So, nun hab ich auch die ersten 78 Seiten gelesen und bin schon gespannt, wie es weiter geht.
Die erste Erinnerung fand ich seeeeeehr unbehaglich! So gruselig und völlig aus dem Zusammenhang gerissen, man weiß ja gar nicht, was man davon halten soll…
Dann geht’s weiter mit der Einführung des eigentlichen Erzählers: Bryndt, Sohn von Hagen und Brynhild, was ja an sich schon mal ne skandalträchtige Geschichte ist!
Nun ist dieser Bryndt gefangen genommen worden, von jemandem, der augenscheinlich viel Angst vor ihm bzw. vor seinem Namen hat. Bisher ist mir noch niemand eingefallen, obwohl Bryndt ja erwähnt, dass es sich um seinen Bruder handelt. Obwohl mir nicht klar ist, ob er das biologisch meinte.
Schön finde ich, dass er immer auf die Ahnengeschichten der mir gut bekannten Nibelungen“helden“ eingeht und diese erklärt. Überhaupt begegnen mir immer wieder die bekannten Namen aus dieser schön-traurigen Sage (was ja nicht unbedingt überraschend aber auch nicht selbstverständlich ist).
Mit den nordischen Sagen/Geschichten/Legenden kenne ich mich nicht so sehr aus, lerne aber gerne dazu und finde alles sehr interessant.
Wunderbar finde ich übrigens, dass Gibichs Schwester Hildigo heißt und er auch seine Tochter so nennen wollte (weiß nicht, ob dafür einen geschichtlichen Nachweis für gibt? Wikipedia spuckte nichts aus), da sich ja die Nibelungensage an dieser Stelle mit der Geschichte mischt, in der die Frau von Atilla Ildiko heißt. Atilla ist in der Sage Etzel und heiratet Krimhild (hoffe, dass hat jetzt jeder verstanden ;-)
Dann löst sich ein Teil der in der ersten Erinnerung aufgeworfenen Fragen in der zweiten Erinnerung auf. Der Einäugige war also Hagen, er hat einen Finger verloren (an dieser Stelle muss ich die erste Erinnerung noch mal lesen, ich glaube, ich habe etwas überlesen, mir war so, als ob er sich nur irgendetwas aus der Hand o.ä. gerissen hätte). Wenn ich noch mal drüber nachdenke, könnte das was mit dem Ring zu tun haben?

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Naja, trotzdem sind da natürlich noch eine Menge unbeantworteter Fragen, aber das Buch hat ja auch gerade erst angefangen.
Ich finds toll, dass man hier mal die Nibelungen aus einer völlig anderen Sicht erzählt bekommt. Gerade dieses konsequente Erzählen aus der Sicht eines Nicht-Katholiken, der sich wundert, was für komische Sitten und Gebräuche der neue Gott fordert. Wie unsinnig ihm vieles erscheint (völlig nachvollziehbar aus meiner Sicht), toller Schreibstil!!!!!
Das war jetzt wahrscheinlich total durcheinander, ich hoffe, ihr könnt das trotzdem nachvollziehen.