' schon vorstelle, oder ich bin zu abgehärtet, als dass ich seine Qualen wirklich verspüren könnte.
Ich habe den Eindruck, dass die einhändige Frau ihn als Gladiator einsetzen will. Dazu passt natürlich auch der Titel des ersten Kapitels des nächsten Teils.
Die Baroness:Irathindur erweist sich erst mal als viel "humaner" als ich es mir vorgestellt hatte, auf jeden Fall menschlicher als die Baroness. Der "Vorschau" nach zu urteilen, wird das aber nicht so bleiben.
Bei der Baroness bin ich etwas verwirrt. Einerseits versucht Irathindur die Menschen zu verstehen, hat keine Ahnung von den grundsätzlichsten Verhaltensarten. Andererseits hat er Zugriff auf das Gedächtnis der Baroness. Müsste er darin nicht auch die Antworten auf diese Fragen finden?
Es ist ja immer ein Unterschied, von etwas "aus zweiter Hand" zu erfahren, oder es selbst zu erleben. Vermutlich funktionieren Dämonen da wie Menschen. Irathindur ist sehr neugierig, will so viele Erfahrungen wie nur möglich machen und auch so viel wie möglich erleben und vor allem fühlen. Gerade daran hatte es den Dämonen in ihrem Wirbel wohl auch gefehlt.
Der König:Bei der Info, die wir hier über die Geographie und den Aufbau des Landes mit seinen Baronaten bekommen, frage ich mich, wieso Gäus sie sich aus Büchern und Dokumenten zusammensammeln muss. Tenmac III müsste das doch eigentlich wissen und Gäus das aus seinem Gedächtnis fischen können. Ich nehme an, es ist ein erzähltechnischer Trick, um uns diese Informationen zu vermitteln. Ehrlich gesagt ist es mir zu viel auf einmal; auf die Aufzählungen der Küstenstädte hätte ich verzichten können, zumal sie ja so schön in der Karte eingezeichnet sind.
Immerhin bekommen wir es hier bestätigt, dass früher tatsächlich alles voller Magie war. Allerdings ist mir nicht ganz klar, ob Gäus dies auch aus den Büchern erfährt, oder ob er selbst sich daran aus seinem "Leben vor dem Schlund" erinnert. Überhaupt würde ich gerne mehr über die Dämonen erfahren. Nicht nur das, was sie jetzt erleben, sondern über ihre Vergangenheit. Oder haben sie bei ihrer Verweisung in den Schlund sozusagen das Gedächtnis verloren?
"Sehen als eine Art von Magie" (
S. 106) finde ich eine schöne Vorstellung.
"Möglicherweise, sinnierte Gäus, waren sich Menschen und Dämonen ähnlicher als beide voneinander annahmen" (
S. 107/108) ist ein vielversprechender Satz, der auch gut zu der Überraschenden Mnenschlichkeit von Irathindurs ersten Aktionen passt. Wenn das Buch auf dem Gedanken aufgebaut ist, wird es mir schließlich vielleicht doch besser gefallen als ich bisher annehme.
Eigentlich wollte ich keine Formulierungsfragen mehr aufnehmen, aber hier muss ich doch noch einmal protestieren:
S. 104: "Aus dem Himmel hatte es Asche geregnet und aus der Erde das Brüllen von Magma." Hier fehlt ein Verb, z. B. "ertönen" oder was ähnliches. "Regnen" kann das Brüllen ja nicht; das kann höchstens die Magma selbst.