Autor Thema: (5) Iny Lorentz – Die Kastellanin (Seite 274 - 343)  (Gelesen 3089 mal)

hertzi

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Re: (5) Iny Lorentz – Die Kastellanin (Seite 274 - 343)
« Antwort #15 am: 18. Juni 2007, 09:56:12 »
Na, ganz so ruhig finde ich diesen Abschnitt nun nicht - wie Flor meinte.

Falko hat Marie erkannt, das ist bereits schon ganz schön brenzlich für sie geworden.
Um so schlimmer, das Michi seine neuen "Freunde" ausgerechnet bei von Losen gefunden hat.
Wobei ich ja sehr der Meinung bin, das von Losen bzw. Falko das absichtlich so eingefädelt haben
könnte um Marie noch besser in "Abschussposition" zu bringen.
Denn ich denke mal so schnell gibt ein Falko von Hittenheim nicht auf, wie man ja auch im Zelt des
Kaisers nachspüren kann.
Zu schade, das Marie ihr Messer nicht gleich ein bischen herzhafter benutzt hat.  ;D

An der Stelle habe ich auch eine Gänsehaut bekommen. Was passiert eigentlich, wenn er Marie ganz öffentlich enttarnt, und herauskommt, das sie doch nicht "nur" eine einfache Marketenderin ist?  Immerhin ist sie dahintergekommen, das Falko ( ich denke da immer an den Popsänger Falko  ;) Gab es diesen Namen denn wirklich auch schon im Mittelalter? ) doch nicht ganz so unschuldig an Michels Verschwinden ist. Wie lange kann eigentlich so ein Gedächtnisverlust sein? Ich hoffe ja, das bei  Michel jetzt dann bald mal ein Licht aufgeht...

Offline gheron

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Re: (5) Iny Lorentz – Die Kastellanin (Seite 274 - 343)
« Antwort #16 am: 18. Juni 2007, 11:58:11 »
Hallo Hertzi,

Falko ist eine Nebenform von Falk oder Falkmar und war zu Maries Zeit wahrscheinlich gebräuchlicher als in den letzten Jahrzehnten. Namen mit O am Ende gab es sehr viele, z.B. Otto, Heimo, Diemo, Kuno, usw. Die meisten davon sind Kurzformen längerer Namen.

Der Verlust des Gedächtnisses kann zwischen wenigen Stunden und dem Rest des Lebens liegen. Oft hilft ein unerwartetes Ereignis, es wieder zu reaktivieren.

Hätte Falko Maries Identität aufgedeckt, hätte man sie wahrscheinlich als geistig unzurechnungsfähig (verrückt) in ein Kloster gesteckt und dort eingesperrt.

Liebe Grüße
Gheron :winken:


Offline Olima

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Re: (5) Iny Lorentz – Die Kastellanin (Seite 274 - 343)
« Antwort #17 am: 18. Juni 2007, 15:37:27 »
Hätte Falko Maries Identität aufgedeckt, hätte man sie wahrscheinlich als geistig unzurechnungsfähig (verrückt) in ein Kloster gesteckt und dort eingesperrt.

Bestimmt hätte man Falko auch mehr Glauben geschenkt als Marie. Allerdings wäre eine "Enttarnung" Maries auch nicht dienlich für Falkos Plan gewesen. Hätte sich herausgestellt, dass Marie eine, wenn auch verwirrte Frau von Stand ist, hätte er sie wohl kaum mehr in "seinen Besitz" bringen können. Oder liege ich damit so falsch?

Liebe Grüße

Olima

Offline gheron

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Re: (5) Iny Lorentz – Die Kastellanin (Seite 274 - 343)
« Antwort #18 am: 18. Juni 2007, 17:39:49 »
Zitat
Oder liege ich damit so falsch?

Hallo, Olima,

du liegst hier überhaupt nicht falsch. Falko wollte Marie demütigen und sie sich unterwerfen. Das hätte er nicht mehr gekonnt, wenn sie als verwirrte Dame von Stand in ein Kloster gesteckt worden wäre. Als Standesperson wäre sie auf jeden Fall besser behandelt worden als ein einfacher Mensch aus dem Volk,  dem es bei "Verwirrtheit" leicht passieren konnte, im Stadtturm an eine Kette gelegt zu werden. Für den adelsstolzen Falko, für den Marie aufgrund ihrer Vergangenheit in die Gosse gehörte, wäre dies unerträglich gewesen. Außerdem hätten dann Leute auf Marie aufmerksam werden können, die sie kannten wie Sigismund selbst oder einige Adelige, und die ihr helfen hätten können.

Liebe Grüße
Gheron :winken:

Offline apassionata

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Re: (5) Iny Lorentz – Die Kastellanin (Seite 274 - 343)
« Antwort #19 am: 18. Juni 2007, 19:36:09 »
Was passiert eigentlich, wenn er Marie ganz öffentlich enttarnt, und herauskommt, das sie doch nicht "nur" eine einfache Marketenderin ist? 

Interessanter Gedanke.
Einen Moment lang habe ich jetzt auch noch darüber nach gedacht.
Doch ihr habt recht, es hätte Falko von Hettenheim nichts gebracht.
Sigismund und der Pfalzgarf kannten sie ja persönlich.

 :winken:
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi