Ich schliesse mich meinen Vorposterinnen an: das ist wirklich gemein von Agathe, dass sie Brioni im Schlaf filmt. Sie tut es allein um der Karriere willen, scheitert aber auch diesmal, sogar zweifach. Zum einen, weil Brioni ihr auf die Schliche kommt und zum anderen, weil sich jemand an den Bändern vergreift - der Rothaarige im weißen Golf vermutlich.
Brioni rächt sich auf seine Weise, er lässt sie in Hannover einfach sitzen. Ob Agathe ihn hätte aufhalten können, das wage ich zu bezweifeln. Aber vielleicht ist es für sie ein besseres Gefühl, wenn sie sich einredet, sie hätte ihn gehen lassen.
Wieder ein bisschen Philosophie, diesmal über das Zugfahren. Dieses Theama verfolgt mich literarisch schon seit einiger Zeit, und ich finde es sehr interesssant, wie das Thema von den verschiedensten Autoren bearbeitet wird. In diesem Fall möchte ich das "Kaffeehaus auf Rädern" besonders hervorheben, ein sehr schönes Sprachbild.
Agathe kommt endlich in die Gänge und serviert den rothaarigen Golffahrer ab. Gut so! Aber warum hakt sie nicht wegen ihrer Bänder nach?
Brioni maskiert sich unterdessen, um in Berlin nicht erkannt zu werden. An dieser Stelle gibt es eine nette kleine Anspielung auf den "Tatort" - damit kennt Herr Rekel sich ja bestens aus.
Übrigens kommt auch die Große Reform wieder einmal zur Sprache, ein Thema, das ich fast schon wieder vergessen hatte. Es gibt also doch eine Großdemonstration - auf die Gewerkschaften ist eben Verlass...

Jakob hat nun den Polizeibewacher am Hals, eine Situation, die ihm nicht gefällt. Toll, wie er sich absetzt und dem Leibwächter einen Streich spielt. Überhaupt scheint Jakob ein ganz patenter Kerl zu sein, wie hier schon von einigen bemerkt wurde. Dass Brioni vor aller Augen mit ihm Kontakt aufnimmt - und zwar in einem Eishockey-Dress - ist ein sehr raffinierter Einfall.
Nun sind Brioni und Agathe wieder glücklich vereint - das erscheint mir etwas unlogisch. Warum ist er in Hannover auf und davon, wenn er doch mit ihr zusammenarbeiten will? Und wie kommt er so plötzlich von Berlin nach Hamburg? Wann und wie hat er zu Agathe Kontakt aufgenommen oder meinetwegen auch andersherum? Jakobs kurze Info, dass die Frau vom Krankenhaus angerufen hat und kurz vor dem Ziel stehe, kann ja wohl kaum ausreichend gewesen sein. An diesem Punkt sind für mich ein paar Fragen offen geblieben.
Die Drachus-Zentrale erscheint mir wie die Höhle des Löwen, in die sich unsere beiden Protagonisten hineinwagen. Nun kommt Christine Savoy wieder ins Spiel. Sie also hat die Studie der beiden Wissenschaftler bezahlt. Aber für wen? Prompt werden die beiden entlarvt, müssen fliehen, und wo landen sie? In der Aromakammer! Herr Rekel bleibt seinem Thema Kaffe also auch an dieser Stelle absolut treu.
Auf zum Endspurt...
Viele liebe Grüße
Miramis