Autor Thema: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)  (Gelesen 4957 mal)

Offline Bianca

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Leserundenstart: 25. März 2007

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Viola Alvarez, die Autorin

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Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag  :)

Moderation:

Bianca


Liebe Grüße,

Bianca

Offline Bianca

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #1 am: 25. März 2007, 10:44:09 »
Hallo und einen wunderschönen sonnigen Guten Morgen!

Heute startet die Leserunde zu "Viola Alvarez" und ich begrüße alle Teilnehmerinnen und ganz besonders Viola Alvarez, die unsere Leserunde begleiten wird. Schön, dass Sie dabei sind!

Hier in diesem Bereich könnt Ihr bis zu Seite 78 schreiben. Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

Bitte lest euch kurz vorher nochmal die Leserunden FAQ durch. Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

Nun wünsche ich uns allen viel Spaß!

Liebe Grüße
Bianca

Liebe Grüße,

Bianca

Aldawen

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #2 am: 25. März 2007, 11:36:35 »
Hallo allerseits,

und an dieser Stelle ein besonderes Willkommen und Dankeschön an Frau Alvarez für diese Leserunde   :winken:

Ich hatte gestern abend noch begonnen, bin aber nicht einmal mit diesem Abschnitt fertig geworden - was ich aber nachholen werde, sobald ich mit meinem anderen aktuellen Buch gleich durch sein werde.

Der Einstieg hat mir bereits hervorragend gefallen. Noch habe ich keine Vorstellung, wer die Personen in dem kursiv gesetzten Prolog sind und wie sich dies in die Gesamtgeschichte einfügt. Das Stichwort "fehlendes Auge" hat mich natürlich sofort an Odin denken lassen, aber ausgerechnet Odin als Fährmann?  ???  Da habe ich dann doch so meine Zweifel. Anschließend erzählt Bryndt in einem kurzen Abriß die Geschichte seiner Familie. Dabei habe ich den Stammbaum vorne schon schätzen gelernt, wie ich überhaupt solche Extras - hier auch noch in Form der Karte hinten - immer liebe. Besonders hat es mir aber der Tonfall schon nach den wenigen Seiten angetan. Er erinnert wirklich mehr an eine mündliche Erzählung als an etwas schriftlich Niedergelegtes, mit einem ganz eigenen Rhythmus und einem etwas anderen Satzbau, als man ihn wohl sonst wählen würde - ich bin jetzt schon hin und weg!   :)

Schönen Gruß,
Aldawen

Offline Bianca

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #3 am: 25. März 2007, 12:17:50 »
Huhu,

ich habe auch vorhin angefangen und bin schon ganz verzaubert  :lesen:.

Zitat von: Aldawen
Noch habe ich keine Vorstellung, wer die Personen in dem kursiv gesetzten Prolog sind und wie sich dies in die Gesamtgeschichte einfügt.

Da habe ich auch noch überhaupt keine Idee  :-\. Ich liebe es aber, wenn sich solche Rätsel im Laufe der Geschiche auflösen  :).

Karten in Büchern liebe ich auch immer sehr, der Stammbaum kommt mir da gerade recht. Mir gefällt die gesamte Aufmachung des Buches sehr gut, trotz der knapp 700 Seiten ist es nicht so wahnsinnig dick und das Cover ist sehr schön. Es erinnert zwar ein wenig an "Die Nebel von Avalon" , paßt aber sicherlich sehr gut zur Geschichte.

Zitat von: Aldawen
Besonders hat es mir aber der Tonfall schon nach den wenigen Seiten angetan.

Ja, das ist wieder sooooo schön  :herz:. Ich habe vor kurzem ein anderes Buch der Autorin "Wer gab dir, Liebe, die Gewalt" gelesen, bei dem es mir genauso ging. Einfach wunderschön zu lesen, etwas ganz anderes und wunderbar zur Geschichte passend.

Liebe Grüße
Bianca

Liebe Grüße,

Bianca

Offline Viola Alvarez

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #4 am: 25. März 2007, 13:28:19 »
Auch von mir ein morgennebliges Hallo an Alle!
Ich freue mich, dass es jetzt los geht. Ich werde versuchen, jeden Tag einmal vorbeizuschauen und eventuelle Fragen zu beantworten.
Schön, dass Ihr das Buch in der äußeren Form so ansprechend findet. Das ist ein Lob, was an den Verlag geht, Lübbe macht nämlich wirklich sehr schöne Bücher, oft auch sehr aufwendig gestaltet und geschmückt, was sicher zum Leseerlebnis beiträgt.
Tja, und wer die beiden im Boot sind, das wird sicher bald klarer...

Herzliche Grüße,

Viola Alvarez

Aldawen

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #5 am: 25. März 2007, 18:47:58 »
Natürlich mußte ich diesen Abschnitt jetzt unbedingt zu Ende lesen. Nachdem die eine Hälfte des Stammbaums von Bryndt schon erzählt wurde, folgt auch noch die andere Seite. Auf diese Sippe ist er gar nicht gut zu sprechen, und wenn auch die Details noch etwas im Dunklen bleiben, so ist doch klar, daß seine Mutter und er mit Ausnahme von Uotes Seite Anfeindungen ausgesetzt waren - was mit Hagen zusammenhängen dürfte, der ja auch nicht gerade Beliebtheitskonkurrenzen beim burgundischen Volk gewonnen hat. Gibich selbst kommt in der Beschreibung schon nicht gut davon, aber im Vergleich zu seinen Kindern ist er geradezu noch ein Musterexemplar.

Schön die Charakterisierung des Christentums, solche Varianten (vom Erschlagen der Priester, bevor sie überhaupt zum Predigen kommen, bis zur Zerstörung und Entweihung "heidnischer" Kultstätten durch christliche Priester)  sind aus der Frühzeit der Missionierung ja verschiedentlich überliefert. Besonders hat mir diese Einschätzung gefallen - auch wenn Totschlag natürlich keine gute Tat ist:

Zitat von: S. 39
"Was nützt einem das kalte Wasser und die Meckerei, wenn es nachher kein Hemd dafür gibt. Das ist soch ein ganz schlechter Handel", sagte einer von denen, die die Priester umgebracht hatten.

Das ist konsequent gedacht  :D

Schon die zweite Erinnerung klärt die beiden Personen vom Anfang. Es ist also Hagen, dem da ein Auge fehlt, und als Odinsson ist das nicht nur logisch, sondern geradezu unabdingbar. Aber warum hat er sich einen Finger abgeschnitten? Und wie konnte nun genau das den Priester retten? *grübel*  Das kommt bestimmt in einer anderen Erinnerung, bis dahin gedulde ich mich gerne. Mich freut auch, daß Hagen hier nicht als der düstere Bösewicht präsentiert wird, als der er sonst gerne dargestellt wird, sondern als ein verantwortungsbewußter und loyaler Diener des Königs und seines Reiches. Aber daß dies Neider und Verleumder anzieht, die nichts besseres zu tun wissen, als gegen ihn zu intrigieren, ist nicht verwunderlich. Da dürfte Hagen mit seiner Einschätzung schon sehr richtig liegen, daß zehn kleine Feinde schlimmer sein können als ein großer.

Bei der Erwähnung der Kämpfe in Lusitanien hat mich folgendes aber irritiert:

Zitat von:  S. 54
Die eine Armee kam vom Ende der Welt, aus einem Land jenseits der südlichen Meere. Man nannte ihr Volk die Mauren. Ihr Gott war unsichtbar und ständig unzufrieden.

Nach meinem Verständnis wird der Begriff Mauren zur Kennzeichnung der Muslime arabischer und berberischer Herkunft verwendet, die nach 700 beträchtliche Teile der iberischen Halbinsel beherrschten. Das würde zwar zu Lusitanien (= alter Name für etwa das Gebiet des heutigen Portugal) passen, ist aber hier zeitlich völlig unmöglich. Ich weiß, daß der Begriff auch schon von den Römern für einen Berberstamm benutzt wurde, der aber zu Plinius d. Ä. Zeit schon fast ausgestorben war. Das paßt also auch nicht. Außerdem müssen die hier genannten Mauren ja einer monotheistischen Religion angehören, was die Auswahl für die Zeit, die es laut Stammbaum sein müßte, auf Christen und Juden beschränkt. Das wird auch nicht dadurch einfacher, daß der historische Gunther oder Gundahar bereits 436 in einer Schlacht gegen die hunnischen Söldner des weströmischen Feldherrn Aetius vernichtend geschlagen wurde und selbst in dieser Schlacht fiel. Kann mir das bitte jemand auflösen? Ich erwarte - trotz der Aufschrift "historischer Roman" auf dem Schutzumschlag - keine historisch hieb- und stichfeste Zuordnung, aber das ist mir doch etwas zu wirr  ::)

Weiterhin gefällt mir aber der Tonfall sehr gut. Ich habe immer das Gefühl, daß ich es eigentlich laut lesen müßte, um der Sprache gerecht zu werden, aber es hörte ja hier keiner zu  ;D

Schönen Gruß,
Aldawen

Offline Liandra

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #6 am: 25. März 2007, 20:31:16 »
Ich konnte es kaum erwarten, das Buch zu beginnen! Nun, den ersten Teil habe ich schon mit Genuß gelesen.  Beim Lesen habe ich auch das Gefühl, dass mir jemand die Geschichte life erzählt .... Immer wieder blättere ich zum Stammbaum zurück und kann mich so recht gut orientieren. Das Christentum auf diese Weise erzählt zu bekommen, gefällt mir auch sehr gut - mal eine interessante Perspektive. Hier wird nicht schon die ganze Bibel und pro - christliches Verständnis vorausgesetzt.

Dann les´ ich mal weiter,     :lesen:

LG
Liandra

Offline Sansa

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #7 am: 26. März 2007, 09:29:29 »
Guten Morgen!

Gestern Abend durfe ich nun endlich anfangen, dieses Buch zu lesen, und damit meine erste Leserunde. Ich habe den ersten Abschnitt zwar noch nicht ganz geschafft - ich bin momentan bei den Prophezeiungen um Brynhild - aber mir gefällt das Buch bzw. der Stil schon sehr gut.
Den Einstieg finde ich sehr mysteriös und ich habe absolut keine Ahnung, wer die beiden im Boot sein könnten.  Zuerst dachte ich an Bryndt, aber das scheint mir mittlerweile schon wieder unwahrscheinlich.

Verwirrt haben mich die ersten Erzählungen von Bryndt - ich musste die Sätze mehrmals lesen, um auch alles zu verstehen. Aber so ganz deutlich ist mir immer noch nicht, was er über sich und seine Familie erzählen will, über das Vergessen und das Sich-dagegen-wehren. Die nachfolgende Geschichte seiner Ahnen wiederum finde ich wunderschön erzählt und ich finde es sehr beeindruckend, dass vor allem die Frauen in seiner Familie (mütterlicherseits) über Generationen hinweg so starke und kluge Persönlichkeiten waren. Und dieses Zitat fand ich sehr bemerkenswert:

Zitat
Daran kann man sehen, was für ein angenehmer Mensch Ylva die Ältere war, denn selten vermisst ein Mann die Mutter seiner Frau, zumal wenn sie im gleichen Haus lebt.

Die Prophezeiung des namenlosen Leids, das die kleine Brynhild erwartet, hat mich sehr berührt. Eigentlich weiß man ja bereits, wie die Geschichte ausgeht, aber wenn einem kleinen neugeborenen Mädchen unendliches Leid vorausgesagt wird, dann fühlt man die Betroffenheit mit dem Vater regelrecht nach.

Heute abend gehts weiter...

Liebe Grüße,

Sansa

Offline Sansa

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #8 am: 26. März 2007, 10:01:01 »
Ach ja, Fragen habe ich auch noch:

Von welchen Inseln ist eigentlich die Rede in Bezug auf die Vorfahren Bryndts? Island ist es sicher nicht, denn mit der Besiedlung wurde ja erst später begonnen.
Und hat es Ylva mit den blauen Zähnen, Laila die Seefahrerin und Brynhild wirklich gegeben, oder sind sie nur Sagengestalten?

Danke und lieben Gruß,

Sansa

Offline Viola Alvarez

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #9 am: 26. März 2007, 13:43:03 »
Ach ja, Fragen habe ich auch noch:

Von welchen Inseln ist eigentlich die Rede in Bezug auf die Vorfahren Bryndts? Island ist es sicher nicht, denn mit der Besiedlung wurde ja erst später begonnen.
Und hat es Ylva mit den blauen Zähnen, Laila die Seefahrerin und Brynhild wirklich gegeben, oder sind sie nur Sagengestalten?

Danke und lieben Gruß,

Sansa


Ich möchte das noch nicht verraten, da es später im Buch einen Hinweis auf diese Inseln gibt. Es ist eine Art heiteres Leserquiz!
Vielleicht kommt ja auch einer schon vorher drauf. wenn nicht, verspreche ich, löse ich am Ende auf.

Viola Alvarez

Offline Viola Alvarez

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #10 am: 26. März 2007, 13:53:16 »
Bei der Erwähnung der Kämpfe in Lusitanien hat mich folgendes aber irritiert:

Zitat von:  S. 54
Die eine Armee kam vom Ende der Welt, aus einem Land jenseits der südlichen Meere. Man nannte ihr Volk die Mauren. Ihr Gott war unsichtbar und ständig unzufrieden.

Nach meinem Verständnis wird der Begriff Mauren zur Kennzeichnung der Muslime arabischer und berberischer Herkunft verwendet, die nach 700 beträchtliche Teile der iberischen Halbinsel beherrschten. Das würde zwar zu Lusitanien (= alter Name für etwa das Gebiet des heutigen Portugal) passen, ist aber hier zeitlich völlig unmöglich. Ich weiß, daß der Begriff auch schon von den Römern für einen Berberstamm benutzt wurde, der aber zu Plinius d. Ä. Zeit schon fast ausgestorben war. Das paßt also auch nicht. Außerdem müssen die hier genannten Mauren ja einer monotheistischen Religion angehören, was die Auswahl für die Zeit, die es laut Stammbaum sein müßte, auf Christen und Juden beschränkt. Das wird auch nicht dadurch einfacher, daß der historische Gunther oder Gundahar bereits 436 in einer Schlacht gegen die hunnischen Söldner des weströmischen Feldherrn Aetius vernichtend geschlagen wurde und selbst in dieser Schlacht fiel. Kann mir das bitte jemand auflösen? Ich erwarte - trotz der Aufschrift "historischer Roman" auf dem Schutzumschlag - keine historisch hieb- und stichfeste Zuordnung, aber das ist mir doch etwas zu wirr  ::)
Schönen Gruß,
Aldawen


So, jetzt wird es wahrscheinlich nicht unwirrer. Im Walther-Lied verliert Hagen sein Auge im Kampf gegen die Mauren im Jahr 700.
Dieses literarische Motiv habe ich übernommen und dann aber wieder in die Zeitspane eingepasst, in der die Geschichte spielen soll.
 Historisch lässt sich das, wie korrekt angemerkt, nicht auf den heute gemeinhin assoziierten Begriff Mauren=Vor-Islamnicht übertragen.
Dass es sich um eine streng monotheistische Religion handeln muss, wissen wir ja nicht. Bryndt sagt nur, dass zwei Götter gegeneinander kämpften. Da ihm diese Religionen sehr fremd sind, dürfen wir von ihm keine puristischen Begrifflichkeiten erwarten.

Vielleicht gut, dass so eine Frage am Anfang kommt, denn sie gibt mir die Gelegenheit zu erkl?ren, dass ich keinen Anspruch auf aalzeit korrekte historische Überprüfbarkeit der Handlungsführung erhebe. Bei mir siegt Dramaturgie immer vor Sekundärliteratur.
In diesem Roman geht es ja um die Nacherzählung fiktiver Ereignisse, die dann zu dem uns bekannten Nibelungeleid hätten werden können. Dazu habe ich literarische Motive, historische Eckpfeiler und Stoffgeschichten benutzt. Irgendwo wird es also immer nicht passen, entweder am einen oder am anderen Ende.

Meine Bitte: es ist ein Roman, historisierend - ja!, aber immer Roman, keine Entdeckung historischer Wahrhheiten. Und, wo ich tatsächlich aus Unkenntnis und Unbildung Fehler gemacht habe, sind sie eben nur das: Fehler.

Viele Grüße,

Viola Alvarez

Es ist meine Hoffnung, dass es dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut.

Offline jesse_blue

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #11 am: 26. März 2007, 14:26:15 »
So, nun hab ich auch die ersten 78 Seiten gelesen und bin schon gespannt, wie es weiter geht.

Die erste Erinnerung fand ich seeeeeehr unbehaglich! So gruselig und völlig aus dem Zusammenhang gerissen, man weiß ja gar nicht, was man davon halten soll…

Dann geht’s weiter mit der Einführung des eigentlichen Erzählers: Bryndt, Sohn von Hagen und Brynhild, was ja an sich schon mal ne skandalträchtige Geschichte ist!
Nun ist dieser Bryndt gefangen genommen worden, von jemandem, der augenscheinlich viel Angst vor ihm bzw. vor seinem Namen hat. Bisher ist mir noch niemand eingefallen, obwohl Bryndt ja erwähnt, dass es sich um seinen Bruder handelt. Obwohl mir nicht klar ist, ob er das biologisch meinte.

Schön finde ich, dass er immer auf die Ahnengeschichten der mir gut bekannten Nibelungen“helden“ eingeht und diese erklärt. Überhaupt begegnen mir immer wieder die bekannten Namen aus dieser schön-traurigen Sage (was ja nicht unbedingt überraschend aber auch nicht selbstverständlich ist).
Mit den nordischen Sagen/Geschichten/Legenden kenne ich mich nicht so sehr aus, lerne aber gerne dazu und finde alles sehr interessant.
Wunderbar finde ich übrigens, dass Gibichs Schwester Hildigo heißt und er auch seine Tochter so nennen wollte (weiß nicht, ob dafür einen geschichtlichen Nachweis für gibt? Wikipedia spuckte nichts aus), da sich ja die Nibelungensage an dieser Stelle mit der Geschichte mischt, in der die Frau von Atilla Ildiko heißt. Atilla ist in der Sage Etzel und heiratet Krimhild (hoffe, dass hat jetzt jeder verstanden ;-)

Dann löst sich ein Teil der in der ersten Erinnerung aufgeworfenen Fragen in der zweiten Erinnerung auf. Der Einäugige war also Hagen, er hat einen Finger verloren (an dieser Stelle muss ich die erste Erinnerung noch mal lesen, ich glaube, ich habe etwas überlesen, mir war so, als ob er sich nur irgendetwas aus der Hand o.ä. gerissen hätte). Wenn ich noch mal drüber nachdenke, könnte das was mit dem Ring zu tun haben?????
Naja, trotzdem sind da natürlich noch eine Menge unbeantworteter Fragen, aber das Buch hat ja auch gerade erst angefangen.


Ich finds toll, dass man hier mal die Nibelungen aus einer völlig anderen Sicht erzählt bekommt. Gerade dieses konsequente Erzählen aus der Sicht eines Nicht-Katholiken, der sich wundert, was für komische Sitten und Gebräuche der neue Gott fordert. Wie unsinnig ihm vieles erscheint (völlig nachvollziehbar aus meiner Sicht), toller Schreibstil!!!!!

Das war jetzt wahrscheinlich total durcheinander, ich hoffe, ihr könnt das trotzdem nachvollziehen.
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Offline Nemo

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #12 am: 26. März 2007, 18:52:08 »
Endlich mal wieder ein Buch, das meinen Ansprüchen in Sachen Stil gerecht wird.  :D (klingt vielleicht überheblich, zumindest in meinen Ohren, aber ich kann in letzter Zeit nichts lesen, was nicht wirklich gut geschrieben ist)
Island....soweit ich mich erinnere steht Island doch im Verdacht, das historische Thule gewesen zu sein oder? (Thule=eine Art Sagenreich am Ende der Welt) Würde also entweder sehr gut oder sehr schlecht passen, je nachdem.
Das Tolle für mich ist, dass ich von dem Nibelungenlied erst ab Siegfried das eine oder andere im Kopf hab, darum werde ich im Moment ständig überrascht (hatte zwischenzeitlich bsw. die Vermutung, dass Bryndt der Sohn von Gunther ist).
Sehr, sehr schönes Buch bisher.  :lesen:

Offline Bianca

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Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #13 am: 26. März 2007, 19:06:57 »
Schön finde ich, dass er immer auf die Ahnengeschichten der mir gut bekannten Nibelungen“helden“ eingeht und diese erklärt. Überhaupt begegnen mir immer wieder die bekannten Namen aus dieser schön-traurigen Sage (was ja nicht unbedingt überraschend aber auch nicht selbstverständlich ist).
Mit den nordischen Sagen/Geschichten/Legenden kenne ich mich nicht so sehr aus, lerne aber gerne dazu und finde alles sehr interessant.

Ich freue mich auch über jeden bekannten Namen und besonders über die Erwähnungen des alten Worms, das im Mittelalter eine recht wichtige Stadt war (wohne nur 3 km von Worms entfernt, der Blick auf dem Wormser Dom ist mir sozusagen täglich vergönnt  ;)).


Zitat
Ich finds toll, dass man hier mal die Nibelungen aus einer völlig anderen Sicht erzählt bekommt. Gerade dieses konsequente Erzählen aus der Sicht eines Nicht-Katholiken, der sich wundert, was für komische Sitten und Gebräuche der neue Gott fordert. Wie unsinnig ihm vieles erscheint (völlig nachvollziehbar aus meiner Sicht), toller Schreibstil!!!!!

Volle Zustimmung! "Die Frau, die sein Obst gegessen hat"  :D, auf Eva muß man da erst einmal kommen.

Der Schreibstil ist wirklich wundervoll, ich genieße jede Zeile :herz:.

Euch allen einen schönen Abend  :winken:

Liebe Grüße
Bianca
Liebe Grüße,

Bianca

Offline Kara

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    • Ann-Kathrin Karschnick
Re: Viola Alvarez - Die Nebel des Morgens (Anfang bis Seite 78)
« Antwort #14 am: 27. März 2007, 10:17:05 »
Guten Morgen,

habe erst die ersten 40 Seiten durch, aber ich wollt schon mal was schreiben. 

Da es das erste Buch ist, das ich zur nordischen Nibelungesaga lese, muss ich mich erst einmal an die Familienverhältnisse gewöhnen. Auch der Schreibstil ist für mich gewhönungsbedürftig, da ich noch kein Buch wie dieses gelesen habe. Bis jetzt finde ich es aber sehr gut. Verwirrend fand ich nur den Anfang. Er war so geheimnisvoll geschrieben, dass ich ihn zwei mal lesen musste, bevor ich verstanden habe, was da stand.

Besonders schön finde ich auch den Stammbaum vorne im Buch. Jedes schöne Bildchen in einem Buch erfreut mein vom Kunstunterricht aus der Schulzeit gequältes Herz. Auch das Layout des Buches gefällt mir sehr gut. Hat das ein externer Designer gemacht oder jemand aus dem Verlag?

Heute Abend auf der Rückfahrt mit der Bahn werde ich sicher bis zum Abschnitt des Endes lesen können. Habe schließlich fast 1,5 Stunden Zeit.  Bin schon gespannt, wie es mit den Familienverhältnissen weitergeht. :lesen:

Liebe Grüße,
Kara
Rettet die Erde, sie ist der einzige Planet mit Schokolade