Autor Thema: 07 - Hexenmacher - bis "Viel Feind..." (bis Seite 446)  (Gelesen 1401 mal)

Offline Tammy1982

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07 - Hexenmacher - bis "Viel Feind..." (bis Seite 446)
« am: 09. Februar 2008, 20:04:33 »
Hier könnt ihr eure Eindrücke zu Kapitel "Sühne und Hoffnung" (S. 381) bis Kapitel "Viel Feind..." (S. 446) schildern und diskutieren. Spoilermarkierungen sind nicht vorgesehen.
« Letzte Änderung: 09. Februar 2008, 20:12:14 von Tammy1982 »

Offline Murkxsi

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Re: 07 - Hexenmacher - bis "Viel Feind..." (bis Seite 446)
« Antwort #1 am: 20. Februar 2008, 21:23:42 »
Die Überschrift fand ich erst mal lustig. In Großbuchstaben ist es wohl richtig geschrieben, doch zuerst habe ich tatsächlich Busse gelesen, bis mir dämmerte, dass die Buße wohl gemeint war. Nun ja.... es war schon spät....

Die Wege von Hagen und Albrecht trennen sich nun - vermutlich nur vorübergehend. Hagen versucht seine Schuld zu sühnen und findet durch Ulda die Erkenntnis, durch den Jakobsweg seine Buße zu erhalten. Überhaupt finde ich die Visionen von Ulda sehr mysteriös. Hagen werden sie hoffentlich zu richtiger Zeit weiterhelfen.

Dass Albrecht das Geheimnis der Wariwulf an den Inquisitor verrät, war zu erwarten. Von ihm ist vermutlich wirklich keine Wandlung mehr zu erhoffen. Rechnen wir mit dem Schlimmsten.

LG Murkxsi


Offline Hanni

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Re: 07 - Hexenmacher - bis "Viel Feind..." (bis Seite 446)
« Antwort #2 am: 24. Februar 2008, 16:12:37 »
Dieser Abschnitt kam ein wenig gemächlicher daher, war aber sehr interessant!

Der arme Hagen tut mir Leid, er martert sich sehr für seine Vergehen! Gruselig finde ich die Szene in der er sich von der Nonne auspeitschen lässt!  :o
Zum Glück lernt er Ulda kennen und mit ihr kehrt ein wenig Lebensfreude zurück. Es ist ziemlich schnell klar, das sie mehr für ihn empfindet. Ihre Anfälle wirken auf mich wie epileptische Anfälle, aber anscheinend hat sie dabei Visionen. Sie ist diejenige, die auf der Ahnentafel der Hecetisse verewigt worden war, und neben ihr Hagen. Merkwürdig. Anscheinend werden die beiden sich in der Zukunft wieder begegnen, ansonsten frage ich mich, warum er wohl neben ihr abgebildet ist. Bisher waren sie ja nur eine kurze Zeit zusammen. Es wird wirklich immer spannender. Nun kommt auch ein Inquisitor Namens Leuthold von Vitzthum ins Spiel, der wohl ein Vorfahre von Georg sein muss. Albrecht will ihn auf Hagen hetzen. Ich hoffe mal nur, dass er sich dabei auch selber gehörig ins Fleisch schneidet.

Dass Albrecht das Geheimnis der Wariwulf an den Inquisitor verrät, war zu erwarten. Von ihm ist vermutlich wirklich keine Wandlung mehr zu erhoffen.

Das denke ich auch. Er wird höchstens immer noch fieser. ::)

André, mich würde interessieren, ob du den Jakobsweg selber auch schon gegangen bist? Neugierig bin! ;)
Liebe Grüsse
Hanni

Offline AWiesler

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Re: 07 - Hexenmacher - bis "Viel Feind..." (bis Seite 446)
« Antwort #3 am: 25. Februar 2008, 09:44:38 »
Nein, den Jakobsweg bin ich noch nicht gegangen, aber es muss eine tolle Erfahrung sein. Es ist an dieser Stelle vielleicht erwähnenswert, dass ich die Idee mit dem Jakobsweg vor dem (sehr lesenswerten) Buch von Hape Kerkeling hatte ;)

Offline Tammy1982

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Re: 07 - Hexenmacher - bis "Viel Feind..." (bis Seite 446)
« Antwort #4 am: 26. Februar 2008, 20:14:00 »
Hallo Ihr Lieben,

Hagen versucht seine "Sünde" zu büßen! Die Art und Weise ist wirklich sehr brutal! Interessant ist, dass er anscheinend auch eine gewisse Immunität gegen das Pulver bekommt. Ich finde seine Selbstgeißelung zwar äußerst brutal, aber ich denke, dass er fast immun gegen das Pulver wird, wird noch von Vorteil sein, sobald er und Albrecht sich mal wieder gegenüber stehen! Kann nicht schaden, wenn Hagen da richtig abgehärtet ist.

Dass Ulda mehr für Hagen empfindet, war mir ja schon sehr früh klar. Aber war auch klar, dass das Hagen nicht so bewusst ist!  ;) Aber Ulda stammt ja anscheinend von der Hildegard von Bingen ab, oder? Nachdem Hagen's Name in dem Stammbaum in der Gegenwart erscheint, heißt das vllt. doch, dass er und Ulda vllt. doch noch was miteinander haben? Obwohl Ulda in ihren Visionen ja eine andere Frau an Hagen's Seite sieht, oder?  :-\
Die Visionen von Ulda finde ich auch sehr mysteriös. Zu der Zeit war das v. a. ein ganz schöner Balance-Akt, ob diese Anfälle als von Gott gegeben angesehen oder als teuflisch betrachtet werden, oder? Freut mich aber für Ulda, dass sie in Klostern Zuflucht findet und nicht als Hexe gejagt wird! Obwohl sich für mich das Ganze auch v. a. nach Epilepsie anhört...  ;)

Hagen begibt sich jetzt also auf Pilgerreise und findet dabei tatsächlich seinen Frieden wenigstens halbwegs wieder. Ja, da bewahrheitet sich wirklich der Spruch: "Der Weg ist das Ziel"!  ;) Und v. a. wird klar, dass es nicht gut ist, wenn man versucht Dinge zu verdrängen, sondern man muss sie verarbeiten! Das ist echt eine schöne Lehre, die man da mit ziehen kann!  :)

Albrecht wird also wirklich zum Verräter. War ja nur eine Frage der Zeit, bis er seinen Schwur bricht und doch noch die Geheimnisse der Wariwulf ausplaudert. Schade, dass er nicht gleich vom Blitz erschlagen wird oder so, aber so viel göttliche Gerechtigkeit werden wir wohl nicht lesen dürfen!  >:( ;) Jetzt ist die Inquisition den Wariwulf auf der Spur! Ich ahne nichts Gutes!  :o Und wenn ich da so an die Szenen in der Gegenwart denke, kann das ja nichts mehr werden!  :(

Die Szene in der sich Hagen für die jüdische Familie einsetzt, fand ich super! Auch sehr interessant, wie er sich dann Gedanken darüber macht, wo denn überhaupt der Unterschied zwischen Christen und Juden liegt und dass den Juden ja die gleichen Vorurteile entgegen gebracht werden, wie den Wariwulf. Trotzdem kommt auch Hagen schwer gegen seine anerzogenen Vorurteile an! Aber eine sehr interessante Zwickmühle! Und sehr schön dargestellt, wie Hagen da mit sich ringt!  ;D

Liebe Grüße
Tammy

Offline SabineW

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Re: 07 - Hexenmacher - bis "Viel Feind..." (bis Seite 446)
« Antwort #5 am: 03. März 2008, 00:40:43 »
Es ist an dieser Stelle vielleicht erwähnenswert, dass ich die Idee mit dem Jakobsweg vor dem (sehr lesenswerten) Buch von Hape Kerkeling hatte ;)

Ach, es gibt ja zig Bücher, in denen dahin gepilgert wird, historische Romane vor allem.

Ich hab übrigens auch an Busse gedacht und wenn Murkxsi das nicht aufgeklärt hätte, wär ich auch dabei geblieben. Hätte ja eine Szene in der Gegenwart sein können (dass die dann nicht gekommen wäre, muss ja nicht auffallen ;D).

Offline SabineW

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Re: 07 - Hexenmacher - bis "Viel Feind..." (bis Seite 446)
« Antwort #6 am: 03. März 2008, 14:52:13 »
Hagen versucht seine "Sünde" zu büßen!

Was mir an Hagen so ausnehmend gut gefällt, ist seine der Zeit verhaftete Denkweise, auch wenns einem manchmal sehr schräg vorkommt  (und dieses Sehnen nach Wunden und gleichzeitig die Unfähigkeit, Wunden haben zu dürfen, ist schon SEHR schräg). Er gehört in diese Zeit, und da frag ich mich ja inzwischen, wie mag das in den anderen Büchern weitergehen. Der zweite Band spielt ja im Dreißigjährigen Krieg. Wie wird die Zeit überbrückt? Lebt Hagen einfach durch die Zeiten hindurch, und was dann geschildert wird, ist ein besonders ereignisreicher Ausschnitt, oder legt er sich schlafen und wacht 200 Jahre später auf? Wär ja auch ne Möglichkeit, und eine sehr spannende, quasi ein Zeitreisender vom Spätmittelalter ins Barock. Und sicher ein Kulturschock: vom alles in allem doch eher sinnenfrohen Spätmittelalter hinein in die dunkelste Zeit Mitteleuropas. Hach, die Teufelshatz muss schnell her.

Ich hab mich in Ulda verliebt! Da taucht im letzten Drittel ganz unverhofft eine Person auf, die mir von allen (außer Hagen natürlich) am meisten ans Herz wächst. Einfach süß, wie sie da zusammenhocken und naschen. Und dann klappt das nicht mit den beiden, herrje. Vorerst jedenfalls, ich will nicht glauben, dass das alles gewesen sein soll. :herz:

Offline Babsi

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Re: 07 - Hexenmacher - bis "Viel Feind..." (bis Seite 446)
« Antwort #7 am: 09. März 2008, 20:13:04 »
Er versucht seine Schuld durch extreme Schmerzen zu beeinflussen, was ihm allerdings eher weniger gelingt.
Uldas Visionen sind irgendwie erschreckend und machen sehr neugierig. Das mit der Frau ist interessant, der andere Mann vielleicht Albrecht?
Das mit den Erben der Hildegard von Bingen schaffte gleich die Verbindung zur Gegenwart.Die Blicke die Ulda ihm zuwirft sind schon sehr deutlich, wenn auch Hagen in ihr nur eine vertraute Freundin und Schwester sieht.
Ihre Vorfreude, dass sie ihm Lesen und Schreiben richtig beibringen darf, war sehr schön fast greifbar. Wie es dann weitergeht mit den Beiden fand ich sehr traurig, dass durch diesen einen Kuss alles zerstört sein sollte... wäre sehr schade. Toll fand ich von ihr, dass sie ihm erzählt, welcher der richtige Weg für seine Buße ist.
Albrecht findet keine Ruhe und verrät die „Wariwölfe“ an die Inquisition, ein Verrat, der bis in die Gegenwart reicht. Mal sehen was er da noch mehr macht.
Die Essenz, die Hagen auf dem Jakobsweg findet, dass der Weg das Ziel und nicht das Ziel derWeg. Er findet seinen Frieden.  Die Begegnung mit den Juden und, dass er herausfindet, das sie sich nicht so viel von Christen unterscheiden glaube ich war ein guter Schritt auch Vorurteile und die eigene Wahrheit zu finden.


Offline Sommertraum

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Re: 07 - Hexenmacher - bis "Viel Feind..." (bis Seite 446)
« Antwort #8 am: 14. März 2008, 13:49:36 »
Meine Güte, Hagen und sein Gewissen. Er verkriecht sich ins Kloster und tut Buße auf die schrecklichste Art der Selbstmarterung und findet dennoch keinen Frieden und keine Erlösung. Er versagt sich sämtliche Lebensfreude. Gott sei Dank kann ihm Ulda davon einiges zurückgeben.
Wenn ich mir vorstelle, wie Hagen sich selbst quält, welche Buße müsste sich dann erst der garstige Albrecht auferlegen. Jetzt verrät Albrecht auch noch das Geheimnis der Wariwulf an den Inquisitor, der ein Vorfahr von Georg zu sein scheint. Albrecht hat damit einen Schwur gebrochen. Wird er dafür büßen müssen?
Sehr interessant, dass Uldas Vorfahrin die berühmte Hildegard von Bingen ist. Sie hat die Begabung der Visionärin Hildegard geerbt. Das scheint aber eher eine Qual zu sein. Wie wird Hagens Verbindung zu Ulda in Zukunft sein? Gibt es eine Zukunft für die Beiden? Es sieht ja zunächst mal  nicht so aus.
Barbara, die Leseratte