Was lange währt, wird endlich gut. Jetzt ist auch Amanita mit dem Buch fertig.
Alleine muss Eljazokad sich jetzt den Ängsten und Träumen in sich selbst stellen, wobei doch wieder einmal die Frage aufkommt, wie real Elajzokads Erlebnisse in dieser Welt eigentlich in Bezug auf den Kontinent sind, denn man bekommt schon fast den Eindruck, als sei diese Welt speziell für Eljazokad und das, was ihn bisher immer bewegt hat, gedacht.
Das Stadtschiff, das ihn ja im dritten Teil noch so schlimm gequält hat, erweist sich jetzt in der Realität als gar nicht mehr so schlimm, jedenfalls nicht für Eljazokad, der doch recht einfach eine Möglichkeit findet, zu entkommen.
Und dann trifft er also endlich auf die Menschen, denen er in seinem Traum helfen musste und kann dies nun auch in der "Wirklichkeit" tun.
Wir erfahren jetzt auch genauer, was es mit den Ereignissen im Prolog auf sich hat und Dasco ist ja tatsächlich wieder einmal der Mittelpunkt, wenn auch unter einem neuen Namen.
Ich frage mich natürlich, was es mit seiner Bemerkung über Naenn auf sich hat, aber du versicherst ja, dass sie nicht vergewaltigt worden ist, also können wir ja wohl davon ausgehen, auch wenn mit ihrem Kind ja keinesfalls alles normal und gewöhnlich zu sein scheint.
Aber das wäre bei einem Kind, das halb Mensch und halb Schmetterlingsmädchen ist ja wohl auch kaum zu erwarten.
Wird Naenns Kind eigentlich noch eine tatsächliche Rolle spielen? Wenn ja müssen die Bände noch eine längere Zeit überspannen, denn als Säugling kann es wohl zumindest nicht aktiv ins Geschehen eingreifen.
Genauso wenig wie auch Naenn, die dann ja mit dem Kind beschäftigt sein wird, wenn es schließlich geboren ist.
Und leider ist es ein Sohn.
Leider, weil ich damit dieses unangenehme Gefühl nicht los werde, dass Naenn als Frau keine aktive Rolle haben kann, sondern nur die, einen weiteren Mann zur Welt zu bringen, der eine solche dann übernehmen kann.
Ich hoffe aber, dass das nicht so gemeint ist und hier doch wieder meine Vorurteile aus anderen Büchern durchkommen, in denen genau das der Fall zu sein schien.
Udin Ganijas Auftritt und besonders sein Verhalten kamen für mich doch sehr überraschend.
In den früheren Bänden habe ich Ganija und seine Gefährten ehrlich gesagt sogar schon für die wahren Gegner des Mammuts gehalten, die auf irgendeine Art für alle Probleme, mit denen das Mammut zu kämpften hatte, verantwortlich waren, sein Verhalten bei der Waljagd und sein Angriff auf die Mammuts hat ja in diese Richtung gedeutet.
Stutzig gemacht hat mich dabei aber schon von Anfang an, dass sie in einem der Prologe den Kuellener Bauern so freundlich ignorieren, ein Verhalten, das für abgrundtief böse Figuren vielleicht doch eher unwahrscheinlich wäre und offensichtlich sind sie das ja auch nicht.
Natürlich ist Ganijas Abrechnung mit Siusan nicht gerade appetitlich, aber ich muss sagen, dass sich mein Mitgefühl hier doch sehr stark in Grenzen gehalten hat.
Und schließlich hat er ihnen dann ja auch nach langem Zögern noch zur Freiheit verholfen, so dass die drei ihrem Kerkerloch doch entkommen konnten.
Die Quelle des Feuers, die Udin erwähnt, kommt mir irgendwie bekannt vor. Wird sie nicht auch im ersten Band erwähnt, als Rodraeg mit einem Stadtwürdenträger von Terrek über die Schwarzwachsquelle spricht?
Ich habe das jedenfalls so verstanden, dass dort bei dieser Quelle eine sehr zerstörerische und krankmachende Kraft freigesetzt wurde, ähnlich oder vielleicht sogar noch schlimmer, als die Wirkungen des Schwarzwachs.
(Dieses Thema ist für mich sowieso das faszinierendeste am ganzen Buch und ich frage mich ja immer noch, ob Rodrages besondere "Verbindung" zu der Schwarzwachsquelle und der Verlust derselben noch eine Rolle spielen werden.
Sehr rührend fand ich die Szene mit dem kleinen Mädchen und seinem Kaninchen, da scheint es ja für die Kaninchen des Thostwaldes doch wieder Hoffnung zu geben.
Und in der Vererbungslehre hat die Kleine auch gut aufgepasst, wobei das aber wahrscheinlich eher mit den heimischen Tieren, als in der Schule geschehen ist, so wie ich ihre Welt einschätze.
Wenn dann noch ein paar Kaninchen aus anderen Gebieten zuwandern wird auch die Inzucht vermieden und die Kaninchen werden sich sicher wieder wie dieselben vermehren.
Weniger hoffnungsvoll war leider das Ende für Eljazokad.
Eigentlich schien er mir ja nicht so schwer verletzt zu sein, dass er nicht weiterleben kann, aber er scheint ja schon ziemlich mit seinem Leben abgeschlossen zu haben.
Ich hoffe allerdings doch sehr, dass Eljazokad sich noch einmal aufrappelt und erkennt, dass sein Leben noch keinesfalls erfüllt ist.
Ich weiß ja nicht, ob ich damit richtig liege, aber ich habe den Eindruck, dass die Aufgaben, die Eljazokad in diesem Band zu lösen hatte, eher symbolisch für seine wahren Aufgaben standen und diese noch nicht wirklich erfüllten.
Ich kann mir nämlich irgendwie nicht vorstellen, dass Eljazokads ganzer Lebensinhalt in so wenigen Kapiteln abgehandelt werden würde, außerdem gibt es auch noch zuviel, was wir immer noch nicht über ihn wissen.
(Wobei das allerdings bei Hellas genauso ist.)
Der Prolog war, wie eigentlich immer, sehr rätselhaft, aber ich hoffe, dass man das irgendwann einmal alles verstehen wird.
Und jetzt warte ich (an)gespannt auf den nächsten Band, auch wenn es leider noch ein ganzes Jahr dauern wird. Bis dann alle Bände da sind, bin ich da schon fast alt.

Vorfreude kann ich persönlich immer nur schlecht als solche empfinden, es ist eher immer so eine Rastlosigkeit, sobald man an die Buchreihe denkt. Nicht dran denken ist da die einzige Hilfe und das will ich auch nicht immer, vor allem, wenn ich Band 1 mal wieder lesen will.
Aber natürlich kostet Schreiben Zeit, keine Frage.
Trotzdem komme ich immer nur sehr schwer mit solchen Buchreihen klar, in denen man so gerne wissen will, wie es weitergeht, es aber nicht erfährt.
Da fände ich es schön, wenn es ähnlich wie bei Harry Potter auch hier Diskussionsforen gäbe, in denen man wenigstens ein bisschen spekulieren könnte, aber leider habe ich so etwas zum Mammut noch nicht gesehen.