Hallo zusammen,
Nemo, mir geht es wie Dir, ich lese und lese und krieg um mich rum nichts mehr mit und ja, Bryndts Andeutungen...da jagt es selbst einer Nibelungen-Unwissenden (naja, Wenigwissenden) wie mir einen Schauer nach dem anderen über den Buckel und das wird eher schlimmer als besser, aber ich mag das.
... Dafür ist die Uote-Hagen Szene einfach nur unglaublich schön. Ich kann es gar nicht wirklich beschreiben, aber bei der Stelle, wo sie sich vorgestellt werden und einander (irgendwie) beginnen zu lieben, da hab ich mich einfach nur gut gefühlt und seelig vor mich hin gelächelt.
Oh, das hast Du schön gesagt, so erging es mir auch, seelig vor mich hinlächeln aber dabei trotzdem eine wohlige Gänsehaut verspürend. Aber irgendwie bin ich auch ein wenig in Hagen verliebt, hab ich das Gefühl

. Da war wieder so ein Satz (oder auch zwei), ich glaube auch an dieser Stelle ... da werd ich butterweich...
Wir singen für die, die Heldentaten begehen. Doch sind nicht manchmal, wenn auch selten, diejenigen Helden, die etwas nicht tun, obwohl sie es sich wünschten. Die etwas lassen, weil es vielen anderen Unglück bringen würde.
, wie gut, dass immer Taschentücher in meiner Nähe sind, wenn ich lese. Das sind jetzt zwar keine tiefen Schluchz-Szenen, aber die ein oder andere einsame Träne kullert bei mir, wenn ich so was lese. Oder auch Bryndts Satz über seinen Vater :
Ich danke Euch, Ihr Götter, dass Ihr mir einen solchen Vater geschenkt habt, um den ich nach all dieesen Jahren immern noch weinen kann
Ich bin da etwas sehr sentimental, geb ich gerne zu!
Dass Bryndt natürlich ziemlich "parteiisch" ist, in seiner Beschreibung von Gunthers Familie (und an denen kein gutes Haar lässt, mit Ausnahme von Uote) und eben auch bei der Beschreibung seiner Eltern, das ist schon irgendwie klar, das wäre ich schon auch an seiner Stelle. Aber dennoch kann ich dem zustimmen, dass auch ich Gunther nicht böse sein kann. Allerdings wirken sie (er und Gernoth) auf mich auch ziemlich naiv. Naja, sie haben sich immer auf Hagen verlassen und warum sollen sie es nicht auch weiter tun. Allerdings wird er für mich auch nicht wirklich erwachsener.
Anfangs haben mich die
Erinnerungen der Untergegangenen ziemlich verwirrt, muss ich sagen, vom Zeitsprung her, was Bryndt gerade erzählt hatte und dann wieder die Geschehnisse um Hagen. Es fiel mir etwas schwer am Anfang, mich in diese Erinnerungen reinzufinden, aber das ändert sich mit der Zeit.
Apropos Hagen und Dankwart, ich glaube Seychella hatte das im vorherigen Thread auch schon erwähnt. So ganz klar ist mir ihre Verbindung auch nicht wirklich. Ob sie wirklich Brüder sind? Zumindest glaube ich schon, dass sich die beiden schon länger kennen. Ich bin auch sehr gespannt, ob wir noch was über Hagens (und Dankwarts?) Vater erfahren. Über ihn werden bislang auch nur Andeutungen gemacht, sehr mysteriös, momentan ist er noch ein großes Geheimnis für mich.
Buah, und dann wird Hagen auch noch krank und die Sachsen sammeln die Waffen auf?

? Und das an einem Abschnittsende und zu einer Licht-Aus-Mach-Zeit...geht nicht!!!
Ach ja, (möglicherweise geht das hier grad ein bissl durcheinander, ich glaub das gehört eher an den Anfang des Abschnitts), warum mögen eigentlich die Bauern Hagen nicht. Das stand da glaub ich irgendwo, zumindest hab ich's mir notiert. Nachvollziehen konnte ich das grad nicht.
Ich finde Sympathien gar nicht wichtig. Wichtiger ist nach meinem Erachten und nat?rlich Wunsch, dass man eine Figur verstehen kann und in ihren vielen Facetten gerne wahrnimmt.
Ich finde auch, dass Gunther liebenswerte Seiten hat. Er giert nicht nach Anerkennung oder Macht und m?chte, die die er lieben kann, gl?cklich machen.
Doch ganz menschlich, oder?
Und wenn eine Person etwas Furchtbares tut, hei?t das, sie ist immer furchtbar gewesen und bleibt es auch?
Hm, sind mir Sympathien wichtig??? Ich weiß nicht? Ich glaub sie sind mir dann wichtig, wenn sie zu deutlich verteilt werden und mich der Autor/ die Autorin da zu sehr in eine Richtung schieben will, sprich, wenn mit wirklich jedem Wort, jedem Satzzeichen gezeigt werden soll, wie gut oder wie böse jemand ist. Also bei extremer Schwarz-Weiß-Malerei. Das ist hier ja glücklicherweise nicht der Fall, auch wenn Bryndt wie gesagt ziemlich parteiisch ist. Trotzdem werden die Facetten für mich sehr deutlich.
viele grüße
kathrin