Jetzt hatte zwischenzeitlich, während ich die Liste erstellt habe, Lucidique schon etwas geschrieben. Darauf will ich noch eben eingehen.
Ich schreibe lange Posts? Dabei habe ich mir schon angewöhnt, mich kurz zu fassen...

Übrigens: Es ist wirklich so, dass die vornehmen Damen des 17. Jahrhunderts einfach diese "noble Blässe" zur Schau getragen haben.
Hier noch mal ein Rundflug durch die vorliegenden drei Kapitel!
Was bisher geschah: Rebecca und Tante Margaret sind gerade zu Besuch auf Wraithe Hall, was dem Hausherrn Ambrose Briden gar nicht in den Kram passt. Der hat nämlich ein paar alte Leichen im Keller, die sich gerade wieder regen und ihre Krallen nach ihm ausstrecken ... Christopher hingegen findet es ganz bezaubernd, eine junge Dame zu Gast zu haben, die ihn ausnahmsweise mal kein Geld, sondern bloß Nerven kostet.
Rebecca erprobt ihre Verführungskünste an Christopher, der auch sofort und willig darauf eingeht und sich ein, zwei, drei ff. wilde Abenteuer mit ihr erhofft. Rebecca ist aber scheinbar damit zufrieden zu sehen, dass sie gut ankommt und lässt Christopher erst einmal im Regen stehen. (Wortwörtlich ...)
Wir erfahren ferner, dass eine Mordserie London heimsucht. Sonderbarerweise weisen aber nicht alle Leichen dieselben Spuren auf. (Könnte es sein, dass hier ZWEI Mörder ihr Unwesen treiben?) Christopher war sich eigentlich sicher, dass Duncan der Mörder ist, doch Ambrose hat ihm plausibel gemacht, dass das nicht sein kann. Ambrose scheint außerdem sehr viel mehr zu wissen, als er zugibt ...
Dafür spricht auch, dass sein Name auf Duncans Liste auftaucht ... und da Ambrose der einzige ist, der von den Aufgelisteten noch atmet, fürchtet Ambrose nicht zu Unrecht, dass
s i e aus der Vergangenheit wieder aufgetaucht ist, um sich auch ihn zu holen ...
Der Coroner (Gerichtsmediziner/Kommissar) untersucht die jüngst gefundene Leiche einer jungen Frau. Er bemerkt die Unterschiede in den Spuren und ist auch der Meinung, dass hier zwei Leute unabhängig voneinander metzeln. Daraufhin beschließt er, die Leiche Swansons noch einmal zu untersuchen, um sicherzugehen. Problem: Der ist von Hurentochter Ronové beseelt, die es gar nicht mag, wenn an ihren Opfern rumgefummelt wird ...
Während Duncan versucht, das Rätsel des Briefs zu lösen, kommt ein berühmter italienischer Kastrat auf Konzerttournee in die Stadt. In der Schwarzen Kathedrale wird Duncan in letzter Sekunde von einem geheimnisvollen Fremden gerettet, als er beinahe dem Kopfgeldjäger Thompson ins offene Messer läuft. Duncan wird Zeuge eines Gesprächs zwischen Thompson und Father Morecraft. Wir erfahren, dass Pastor Morecraft den 14jährigen Jeremy - den Handlanger des Quacksalbers Ratcliff - auf dem Gewissen und ziemlich absonderliche Neigungen hat, was sein Freizeitvergnügen angeht ...
Rebecca nervt unterdessen ihren Cousin mit kindischen Spielen, die zwar 1A Christophers Gedächtnis trainieren, aber nicht die Körperstellen, die er viel lieber mit ihr trainieren würde. Er flippt irgendwann vor Wut aus und macht sich aus dem Staub. Rebecca wiederum ist sehr gekränkt, weil sie nicht auf Anhieb kapiert, weshalb es schlimm sein soll, einen Mann erst anzumachen und dann einfach so zu tun, als ob nichts geschehen wäre. - Dann aber fällt ihr plötzlich ein, dass sie was Wichtiges in dieser Rechnung vergessen hat und beschließt, dies umgehend nachzuholen!
Anschließend, beflügelt und zufrieden, erinnert Christopher seinen Vater daran, dass sie heute Abend das Konzert des berühmten italienischen Kastraten in der Oper besuchen wollten. Ambrose hat unterdessen einen Boten ausgeschickt, um etwas von großer Wichtigkeit zu holen und erwartet ungeduldig dessen Rückkehr. Daher hält sich seine Begeisterung dafür, das Haus zu verlassen, in engen Grenzen.
In der Schwarzen Kathedrale wird Duncan von seinem fremden Retter in die Krypta hinabgeführt, wo es gilt, einige verzwickte Rätsel des Briefs aufzuklären. Der Fremde entpuppt sich als der verschollen- und totgeglaubte Armand Marquis de Nevers, der Duncans Vater Nicholas noch persönlich und leibhaftig kannte. Duncan, der seinen Vater nie kennengelernt hat - schließlich hat sich dieser selbst kurz nach Duncans Geburt aus dem Leben geschossen - beginnt in de Nevers selbst eine Art Vaterfigur zu sehen.
In der Oper erscheint Ambrose' Bote, Kirby, und übergibt diesem eine kleine Statuette, auf die Ambrose mit brennender Ungeduld gewartet hat. Und außerdem überbringt Kirby die Nachricht, dass der Kastrat tot in seiner Künstlergarderobe aufgefunden worden sei. Das kann aber scheinbar nicht sein, denn der betritt soeben die Bühne!
Ambrose ist der einzige, der weiß, w e r da gerade auf der Bühne steht.
Es ist
s i e, die ihm auf den Fersen ist ...
In der Schwarzen Kathedrale kommen Duncan und Armand der Lösung Schritt um Schritt näher; doch sie lösen nicht nur Rätsel, sondern auch unbeabsichtigt einige todbringende Fallen aus ...
Ambrose und Entourage fliehen aus dem Opernhaus, Ronové lässt sich aber derweil den Spaß nicht nehmen, ein kleines Blutbad anzurichten. Sie hat keine Eile, denn sie ist sich ihres Triumphs sicher ...
Duncan und Armand stürzen vom Regen in die Traufe. Der Franzose hilft Duncan auf die Sprünge, während in der Zwischenzeit die Kopfgeldjäger deprimiert weiter nach Duncan fahnden und langsam in argen Selbstzweifeln vergehen ...
(Fortsetzung folgt)
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