Autor Thema: Die Legenden des Abendsterns - Forlane, Passacaglia, Menuett (bis S. 185)  (Gelesen 4558 mal)

Offline Heimfinderin

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Und danke, dass ich ab jetzt Oliven mit anderen Augen essen werde (und ich habe bis jetzt immer gerne Oliven gegessen)
Ich bin völlig schockiert! Du isst Oliven ... MIT DEN AUGEN??!!! *stopf!* *schiebrein!*
PRUUUUUUUST!  :D Oh, nein wie schrecklich!

Hast du eigentlich lange recherchiert für die historischen Details?
Ja, allerdings. Ich habe Dutzende TV-Dokumentationen verschlungen, Historische Romane gelesen, Sachbücher über die damaligen politischen Umstände, über die damalige Mode/Architektur, etc, etc,  gewälzt, das Internet abgegrast und-und-und ... Das hat gedauert. Und der schwierigste Teil, nach dem Sondieren der wichtigen Infos, ist natürlich, dass man dann nicht anfängt Vorträge zu halten, sondern nur hier und da ein paar Infos einbaut. Das ist nicht ganz so leicht, und hinterher muss man eh wieder 50% des Geschriebenen streichen.

Nach meinem Empfinden ist dir das sehr gut gelungen. Gerade richtig verteilt um sich immer in die Zeit zurückversetzt zu fühlen und dabei Interessantes zu erfahren, ohne dass die Geschichte vor lauter Informationen in den Hintergrund gerät.  :)

Danke für den amüsanten und anschaulichen Unterricht über Kastrate  *ambodenkringel* . Wie genial! Hast du schon mal daran gedacht, lustige Bücher zu schreiben?
  ;D Ganz ehrlich? Das ist wahnsinnig gefährlich. Denn man "schlüpft" da schnell in so einen ironischen Erzählton, den man nur schwer wieder abstreifen kann, wenn man sich darin so wohlfühlt, wie ich. Und wenn du dann wieder etwas Ernsthaftes, vielleicht sogar Spannendes schreiben willst ... dann liegen hinterher alle am Boden und sagen: "Nö, spannend und gruselig war das nicht. Ich habe mich totgelacht!" -- Davor habe ich ein bisschen Angst. (Vielleicht wäre das ein Beitrag für diese "Der absolute Horror"-Thematik, die Leah da angekurbelt hat ...?)
Es gibt ja doch etwas womit du dir Angst machen kannst  ;)
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline Curly

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Menuett

Ich finde beeindruckend, wie realistisch und nachfühlbar der lange Fall von Duncan beschrieben wird. Ich konnte mich richtig hineinversetzen und irgendwie kommt mir dieses Gefühl bekannt vor. Ich weiß nicht, ob jemand von euch schon mal geträumt hat, dass er fällt. Ich habe solche Träume hin und wieder und dabei empfinde ich auch immer diese Ruhe. Hört sich total gestört an, ich weiß!  ;D
Dann das Eintauchen in das kalte Wasser, das Gefühl zu ersticken. Mir kam es wirklich so vor, als wäre ich dabei.
Die Flucht, oder Befreiung gelang dann unerwartet schnell und etwas unspektakulär. Ist aber nicht schlimm, denn die Ereignisse überschlagen sich auch so schon genug.

Das Duncan und de Nevers...Verzeihung... Marquis de Nevers in die Oper gehen, halte ich für keine gute Idee. Das könnte der Gesundheit gewaltig schaden.

Ja, die Szene in der Oper war wieder nichts für schwache Nerven. Bei der Beschreibung wie die Augäpfel durch den Gesang platzen, musste ich unwillkürlich die Augen schließen. Bei Filmen mag das ja was bringen, bei einem Buch stehen die Worte dummerweise immer noch da.  ;D

Ach ja, und ich glaube, ich finde nicht gut, was Ambrose da vor hat... nein ganz und gar nicht!!!

Curly

Offline Heimfinderin

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Ich finde beeindruckend, wie realistisch und nachfühlbar der lange Fall von Duncan beschrieben wird. Ich konnte mich richtig hineinversetzen und irgendwie kommt mir dieses Gefühl bekannt vor. Ich weiß nicht, ob jemand von euch schon mal geträumt hat, dass er fällt. Ich habe solche Träume hin und wieder und dabei empfinde ich auch immer diese Ruhe. Hört sich total gestört an, ich weiß!  ;D
Dann das Eintauchen in das kalte Wasser, das Gefühl zu ersticken. Mir kam es wirklich so vor, als wäre ich dabei.
Das kann ich gut nachempfinden. Diese Träume des Fallens kenne ich auch und das Gefühl dabei. Bei Duncans Fall ging es mir da auch so, vor allem hatte ich das Gefühl, der Fall nimmt kein Ende...
Als es dann hieß, sie müssten aus der Höhle tauchen, wurde mir auch ganz komisch. Ich finde es nämlich ein sehr beklemmendes Gefühl zu tauchen, wenn mir dabei so langsam die Luft ausgeht. Ich stell mir dann immer vor, ich müsste einatmen bevor ich wieder an der Oberfläche bin, aber dann kommt nur Wasser...
Liebe Grüße
Heimfinderin

Offline Ascan von Bargen

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Es gibt ja doch etwas womit du dir Angst machen kannst
Verdammt ... ich bin enttarnt ...  :D

@Curly: Sage ich diesen Netrebko-Verrückten auch immer - Opernbesuche sind mit Vorsicht zu genießen. Du weißt nicht, wie viel deine Augen und Ohren aushalten können ...  Ambrose? Ja, der hat auch nicht immer nur die besten Ideen. Aber das passiert. Wenn auch nicht ewig. "Es gibt Ideen, die - bei gewissenhafter Ausführung - die Endlichkeit des Ausführenden implizieren." (palästinensisches Sprichwort)

Diese Sturz-und-Wasser-Szene ist natürlich für Duncan von doppelter Dramatik und Bedeutung, was man aber erst verstehen kann, wenn man weiß, was mit Louisa damals passiert ist. Ich mag es gerne, die Sachen nicht zu plakativ zu schildern, sondern auch unterschwelligen Bedeutungen und Verknüpfungen zwischen den Szenen und Dialogen herzustellen. Sodass man, im Rückblick, ein Aha!-Erlebnis hat, nach dem Motto: "Ach so! Deswegen hat er damals dieses oder jenes gesagt! Das hängt DAMIT zusammen!"

Liebe Grüße!
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"Eine mächtige Flamme entsteht aus einem winzigen Funken." - Dante Alighieri -

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Offline Curly

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Sage ich diesen Netrebko-Verrückten auch immer - Opernbesuche sind mit Vorsicht zu genießen. Du weißt nicht, wie viel deine Augen und Ohren aushalten können ... 

Ok, ich werde wohl in nächster Zeit nicht erwägen in die Oper zu gehen... genausowenig wie ich wohl niemals wieder eine Olive probieren werde. Die Dinger haben mir zwar noch nie geschmeckt, aber jetzt weiß ich auch warum...  ;D

Offline Ascan von Bargen

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Was ist denn bloß los hier, in letzter Zeit?  ;D Man muss doch auch mal den Mut haben, was Neues auszuprobieren ...  ;)
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Offline Leah B. Natan

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Okay, nun steige ich mal wieder ein. Ihr seid mir ja richtig davongerannt,fg

Mein Wiedereinstieg beginnt mit Metaphern, die mich direkt grinsen lassen. Ascan du Schlimmer, was ging dir da durch den Kopf, als Spaten sich tief in jungfräuliche Erde bohren?  ;D Diese Metaphern sind ohnehin ein Merkmal deines Buches, und ich muss im Lesen immer wieder grinsend innehalten.

Nun, die kommende Szene hat mich weniger überrascht. War ja klar, dass die Leiche - wie andere zuvor - höchstens dreivierteltot ist. Geekelt hat es mich über den Beschreibungen nicht, nicht einmal gegruselt. Das ist so, seit ich selbst Autor bin. Gelesenes reisst mich selten vom Hocker, oder eher gar nicht mehr. Vielmehr gehe ich es auf inspirationsmäßigem Wege an, oder denke mir einfach "nett umschrieben". Bilder tauchen natürlich auf, aber es ist nicht anders, als stünde ich im Museum vor einem Gemälde. Und ich ertappe mich dabei, zu schnell durch die Gänge zu hetzen.

Die Verwandlung in das kleine Mädchen finde ich sehr schön. Es hat etwas Berührendes, dieser Übergang von kaltem Schrecken zu bezaubernder Unschuld. Ich liebe es, wenn Grenzen verwischen und der aeussere Schein derart truegt. Das fröhlich davonhüpfende Mädchen...wer wuerde sich nicht davon taeuschen lassen?

Duncan und Armand auf ihrer "Forschungstour" hat mich ziemlich gefesselt. Die beiden zu verfolgen, mit ihnen zu rätseln und Auflösungen zu finden, macht Freude. Da möchte man selbst zum Forscher werden, ganz gleich, wie widrig die Umstände für die beiden sind. Ich könnte mir denken, dass du gerade bei diesen Szenen einen freudigen Eifer entwickelt hast. Die Idee mit den Statuen...sehr interessant. Wie kommt man auf so etwas?  ::)  Dieser Holländer ist wirklich ein echtes Genie. Dass Duncan und Armand nicht wirklich heil davon kommen, war klar. Dieses tiefe Gefühl der Ruhe und Gelassenheit, das Duncan empfindet, als er glaubt zu sterben, hat mich schon berührt. Ich denke, genauso ist es. Nein, ich weiß es. Und irgendwie scheint der alte Mann definitiv mehr auf Zack zu sein als unser junger Held. Hier hilft der Alte dem Jungen.

Die Szene in der Oper... 8) Kastraten sind schon faszinierend schillernde Wesenheiten, auf ihre Weise. Die Richtigkeit des Ganzen mal außen vor gelassen, und Oliven mag ich eh nicht. Unser Kastrat hier liefert eine wahrhaft mitreissende (zerreißende) Show. Erinnert mich an die letzten Szenen aus Mars Attacks  :D Nun, unsere Helden entkommen in letzter Sekunde, und diesmal schwingt im wahrsten Sinne des Wortes Musik die blutige Sense unter den Zuschauern. Ich wusste schon immer, das sie größere Macht besitzt, als man im Allgemeinen denkt. Diese Szene würde ich gerne verfilmt sehen  ;)

So, dann gehts heute abend weiter. Die Geschwindigkeit wird ganz schön angezogen. Man fühlt sich fast gehetzt. Und langsam komme ich mir komisch vor: Wo andere sich hier totgruseln und die Augen schließen, bin ich irgendwie...hmmm...distanziert. Das geht mir allerdings bei so ziemlich allen Büchern so. Früher war das anders. Ob es wohl am selbst-schreiben liegt? Hier tauche ich nämlich vollkommen ab, während ich beim lesen an der Oberfläche bleibe.

 :-\
« Letzte Änderung: 29. März 2007, 19:57:01 von Leah B. Natan »
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Offline Ascan von Bargen

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Okay, nun steige ich mal wieder ein. Ihr seid mir ja richtig davongerannt,fg

Ja, hallo und willkommen zurück, Leah!

Dann wollen wir mal sehen, was ich für dich tun kann!  ;)

Mein Wiedereinstieg beginnt mit Metaphern, die mich direkt grinsen lassen. Ascan du Schlimmer, was ging dir da durch den Kopf, als Spaten sich tief in jungfr?uliche Erde bohren?  ;D Diese Metaphern sind ohnehin ein Merkmal deines Buches, und ich muss im Lesen immer wieder grinsend innehalten.
Tatsächlich? Hast du da noch ein paar Beispiele parat? Das würde mich wirklich mal interessieren, da es mir selbst nicht sonderlich bewusst ist, dass ich hier und da grinsewürdige Metaphern eingebaut habe.

Bilder tauchen natürlich auf, aber es ist nicht anders, als stünde ich im Museum vor einem Gemälde. Und ich ertappe mich dabei, zu schnell durch die Gänge zu hetzen.
Es gibt drei Möglichkeiten: Entweder, erstens, die Bilder gefallen einem nicht sehr gut oder, zweitens, man ist in großer Eile und hat leider nicht genug Zeit mitgebracht. Oder - das wäre natürlich für mich persönlich die beste Variante: Du findest die Bilder dermaßen gut, dass du hechelnd durch die Gänge rennst, um so schnell wie möglich, so viel wie möglich an neuen Eindrücken in dich "hineinzuschlingen". :)

Ich könnte mir denken, dass du gerade bei diesen Szenen einen freudigen Eifer entwickelt hast. Die Idee mit den Statuen...sehr interessant. Wie kommt man auf so etwas?
Das könnte ich dir jetzt zwar verraten, aber anschließend würdest du leider für alle überraschend und unter mysteriösen Umständen verschwinden und ...  ;D ;)

Tja, wie kommt man auf sowas? Sagen wir es mal so: Meine Arbeitsweise ist zweigeteilt. Einerseits habe ich mich natürlich eingehend mit Schreib- und Erzähltechniken - den rein formalen Aspekten des Schreibens - beschäftigt. Ich würde daher nie mehr, wie ich das als Jugendlicher gemacht habe, einfach wild drauflos schreiben. Man steigt ja auch nicht einfach in irgendeinen Zug ein und vertraut darauf, dass er einen zufällig genau dahin bringt, wo man gerade hin will.

"Oh, juhuu! Hbf Niederlangendömsbüttelhausen! Da wollte ich ja schon immer mal hin ... glaube ich ... oder so ..."

Zumindest also das Ziel sollte bekannt sein. -- Andererseits aber gebe ich einer Geschichte während des Entstehens genügend "Entfaltungsspielraum". Es ist wirklich so, dass ich (bzw. Duncan) plötzlich diesen rätselhaften Brief seines Vaters in Händen hielt. Rätsel, mit denen ich zunächst gar nichts anfangen konnte. Ich werde dann selbst zum Leser und bin total gespannt darauf, wie die Geschichte weitergehen wird. (Natürlich war mir klar: "Armand klärt jetzt die Rätsel auf und dann passiert dieses und jenes ..." Nur muss die Auflösung und das eben erwähnte "dieses und jenes" noch konkretisiert werden.)

Unser Kastrat hier liefert eine wahrhaft mitreissende (zerrei?ende) Show. Erinnert mich an die letzten Szenen aus Mars Attacks

Den Film habe ich nur die ersten 15 Minuten lang über mich ergehen lassen. Vielleicht sollte ich mir mal doch wenigstens das Ende ansehen?

Ich wusste schon immer, das sie gr??ere Macht besitzt, als man im Allgemeinen denkt. Diese Szene w?rde ich gerne verfilmt sehen
Das wäre auf jeden Fall für einen guten Zweck!  ;)

Und langsam komme ich mir komisch vor: Wo andere sich hier totgruseln und die Augen schlie?en, bin ich irgendwie...hmmm...distanziert. Das geht mir allerdings bei so ziemlich allen B?chern so. Fr?her war das anders. Ob es wohl am selbst-schreiben liegt? Hier tauche ich n?mlich vollkommen ab, w?hrend ich beim lesen an der Oberfl?che bleibe.

Ich vermute, dass du Texte nicht mehr einfach liest, sondern viel mehr analysierst - was natürlich legitim ist. Bremst nur etwas den Lesespaß aus. Finde ich.

Das ist bei Filmen auch so: Man schaut sie sich entweder an und lässt sich einfach mitreißen - oder man sitzt im Kino und mutiert zum Redakteur: "Aha, Held etabliert, Exposition zu Ende ... das da wird wohl Plot Point I sein ... der Dialog in dieser Szene ist direkt, also ganz großer Müll ... ach, hier sollte ich mich jetzt offenbar erschrecken, hat wohl nicht geklappt ... mhmm ... eine brennende Kerze ... Memento mori ... symbolisches Stilmittel des vergehenden Lebens, vielleicht etwas plump inszeniert ..."

Ich bin gespannt, wie dir der Showdown gefallen wird!

Mein Vorschlag zur Güte: Lies ihn erst einmal ganz.

Danach kannst du ihn gerne noch einmal durchlesen und gleichzeitig analysieren.  ;)


Viele Grüße!
A
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Offline Leah B. Natan

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"Den Film habe ich nur die ersten 15 Minuten lang über mich ergehen lassen. Vielleicht sollte ich mir mal doch wenigstens das Ende ansehen?"

Tu das. Man findet dort heraus, dass Schlagermusik die Hirne der Aliens zum explodieren bringt. Läuft also so ähnlich ab wie in deinem Buch  ;D


"Das ist bei Filmen auch so: Man schaut sie sich entweder an und lässt sich einfach mitreißen - oder man sitzt im Kino und mutiert zum Redakteur: "Aha, Held etabliert, Exposition zu Ende ... das da wird wohl Plot Point I sein ... der Dialog in dieser Szene ist direkt, also ganz großer Müll ... ach, hier sollte ich mich jetzt offenbar erschrecken, hat wohl nicht geklappt ... mhmm ... eine brennende Kerze ... Memento mori ... symbolisches Stilmittel des vergehenden Lebens, vielleicht etwas plump inszeniert ..."

Erwischt! Ja, ich analysiere tatsächlich. Das passiert vermutlich jedem Autor, absichtlich oder unabsichtlich. Oder nicht?  :-\ Obwohl ich wirklich kein Krümelkacker bin. Es nervt mich oft selbst. Wenn ich - ausnahmsweise - mal lese statt schreibe, bin ich Gedanken permanent bei meinem währenddessen in der Ecke schlummernden Werk, spinne es weiter, schweife ab, lasse mich vom Buch in meinen Händen inspirieren und...äh...schweife ab,fg Ja, ich bin ein schrecklich unkonzentrierter Leser (geworden). Wie ist das bei dir Ascan? Kommst du selbst oft zum lesen anderer Bücher und verfällst du in ähnliche Muster wie ich?

Werde am Wochenende das Buch komplett auslesen, sind nur noch einige Seiten. Mein abschließendes Fazit kommt dann.

Bezüglich der Metaphern: dein "schwarzes Licht" ist mein eindeutiger Favorit,gg Die direkt darauffolgenden Spitzenreiter habe ich gestern nacht gelesen (Stichwort: erotische Erinnerungen an Orgien und eine Menge Lilien mit purpurnen Andeutungen) Aber wenn ich mir meinen ersten Teil so durchlese, bin ich da auch verdammt gut drin. Ich könnte mich mittlerweile kringeln, aber andere finden?s sch?n.  :-\

PS:
"Das könnte ich dir jetzt zwar verraten, aber anschließend würdest du leider für alle überraschend und unter mysteriösen Umständen verschwinden und ...  "

Jep, mach mal *fürchtel* Aber nicht das am Ende der Spieß sich umdreht, Kollege  ;D
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Offline Ascan von Bargen

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Zitat
Tu das. Man findet dort heraus, dass Schlagermusik die Hirne der Aliens zum explodieren bringt.
Ich habe mal gelesen, dass das sogar bei Menschen passieren kann ...  ;) ;D

Zitat
Erwischt! Ja, ich analysiere tats?chlich. Das passiert vermutlich jedem Autor, absichtlich oder unabsichtlich. Oder nicht? 
Nicht.

Zitat
Wie ist das bei dir Ascan? Kommst du selbst oft zum lesen anderer B?cher und verf?llst du in ?hnliche Muster wie ich?
Nein, besonders viel Zeit zum Lesen nehme ich mir nicht. Die letzten drei Bücher, die ich wirklich regelrecht verschlungen habe, waren "Pradasüchtig" von Lolita Pille, "Galileo" von Clive Barker und "Das Jesus-Video" von Andreas Eschbach.
Den 4-Seiten-Flyer "Mit geschlossenen Augen" von Melissa Panarello habe ich auch letztens noch gelesen. -- Nein, ich habe mir das Analysieren während des Lesens abgewöhnt. Früher habe ich Bücher wirklich verschlungen, bin in sie eingetaucht und hatte riesigen Spaß dabei! -- Dann, als ich anfing mich ernsthafter mit dem Schreiben zu beschäftigen, habe ich Bücher nur noch analysiert ... und komplett den Spaß daran verloren. Ich bin gerade dabei, die Freude am Lesen wiederzuentdecken.

Werde am Wochenende das Buch komplett auslesen, sind nur noch einige Seiten. Mein abschlie?endes Fazit kommt dann.
Nun, das Wochenende ist gekommen. - Ja, aber es ist noch nicht wieder gegangen ... (Frei nach "Julius Cäsar".)

eine Menge Lilien mit purpurnen Andeutungen
  ;) Du musst unbedingt "Lilienblut" lesen, fürchte ich ...  :D

Aber nicht das am Ende der Spieß sich umdreht, Kollege
Das ist aber auch ein feines Wortspiel ... *verdreh und verknot* ... böses Mädchen Kollegin...! ;)

See ya!
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Offline Lucidique

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Hallöchen. Ich habe nun auch diesen Abschnitt beendet. Ich als Schnecke wohl wieder als Letzte...

@Ascan: Mann du schreibst aber echt lange Posts... verzeih wenn ich das nicht alles komplett durchgelesen habe.

Insgesamt muss ich sagen, dass sich mir die Story mit den 1500 Charkteren nicht wirklich gut erschließt. Ich habe das Gefühl ich weiß immer gar nicht mehr was eigentlich passiert ist und wer jetzt worin verwickelt war. Aber als ich eben aufgestanden bin um hier zu posten hatte ich plötzlich das Gefühl das Ganze kommt mir so furchtbar bekannt vor, aber ich weiß nicht woher... immer so Bruchstückhaft versuche ich alles zusammenzusetzen. Bin gestern Abend auch beim Lesen eingeschlafen, vielleicht ist die Geschichte in meinen Träumen schon weiter gegangen... alles seeehr verwirrend.

Bis hierher gefällt es mir aber ganz gut. Duncan steckt ja ganz schön in der Tinte... naja jetzt ja schon nicht mehr. Christopher findet also seine Cousine toll.. Ascan kann es sein das du auf blasse Frauen stehst oder ist das nur wegen dem Setting im 17.Jhd? Weil jede Frau blass ist und milchig-durchscheinende Haut hat...  ::) Und dann das in der Oper.. ein schönes Durcheinander.. gleich mal sehen wie es denn wieter geht  :lesen:
Liebe Grüsse Luci


Offline Ascan von Bargen

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Personen, die uns in diesen Kapiteln über den Weg laufen, (in order of appearance):

Forlane

Wraithe Hall:
Rebecca Lady Merivel
Comtesse Margaret de Valet
Clarice Merivel, Rebeccas Mutter und Margarets Schwester (wird nur erwähnt)
Christopher W. Briden
Ambrose Briden
The Honourable (Der Ehrenwerte) Charles Croweland (†) (wird nur erwähnt)

Parallelmontage Duncans Brief / Coroner bei Obduktion:
Duncan Viscount of Clairebourne, achter Lord Sharidon
1. Sir Francis Taylor (Namensliste, Brief) †
2. Robert "der Glückliche" Swanson (Namensliste, Brief) †
3. Mijnheer Marten van der Ryn (Namensliste, Brief) †
4. Geoffrey Sanders (Namensliste, Brief) †
5. Armand Marquis de Nevers (Namensliste, Brief), Schicksal ungeklärt
6. Ambrose Briden, Earl of Wraithe (Namensliste, Brief)

Coroner mit Assistenten
Betty Strider, geb. Aberleigh † (Opfer eines ungeklärten Mords)

Streets of London:
Duncan Viscount of Clairebourne, achter Lord Sharidon
italien. Kutscher
Allegra della Vigna

Richtplatz / Tyburn Tree:
Father Morecraft, bigotter Frömmler
Delinquentin
Zuschauermenge

Wraithe Hall:
Christopher W. Briden
Rebecca Merivel

Schwarze Kathedrale:
Duncan Viscount of Clairebourne, achter Lord Sharidon
ein geheimnisvoller Fremder

Wraithe Hall:
Christopher W. Briden
Rebecca Merivel
Preston McKellen (wird nur erwähnt)

Passacaglia

Obduktion:
Coroner mit Assistenten
Robert "der Glückliche" Swanson/Ronové

Schwarze Kathedrale:
Duncan Clairebourne
der geheimnisvolle Fremde
Thompson, Kopfgeldjäger
Father Morecraft, bigotter Frömmler

Obduktion:
Coroner mit Assistenten
Ronové (Swanson/Jessica)

Wraithe Hall:
Christopher Briden
Ambrose Briden

in der Krypta der Schwarzen Kathedrale:
Duncan Clairebourne
der "geheimnisvolle Fremde": Armand Marquis de Nevers
Statuen, Sarkophage und Statuetten

Covent Garden:
Rebecca Merivel
Publikum
Ambrose Briden
Christopher Briden
Margaret de Valet

in der Krypta der Schwarzen Kathedrale:
Duncan Clairebourne
Armand de Nevers

Covent Garden:
Rebecca
Margaret
Ambrose
Christopher
ein aufregender Diener
Kirby (im Auftrag Ambrose Bridens)

Menuett

Gewölbe / Schwarze Kathedrale:
Duncan Clairebourne
Armand de Nevers

Haus am St.-Bernard's-Square:
Duncan Clairebourne
Armand de Nevers
Mrs. Gwynne (gute Seele des Hauses)

Gasthof:
Kopfgeldjäger Thompson und seine Männer

Covent Garden:
Ambrose
Christopher
Kirby
Rebecca
Margaret
Allegra della Vigna

Covent Garden - The Show:
Ronové (in Gestalt Allegra della Vignas) und begeistertes Publikum, dem Augen und Ohren übergehen
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Offline Ascan von Bargen

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Jetzt hatte zwischenzeitlich, während ich die Liste erstellt habe, Lucidique schon etwas geschrieben. Darauf will ich noch eben eingehen.

Ich schreibe lange Posts? Dabei habe ich mir schon angewöhnt, mich kurz zu fassen...  ;)

Übrigens:  Es ist wirklich so, dass die vornehmen Damen des 17. Jahrhunderts einfach diese "noble Blässe" zur Schau getragen haben.

Hier noch mal ein Rundflug durch die vorliegenden drei Kapitel!

Was bisher geschah:
Rebecca und Tante Margaret sind gerade zu Besuch auf Wraithe Hall, was dem Hausherrn Ambrose Briden gar nicht in den Kram passt. Der hat nämlich ein paar alte Leichen im Keller, die sich gerade wieder regen und ihre Krallen nach ihm ausstrecken ... Christopher hingegen findet es ganz bezaubernd, eine junge Dame zu Gast zu haben, die ihn ausnahmsweise mal kein Geld, sondern bloß Nerven kostet.
 
Rebecca erprobt ihre Verführungskünste an Christopher, der auch sofort und willig darauf eingeht und sich ein, zwei, drei ff. wilde Abenteuer mit ihr erhofft. Rebecca ist aber scheinbar damit zufrieden zu sehen, dass sie gut ankommt und lässt Christopher erst einmal im Regen stehen. (Wortwörtlich ...)

Wir erfahren ferner, dass eine Mordserie London heimsucht. Sonderbarerweise weisen aber nicht alle Leichen dieselben Spuren auf. (Könnte es sein, dass hier ZWEI Mörder ihr Unwesen treiben?) Christopher war sich eigentlich sicher, dass Duncan der Mörder ist, doch Ambrose hat ihm plausibel gemacht, dass das nicht sein kann. Ambrose scheint außerdem sehr viel mehr zu wissen, als er zugibt ...

Dafür spricht auch, dass sein Name auf Duncans Liste auftaucht ... und da Ambrose der einzige ist, der von den Aufgelisteten noch atmet, fürchtet Ambrose nicht zu Unrecht, dass s i e aus der Vergangenheit wieder aufgetaucht ist, um sich auch ihn zu holen ...

Der Coroner (Gerichtsmediziner/Kommissar) untersucht die jüngst gefundene Leiche einer jungen Frau. Er bemerkt die Unterschiede in den Spuren und ist auch der Meinung, dass hier zwei Leute unabhängig voneinander metzeln. Daraufhin beschließt er, die Leiche Swansons noch einmal zu untersuchen, um sicherzugehen. Problem: Der ist von Hurentochter Ronové beseelt, die es gar nicht mag, wenn an ihren Opfern rumgefummelt wird ...

Während Duncan versucht, das Rätsel des Briefs zu lösen, kommt ein berühmter italienischer Kastrat auf Konzerttournee in die Stadt. In der Schwarzen Kathedrale wird Duncan in letzter Sekunde von einem geheimnisvollen Fremden gerettet, als er beinahe dem Kopfgeldjäger Thompson ins offene Messer läuft. Duncan wird Zeuge eines Gesprächs zwischen Thompson und Father Morecraft. Wir erfahren, dass Pastor Morecraft den 14jährigen Jeremy - den Handlanger des Quacksalbers Ratcliff - auf dem Gewissen und ziemlich absonderliche Neigungen hat, was sein Freizeitvergnügen angeht ...

Rebecca nervt unterdessen ihren Cousin mit kindischen Spielen, die zwar 1A Christophers Gedächtnis trainieren, aber nicht die Körperstellen, die er viel lieber mit ihr trainieren würde. Er flippt irgendwann vor Wut aus und macht sich aus dem Staub. Rebecca wiederum ist sehr gekränkt, weil sie nicht auf Anhieb kapiert, weshalb es schlimm sein soll, einen Mann erst anzumachen und dann einfach so zu tun, als ob nichts geschehen wäre. - Dann aber fällt ihr plötzlich ein, dass sie was Wichtiges in dieser Rechnung vergessen hat und beschließt, dies umgehend nachzuholen!

Anschließend, beflügelt und zufrieden, erinnert Christopher seinen Vater daran, dass sie heute Abend das Konzert des berühmten italienischen Kastraten in der Oper besuchen wollten. Ambrose hat unterdessen einen Boten ausgeschickt, um etwas von großer Wichtigkeit zu holen und erwartet ungeduldig dessen Rückkehr. Daher hält sich seine Begeisterung dafür, das Haus zu verlassen, in engen Grenzen.

In der Schwarzen Kathedrale wird Duncan von seinem fremden Retter in die Krypta hinabgeführt, wo es gilt, einige verzwickte Rätsel des Briefs aufzuklären. Der Fremde entpuppt sich als der verschollen- und totgeglaubte Armand Marquis de Nevers, der Duncans Vater Nicholas noch persönlich und leibhaftig kannte. Duncan, der seinen Vater nie kennengelernt hat - schließlich hat sich dieser selbst kurz nach Duncans Geburt aus dem Leben geschossen - beginnt in de Nevers selbst eine Art Vaterfigur zu sehen.

In der Oper erscheint Ambrose' Bote, Kirby, und übergibt diesem eine kleine Statuette, auf die Ambrose mit brennender Ungeduld gewartet hat. Und außerdem überbringt Kirby die Nachricht, dass der Kastrat tot in seiner Künstlergarderobe aufgefunden worden sei. Das kann aber scheinbar nicht sein, denn der betritt soeben die Bühne!
Ambrose ist der einzige, der weiß, w e r da gerade auf der Bühne steht.
Es ist s i e, die ihm auf den Fersen ist ...

In der Schwarzen Kathedrale kommen Duncan und Armand der Lösung Schritt um Schritt näher; doch sie lösen nicht nur Rätsel, sondern auch unbeabsichtigt einige todbringende Fallen aus ...

Ambrose und Entourage fliehen aus dem Opernhaus, Ronové lässt sich aber derweil den Spaß nicht nehmen, ein kleines Blutbad anzurichten. Sie hat keine Eile, denn sie ist sich ihres Triumphs sicher ...

Duncan und Armand stürzen vom Regen in die Traufe. Der Franzose hilft Duncan auf die Sprünge, während in der Zwischenzeit die Kopfgeldjäger deprimiert weiter nach Duncan fahnden und langsam in argen Selbstzweifeln vergehen ...

(Fortsetzung folgt)
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Offline Lucidique

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Ascan... du bist einfach der Beste  :herz:

Vielen Dank für diesen kurzen Abriss, habe jetzt alles bestens verstanden. Obwohl ich schon beim letzten Kapitel bin, weil mich das Buch richtiggehend gefesselt hat, möchte ich auf die weiteren Kurzzusammenfassungen nicht verzichten, denn sie sind viel lustiger als das Buch  ;)
Liebe Grüsse Luci


Offline Heimfinderin

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@Ascan: Mann du schreibst aber echt lange Posts... verzeih wenn ich das nicht alles komplett durchgelesen habe.
Echt, die sind dir zu lang? Ich hätte noch davon mehr lesen können...  ;D

Zu den Personen:
Ich hatte nur am Anfang kurzeitig ein zeitliches Zurdnungsproblem, aber komischerweise keine Probleme mit der weiteren Handlung und den Personen. Kann aber daran liegen, dass ich schon viele Bücher (vor allem bei Fantasy ist das ja so) gelesen habe, in denen es von Personen und Geschöpfen nur so wimmelt (und dafür oft sogar ein eigenes Personenregister aufgeführt wird). Dagegen ist die Anzahl der Personen hier ja sehr klein...

@Ascan
Die Zusammenfassungen sind klasse!
Liebe Grüße
Heimfinderin