Autor Thema: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)  (Gelesen 4945 mal)

Offline Viola Alvarez

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Covergestaltung
« Antwort #15 am: 27. März 2007, 16:58:14 »
Der Verlag vergibt seine Aufträge an bestimmte Designer und Agenturen, hat aber auch interne Designer, die Angebote machen.
Bestimmt steht dazu auch noch was auf der Innenseite des Buches.
Ansonsten kann die Presseabteilung des Verlags da sicher bessere Auskunft geben als ich.
Tut mir Leid, dass ich diese Frage nicht genauer beantworten kann.

Viele Grüße,

Viola Alvarez

Offline Kathrin

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #16 am: 27. März 2007, 22:02:36 »
Hallo zusammen,

ach, wie schön, endlich bin ich auch soweit, dass ich hier mitposten kann. Hab mich bislang noch nicht „getraut“ hier reinzuschauen, weil ich ja nix verraten bekommen wollte, aber jetzt kann ich ja loslegen.

Ich freue mich sehr, dass ich endlich mein zweites Viola Alvarez-Buch lesen kann und der gute Walter von der Vogelweide hat sich grad weit nach oben auf meiner Buchkaufliste geschoben…ich war schon so begeistert von „Das Herz des Königs“, „Die Nebel des Morgen“ fängt auch schon wieder so toll an…da muss ich das andere Buch ja wohl auch bald haben *seufz*…und wenn Bianca auch davon so begeistert war…ach, schön, wenn man sich auf was freuen kann. Insofern hier erst mal auch von mir ein ganz herzliches Dankeschön an Viola Alvarez, dass Sie die LR hier begleiten und ich somit schon mal Danke sagen kann für das wirklich wunderbare Buch über König Marke!

Mir geht’s mit dem Stammbaum und der Karte und überhaupt der Aufmachung des Buches genauso, wie Euch. Ich liebe diese Specials…je mehr davon, desto besser! Wirklich sehr gelungen, auch wenn es das Buch als Taschenbuch noch nicht gibt…ich glaub, die Frage hätte sich da für mich gar nicht gestellt, ob TB oder HC…manche Bücher muss man einfach als HC haben

Wer die zwei im Boot sind, wissen wir ja. Warum Hagen sich den Finger abgeschnitten hat, nun, ich vermute, das soll ein Zeichen sein, vielleicht dass er tot ist, oder sonst ein Zeichen, dass den Empfängern irgendwas sagen soll…ah, Jesse_Blue…der Ring, guter Einwand…ja, vielleicht …aber Brynhild überlebt Hagen doch, wieso sollte er ihren Ring haben? Oder hat sie ihm den Ring gegeben, weil…ja weil… ??? ich sollte an dieser Stelle wohl anmerken, dass ich von der Nibelungen-Saga keine Ahnung hab (ich weiß, ich bin ein Kultur-Banause)…bei mir endet das Wissen mit Siegfried und dem Drachen und dessen Blut und dem…ähm Linden(?)-Blatt …ja, okay, das ist dann wohl mal mein Outing. Aber das Rätsel mit dem abgehackten Finger wird sich schon noch klären.

Zitat von: Aldawen
Auf diese Sippe ist er gar nicht gut zu sprechen, und wenn auch die Details noch etwas im Dunklen bleiben, so ist doch klar, daß seine Mutter und er mit Ausnahme von Uotes Seite Anfeindungen ausgesetzt waren - was mit Hagen zusammenhängen dürfte, der ja auch nicht gerade Beliebtheitskonkurrenzen beim burgundischen Volk gewonnen hat.

Hagen…ach, Hagen, der ist sehr schnell zu meinem Helden geworden  :herz:…wenn ich solche Sätze lese wie „Manche Könige brauchen weder einen Titel noch ein Land, um zu sein wer sie sind“…da werde ich sentimental  :'(.

Ich hab eben noch mal in meiner Rezi zu „Das Herz des Königs“ gelesen und muss hier einfach mal was davon zitieren, weil ich das Gefühl habe, dass es mir hier bei diesem Buch schon wieder so ergeht und dass schon nach den ersten 70 Seiten:
Zitat
Jeder zweite Satz bringt mich zum jubeln, seufzen, lachen, grinsen. Ich habe mich beim Lesen immer wieder dabei ertappt, dass ich das Buch auf meinen Schoß liegen hatte und vor mich hin geschwärmt hab, wie schön das Buch ist und das Buch dabei gestreichelt. In meine Schwärmerei versunken hab ich sogar vergessen weiterzulesen.

Ja, das Buch ist von Anfang an sehr emotional, irgendwie spüre ich immer eine gewisse Melancholie und Traurigkeit, auch an den Stellen, wo ich eigentlich vor mich hingrinse. Grundsätzlich finde ich, dass sich das alles wie ein großes langes Märchen liest, die Sprache passt für mich einfach zu der Tatsache, dass hier eine Legende erzählt wird. Wunderschön!

Übrigens Bianca, was Du im Leserundenvorschlag geschrieben hast
Zitat von: Bianca
Frau Alvarez´Bücher lassen sich nicht so einfach Hals über Kopf verschlingen
, das sehe ich ganz anders: denn ich kann das Buch kaum aus der Hand legen, ich will die Andeutungen verstehen, will wissen warum Bryndt Gunther so sehr hasst, ich will einfach die ganze Geschichte kennen, so wie sie uns hier erzählt wird. Und dabei verzichte ich auch gerne auf ein paar Stunden Schlaf, gestern musste ich mich zwingen, das Licht auszumachen…und dabei genieße ich das Buch trotzdem oder vielleicht sogar umso mehr. Und es ist ja nicht so, dass ich schneller lesen würde von der durchschnittlichen Seitenzahl her, sondern ich lese einfach länger, nutze jede freie Minute, bleibe länger auf…das ist doch toll, das ist für mich Lesegenuss pur.

so, weiterlesen!!!

lg
kathrin

Offline Olima

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #17 am: 28. März 2007, 06:39:37 »
Guten morgen zusammen,

Ihr seid ja wieder richtig fleißig. Auch mir gefällt die edle Aufmachung des HC sehr gut, Stammbäume und Karten sind was feines. Beim ersten Durchblättern war ich erstaunt, dass es wirklich fast 700 Seiten sind.

Besonders gut gefällt mir die Erzählperspektive, nach der düsteren ersten Erinnerung der Wechsel in den Ich-Erzähler mit allen seine Gefühlen und Ängsten.

Es ist schon einige Jahre her, dass ich "Hagen von Tronje" gelesen habe und auch die Nibelungengeschichte an sich ist mir nicht mehr so gegenwärtig. Wenn ich jetzt die Zusammenhänge wieder lese, merke ich wieder, wie spannend diese Geschichte ist.

 :winken:

Olima

Offline Sansa

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #18 am: 28. März 2007, 09:36:01 »
Hallo alle zusammen,

gestern habe ich den ersten Teil beendet und ich bin vollkommen hingerissen. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dessen Sprache so bildhaft und intensiv ist, so dass man regelrecht in die Geschichte versinkt. Man kann förmlich fühlen, schmecken, riechen - und diese leichte Melancholie, die sich durch die Handlung zieht, lässt mich schon jetzt schwer ums Herz werden.

Frau Alvarez, allein Ihre Beschreibung des Frühlings - ich habe mich sofort wiedergefunden. Oder wie Sie Rom so wunderbar bildhaft beschrieben haben - einfach genial. Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus... Ganz, ganz großes Kompliment, ich freue mich schon sehr auf das, was mich noch erwartet.

Die Geschichte um Gibich und die Burgunder unterscheidet sich von der Stimmung her vollkommen von Brynhilds Ahnengeschichte. Bryndt sagt ja auch, dass er dieser Seite seiner Vorfahren keine Achtung entgegenbringt (außer Uote). Die Person des Gibich wurde nach meinem Empfinden recht emotionslos dargestellt (von Bryndt), besonders ein Satz hat diesen Eindruck hinterlassen, und zwar, nachdem Gibich seine Familie verbrannt hat.

Zitat
Daran sieht man, wie eilig es ihm war, König zu werden
...oder so ähnlich

An den Kindern wird kein gutes Haar gelassen, außer Krimhild. Da zeigt der alte Gibich doch mal so etwas wie Begeisterung und Herz und dann tut er dem armen Kind so etwas Schlimmes an. Jaja, die Kirche  >:( Die Darstellung des christlichen Glaubens in der in dem Buch beschriebenen Art und Weise ist mir nicht allzu fremd. Ich habe schon mehrere Bücher über das Heidentum und die frühe Christianisierung gelesen und da stößt man immer wieder mal auf ähnliche Beschreibungen (der sanfte Gott, der aber so grausam ist). Die Hemdenverteilung und die Geschichte der Obstdiebin waren da wieder sehr anschaulich.

Überrascht war ich über das Alter von Hagen. Ich habe ihn immer viel jünger geschätzt. Aber das erklärt vielleicht auch seine Klugheit, seinen Scharfsinn und seine Art, die Dinge zu betrachten. Ohne gewisse Lebenserfahrung geht das nicht. Es fällt nicht schwer, von ihm beeindruckt zu sein - Bryndt selbst achtet ihn sehr und  beschreibt ihn auch entsprechend.
Das Rätsel um die erste Erinnerung ist nun auch gelöst, es war Hagen, der sich seinen Finger abgeschnitten hat. Aber warum? Wir werden sehen.

Lieben Gruß,

Sansa

Offline Viola Alvarez

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Gibich als König
« Antwort #19 am: 28. März 2007, 09:59:11 »
Die Person des Gibich wurde nach meinem Empfinden recht emotionslos dargestellt (von Bryndt), besonders ein Satz hat diesen Eindruck hinterlassen, und zwar, nachdem Gibich seine Familie verbrannt hat.

Zitat
Daran sieht man, wie eilig es ihm war, König zu werden
...oder so ähnlich


Hallo, Guten Morgen!

ich finde diese Stelle bezüglich Gibichs Königswürde ganz entscheidend. Oftmals vergessen wir, wie Adelsgeschlechter ( Im Wortsinne!): zu-stande kommen.
Wenn man weit genug in den Chroniken zurückliest, hat eigentlich immer irgendwen aus der nahen und nächsten Familie gemeuchelt. Bei den Bourbonen wurde ja noch unter Louis XIV. wacker mit "weißem Pulver" gearbeitet, das so einige erbberechtigte Kleinkinder hat sterben lassen.?

Und zur Schilderung des Christentums: ich glaube, Westeuropa denkt immer noch, dass das Christentum nicht nur eine von vielen Glaubensrichtungen ist, sondern die "richtige" Richtung. Das zeigt, wie begrenzt wir trotz aller Aufklärung eigentlich immer noch denken.

Freut mich, dass hier so viele kritische LeserInnen zusammenfinden. ich glaube, es ist immer wichtig, gegen den Strich zu denken.

Herzlich,

Viola Alvarez

Offline Sansa

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Re: Gibich als K?nig
« Antwort #20 am: 28. März 2007, 17:09:16 »

Hallo, Guten Morgen!

ich finde diese Stelle bez?glich Gibichs K?nigsw?rde ganz entscheidend. Oftmals vergessen wir, wie Adelsgeschlechter ( Im Wortsinne!): zu-stande kommen.
Wenn man weit genug in den Chroniken zur?cklie?t, hat eigentlich immer irgendwen aus der nahen und n?chsten Familie gemeuchelt. Bei den Bourbonen wurde ja noch unter Louis XIV. wacker mit "wei?em Pulver" gearbeitet, das so einige erbberechtigte Kleinkinder hat sterben lassen.?


Ja, und deswegen empfinde ich Gibich auch nicht als ganz, ganz üblen Bösewicht. Sicher - seine Tat war sehr schlimm und Mitgefühl scheint generell ein Fremdwort für ihn zu sein. Bryndt schildert Gibich sehr sachlich, deswegen empfinde ich wahrscheinlich auch so, und ich vermute er tut es, um spätere Verhaltensmuster seitens Krimhilds und ihrer Brüder erklären zu können.

Zitat
Und zur Schilderung des Christentums: ich glaube, Westeuropa denkt immer noch, dass das Christentum nicht nur eine von vielen Glaubensrichtungen ist, sondern die "richtige" Richtung. Das zeigt, wie begrenzt wir trotz aller Aufkl?rung eigentlich immer noch denken.

Ich bin katholisch und auch so erzogen, aber ich stelle mir schon seit meiner frühen Jugend die Frage, wer eigentlich bestimmt hat, dass das Christentum die Religion ist. Und wie es dazu kommen konnte. Zumal der Glaube für die Heiden, die missioniert wurden, so schwer fassbar war und auch die Methoden der Missionierung eher abschreckend wirken mussten. Aber das können wir heute sicher nicht mehr nachvollziehen, es war eine andere Zeit, mit anderen Maßstäben und anderen Denkweisen. Wenn ich mir vorstelle, dass ein Jesus in der heutigen Zeit auftauchen und predigen würde - den würde man doch in die Geschlossene einweisen.  Ein weites Feld...aber damit kommen wir ja vom Thema ab.

Ich vermute übrigens, dass Hagens Verschwinden bei Vollmond auch etwas mit Religion zu tun hat, mit der alten natürlich, denn mit dem Christentum scheint er es nicht so zu haben. Dankwarts Auftauchen und Hagens Verhalten ihm gegenüber fand ich auch sehr mysteriös, aber ich hoffe, dazu kommen noch ein paar Erklärungen im weiteren Verlauf der Geschichte.

Offline Kara

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #21 am: 28. März 2007, 17:29:42 »
Habe den ersten Abschnitt nun zu Ende und kann nicht mehr allzu viel zu meinem letzten Text hinzufügen. Ich muss aber sagen, an einer Stelle musste ich echt lachen.

Da sagt Gibich zu seiner Frau und noch jemandem:
"So kann ich nicht arbeiten!"
 ;D ;D :D 8)
Total klasse. Wenn man bedenkt, dass es eineinhalb tausend Jahre zurückliegt und dann so ein Spruch kommt, finde ich das genial.  War das beabsichtigt?
Rettet die Erde, sie ist der einzige Planet mit Schokolade

Offline Viola Alvarez

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Gibich und seine Zeit
« Antwort #22 am: 28. März 2007, 21:07:22 »
Hallo,

was die Sprache angeht - "So kann ich nicht arbeiten" - bin ich bei vielen Lesungen von VerfechterInnen des Historischen Romans angegangen worden.
Das wäre nicht zeitgemäß. Dann stelle ich die Gegenfrage, was denn zeitgemäß wäre? Zu jeder Zeit gibt es eine Alltagssprache und eine offizielle "Hochsprache". Wir haben keine Ahnung, wie die Alltagssprache im Jahr vierhundertirgendwas geklungen haben mag. Deswegen erlaube ich mir, die heutige Alltagssprache zu transponieren, wo ich es wichtig finde. Und so wie Gibich das zu Uote sagt, sagen es jeden Tag unzählige Männer und Frauen in unzähligen Sprachen zueinander, wenn sie in die Alltagsfalle tappen...

Und dann, Gibich ist außerdem ein Kind seiner Zeit. Unsere moralischen Bauchschmerzen angesichts von Familienmorden, ideologischem Vakuum und persönlicher Machtgier hätten ihm keinesfalls eingeleuchtet. Manchmal liegt der Anachronismus auch im Lesen - meistens aber im Schreiben, und da plädiere ich "schuldig" - sowieso!

Viola Alvarez

Offline Seychella

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #23 am: 28. März 2007, 21:24:04 »
Hallo liebe Leserunde, hallo Frau Alvarez!  :winken:

Endlich konnte ich heute mit dem Buch anfangen, mein erstes von Viola Alvarez.
Die Aufmachung gefällt mir sehr, neben dem tollen Cover (ich liebe Nebel!) auch die Stammbäume und die Karte, und erst das schöne dicke und soo glatte Papier. Da macht das Lesen doch gleich doppelt so viel Spaß.

Vom Schreibstil bin ich sehr angetan, es liest sich nicht wie eine Geschichte - eher als ob ich bei einem Skalden sitze und der mir von diesen Ereignissen berichtet. Immer leicht melancholisch, aufgrund der noch folgenden tragischen Ereignisse. Und eine kleine Geschichte der Ahnen gab es auch schon, bewundernswert wie einige nur grob angerissene Figuren vor meinem inneren Auge trotzdem sehr lebendig werden.
Die Beschreibungen des Christentums aus dem Blickwinkel eines Heiden finde ich sehr erfrischend und muss öfter darüber grinsen. Ein Beispiel:
Zitat
"Lasst die Figuren doch einfach stehen!", sagt da munter Frau Uote, die gerade den Heiligenschein des Sanctus Florianus stickte, eines Mannes, der verehrt wurde, weil er in einen Fluss fiel.

Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet, und es gefällt mir sehr. Ebenso wie der Bezug zur nordischen Mythologie und den Wind. Zu meiner Schande muss ich aber gestehen, dass ich über die nordische Mythologie wahrscheinlich mehr weiß (obwohl das auch nicht so viel ist) als über die Nibelungen. Ich kenne da nur ein Buch, was mir aber nicht so gefallen hat. Es kann also nur besser werden!

Bezüglich Hagens Verschwinden tippe ich momentan auch auf den alten Glauben, Rituale werden ja gerne bei Vollmond durchgeführt. Vielleicht sind es ja auch einfach nur die heidnischen Jahreskreisfeste.
Und meine Vermutung zu Hagens abgeschnittenem Finger: das muss ein Zeichen von ihm für den See (oder den Wesen darin) gewesen sein, damit der Magister das Ufer lebend erreicht. Vielleicht steht er mit ihnen ja durch seine Abwesenheiten in Verbindung. Erst dachte ich an einen Ring, aber wozu hätte er dann den Finger abschneiden müssen?

Wer ist eigentlich dieser Dankwart? Wirklich Hagens (Halb)-Bruder?

Offline Seychella

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #24 am: 28. März 2007, 21:37:02 »
Dann geht’s weiter mit der Einführung des eigentlichen Erzählers: Bryndt, Sohn von Hagen und Brynhild, was ja an sich schon mal ne skandalträchtige Geschichte ist!
Nun ist dieser Bryndt gefangen genommen worden, von jemandem, der augenscheinlich viel Angst vor ihm bzw. vor seinem Namen hat. Bisher ist mir noch niemand eingefallen, obwohl Bryndt ja erwähnt, dass es sich um seinen Bruder handelt. Obwohl mir nicht klar ist, ob er das biologisch meinte.

Mein erster Verdacht ist da Gunther II. - ich nehme mal an, dass sie zusammen aufgewachsen sind. Da könnte so eine Bezeichnung wie Bruder ja passen... Und Gunther II. ist nur drei Jahre älter, außerdem ist bei ihm im Stammbaum das Sterbejahr nicht angegeben.

Offline Weratundrina

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #25 am: 29. März 2007, 15:18:21 »
Huhu!
Bin auch dabei, hab auch schon angefangen, aber leider bin ich derzeit abends mal wieder so müde, dass mir bereits nach ein paar Seiten die Augen zu fallen. Bin etwa bei Seite 40 und bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

Die Aufmachung des Buches ist wirklich sehr schön, da kann ich mich meinen VorrednerInnen nur anschließen.  :winken:

Greetz,
Weratundrina

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Offline Viola Alvarez

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Nordisch und unnordisch
« Antwort #26 am: 29. März 2007, 20:27:53 »
Zur nordischen Mythologie muss man, glaube ich, nichts wissen, um dieses Buch zu lesen. Es sind vielleicht ein paar Hinweise ( Raben, Sleipnir) oder Ähnliches, die man überliest, aber insgesamt ist es meine Hoffnung, dass dieses Buch auch einen Leser unterhalten würde, der weder Nibelungen noch Edda noch sonstwas kennt.
Einfach, weil es eine schöne, lustige und traurige Geschichte sein soll.

Schönen Abend,

Viola Alvarez

Aldawen

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #27 am: 31. März 2007, 18:03:00 »
Hallo,

nochmals zum "Historischen". Ich habe wie gesagt keine historisch hieb- und stichfeste Erklärung erwartet, schließlich lese ich einen Roman und kein Sachbuch  ;)

Dass es sich um eine streng monotheistische Religion handeln muss, wissen wir ja nicht. Bryndt sagt nur, dass zwei G?tter gegeneinander k?mpften. Da ihm diese Religionen sehr fremd sind, d?rfen wir von ihm keine puristischen Begrifflichkeiten erwarten.

Von Bryndt erwarte ich auch keine strenge Verwendung der Begriffe, dafür ist er Skalde. Und damit er das so tun kann, darfst und mußt Du das natürlich auch. Der sich darauf ergebende Stil macht ja - für mich - durchaus auch einen Reiz an diesem Buch aus. Ich war nur wegen des nach meinem Empfinden so gar nicht passenden Begriffes Mauren irritiert. Und da es zu ihnen ausdrücklich hieß

Zitat von:  S. 54
Ihr Gott war unsichtbar und ständig unzufrieden.

schien mir das auch eindeutig für eine monotheistische Religion zu sprechen, die ich so gar nicht unterbringen konnte.

Es ist meine Hoffnung, dass es dem Lesevergn?gen keinen Abbruch tut.

Das tut es auf gar keinen Fall, das kann ich sicher sagen  :)

Schönen Gruß,
Aldawen

Offline Bianca

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #28 am: 01. April 2007, 16:08:07 »
Hallo Kathrin!


Übrigens Bianca, was Du im Leserundenvorschlag geschrieben hast
Zitat von: Bianca
Frau Alvarez´Bücher lassen sich nicht so einfach Hals über Kopf verschlingen
, das sehe ich ganz anders: denn ich kann das Buch kaum aus der Hand legen, ich will die Andeutungen verstehen, will wissen warum Bryndt Gunther so sehr hasst, ich will einfach die ganze Geschichte kennen, so wie sie uns hier erzählt wird.

Das hatte ich anders gemeint. Ich selbst bin oft gezwungen, auch bei spielenden Kindern oder sonstigem Lärm zu lesen. Prinzipiell fällt mir das nicht allzu schwer, trotzdem gibt es Bücher, bei denen es besser als bei anderen geht. Und Frau Alvarez´Bücher erfordern meine ganze Konzentration - da kann ich nicht so schlingen wie bei einem x-beliebigen Thriller, sonst entgeht mir der feine Humor oder wichtige Kleinigkeiten.

LG
Bianca

Liebe Grüße,

Bianca

Offline Weratundrina

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #29 am: 02. April 2007, 16:21:08 »
Leider komme ich nach wie vor überhaupt nicht weiter mit dem Buch.  :-[
Immer wenn ich einpaar Seiten gelesen habe, ändert wieder die Perspektive oder es kommt ein Einschub, mit dem ich nichts anfangen kann, was es mir sehr schwer macht, bei der Stange zu bleiben und ich dann gerne den Schlaf begrüße.

Der Schreibstil ist für "unterhaltendes Lesen" irgendwie sehr distanziert und trocken. In meiner letzten Leserunde hier zu "Sanguis B" wurde kritisiert, dass zu viele Adjektive darin vorkommen. Hier muss ich sagen, ist es anders herum: mir fehlen die Adjektive, irgendiwe baut sich keine richtige Stimmung bei mir auf, ich kann mich weder in den Erzähler, noch in andere Personen hinein versetzen.  :-\

Ich werde das Buch jetzt erst mal beiseite legen, obwohl mich die Thematik mit Hagen sehr interessiert. Ich hoffe, ich werde das Buch zu einem späteren Zeitpunkt nochmal in die Hände nehmen.

Die Leserunde werde ich weiterhin verfolgen, vielleicht macht sie mir dann ja Lust auf das Buch.  :winken:

(vermutlich bekomme ich jetzt wieder  "Ärger" , aber Lesen sollte ja immer noch Spaß machen und keine Zwangsveranstaltung)
Greetz,
Weratundrina

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